Archiv der Kategorie: Neuseeland

Brainstorming Neuseeland

Harriet und ich haben eben ein Brainstorming gemacht. Wie das in einem solchen Fall nun mal ist, wären die Ergebnisse in ein paar Minuten bereits anders. Harriet meinte eben bereits:’Das klingt aber nicht so schön. Ich fand Neuseeland soo schön.‘ Dem will ich mich anschließen. Und Lukas, den wir gestern noch mal getroffen haben und in Indonesien evtl. wieder treffen ist für mich eben nicht im Kapitel Neuseeland, nur weil wir ihn hier getroffen haben. Das Gleiche gilt für Melissa… und so weiter.

Jetzt einfach mal das Brainstorming:

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Pep ( Dankeschön noch einmal, für die Hilfe in der schlaflosen Nacht und einfach für die liebe und warmherzige Art) Für mich Verbindung mit Christchurch.

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Westküste regen, Ostküste sonniger.

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So viele spektakuläre Landschaften, dass es irgendwann regelrecht langweilig wird.

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Bay of Islands

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Viele Deutsche, auf Nordinsel auch Franzosen

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Teuer

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Maorikultur erlebbar und auch in der Gesellschaft anerkannt. Ki ora Wakka Kiwi

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Wildtiererlebnisse

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Erdbeben

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Nordinsel schöner als Südinsel

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Nordinsel hatten wir mehr Glück mit dem Wetter.

Unsere letzte Unterkunft in Neuseeland wurde von einer indischen Familie geführt. Indien bleibt für uns bis jetzt das Reiseland, welches den tiefsten Eindruck hinterlassen hat. Unser lieber Restaurantchef fragt auch noch immer von Zeit zu Zeit per Mail wie es uns geht.

Und damit geht es gleich weiter. Nach Samoa. Zur nächsten Kultur auf die wir neugierig sind.

Paihia, Westküste, Aukland

Der morgendliche Aufbruch aus Paihia verzögerte sich etwas, aber letztlich war das evtl. der Grund warum wir später noch etwas Einmaliges sehen sollten.
Zunächst einmal fuhren wir noch einmal in den Ort um die Kirche und das Hausboot zu fotografieren. Dieser Ort und die gesamte Gegend sind für viele Neuseeländer historisch wichtig, weil von hier aus die europäische Besiedlung begann.
Diese Kirche ist für hiesige Verhältnisse sehr alt und aus sehr massiven Steinen gebaut und steht an einer Stelle, wo bereits noch vorher eine hölzerne Kirche stand. Gegenüber auf dem Wasser in der Bucht schwimmt das Hausboot zu dem meine verträumten Blicke immer wieder wanderten. Hierüber wurde mal u.A. in einem Fernseebeitrag berichtet. Hier hat sich ein Aussteiger verwirklicht und bietet auf diesem Hausboot Übernachtungen nebst Tour durch die Ganze Bay die of Islands an. An Bord ist auch ein Billiardtisch auf dem man mit zunehmendem Seegang erhöhte Freude haben kann. Heute ist dies eine Jugendherberge und wir hätten viel viel früher probieren müssen einen Platz zu bekommen…  war alles ausgebucht.
Während ich so auf’s Wasser schaute sah ich eine Gruppe Menschen am Strand im Wasser stehen … das sah so aus … nein, das konnte nicht sein, aber es sah wirklich so aus, als ob die da einen Delfin einen Wal oder etwas Ähnliches retten wollten. Aber sowas sieht man doch nicht einfach so… Je näher ich kam, umso mehr festigte sich aber mein Eindruck und als ich recht nah dran war wollte ich schon meine Hose ausziehen und Hilfe anbieten, als ich zwischen ein paar Felsen ein Filmteam entdeckte… mir wurde es immer bunter … ich ging also einen kleinen Bogen und wollte das Filmteam fragen, ob sie eine reale Rettung filmen und ich helfen kann, oder ob das gerade eine gestellte Szene ist wo ich besser fern bleibe… es wurde noch bunter, denn auf meinem Weg zum Filmteam hörte ich in klarem Deutsch:’Kannst Du das mal etwas mehr ins Licht drehen?‘ … Eindeutig ein deutsches Filmteam!
Meine Fragen wurden freundlich beantwortet. Toll. Das ZDF dreht hier einen Teil eines Beitrags. Es geht bei diesen Dreharbeiten um den deutschen Jochen Zaeschmar der mit wale-rescue.org an einem aufblasbaren Wal übte, wie man Wale richtig rettet. Da kann man nämlich viel falsch machen.
Allzuleicht erstickt so ein Wal nicht nur durch das eigene Gewicht, sondern auch, wenn man nicht wirklich darauf achtet, dass das Loch oben immer frei bleibt. Darum üben wie bei erster Hilfe an einer menschlichen Puppe.  Tolle Sache! Und so ganz nebenbei hatten wir einen der seltensten Wale der Welt gesehen – diesen Übungswal.
Jetzt ging es weiter. Nach ein paar Stunden Fahrt waren wir an der Westküste der Nordinsel. Wieder spektakuläre Landschaften. Noch weiter und uns erwartete Regenwald. Warum heißt Regenwald Regenwald? Genau, weil es regnet. Die Tage zuvor waren freundlich bis bedeckt. Jetzt hatten wir unseren altbekannten Reisebegleiter wieder, den Regen. Hier an der Westküste der Nordinsel gibt es noch Kauri-Wälder. Diese uralten mächtigen Bäume währen beinahe komplett der Holzindustrie zum Opfer gefallen. Dann aber musste die Obrigkeit dem Volksbegehren nachgeben und die letzten Wälder schützen. So hatten wir die Chance einige der ältesten und größten noch lebenden Kauri-Bäume zu sehen. Es ist schon ehrfurchtseinflößend vor so einem alten Riesen zu stehen. Ca. 2000 Jahre alt. Der lebte bereits, als Cäsar grad am Daumen lutschte…

Bay of Islands, Delfine

Bay of Islands, Delfine

Um 9:30 Uhr pünktlich bei bewölktem Himmel und etwas Wind legten wir ab. Auf dem Oberdeck war es schon sehr kühl. Und dann noch ins Wasser??? Brrrr…. Deshalb sprachen wir uns ab, dass zuerst ich, dann Wolfgang ins Wasser geht. Nach gar nicht langer Fahrt sahen wir die ersten Delfine und viele andere Boote drumherum. Gruppe 1 wurde aufgerufen und es ging los. Man sollte mit Schwimmflossen und Schnorchel auf das Netz springen, was neben dem Boot im Wasser hing. Das Boot fuhr langsam weiter. Also allen Mut zusammen nehmen und rein ins Wasser. Der erste Schreck des Wassers hat man schnell überwunden, denn es hieß festhalten am Netz. Auf den ersten Blick sehr abenteuerlich. Den Sinn habe ich erst viel später gerafft, und dann machte es Spaß. Durch die Fahrt im Netz hat man eine gewisse Grundgeschwindigkeit. Das ist für Delfine interessanter zum Spielen. Auf Komando sind dann alle aus dem Netz geschwommen und los ging es. Es war echt wuselig und ich hatte mit Schnorcheln zu tun gehabt, dass ich gar nicht so schnell der Gruppe hinterher schwimmen konnte. Immerhin war es mein 2. Mal Schnorcheln überhaupt. Wir wurden dann zurück gerufen, da hatte ich nur über der Wasseroberfläche Delfine gesehen. Unter Wasser noch keinen. Wir wurden dann noch ein Stück durchs Wasser gezogen, um dann wieder los zu schwimmen. Und da passierte es. Direkt unter mir ist ein Delfin vorbei geschwommen und ein 2. direkt vor meiner Nase vorbei. Echt faszinierend und überraschend groß. Ein tolles Erlebnis. Wieder zurück auf dem Boot schnell Klamotten suchen, Handtuch schnappen, umziehen. Weil Wolfgang mich verpasst hat, wie ich zum Oberdeck bin, um meine Klamotten zu holen, hat er seinen Startschuss verzögert. Er wollte sicher gehen, dass ich auch auf dem Boot bin und machte sich schon Sorgen, weil er mich nicht gleich fand. So hatte er leider etwas Pech mit seinem Schnorchelgang, der deshalb viel zu kurz war, um sich mit Wasser, Delfine und Co. vertraut zu machen. Total lieb von ihm und er tat mir total Leid.

Nach einer 1-stündigen Mittagspause auf einer einsamen Insel ging es danach durch das „Hole“. Es hat schon eine tolle Akustik, wenn unter dem Felsbogen das Schiffshorn geht.

Bezüglich Delfine wurden wir deutlich entschädigt, als wir nach einiger Weiterfahrt wieder auf Delfine stießen, die ein Wettschwimmen mit unserem Boot machten. Wolfgang und ich standen direkt an der Bugspitze und sahen, wie sie lange mit uns schwammen. So konnte man sie noch viel besser sehen als beim Schnorcheln. Ein wirklich faszinierendes Erlebnis mit diesen wirklich wunderschönen Lebewesen. Sie schwammen knapp vor dem Boot und sprangen voller Freude aus dem Wasser. Jauchzende Rufe aller Passagiere (uns inbegriffen), schien sie noch anzufeuern. Kaum zu glauben, wie lange sie rasende Geschwindigkeiten bewältigen.

Alles in allem ein echt gelungener Tag mit viel Faszination. Delfine sind echt tolle Tiere. Kraftvoll. Dynamisch.

Hobbiton, Bay of Islands

Bay of Islands

Ungefähr auf halber Strecke zwischen Rotorua und Auckland befindet sich Hobbiton. Dies ist der Teil von einem Stück Farmland, der während der Dreharbeiten zu der Trilogie von Herr der Ringe für die Außenszenen im Heimatdorf der Hobbits genutzt wurde. Wir fanden viele Preise sehr überhöht, entschieden uns aber doch dorthin zu fahren. Man darf dies nicht alleine erkunden. Man muss mit einem Guide – sprich mit einer Gruppe – dort durchlaufen. Dies wird wohl normalerweise im Halbstundentakt durchgeführt. Wir waren im Viertelstundentakt. Diese vielen kleinen Häuschenfassaden in unterschiedlichen Größen sind schon schön anzuschauen. Natürlich sieht ein Hobbitdarsteller in einem 100%-Häuschen passend klein aus. Ein Zauberer vor einem 60% Häuschen sieht dann entsprechend groß aus. Die Häuser sind (fast) alle nur Fassaden – nur wenige haben die Tiefe, dass man die Tür öffnen kann, um auch solche Szenen darstellen zu können. Das Interieur der Gaststätte wurde hier für die Besucher von Hobbiton erneut gebaut. (Das Original stand in einem Studio). So kann man sich doch einmal in die Gaststätte setzen. Insgesamt hatten wir das Gefühl durch das „Dorf“ mit stets vorweg eilendem Guide hindurchgefegt zu werden und für unsere 75 $/Person einfach zu wenig Zeit zu haben. Es sah aber schon alles toll aus, und es war ein gutes Gefühl in dieser Umgebung. Im Souveniershop konnte man dann für jeden Geldbeutel etwas finden. Hierbei hatten wir wieder ein entsprechendes Gefühl für das jeweilige Preis-/Leistungsverhältnis. Gandalfs „Mantel“ (der so dünn war, dass man fast durchsehen konnte, und eben alles andere als kunstvoll genäht war) kostete z.B. 699,- $. *Schluck*

Zusammenfassend: Wir finden vieles zu teuer, aber man zahlt es am Ende dann doch. Dafür bekommt man durchaus ein Erlebnis das positiv in Erinnerung bleibt, und nirgends anders so zu bekommen ist. Der Hype um den Herrn der Ringe bestimmt hier offensichtlich den Preis.

Wir schafften an diesem Tag noch durch Auckland hindurch zu fahren, und kamen mit einer Zwischenübernachtung auf dem Weg in Paihia an. Auf dem Weg machten wir noch kurz in Kawakawa halt. Hier hat Hundertwasser wohl eine Zeit lang gelebt und einige Häuschen sind in seinem Stil gebaut. Die öffentlichen Toiletten sind sicher von ihm. Selten, dass man Scharen von Touristen sieht, die öffentliche Toiletten fotografieren. Mir bleibt etwas anderes auch noch in Erinnerung: Die Dame an der Tankstelle, die ich fragte wie wir dahin kommen, sprach einen sehr deutlich neuseeländischen Akzent, das Wort Hundertwasser mitten im tiefsten neuseeländisch-englisachen Satz sprach sie aber bis auf das „w“ absolut Hochdeutsch aus … toll und eigenartig.

In Pahia überhaupt am Wochenende eine bezahlbare Unterkunft zu bekommen – wir hatten echt Glück!! Auf der Fahrt hatte ich bereits diverse Telefonate geführt, Internetrecherche gemacht und und und. Alles ausgebucht! Dann nutzten wir das erste Mal eine Touristeninformation auf dem Weg, um nach einer Unterkunft zu suchen. Louis am Schalter gab sich Mühe, aber fand keine Unterkunft unterhalb des mittleren dreistelligen Bereiches. Wir sagten, dass wir auch eine Cabin auf einem Campingplatz nehmen würden, da nickte er im Sinne eines „man kanns ja wenigstens versuchen“ – und ja, die wohl letzte bezahlbare Unterkunft in dieser Gegend wurde für uns für zwei Nächte reserviert. JUPP (Puh)

Auch die uns wichtige Schiffsfahrt in der Bay of Islands konnten wir so schon buchen.

An diesem Abend schafften wir sogar noch die Wasserfälle in der Nähe von Pahia anzuschauen, bevor wir früh schlafen gingen.

Am frühen Morgen wurden wir für die Schiffsfahrt abgeholt. Die Tour „Cream“ führt die gesamte Bay entlang bis zum berühmten „Hole“ und man kann mit Delfinen schwimmen – wobei hier ein Netz an der Seite des Bootes die Besonderheit ist, die besonders toll ist. Davon will Harriet in einem eigenen Artikel schreiben.

Rotorua, Maori

Rotorua, Maori

Der Maoriabend in Rotorua war toll. Wenn ich ihn wirklich beschreiben wollte, würde ich alleine da dran mehrere Stunden sitzen – vieleicht sogar Tage. Oft werden solche Kulturabende für „einheimische Kultur“ ja von touristischen Veranstaltern durchgeführt. Man hat dann evtl. den Eindruck der Veranstalter hätte Leute eingestellt die halbwegs einheimisch aussehen, um aufgehübschte Kultur der Einheimischen zu zeigen.

Bei dieser Veranstaltung ist es so, dass das alles von Maori selbst aufgebaut wurde, die ihre Wurzeln am Leben erhalten und anderen Menschen näher bringen wollen. Dies fing für uns als Besucher bereits mit der Busfahrt zum Maori-Dorf an. Der Bus wird zum Wakka (Kanu) in dem die neu gebildete Gemeinschaft (Stamm?) sich für einen Häuptling entscheidet. Der Busfahrer lehrt einen die ersten Worte aus der Maorisprache und man ahmt im Bus sitzend mit Handbewegungen und die rhythmischen Lauten/Worten beim Rudern in einem Kanu nach. Der Busfahrer erklärt viel was einen gleich erwartet … so, und damit hab ich das Problem. Es war ein toller Abend. Es hat uns wirklich sehr viel erwartet. Wenn ich darüber berichte, brauche ich ewig und komm ich nicht mehr dazu den nächsten Artikel zu bloggen. Ich will zusammenfassen: Von Begrüßung über Alltag, Glaubensveränderung durch die „Anderen“ (So nannten die Maori die Europäer) bis zu Handwerksfertigkeiten, Musik und viel mehr, haben wir einen kleinen Einblick erhalten dürfen. Dies war sicher letztendlich Touristisch und unterhaltsam aufgelockert. Man spürte aber, dass den beteiligten Maori durchaus sehr wichtig war so authentisch, wie in diesem Rahmen möglich, herüber zu kommen. Am Besten drückt man das Gefühl, das sie vermittelt haben mit einer Frage und einer Antwort aus, die so während der Veranstaltung verlief.

Frage:“Sind die Gesichtstätowierungen echt?“ (Bei vielen der Maori schien das halbe Gesicht mit traditionellen Tätowierungen bedeckt zu sein.)

Antwort:“Ich will es mal so sagen: Sie sind echt für einige Stunden! Aber wenn Du mal schaust, an den Armen und Beinen haben viele von uns echte Tätowierungen die auf traditionelle Art erstellt wurden.“

Ich hoffe, dass ich mit diesen Sätzen ganz gut ein Gefühl verständlich machen kann, was letztlich auch uns das eigentlich Wichtige wahr. Wir hatten einen kleinen Eindruck von einer Kultur bekommen, die so vielleicht nicht mehr richtig existiert. (Im Alltag machen sich auffällige Gesichtstätowierungen und spärliche Bekleidung und Handwaffen eben nicht so gut). Es existieren aber noch die Maori selbst, ihre Geschichten zu vielem in der Natur hier und dies ist so Wurzel von vielem hier. Und diese Wurzeln sind und bleiben auch in solchen Veranstaltungen aktiv.

Evtl. finde ich ja noch mal die Zeit, das an diesem Abend erlebte ausführlicher darzustellen (auch für uns selbst).

Am Morgen nach diesem Abend kam der Abschied von Rotorua. Nachdem Kat uns aufgeschrieben hat, wo wir günstig die DVDs kaufen können, wo dieser hier allseits sehr beliebte Wolfgang zu sehen ist (und wir davon welche gekauft haben) entschieden wir uns für die Weiterfahrt.

Napier, Rotorua

Im windigen Wellington schauten wir uns am Morgen noch das Cablecar und das Cablecarmuseum an und genossen den Ausblick von oben. Wir hatten den Wagen oben geparkt und fuhren andersherum als alle Anderen, zunächst hinunter, schauten uns an dieser Stelle noch einmal die Innenstadt an, um dann wieder hinauf zu fahren.
Da meldete Lukas sich telefonisch, dass er unser Angebot gerne annehmen würde. So pickten wir ihn auf und nahmen ihn mit auf den Weg nach Napier.
Er macht wirklich tolle Sachen. Seinen aktuellen Blog bzw. sein aktuelles Projekt findet man unter goodthingseverywhere.com und einige Dinge die er sonst noch so gemacht hat findet man unter luckyarts.de.
Das war wieder eine schöne gemeinsame Fahrt mit vielen tollen Gesprächen. Leider fühlte sich Harriet immer dann nicht gut integriert, wenn wir über Computerthemen sprachen. Da wir aber leicht weit mehr gemeinsame Wellenlängen nutzen konnten, konnte Harriet mit diesen Momenten gut leben.
Wir fuhren durch diese bekannte Weinregion (Martinborough), machten einen Stopp beim ’schlafenden Riesen‘ Te Mata etwas südlich von Havelock North an in und kamen irgendwann müde in Napier an.
Gemeinsam wurde eingekauft, gekocht, gegessen und bis spät eine Flasche Wein gelehrt.
Am nächsten Morgen trennten sich aber unsere Wege. Lukas wollte nach Auckland. Wir wollten uns die Stadt ansehen und dann weiter nach Rotorua.
Im Stables Backpacker in Napier konnte ich auch versuchen mein seit Jahrzehnten eingestaubtes Französisch zu entrosten. Nun ja, zumindest so ein zwei Sätze bekam ich noch zusammen. Danke insbesondere an Marc. Jetzt sollte der französischsprachige Teil unter Translate im Menü muttersprachlich korrekt sein.

Napier hat 1931 ein schlimmes Erdbeben erlebt und wurde danach rasch wieder aufgebaut. (Außerdem war es auf einmal 40qm größer, weil sich ein Stück Land aus dem Meer erhoben hatte. So entstand der Flughafen jetzt wo vorher der Hafen war.) Dadurch, dass alle Häuser nahezu Zeitgleich gebaut wurden, ist es ein gutes Beispiel sich dem Begriff Art-Deko zu nähern. Diesem Begriff waren wir immer wieder begegnet, hatten uns belesen und doch nicht verstanden. Jetzt haben wir so eine Vorstellung von dem Begriff bekommen, die man mit ‚ist der Stil der 1930er Jahre‘ umschreiben kann.
Einen Possumladen haben wir uns noch angesehen. Meine Lieblingstiere sind für die Neuseeländer eine Plage und so werden sie hier eben auch mit allen Mitteln bekämpft. In diesem Laden gab es neben Fellen auch eine Art kleines Naturkundemuseum wie die Possums leben (der Begriff Opossum wurde synonym gebraucht).

Die Fahrt ging weiter. Nächster Stopp sollte Taupo sein. Auf der Strecke auf dem Highway machte ich Harriet darauf aufmerksam, dass am Horizont ein Fußgänger zu sehen war und sie entsprechend vorsichtig an den Fußgänger heran fahren solle. Wir kamen näher, sahen einen Rucksack … Lukas, der uns gemailt hatte, dass er einen Lift bis Hamilton hätte, lief hier am Straßenrand. Sein Lift hatte einen Motorschaden. So schnell sahen wir uns wieder.
An dem Highway-Kreisel kurz vor Taupo ließen wir ihn aber wieder raus. Wir wollten uns den Ort ansehen. Er wollte es an diesem Tag noch bis Auckland schaffen. Ich nehme mal vorweg, dass er das auch noch geschafft hat. Die Verabschiedung war von ihm aber augenzwinkernd:’Bis gleich! ‚

Taupo ist unter den vielen Anglerparadiesen hier (ein Augenzwinkern an meine Neffen schicke), eines der Anglerparadiese. Dafür hatten wir aber leider keine Zeit. Unsere Neugier richtete sich vor Allem auf den Hotwater Beach. Ich ging als erster mit den Füßen rein. Brrr. Kalt. Genau das sagte ich dann auch Harriet und ging zurück zum Auto. Dort sah ich dann wie sie mich zurück winkte. Zurück. ‚Du musst Dich mal mit den Füßen ein wenig in den Sand graben.‘ Das tat ich dann auch – puh das war fast zu heiß. Meinen Fuß wollte ich in dem kühlen Wasser wieder abkühlen. Gefehlt. Ich fand meterlang laufen nur heißes Wasser … huh … dann endlich wieder kaltes. Brr. Interessant dieser Beach.
An jeder Ecke hier sieht man, dass man sich auf einer Kante einer Erdplatte (Austalische) befindet, die herauf gedrückt wird, während die pazifische Platte sich darunter schiebt. In der Region in die wir uns bewegten ist die Schicht bis zum Magma entsprechend dünn und Wasser wird warm bis heiß.
Dies wird in Roturoa immer intensiver. Hier riecht man überall diesen faule Eier Geruch. Es dampft und blubbert an vielen Stellen. Interessante Umgebung.
Heute Abend gehen wir noch zu einem Abend wo wir der Maori Kultur hoffentlich näher kommen…
Wir sind schon gespannt.
Kat das Wirbelwindwunder von der Rezeption unseres aktuellen ‚Roturoa Downtown Backpacker‘ hat die Karten bereits reserviert und was zu lesen raus gesucht. Danke Kat.

Hier auf der Nordinsel kommt mein Name Wolfgang auf einmal total gut an. Bereits in Wellington sagte mir die liebe Frau an der Rezeption, dass dies der coolste Name auf der Welt sei. Und auch Kat steht auf diesen Namen. Anscheinend sorgt hier ein Namensfetter in einer TV Show für diesen guten Ruf… das macht es mir erklärlich. Ist natürlich angenehm.

Es ist schon wieder fast Mitternacht. Wir wollen aber gerne auch Bilder zeigen, und nutzen, dass wir hier heute mal freies Internet haben. Darum jetzt einfach mal einige Bilder …

Einige Bilder sind leider gedreht … eine weitere Aufgabe für „wenn wir mal dazu kommen“ ..

 

Tierimpresssionen:

Albatros:

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Kea:

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Pinguine:

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Strandleben:

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Dunedin:

Der Bahnhof von Dunedin

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Die Baldwinstreet kann man gar nicht so steil fotografieren wie sie wirklich ist… Uns haben unsere Schuhe auf der Straße so gerade eben noch gehalten …

Hängebrückenimpressionen:

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Wie man die Farben der Wasser hier beschreiben kann, überlegen wir die ganze Zeit. Sie sind am ehesten als von Jade bis Opal. Wenn das Licht hinein scheint kann es auch richtig strahlen. Gerade wenn Sedimente im See auch noch eine Rolle spielen.

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An den Mirror Lakes war es im Regen leider nicht so ganz windstill.

Queenstown von oben:

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Wegweiser in Queenstown:
Der Südpol ist näher als Indien oder gar London …
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„Löffelliste“ in Hokitika:

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„Grill“:

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Wellington

Wir schliefen bis 8:30 Uhr, was für uns ja schon Ausschlafen ist.  Schnell noch Parkticket gekauft und zu Fuß in die Stadt. Wellington präsentierte uns Sonnenschein und kalten Wind. Also das beste Wetter, sich einen Sonnenbrand zu holen. Aber mit Jäckchen für mich ging es. Wolfgang brauchte nichts dergleichen. Seit langer Zeit waren wir mal wieder in einem Restaurant. Der Lonely Planet empfahl ein Malaysisches Restaurant. Super lecker. Wir freuen uns schon auf die Indonesische Küche. Danach sind wir in das ‚Te Papa‘ gegangen. Dies ist ein Komplex mit gleich mehreren Museen unter einem Dach. Eintritt ist frei. So haben wir viele Stunden damit verbracht, etwas über die tektonischen Platten zu erfahren und hatten die Möglichkeit, ein Erdbeben in einem eingerichteten Zimmer zu erfahren. Andere Ausstellungen zeigten das Leben der Maori damals und heute. Eine naturkundliche Ausstellung zeigte die Tierwelt Neuseelands. Kunst, Frauenbewegung und Malerei rundeten das Angebot ab. Dazu passende Areale für Kinder machten die Themen spielerisch deutlich. Echt zu empfehlen. So viele geballte Informationen waren echt viel. Man braucht eigentlich Tage, um alles anzusehen. Immer wieder freuen wir uns über die Art des Erfahrens in Museen hier. Viele Sachen kann man anfassen, es gibt ein Paar Spiele zwischendurch und es wird nicht langweilig.

Lukas haben wir auch spontan auf der Straße getroffen. Wie klein die Welt ist.

Cablecar haben wir wegen der Zeit auf morgen verschoben. Morgen heißt es dann auch wieder Auto packen und Checkout um 10 Uhr. Aber das stört uns heute Abend erst mal noch nicht, wir lassen uns einen schönen Weißwein hier aus der Gegend schmecken.

Fähre, Lukas und Wellington

Heute Morgen sind wir in Nelson-Tahunanui gestartet. Der Backpacker war klasse!
Der erste mit einer Spülmaschine! Das freut meine Gedanken wegen der Hygiene. Üblicherweise wird von den Gästen selbst ( mit der Hand mehr oder weniger gründlich und mit mehr oder weniger kühlem Wasser ) abgewaschen… manche ‚vergessen‘ das auch schon mal…
Außerdem gab’s scharfe Messer!
Im Backpacker noch fanden wir uns mit Lukas zusammen. Lukas nahm die Chance war mit uns nach Wellington fahren zu können. Auf der Fahrt fanden er und ich schnell viele gemeinsame Wellenlängen. Die ‚Computerthemen‘ waren leider für Harriet nicht so fesselnd. In Nelson besuchten wir den aus Dänemark stammenden Juwelier Jens Hansen der für die Filmtrilogie ‚Herr der Ringe‘ den Ring gefertigt hat. Man kann sich dort also quasi Originale kaufen. Einige besondere Stücke durften wir sogar anfassen. Toll!
Lukas
Lukas reist durch viele Länder und realisiert Internetprojekte. Ich bekomme hoffentlich bald die Mail mit den Beispielen. Seine Blogadresse hab ich zwar im Kopf, da ich aber vergessen habe ihn zu fragen, ob es OK wäre die hier zu veröffentlichen, warte ich damit noch. Mir half er bei einem Problem. Es war wie sowas immer ist. Es fehlte nur ein Haken, aber jetzt kann ich bald das Menü oben mit Inhalten füllen.
Danke Lukas!
Die Fährfahrt selbst führte bei Sonnenschein durch den wunderschönen Marlborough Sound zur Nordinsel. Harriet hat Delfine direkt neben der Fähre gesehen. ‚Schön gesprungen sind se‘.
Da wir morgen früh ein Parkticket für das Auto kaufen müssen, dass 15 Minuten entfernt steht, wird leider nichts aus ‚ausschlafen’…

Abel Tasman, Nelson

Der Anfang des Morgens war leicht regnerisch, es klarte aber ziemlich schnell auf, so dass wir Sonnencreme auftragen mussten. Die Fahrt ging zuerst zum Cape Farewell, die Felsbögen zu fotografieren. Dann fuhren wir zum Abel Tasman Nationalpark. Mit einem Wassertaxi hatten wir einen tollen Blick auf schöne Strände, grün bewachsene Felsen und herrlich klares Meerwasser. Zum Abendbrot gab es dann super leckeren frischen Fisch mit Meerblick. Leider hatten wir hier nur ein paar Stunden Zeit. Hier kann man gut und gerne mehrere Wochen verbringen. Ganz nach dem Motto:“Was sehen wir heute? Das Meer. “ (Zitat aus dem Film Robinson Junior) Doch unser Backpacker in Nelson wartete. Hier hatten wir eine gute Wahl getroffen. So können wir noch die Stadt erkunden und dann nach Picton zur Fähre. Die erste Unterkunft in Wellington für 2 Nächte haben wir. Also AUSSCHLAFEN !!