Archiv der Kategorie: Singapur

Von den vielen netten Menschen, die wir hier in Australien kennen gelernt haben, sollen zwei Paare einen eigenen Beitrag erhalten. (Wir denken aber an mehr … nur als Beispiel: Von Denise und Partner (Magnetic Islands) haben wir keine Adresse … ). Mit den Leuten von der Uluru-Tour kommt sicher noch Kontakt zu stande (Augenzwinkernd insbesondere in die Schweiz winkend).
Hey und Christian „aus Mumbay“ – irgendwie hab ich Dich im Kopf immer Silvester in Sydney dabei … als ob Du hier gewesen wärest … gute Fotomotive gäbe es hier jedenfalls ohne Ende. Gerade in Australien waren Carsten und Anja und Leonie in meinem Kopf natürlich immer viel dabei. Ihr alle seid also irgendwie mitgereist …

Neil & Janet :

Neil & Janet haben wir vor unserem Abflug aus Singapur kennen gelernt und sofort gemocht. In unserem Backpackerhostel in Singapur saßen sie auf einmal mit am Tisch und es war ein total nettes Gespräch. Sie hatten Urlaub auf Bali gemacht und eigentlich warteten sie nur auf ihren Flug nach Sydney und ich weiß gar nicht warum sie da in diesem Backpacker gelandet sind. Jedenfalls war die Sympathie schnell gegenseitig und wir fuhren gemeinsam mit dem Taxi zum Flughafen, hatten auch am Flughafen gute Gespräche während wir auf den selben Flug warteten und bekamen eine Einladung. Wenn wir am Ende unserer Australienreise wieder in Sydney sein würden, wären wir herzlich eingeladen sie zu besuchen.
Wir beeilten uns mit unserer Reise hier und da ein wenig, weil wir diesen Besuch gerne hinbekommen wollten und schafften das dann auch. Australisch ist „wir wohnen nur 3 Stunden von Sydney entfernt“ eben ca. 1 Stunde von Canbarra auf dem Land in einem Ort namens Wee Jasper. Die Anfahrt war sehr interessant, denn wir schafften es nicht mehr im Hellen und fuhren also bei Dämmerung auf diesen ländlichen Straßen. Was man ja normalerweise tunlichst vermeidet. Dadurch sahen wir aber so viele wilde Tiere auf kurzem Wege wie die ganze vorherige Fahrt nicht. Etliche Roos/Wallabys brachten mich zum Halten, für ein Wombat und ein Echidna (Ameisenigel) hielten wir extra. Zig Kaninchen, und auch viele australische Vögel wie die Cockatoos, die ich immer falsch ausspreche weil ich an das deutsche Wort Kakadu denke, kreuzten unseren Weg. Neil & Janet hatten sich bereits Sorgen gemacht und Janet kam uns mit ihrem Toyota Landcruiser entgegen. Das war eine nette und freudige Begrüßung. Die beiden müssen sehr hungrig gewesen sein, denn ein gutes Stew wartete bereits auf dem Tisch und war offensichtlich schon lange warm gehalten worden. Das Stew mit Lamm war dann auch sehr lecker und wir hatten viel zu erzählen. So wurde es spät. Leider hatten beide am kommenden Vormittag wenig Zeit da Termine schlecht zu verschieben waren (wir hatten ja auch erst am Abend vorher angerufen, als wir uns sicher waren, dass wir es schaffen anzukommen) und so wollten Harriet und ich uns den Tag lang Canbarra anschauen und dann zum Abend zurück zu kommen. Auch dieser Abend wurde wieder sehr nett. Neil ist ein Ingenieur aus der Metallbrange, der sich bewusst für das Leben auf der Schaffarm seiner Eltern und Großeltern entschieden hat, weil dies für ihn das viel schönere Leben ist. Er zeigte uns seinen Hof, den schönen kleinen Fluß der durch sein Land fließt, eine kleine Scheerhütte usw. Es macht Spaß mit diesem intelligenten und ehrlichen und herzlichen Menschen zu sprechen. Natürlich macht er sich Gedanken um die Zukunft des Hofes, und ich wünschte ich hätte ihm Sachen sagen können wie: Ich glaube ganz Europa wird bald ganz verrückt nach australischer Wolle sein. Oder Kunstfaser hat keine Zukunft. Und den kleinen Farmen gehört die Zukunft. Leider aber bin ich eben auch ein ehrlicher Mensch und habe schon in Deutschland mehrfach miterleben müssen, wie kleine Bauernhöfe, wo die Familie dran hing am Ende aufgegeben werden mussten. Entweder man findet etwas Neues, oder ein Abwärtstrend setzt sich zumeist fort. Also wenn einer der Leser die tolle Idee hat, was man aus Schafswolle machen kann, wodrin eine gute Zukunft liegt, das würde ich ihm viel lieber sagen. Bitte bescheid geben. Der Abschied war dann am nächsten Morgen nach einem guten Frühstück etwas kurz, weil die nächsten Termine drängten. Wenn ich das richtig verstanden habe, muss Neil immer wieder auch kurzfristig als Ingenieur durch Australien fliegen und verdient damit das Geld, um den Hof aufrecht zu erhalten. Janet ist Krankenschwester die entsprechend auch arbeitet. Ich hoffe sie können den Hof noch lange halten oder finden evtl. einen Weg damit ausreichend Gewinn zu machen. Ich denke über Möglichkeiten nach evtl. aus Wolle und Kunststoff einen Werkstoff mit neuen Eigenschaften zu schaffen. Neil fällt evtl. noch eine Woll-Metall-Kombination ein. Es sind echt zwei so herzliche Menschen und es ist so schön bei Ihnen auf dem Hof … wir kämen gerne irgendwann einmal wieder! Danke für die Einladung und Euer Willkommen!

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Kurt Wolfgang

Im englischsprachigen Bereich heiße ich eher Kurt als Wolfgang.

If you are searching Kurt -> you are on the right page.

Das ist alles etwas umständlich, aber wohl der beste Weg.

Erklärung:
Ich habe die zwei Vornamen Kurt Wolfgang. In Deutschland legen die Eltern nach der Geburt den Rufnamen fest, der ein beliebiger der mehreren Vornamen sein kann. Im insbesondere englischsprachigen Ausland (USA…) hat man damit dann seine Probleme. Hier gilt der erste Name als Rufname, basta. Außerdem scheint die Aussprache von
W o l f g a n g
ähnlich schwer zu sein wie die von
E i c h h ö r n c h e n …
ich erkenne mich dann jedenfalls selten wieder. Das ist sehr schade, denn ich mag meinen Namen Wolfgang eigentlich sehr, aber er ist eben im englischsprachigen Bereich umständlich… da bin ich im Ausland eben
Kurt.
Auch wenn ich ansonsten immer Wolfgang bleiben möchte. Zu dem Namen habe ich einen Bezug. Zu dem Namen Kurt habe ich eigentlich keine Verbindung und versuche nur mich im Ausland eben damit angesprochen zu fühlen, was nicht immer gut gelingt.
Insbesondere für alle in Deutschland lebenden: Wer möchte, dass ich mich angesprochen fühle: Bitte Wolfgang. Ok,
aber für die auf der Reise kennen gelernten die hier über google translate mitlesen wollen:
Ja, die Seite von
Harriet und Wolfgang
ist die Seite von
Harriet und Kurt.
Ihr seid hier richtig.

Singapur tschüß

Wir haben die letzten Sachen erledigt und die Taschen gepackt und sitzen noch mit WLAN in unserem Backpackerhostel. In der Nacht geht der Flug nach Sydney ab. Mit unserer Billigfluglinie – mal schauen was uns erwartet. Harriet hat ein Paket nach Deutschland abgeschickt um unser Gepäck weiter zu reduzieren. Erwartete Ankunft Mitte Februar. Komisch ist: Wir reduzieren immer mehr, aber Volumen und tatsächlich gemessenes Gewicht nehmen zu …
Wir winken ein letztes mal aus Singapur zu den Lesern immer mehr aus aller Welt. Hey, wir freuen uns auch auf Kommentare nicht nur in Deutsch – sowieso – sondern auch in Englisch, Französisch, Schwedisch, Polnisch, Hindi usw … (toll wäre eine Übersetzung zumindest in Englisch oder Französisch *augenzwinker*).

Es ist 14 Uhr und es regnet. Da nutze ich doch mal die Zeit, um etwas über die letzten Tage zu schreiben und ein paar Bilder zu zeigen.

Gestern nutzten wir die U-Bahn und fuhren zur Orchard-Road. Dies ist DIE Verkaufsstraße für Weihnachten. Die ca. 2 km lange Straße säumen Geschäfte wie Prada, Gucchi, Rolex… also nix für unser Budget. Das schöne an der Straße ist aber die Beleuchtung. Auch gab es ein Konzert eines hier wohl berühmten Musikers. Die Singapurer gingen jedenfalls echt ab. Als es dunkel wurde, gaben die Lichter eine ganz besondere Atmosphäre. Was macht ein Volk, was nicht christlich ist zu Weihnachten? Es geht die ganze Zeit shoppen. Natürlich haben alle Geschäfte geöffnet, denn es ist kein Feiertag wie bei uns. Dementsprechend voll war die Straße.
Die Singapurer haben die ebenfalls „freundliche“ Angewohnheit, ins Bild zu laufen und vor dem eigentlichen Motiv stehen zu bleiben. Es konnte auch daran liegen, dass einfach so viele Menschen unterwegs waren, dass es keinen Platz für ein Foto ohne Mensch gab. p1040442m

Wieder zurück im Hostel war bereits 1 Tag vorher „Free Wodka“ angeschrieben, was eine fröhliche Feier vermuten ließ. Am Tag davor hatten wir schon viele Bekanntschaften geschlossen und diese mit Bier und Würfelspielen bis gegen 3 Uhr bekräftigt. Also freuten wir uns auf diesen Abend. Doch so recht gab es keine Stimmung. Aber wir lernten wieder welche kennen. Die paar Traveller, die da waren, beschlossen schnell, auf „THE BRIDGE“ zu gehen. Eine Brücke, die über den Singapore River führt und auf der man in der Öffentlichkeit trinken darf. Gar nicht so auf das Trinken aus, gingen wir aber trotzdem mit, weil solche empfohlenen Orte i.d.R. Treffpunkt vieler interessanter Menschen sind. Wir waren auch eine ganz lustige Truppe.

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Vertretene Länder: Polen, Indonesien, Philippinen, USA, Brasilien, eine Französin, die jetzt Australierin ist, Neuseeland, Curacao und wir aus Deutschland. Abgereist war bereits eine Gruppe aus Argentinien. Die Inder und Briten schlossen sich nicht an. Ich führte zum ersten Mal das Weihnachtsgeschenk von Wolfgang aus (die Kleider von Fabindia), weshalb ich in diesem ganzen Ländermix indisch wirkte. Auf dem Weg dort hin schauten viele hinter uns her.

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Es ist 17:00 Uhr an heilig Abend in Singapur. Wir haben zu gestern gar nicht und heute bis über Mittag hinaus geschlafen. Bis jetzt haben wir wenig von Singapur gesehen und an Weihnachten zu denken fällt schwer.

Mit dem sehr feuchtwarmen Klima kommen wir aber ganz gut zurecht. Schon erstaunlich, dass selbst ich eine auf 26° eingestellte Klimaanlage als viel zu kalt empfinden kann.
Gut asiatisch gegessen haben wir aber bereits – auch eine glibberig-schleimige und doch auch faserige überraschend süß leckere Durian (Stinkfrucht). Die Portion haben wir uns mit einer Koreanerin geteilt.

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Gleich geht von hier aus eine Tour mit dem Tretroller los, die wollen wir mit machen. Wir wissen nicht wie lang die dauert.

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Vorher wollen vorher noch allen ein frohes Weihnachtsfest wünschen.

Merry Christmas !!!

P.S.: Die Bilder von der Tour wurden auf der Facebookseite von unserem Hostel veröffentlicht: http://www.facebook.com/pages/Singapore/The-InnCrowd-Backpackers-Hostel/180672357157