Archiv der Kategorie: Philippinen

Liebe Leser,
wir sind gestern gut in Taiwan angekommen. Auch hier ist Rechtsverkehr und wir haben uns noch immer nicht daran zurück gewöhnt und schütteln oft genug über uns selber den Kopf – und das, wo wir doch mit Rechtsverkehr groß geworden sind.

Die Verabschiedung aus Peters Dive Resort in der Nähe von Padre Burgos war herzlich.

Peters

Abschiede sind der Teil dieser Reise, der uns immer wieder schwer fällt. So oft lernen wir herzliche, freundliche, offene und den Menschen zugewandte Menschen kennen. Insbesondere unseren Tauchlehrer Loni, mit dem wir ja nun letztendlich Einiges erlebt haben, hätten wir gerne mitgenommen. Für dieses Resort können wir hier gerne einmal Werbung machen. So viele erfahrene Taucher die wir da kennen gelernt haben, schwärmten, dass sie hier einige der schönsten Tauchreviere kennen gelernt haben, die sie je gesehen haben. Es ist keine 5-Sterne Küche, aber von günstigem Schlafraum (für Budgetreisende wie uns) bis zum komfortablen Bungalow ist alles an Unterkünften vorhanden. Die Küche ist einfach gut und erschwinglich (die meisten Gerichte bis 200 Piso (ca. 3,33€)). Dieser gefüllte Tintenfisch hat glaub‘ ich 220 Piso (ca. 3,67€) gekostet:

Tintenfisch

Und das Team ist einfach menschlich klasse und deckt so gut es kann alle Bedürfnisse ab und organisiert. Für uns wurde die Tauchfahrt am letzten Tag nach Napantau auf einem weiteren Boot mit ebenfalls erfahrenen Leuten nur für uns organisiert, wo die Tauchresorts sich gegenseitig aushelfen – und das trotz Sonderangebotspreis. Wow … nun ja, Abschied …

Die Fahrt zum Flughafen in Tacloban machten wir statt mit dem öffentlichen Bus lieber mit dem Resort-Shuttle. Je weiter nördlich wir kamen, umso mehr sahen wir, dass Taifun Haiyan bis heute sichtbaren heftigen Schaden angerichtet hat. Viele Behausungen bestehen eigentlich nur aus blauer Plane – oder weißer Plane mit dem Logo einer internationalen Hilfsorganisation drauf. Da wird einem auch klar, warum wir für die Nacht keine bezahlbare Unterkunft in Tacloban gefunden hatten. Es gibt sie nicht. Wir hatten im Diveresort Kontakt zu mehreren Helfern verschiedener Hilfsorganisationen (bis hin zu Leuten der UN). Keiner versteht, warum ganz Leyte als Katastrophengebiet angesehen wird. Die Gegend um das Diveresort erschien uns die ganze Zeit (entsprechend den Erkundigungen die wir im Voraus eingeholt hatten) vollkommen intakt. Wenn man dann aber in den Norden – in die Gegend um Tacloban – kommt, umso mehr wird einem dies klar, warum diese Warnungen für diese Gegend berechtigt sind. Deshalb fehlen im intakten Bereich auch die Touristen, die aber für den Aufschwung und Erhalt notwendig wären.

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Tacl3

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Mit einem Helfer hatten wir besonders netten Kontakt. Er hat mit uns zusammen den Tauchschein gemacht. Thorsten hat uns diese Bilder zur Verfügung gestellt. Er versucht im Auftrag der UN hier die Beseitigung der Unmengen Müll und Schutt durch den Taifun halbwegs umweltverträglich und richtig der Entsorgung zuzuführen.
Ein Beispiel sind diese Schiffe hier. Die Schiffe, die man hier sieht, waren zuvor auf der anderen Seite des Wassers (auf einigen Bildern sieht man das weit entfernt) und wurden wohl von bis zu 6 Meter hohen Wellen auf die Tacloban-Seite gespült und geweht … Mit viel Menschenkraft werden die Schiffe langsam zum Wasser gedreht und dann dort wieder weg gebracht …
Thorsten bat darum, bei Veröffentlichung der Bilder mit seinem Namen Thorsten Kallnischkies und einem Verweis auf seine Domain http://desastre.eu als Verweise genannt zu werden. Was ich hiermit und mit einem Dankeschön gerne tue.

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In den Flugzeugen von Tacloban nach Manila und auch von Manila nach Taiwan bot sich uns beim Ein- und Aussteigen ein Bild, wie man es in unseren Breiten kaum findet.

Flugnebel

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Bei der hohen Luftfeuchtigkeit bei gleichzeitig hohen Temperaturen führt die effiziente Klimaanlage zur Abkühlung und damit dazu, dass die Luft die Feuchtigkeit nicht mehr aufnehmen kann …

Auf dem Flug von Manila nach Taiwan sah Harriet dann noch ein Gewitter, von dem Sie in einem Kommentar noch selber berichten möchte.

Liebe Leser,

Danke allen, die Lösungsideen zu unserem Bilderrätsel in dem Beitrag Sogod-bay/ veröffentlicht haben oder anders mitgeraten haben. Ich hoffe es hat allen Spaß gemacht. Wir hatten viel Spaß daran immer mehr Möglichkeiten zu sehen, die wir vorher gar nicht gesehen hatten. Es ist schon ein richtiges Rätselbild. Wie gesagt, wir wären auch achtlos daran vorbei geschwommen, wenn unser Guide es uns nicht gezeigt hätte. Tolle Tarnung.

Um allen, die hier gerne noch weiter rätseln wollen nicht den Spaß zu verderben, will ich die Lösung auf einer anderen Seite veröffentlichen.
Wer noch nicht geschaut hat, schau doch erst mal den Beitrag Sogod-bay/ und suche …< Die Lösung findet ihr auf der geschützten Seite* Auflösung_PW.
*Das Password ist „Koralle

Da ich das nun das erste Mal versuche, hoffe ich, dass alles problemfrei funktioniert – sonst bitte Rückmeldung an mich.
Viel Spaß beim weiter rätseln, oder bei der Lösung.

Hier das Rätselbild noch mal:
auf diesem Bild ist etwas zu sehen, wo man genau hin schauen muss.

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Liebe Leser,

morgen geht’s für uns nach Taiwan.

Heute war vorerst unser letzter Tauchgang.
Schweren Herzens sagen wir den Philippinen adé.

Conny zeigt noch mal auf der kleinen Welt wo wir sind:

ConniPhil

Unser heutiges Tauchrevier von oben:

Napantau

Harriet beim Tauchen.
in Taucherzeichensprache sagt sie „OK“. (=Mir geht es gut! ‚Blubber blubber‘)

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Einfach ein paar Bilder:

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Liebe Leser,
auf diesem Bild ist etwas zu sehen, wo man genau hin schauen muss. Lösungsvorschläge werden gerne entgegen genommen? Viel Spaß!
UW5

Klammheimlich Schein-Heilig, Philippinen

Gestern gab es endlich das ersehnte Glas Sekt auf den bestandenen Kurs. Wolfgang und ich sind nun Taucher. Ich habe den Open Water Diver, Wolfgang ist sogar noch mehrere Schritte weiter gegangen und hat den Advanced Open Water Diver mit Erweiterung für Tieftauchen und Nitrox-Tauchen gemacht. Und das alles in Englisch. Wir können uns nun jederzeit Tauchequipment ausleihen und zusammen tauchen gehen, ohne dass wir jemanden dabei benötigen, der uns begleitet. Vorerst wollen wir noch nicht ohne Guide tauchen gehen. Mit dem Schein haben wir uns die Möglichkeit erarbeitet, selbst entscheiden zu können, ob, wann, wie und wo wir ohne einen Guide tauchen gehen wollen. Wir sind zertifizierte Taucher.

Hier seht ihr die „Feierstunde“, Loni überreicht uns unsere vorläufigen Tauchausweise

TauchscheinW     TauchscheinH

Tauchschein1

Die Unterwasserwelt hier auf den Philippinen ist wirklich wunderschön. Ganz oft sehen wir Nemo und viele andere bunte Fische, die unser Instructor (Tauchlehrer) Loni uns mit Engelsgeduld zeigte. Überhaupt wurde seine Geduld gerade von mir stark gefordert, weil ich doch mehr Schwierigkeiten hatte, als zu Anfang gedacht.
Die Übung, wo man unter Wasser die Brille voll laufen lassen und leeren oder ganz absetzen und wieder aufsetzen soll, war für mich am Anfang nicht machbar. Typisch Mädchen halt: „ähh, Wasser im Gesicht.“
Für uns und mich überraschend zeigte sich sich auf einmal eine persönliche Angst mit voller Stärke. Beim ersten Mal überrumpelte mich diese Angst und ich bekam Kopfschmerzen bis hin zur Migräne, wodurch ich an diesem Tag ausfiel. Auch später noch „machte mir diese Übung Kopfschmerzen“.
Mit viel Übung im Pool und kleinen Zwischenschritten ging es Schritt für Schritt besser, es fiel mir immer leichter, die Brille im Pool abzunehmen und voll laufen zu lassen. Letztendlich bis dahin, dass ich es im Meer zusammen mit Loni auch hin bekommen habe und ich damit meinen Schein bekommen habe.

Aufnahmen mit Loni bei Wasserübungen, die einheimischen Kinder im Hintergrund haben sich ein Floß gebastelt.

FlossHar1

 

Har2tauch  Übung geschafft *freu*

Trotz Angst bin ich dran geblieben. Sie ist zwar nicht ganz weg (wäre auch sehr schnell), doch ich habe gelernt, mit ihr umzugehen ohne in Stress zu geraten und einen Tauchgang abbrechen zu müssen. Hier deshalb ein ganz großes Dankeschön an Loni und Wolfgang, die immer an mich geglaubt haben.
Jetzt freue ich mich bald wieder all die schönen bunten Fische und Korallen und Seesterne und und und sehen zu können. Ein Tauchgang zusammen mit Loni und Wolfgang einfach nur zum Spaß ist schon geplant. Und wenn ich Wolfgang beim Tauchen zusehe, hui ist das schön. Man sieht wie viel Spaß er daran hat. Ich denk dann, dass er ganz in seinem Element ist. Und Loni ist auch ganz begeistert von ihm und spricht in Nebensätzen davon, was Wolfgang bedenken soll, wenn er dann professioneller Taucher ist.

Wir sind zertifizierte Taucher und haben einen Schein. Manchen Scheint es so, als würden wir jetzt Taucher sein, doch vom anSchein des erfahrenen Tauchers im philippinischen SonnenSchein hat es doch mehr den AnSchein. Wie beim FührerSchein braucht es nach bestandenen Schein Übung, so lang ist es Schein-Heilig sein, bis zum HeiligenSchein.

Dafür hat sich die ganze Anstrengung gelohnt…

Koralle1

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Fische1

Seeschlange

eine harmlose Baby- Seeschlange am Meeresgrund

Chippy hat mit Wasserübungen ja, wie im letzten Beitrag beschrieben, keine Probleme.

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Man beachte die 3. Regel von unten! (Weil die Schrift schon sehr verwaschen ist, hier noch mal in Klarschrift: Dogs and other animals are not allowed in the pool area. deutsch: Hunde und andere Tiere sind im Poolbereich nicht erlaubt. )

Aber Chippy unser Seadog hat eben immer und überall Sonderrechte (wenn das Management nicht guckt *grins* ) – wer ihn kennt, der kann ihm auch kein Wasser abschlagen. Das wäre so, als würde man einer Ente den See verbieten.

Deutsches Pärchen auf den Philippinen von Terroristen entführt

Vorweg: Beruhigung für Alle, nein, wir sind es nicht! Uns geht es gut!

Die Medien berichten, dass auf den Philippinen wahrscheinlich ein deutsches Pärchen von Terroristen entführt wurde.

N24 berichtet z.B.:
Auf den Philippinen werden zwei deutsche Touristen vermisst. Sie waren mit einem Segelboot unterwegs und sind womöglich von muslimischen Rebellen verschleppt.

Wer bei N24 auf der Seite http://m.n24.de/n24/Nachrichten/Panorama/d/4697672/deutsche-segler-auf-philippinen-entfuehrt-.html weiter liest, erfährt auch, dass es sich um Segler handelt (das könnte passen), deren Boot (passt nicht) verlassen aufgefunden wurde. Ihr Alter wird mit 55 und 71 Jahren angegeben (passt auch nicht ganz).

Liebe Leser und alle die uns per Mail gebeten haben, dass wir uns mal melden. Uns geht es gut!
Danke für Eure Gedanken an uns. Gerade dadurch denken wir auch an die armen Angehörigen der entführten Beiden.

An Euch noch einmal ganz klar: Uns geht es gut. Gerade im Augenblick sind wir, ganz untypisch für uns, nicht unter den Menschen, sondern in einem Resort mit Wachpersonal, Wachhund (der in gegenseitiger Liebe mit Harriet ist) und so weiter. Wir können uns fast ganz auf unsere Schulung konzentrieren. Fast ganz, weil Pool und Meer und Riff manchmal eben doch ablenken. ..

image

Harriet und der Seadog.

Chippy ist der richtige Name des Hundes. Weil er aber ständig im Wasser ist, mit den Leinen ablegender Schiffe in Wasser tauziehen macht usw. nennen wir ihn Seadog.

Beschäftigt …

Liebe Leser,

Harriet und ich machen derzeit eine kleine Schulung mit (wir berichten in einigen Tagen darüber). Durch diese Schulung sind wir vom frühen Morgen bis zum späten Abend beschäftigt, und kommen wohl auch in den nächsten paar Tagen nicht zum Bloggen.

Da ich aber unsere lieben und gerade im Augenblick so fleißigen Kommentatoren nicht warten lassen wollte, habe ich dort jeweils eine „kleine“ Antwort hinterlassen. Diese Antwort enthält auch Anteile, die andere Leser bestimmt auch spannend finden – einfach mal ‚reinschauen!

Liebe Kommentatoren – ihr seid das Salz und der Zucker in unserem Blog! Viele Traveller, die wir trafen, bloggen entweder gar nicht mehr, oder nur noch sporadisch alle paar Wochen/Monate.
Es ist manchmal echt schwierig und hart sich nach einem langen Reisetag noch hin zu setzen und zu schreiben – das Internet ist oft so, dass man tatsächlich Stunden braucht um kurze Dinge heraus zu bekommen … manchmal fordert es gar Tage Geduld, dann hat man es endlich geschafft – und dann kommt der ganz und gar unrationale Teil – kaum hat man es hineingestellt, hätte man gerne, dass man irgendwie eine Rückmeldung bekommt … Und ein Statistikprogramm, dass einem sagt wie oft am letzten Tag welcher Artikel angeklickt wurde – das ist irgendwie so … „unbefriedigend“. Harriet hat in Australien oft über mich gelacht und mir unnötigerweise erklärt, dass in Deutschland ja noch mitten in der Nacht ist, und gar keiner kommentiert haben kann … wenn Sie bloggt, geht es ihr aber nicht anders. *schmunzel* Wir Menschen sind eben nur zum Teil rational.

Wir freuen uns sehr – über die vielen Kommentare die wir gerade derzeit bekommen – und dass sich auch Leser als Leser neu „outen“ und neu anfangen Kommentare zu schreiben. Und dann auch noch mit solch tollen Komplimenten – Wow – Danke !!!! So oder so, Kompliment, Nachfrage, Berichte von zu Hause -> Ihr macht den Blog lebendig! Ich hoffe ihr macht weiteren Lesern Mut – übrigens auch Leser können Kommentare von anderen Lesern kommentieren … je mehr mitmachen je mehr Spaß macht es allen!

Im Augenblick macht es zumindest uns wieder richtig Spaß und wir hoffen bald mehr berichten zu können! ( Ich glaube zwar kaum, dass wir das Schwimmen mit Walhaien noch toppen können … aber überall sind Dinge interessant und bringen evtl. auch mal ein wenig Träumen, Gänsehaut, … )

Euch jedenfalls ganz herzlich Danke!

Fireflys und Warten.

Im Augenblick sitzen Harriet und ich an einem Fährhafen in einer Wartehalle und warten auf den Bus um 03:00 Uhr der uns weiter bringt. Es ist 20:30 Uhr. Es gibt eine Steckdose und ich habe Ladegerät und Adapter bereit. Was bedeutet, dass ich Akku vom Smartphone verbrauchen kann – halt nur wieder aufladen muss.
Gestern Abend wollten wir uns noch die Fahrt zu den Glühwürmchen (Fireflys) gönnen. Hier sind alle sehr irritiert wenn man irgendwohin zu Fuß laufen will. Unbedingt soll man eines dieser Tricycle nehmen…
Zu Fuß kamen wir aber gut bis zu einer Stelle vor der Brücke über den Fluss, wo ein großes Schild darauf hinwies, dass hier die Sammelstelle für die Fahrten sind. Als wir das Grundstück betratet, wurden wir ganz freundlich an einen Tisch gebeten. Die nächsten zwei Stunden Gespräch sollten toll werden. Der junge Mann mit dem wir uns unterhielten (während wir eigentlich auf weitere Passagiere für das Boot warteten) liebte Logikspiele. Unsere Rätsel löste er übrigens meist nach nur kurzem Nachdenken. Joshua überraschte uns immer wieder mit weiteren Hochleistungen seines Gehirnes. Von uns gelernte deutsche Sätze konnte er nach einer halben Stunde Rätseln einem Anderen beibringen. Unterscheidung Du/Sie wurde für ihn verständlich – da er zu Gästen lieber höflich sein will entschied er sich, sich die Sie-Form merken zu wollen. Wir werden hier noch ergänzen was er sagt uns aufschrieb in welchen Sprachen er alles das Wort ‚Glühwürmchen‘ sprechen kann.
Er schrieb uns die meisten davon auf – geschrieben wie er sie sprach – also z. B. auch chinesisch mit unseren Schriftzeichen. Seine Aussprache des deutschen Wortes war übrigens hervorragend. Irgendwann war es 20 Uhr und es war klar, dass keine weiteren Gäste für das Boot kommen würden. Wir bekamen ein Sonderangebot. Normalerweise kostet ein Boot 1250 Piso geteilt durch die Anzahl der maximal 5 Gäste. Aber auch 1000 waren uns zu viel. Wir dachten ‚Glühwürmchen gibt es doch auch zu Hause‘, und lehnten dankend ab. Wir gingen noch über die Brücke und fanden ein weiteres Schild mit ‚Sammelstelle‘ hier sahen wir eine größere Gruppe von Touristen die so aussahen, als ob auch sie noch auf eine Gelegenheit hofften. Wir hatten Glück. Für diese große Gruppe wurde ein spezielles Boot klar gemacht, dass eigentlich für Feierlichkeiten gedacht ist. Da passten nicht nur wir mit drauf, sondern auch noch ein paar weitere Gäste, die jetzt noch kamen. Hierbei sahen wir auch Joshua wieder. Hui, wie der sich freute, dass wir seine Glühwürmchen doch noch sehen würden. Das hatte ihm offensichtlich vorher sehr leid getan.

Dann irgendwann ging es los zu den Fireflys.

Die Atmosphäre in Worte zu fassen fällt schwer. Auf einer überdachten Bambustanzfläche wurden wir im Dunklen über diesen Fluß geschleppt… Der Sternenhimmel war klar und man konnte Bugwärts großen Wagen und horizontnah den Polarstern sowie heckwärts das Kreuz des Südens sehen. Am westlichen Horizont lag der Orion anfangs noch quer und drehte dann im Laufe der Zeit ins Unsichtbare.
Die ersten Bäume mit Glühwürmchen kamen. Sie waren schon von Weitem hell zu sehen. Je näher man kam umso mehr sah es wie ein funkeln aus. Schließlich ganz aus der Nähe war es wie unter einem feingestrickten Netz aus unzähligen Leuchtdioden die in unterschiedlichen Tackten blinkten. So viele Glühwürmchen auf einmal haben wir sonst noch nie gesehen…
Wir bekamen viele Erklärungen. Man kann an der Blinkfrequenz im einfachsten Fall das Geschlecht unterscheiden. Es dient der Kommunikation usw… aber all das Wissen stört eigentlich nur die schöne Atmosphäre in die ich unsere Leser so gerne entführen möchte. Also Augen zu und versuchen sich die Atmosphäre vor zu stellen. Tropisch warm. Tropische Bäume und sonstige Pflanzen am Flußufer. Bambusfloß. Klarer Sternenhimmel. Stille plus leises Insektengeschwirr und Wassergeplätscher. Dazu unzählige kleine Lichter die jedes für sich an und aus gehen und für ein kleines Lebewesen sprechen. Es werden in fast völliger Dunkelheit mehrere solche Ansammlungen von Fireflys angefahren. Dann verstummt jeweils wieder der dumpfe niederfrequente Klang vom Motor des Schleppbootes und es ist wieder Stille plus leises Insektengeschwirr und Wassergeplätscher. Dazu unzählige kleine Lichter …
Es war einfach schön …
Bei diesen Lichtverhältnissen war mit unseren Cameras kein Bild zu machen. Unsere Leser werden also Bilder im Kopf entstehen lassen müssen …
Etwas Besseres können wir grad nicht bieten, aber das ist schön, wenn es klappt.
Etwas darin verweilen, dann bereit machen zum abrupten
Themenwechsel
Heute sind wir früh aufgestanden. Sachen packen. Mit dem Tricykel zum Busbahnhof Donsol. Von dort mit dem Jeepney einige Kilometer bis nach Putiao. Umsteigen in den Bus nach Matnig. Der hält mitten im Nichts an und lässt uns raus, weil er gar nicht der Bus nach Matnog ist. Von hier aus können wir uns aber mit dem Tricykel zum Busbahnhof des einige Kilometer entfernten Ortes bringen lassen. Hier gibt es einen Jeepney nach Matnoq. In diesem machen wir eine unglaublich nette Bekanntschaft mit Ron, der zufällig die gleichen Schuhe trägt wie ich. In Matnog überrascht uns, dass das Fährticket kein Terminalticket enthält. Also zurück zur Kasse. Terminalticket kaufen, weil wir ja durch den Terminal müssen, wenn wir zur Fähre wollen. Schließlich Fähre nach Allen. Noch auf der Fähre erfahren wir, dass alle Busse nach Tacloban bereits überbelegt sind. Auch die Versuche von Ron und einem netten jungen Mann der zur Fährbesatzung gehörte (Jesse?) ihre Sprachkenntnisse zu nutzen um für uns Platz in einem vertrauenswürdigen Privatfahrzeug zu finden nutzen nichts. Ankunft 18 Uhr in Allen und es geht vorerst nicht weiter. Ins Hotel einchecken wollten wir aber nicht, weil ich inzwischen das Versprechen von einem der ‚Busverteiler‘ (ich nenn ihn mal so), bekommen habe, dass wir Plätze im Bus um 03:00Uhr bekommen werden. Tja und jetzt sitzen wir in der Wartehalle von der Fähre wo es auch einen Fernseher gibt und warten darauf, dass die Zeit vergeht. Diese Wartehalle gehört übrigens zum Terminal auf dieser Seite. Eigentlich dürften wir gar nicht hier sein, denn wir warten ja nicht auf die Fähre sondern den Bus, und außerdem haben wir kein Terminalticket gelöst, aber Jesse hat das geregelt.
Gut. Jetzt ist der Akku fast ganz leer. Sobald ich wieder Internet habe, kann ich diesen Artikel veröffentlichen. Harriet hat sich ein wenig hin gelegt. Ich bleibe wach und achte auf unsere Sachen. Ach so, positive Nachricht von unserem Ziel haben wir erhalten.

Donsol Walhaie Hahnenkampf

Wir sind heute früh aufgestanden, um uns mit einem Boot zum Schnorcheln herausfahren zu lassen. Insgesamt waren 6 Schnorchler in unserem Boot und es war eine lustige Truppe, wo alle sich gleich gut verstanden haben.

Wir alle wollten gerne das Erlebnis haben, mit den größten Fischen der Welt geschnorchelt zu haben. Der Walhai ist zwar groß wie ein Wal, er hat aber keine Lunge wie die Wale sondern Kiemen und ist ein richtiger Fisch – ein Hai eben. Deswegen taucht er auch nicht wirklich auf, bläst nicht usw. Dieser Gigant der Meere futtert trotz seines riesigen Maules nur ganz kleine Wesen – Krill, die eher wenige Meter unter der Meeresoberfläche leben. Wir Menschen sind ihm als Futter viel zu groß, obwohl er selbst rund 15 Meter lang wird – und ich weiß gar nicht wie breit (auch viel!).

Zunächst war kein Walhai zu finden und da war es gut, dass die Gruppe sich gut verstand, denn es wurde kurweilig geschnattert. Norman ist Philippiner, der mit uns in einer Unterkunft untergekommen ist. Ida ist Dänin. Ilse und Erwin sind Holländer. Alle drei sind – wie wir – Langzeitreisende.

Es gab also genug Gesprächsstoff über diverse Länder, wo entweder mehrere bereits waren oder ander noch hin wollen. Norman haben wir zwar nicht gefragt, aber er scheint auch schon viel gereist zu sein, denn er konnte sich an allen Gesprächen gut beteiligen.

GruppeDonsol

Dann kamen endlich die ersten Tauch/Schwimmgänge. Ich hatte ein Problem mit dem geliehenen Schnorchel, atmete mehrmals Wasser und musste entsprechend böse Husten. Der Schnorchel zog Wasser am Ventil ein, das eigentlich dafür da sein soll, Wasser leichter los zu werden. Zunächst versuchte ich das falsch herum arbeitende Ventil mit Klebestreifen abzudichten – aber das funktionierte auch nicht. Schließlich tauchte ich ohne Schnorchel mit Luft anhalten – das ging auch recht gut. Harriet hatte inzwischen unsere neue Kamera übernommen. Diese ist wasserdicht und wie wir auf den Reisen immer wieder bei anderen festgestellt haben klein leicht und multifunktionell – eine GoPro (3+ black). Die Sichtweiten im Wasser waren sehr dürftig (geschätzt 3 m). Einmal, als ich tief hinab tauchte, meinte ich einen riesigen dunklen Schatten mit weißen Flecken zu erahnen – aber sicher war ich mir da nicht.

Dann passierte es bei einem anderen Mal – der Schatten den ich eben noch in der Tiefe gesehen hatte kam hoch und schwamm so nah an der Oberfläche, dass man die Schwanzflosse herausragen sah – er war keinen Meter mehr von mir entfernt und ich sah ihn toll – und eben wie er auf die anderen Schwimmer langsam zuschwamm. Harriet sah ich weit vor mir wie sie sich verblüfft umsah – sie wurde von diesem großen Fisch sanft angestubst.

Haikopf

Hier das Bild, das sie auf die Schnelle machen konnte – es ist wirklich nur der vordere Teil vom Kopf den man auf diesem Bild sieht – wie er eben auf Harriet zukommt.

Und eines, dass Harriet von sich selbst einen Augenblick später gemacht hat.

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Ein Bild, Harriet war aufgetaucht – man sieht unseren Guide und die oberste Spitze der Rückenflosse – sieht auf diesem Bild irgendwie klein aus weil nur die Spitze heraus ragt …

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Ich realisierte in diesem Augenblick, indem Harriet überascht vom Hai angestubst wurde zwei Dinge 1. Der Kopf ist wirklich weit vorne bei Harriet 2. Ich bin weit hinten und doch noch immer nah an Walhai dran. Daraus folgen wiederum zwei Dinge: 1. Er ist wirklich RIESIG. 2. Die Schwanzflosse könnte auf mich zukommen – und das ist der für Menschen einzig wirklich gefährliche Teil -> ich schwamm also schnell ein Stück weg – es dauerte aber immer noch eine ganze Weile, bis die Schwanzflosse kam – dieser Walhai schwamm wirklich sehr gemächlich und wir hatten wirklich lange etwas von ihm. Leider, wenn man aufgrund der Sichtweite nur aus der Nähe etwas sieht – aus der Nähe aber das, was man fotografieren will, zu groß ist – dann können keine wirklich guten Fotos entstehen.

Für die Größenvorstellung sind evtl. auch diese beiden Bilder gut – wo man Teilweise etwas von einem Menschen sehen kann und doch jeweils nur einen Teil des Riesen zeigen:

Hai2

Hai1

Ein irres Erlebnis ist es dennoch für uns allemale, das wir beide sicher nie vergessen werden – und von dem ich gar nicht weiß, wie ich es wirklich in Worte fassen soll …

(Da dieser Artikel ja nun einen Tag später erscheint – und wir waren ja noch einmal los – können wir von heute ein schönes Bild zeigen, dass Norman mit besserer Kamera und bei besserer Sicht gemacht hat.

Hai2

Ich hoffe die Leser können das Erlebnis nachvollziehen – es war toooolllllll!

Natürlich sind wir gespannt auf Kommentare *Augenzwinker*

Wie ich schon sagte, verstand sich die Gruppe richtig gut und so nahmen wir auch noch ein gemeinsamens Mittagessen ein. Hierbei erfuhren wir von einem weiteren Ereignis – das wollten wir alle gerne sehen. Norman hat einen Mitsubischi und war so nett und lud uns alle in sein Auto (Sind ja nur insgesamt 6 Erwachsene 😉 ) Dann fuhren wir ca. eine halbe Stunde heraus in eine Ecke, wo keiner von uns sonst je hingefahren wäre.

6imAuto

Und dann sahen wir live was in vielen asiatischen Kulturen eben dazu gehört.

Hahnenkampf

Ich will mich zurück halten mit eigenen Meinungen, was ich davon halte… Wenn man andere Kulturen kennen lernen möchte, dann sollte man ihnen gegenüber offen begegnen. Eine negative Meinung zu so etwas, ist dabei nur hinderlich – die behält man also, wenn man sie schon hat – tunlichst für sich. Dann kann man – wie in unserem Fall – auch etwas dazu lernen.

Zunächst einmal trafen wir also mitten im Nichts auf mehrere Gebäude und viele Menschen. Hierzu haben wir zwar Bilder – aber wir erfuhren hinterher, dass diese Ereignisse illegal sind -> Wenn wir niemanden ungewollt in Schwierigkeiten bringen wollten, müßten wir also seeeehhhhr viele Gesicher unkenntlich machen … In diesem Getümmel von Menschen geschahen zunächst ganz viele Dinge, die wir nicht verstanden. Viele laute Stimmen und Handzeichen gingen in affenartiger Geschwindigkeit hin und her – wir verstanden nicht nur nichts – wir konnten dem Ganzen auch ansonsten nicht folgen. Über dem Kampfplatz wird ein Schild hin und her geschoben, je nach dem wie die Wetten stehen. Einmal waren die Wetten zu eindeutig, da fand kein Kampf statt. Die anderen Male aber startete dann der Kampf. Gewonnen hat derjenige Hahn, der den Anderen als Erster zwei mal fest gepickt hat – also unter sich quasi festgehalten hat. Warum hierfür eine sehr scharfe Klinge an einem der Hühnerfüße befestigt wird, ist uns nicht klar. Aber einer der Philippinos erklärte uns, sie würden sehr darauf achten, dass dem Hahn nichts Ernstes passiert, denn die seien sehr wertvoll. Und angeblich soll sich auch ein Tierarzt, gleich nach dem Kampf, um die Hähne kümmern. Das wir den Tierarzt nicht gesehen haben, hat zwar bei dem Getümmel nicht sicher was zu sagen – aber andererseits ist es eben so: Gesehen haben wir den nicht.

Hahn1
Hahn2
Hahn3

Es sind eher die armen Leute, die ihr weniges Geld zu solchen Hahnenkämpfen bringen, die in der Hoffnung Geld zu gewinnen meist eben doch eher Geld verlieren. Apropos: Der Besitzer des Gewinnerhahnes gewinnt auch den Hahn des Verlierers – hat also selbst ein Interesse daran, dass dem anderen Hahn möglichst nicht so viel passiert. Dennoch ist dieser Teil der Kultur etwas, womit ich genauso meine Schwierigkeiten habe, wie mit Stierkampf in Spanien oder ähnlichen Situationen. Ich bin der Meinung, wenn man ein Tier in die Situation bringt, dass es eben von Menschen abhängig leben muss, dann übernimmt der Mensch auch die Verantwortung dafür, dass es dem Tier möglichst gut geht. Wenn wir das Tier halten, weil wir es am Ende essen wollen, sollte zumindest die Zeit bis dahin ein entsprechend verantwortungsvoller Umgang damit vorherrschen. Tiere dann in eine Situation zu bringen, wo Revier- und andere Kampfinstinkte so ausgenutzt werden, passt das nicht wirklich mit dieser Meinung zusammen – aber wie gesagt, wir sind nicht als Missionare unterwegs, sondern als Neugierige. Unser verantwortungsvoller Umgang damit beschränkt sich also vorerst darauf, dies nicht durch weitergehende Teilnahme (wie z.B. Wetten) zu unterstützen. Nach drei Kämpfen hatten wir auch alle genug davon. Umgekehrt, wollen wir die freundlichen Menschen, die uns (zum Teil) die Dinge nett erklärt haben, auch nicht in Schwierigkeiten bringen. Darum bitte Verständnis – Bilder davon werden hier nicht veröffentlicht.

Heute Abend treffen wir 6 von unserem Boot noch einmal zum Essen und Bildertausch – evtl. sind ja noch nette Bilder von Anderen, die wir einstellen können. Aber das müssen wir erst mal sehen…

OK, das das Internet war mal wieder schlecht, es gab keinen Upload des Artikels … ich schreibe also weiter:

Das Treffen war sehr nett und es fehlte wirklich nicht an Gesprächsstoff – Bilder wurden ausgetauscht. Die Bilder von Norman sind einfach spitzenklasse – da merkt man, dass sich gute Kamera und guter Fotograf vereinen. Es ist eben alles ganz klar auf professionellem Niveau. Wir dürfen seine Bilder zwar verwenden – aber der Blog war bereits auf meine geschrieben – so bleibt es auch – nur eines, das mussten wir unbedingt mit hineinnehmen (s.o.). Das wo man den Walhai in mehreren Metern Tiefe sieht.

Wir sind gespannt, wann wir von den Anderen die Bilder von dem Abend bekommen. Es wurde ein ganzer Haufen Bilder abwechselnd nett und total verrückt gemacht – neben dem, dass das viiiieeeel Spaß gemacht hat, sind da bestimmt auch toll verrückte Bilder dabei.

Walhai die Zweite

Heute waren Harriet, Norman und ich wieder draußen – mit drei Weiteren Marie und ihr Partner aus Irland und Chris aus Canada.

Nach den jetzt schon mehrfach schlechten Erfahrungen mit geliehenen Masken und Schnorcheln hatten wir uns mit Beratung von Norman jeder nun doch eigene zugelegt (mal schauen, was wir dafür an anderem Gepäck reduzieren können … )

Wir sind sehr lange auf dem Wasser herum gefahren ohne Sichtung eines Walhais. Von Zeit zu Zeit konnten wir bei einem Versuch unser neues Equipment ausprobieren – ja, damit macht das Schnorcheln ganz anders Spaß. Es gab letztlich leider nur eine Situation wo wir einen Walhai sahen – das heißt Harriet leider nicht, da sind wir auch beide recht traurig drüber… Ich hatte das Glück genau in richtiger Position zu sein (leider hatte Harriet die Camera in diesem Augenblick). Der Walhai kam in ca. 4 m Tiefe genau auf mich zu und schwamm majestätisch unter mir hindurch … toll!

Das ist eben ein Zwispalt – auf der einen Seite will man die Tiere gerne sehen – man will sie aber auch wild sehen und wild lassen. Dann gibt es eben keine Garantie welche zu sehen.

Es gibt einen anderen Ort auf den Philippinen, wo die Walhaie von den Fischern vor Ort seit geraumer Zeit angefüttert werden. Norman sagte uns: „Die sind wie Hunde.“ Die schwimmen nicht schnell weiter, sondern bleiben relativ ruhig ortsnah usw … dort darf man mit diesen Walhaien auch mit Flasche tauchen, nicht nur mit Schnorchel. Das ist aber umstritten, weil die Tiere dort eben nicht mehr wirklich natürlich sind.

Hier in Domsol gelten viele Regeln, wie z.B. nur ein Boot pro Walhai, nicht mehr als 6 Schnorchler pro Boot. Eigentlich darf man sich auch nicht mehr als 3 m nähern. Anfassen ist ganz verboten usw… So wie wir das hier jetzt erlebt haben, wird von den Bootsfahrern eine gute Mischung gefunden, zwischen Regeln nicht zu eng einzuhalten und Regelübertretungen auch nicht zu übertreiben. Aber natürlich – wenn ein Boot einen Walhai gefunden hat, heizen die Anderen erst mal in die Richtung in der Hoffnung, dass ihre Leute dadurch auch einen Hai zu sehen bekommen. Unsere Iren von Heute trafen wir gestern auch schon einmal im Wasser … Das wir dem Walhai gestern so nah waren, war ja nicht, weil wir uns ihm so sehr genähert hatten – sondern, weil er auf uns zukam. Harriet hatte Hautkontakt – weil der Walhai sie angestubst hatte, nicht weil sie versucht hatte ihn zu berühren. Sowas kann man weder planen noch ausschließen. Es ist genausowenig planbar wie alles Andere wenn man es mit wilden (aber im Wesentlichen ungefährlichen) Tieren zu tun hat…

Heute Abend wollen wir uns noch die „Fireflys“ – also Glühwürmchen – anschauen, dass soll hier auch sehr schön sein. Ja und dann warte ich noch auf eine email-Antwort ob das nächste Ziel gut klappt – auf jeden Fall werden wir uns auf einen langen Busweg machen – es wird also wohl einige Tage von uns nichts zu hören sein… aber wenn das klappt, was wir als nächstes vor haben, dann werden wir einiges Lernen und mit neuen Fähigkeiten nach Hause kommen. 😉

Nein, ganz klar, von den Wunderheilern die an verschiedenen Orten auf den Philippinen angeblich ohne Narben operieren, wollen wir sicher nichts lernen. (Wir kennen deren Rummelbudentricks … wer wirklich denkt, die könnten sowas – soll sich bitte an uns wenden, dann mach ich mir die Mühe und erkläre deren „Zaubertricks“.. ) Es geht um eine richtige kleine Ausbildung …

Wir sind schon ganz gespannt … hoffentlich klappt alles … ich warte noch auf wichtige Antwortmail … sonst müssen wir alles neu und umplanen (wär ja auch nichts Neues für uns…)

Angeles, Busse, Legaspi

Es wird mal wieder Zeit was von uns hören zu lassen… Mein Job ist immer in solchen Zeiten mit dem Smartfone umständlich etwas einzutippen, und Harriet kann dann bald mit Laptop einen schönen Artikel schreiben. Jeweils warten wir dann immer auf Kommentare. Aus unseren Tools wissen wir zwar, dass wir täglich ca. 50 Leser haben (32-96), aber erst so nette Kommentare wie zB von unserer fleißigen Kommentatorin Katzenmutti und ihren Fellnasen, Schlafmütze, OundO usw. geben unserem Schreiben ein Feedback wodurch wir den Blog als lebendig empfinden. Darum den Kommentatoren einen herzlichen Dank und all ihr geschätzten Leser, bitte lasst uns lesen was ihr denkt – schreibt ruhig mehr Kommentare  – wir freuen uns!

So, aber nun zu den eigentlichen Themen:

Nachdem wir die Atmosphäre von Angeles haben auf uns wirken lassen, versuchten wir heraus zu finden, wie wir weiter kommen.
Zunächst einmal die Atmosphäre von Angeles: Rund 50 Jahre haben die Amerikaner hier einen Militärstützpunkt unterhalten und noch immer sind viele Amerikaner mit ihren philippinischen Freundinnen hier zu sehen. Es gibt eine Shoppingmall, wie man sie eher aus westlich geprägten Kulturen kennt usw. Auffällig ist auch das Angebot an Nachtbars, vor denen junge Philippinas einen hineinlocken wollen. Wenn ich mich ohne Harriet auf zum Supermarkt gemacht habe, wurde mir auch schon mal von einem Mann ein Smartfone hingehalten mit einem Foto einer Philippina als Angebot … Die Vorzüge an einem solchen Ort sind aber auch nicht schlecht. Die Infrastruktur ist verhältnismäßig gut. Wenn man das System der Jeepney’s erst einmal verstanden hat, kommt man günstig durch die ganze Stadt.  Man kann von typischer philippinischer Straßenrandkost bis zu Pizza und Hamburger von diversen Ketten alles bekommen. Harriet hatte insgesamt das Gefühl, dass die Menschen mit Hellhäutigen offener umgegangen sind. Ich war sicher nicht so offen, weil ich mich bei jeder hübschen jungen Philippina fragte, ob sie mich aus anderen Gründen so nett anlächelt…
Von Angeles weg zu kommen war nicht einfach, aber aus keinem der oben aufgeführten Gründe. Es ist fast nicht herauszufinden, wie man von A nach B kommt, wie lange das dauert und ob man für unterwegs besser eine Übernachtung einplant und wenn ja, dann wo? Jedes Busunternehmen (wovon es viele gibt) kocht sein eigenes Süppchen. Die Busterminals sind über die Stadt (z.B. Großraum Manila) verteilt. Der Eine weiß vom Anderen weder Routen noch Fahrzeiten, die Onlineseiten sind oft recht dürftig und auf Emailanfragen bekommt man keine Antwort. Schließlich entschieden wir uns einfach los zu fahren …
In Angeles an den Busterminal an dem wir angekommen waren bekamen wir zunächst für jeden Bus nach Manila die Antwort, dass er voll ausgebucht sei. Alle Plätze seien im Vorraus reserviert. Es konnte uns aber Niemand sagen wie man reserviert. Ein Office gab es auch nicht. Schließlich fand ich einen Busfahrer der uns mitnehmen wollte obwohl wir bereits die Auskunft erhalten hatten, dass auch dieser Bus ‚fully booked‘ sei. Wir hatten Glück. Diesmal waren zwar wir diejenigen im Mittelgang, aber wir hatten noch mal Glück. In diesem Bus gab es kleine Plastkstühle für Kinder. Auf die konnten wir uns setzen und brauchten nicht zu stehen. In Manila angekommen konnte uns dieser Busfahrer auch sagen, wie wir zu einem nur wenige hundert Meter entfernten Busterminal einer anderen Gesellschaft kommen würden, die auch tägliche Linien zu unserem nächsten Zwischenziel unterhält. Dort gab es sogar ein Office wo wir Karten kaufen konnten. Nun mussten wir nur noch die 6 Stunden bis zur Abfahrt herum bekommen. Dann ging es los zur 14stündigen Busfahrt über Nacht. Harriet konnte gut schlafen. Ich wurde ständig wach. Meinem Toilettengang mochte ich bei keinem Halt nachgehen und verkniff es mir lieber sobald ich die Toilette sah. (Nach 5 Monaten Asienerfahrung (siehe auch Beitrag ‚Hockklo‘) sagt das glaube ich genug. Jedenfalls hätte ich mich über ein Hockklo in einem indischen 3. Klasse-Wagon sehr gefreut…). Schließlich kamen wir in unserem nächsten Zwischenziel Legaspi an. Von hier aus wollten wir die nächsten 45km schaffen. Die hier fahrenden Minibusse wollten aber für diese 45 km von uns Weißen mehr Geld haben, als uns die knapp 500 km zuvor gekostet haben. Schließlich verhandelte ich mit einem Taxifahrer, der uns zu einem deutlich günstigeren Preis hier her brachte.
Hier gibt es zwar heute keinen Strom, aber es ist bereits alles organisiert, dass wir morgen ein besonderes und ganz und gar einmaliges Erlebnis haben werden, das vieles toppt, was wir bisher erlebt haben. Ihr dürft also gespannt sein was Harriet morgen blogt. Da es ein Wildtiererlebnis ist, gibt es keine Garantien, aber die Wahrscheinlichkeiten sind gut, weil gerade Hauptsaison für diese Tiere hier ist. Harriet hat dann morgen hoffentlich auch wieder Strom für Laptop und WLAN, ich schicke diesen Artikel jetzt über das Mobiltelefonnetz – viel Spaß und Spannung wünsche ich …