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Siem Reap – Angkor Wat – Tempel

Siem Reap – Angkor Wat

3 Tage Tempel von morgens bis abends liegen hinter uns. Das Gebiet von Angkor Wat war bereits vor der Abreise ein Highlight in unserer Reiseplanung. Das Ziel Kambodscha war zwar zwischenzeitlich als „nicht möglich“ abgehakt, jetzt wurde es aber nun doch möglich. Das Gebiet ist faszinierend und beeindruckend. Auf 81 Hektar verteilen sich unzählige Tempelanlagen aus unterschiedlichen Epochen, Glaubensrichtungen (im Wesentlichen den Übergang von Hinduismus zum Buddhismus im Laufe der Zeit) und für unterschiedliche Götter oder Könige errichtet. Wie muss es vor 1000 Jahren ausgesehen haben, als es noch genutzt wurde und in Stand war; als noch nicht der Zahn der Zeit genagt und Krieg Schaden an der Schönheit der Tempel verursacht haben. Die bekanntesten Tempel sind ohne Frage Angkor Wat und Bayon. Für die komplette riesige Tempelanlage haben wir uns ein 3-Tages-Ticket gekauft, was wir jedem nur empfehlen können. Dieses Ticket ist für 1 Woche gültig. Wenn man also seinen eigenen Fahrer hat oder nicht so auf’s Geld achten muss wie wir, kann man auch zwischen jeden Tag 1 Tag Pause einlegen. Es gäbe auch ein 7-Tage-Ticket. Dies würden wir nur für Hardcorefans empfehlen. Zwar gibt es auch ein 1-Tages-Ticket für das Nötigste, wo wir aber denken, dass man sich für Angkor Wat mehr Zeit nehmen und gerade hier nicht an Tagen knausern sollte. Mit dem Ticket kann man in den Öffnungszeiten (morgens 5 Uhr bis 18 Uhr) jeden beliebigen Tempel besichtigen. Das Ticket kauft man am Ticketoffice, es wird sogar ein Bild von einem drauf gedruckt, um Missbrauch zu vermeiden. Für Mehrtagestickets gibt es einfach pro Tag ein neues Loch. 3 Löcher = alle 3 Tage besucht und es gibt keinen erneuten Einlass. Damit kann man in jeden beliebigen Tempel. Vor jedem Tempeleingang zeigt man es nur noch mal dem Polizisten, der darauf aufpasst, dass auch wirklich nur Ticketinhaber auf die Tempelanlagen gehen. Der schaut aufs Datum und das Bild. Nur bei 2 Außerhalb gelegenen Tempel muss man noch Eintritt bezahlen, bei allen anderen Tempeln geht es ohne Geld und damit ohne Anstehen.

1. Tag:
Wie schon beschrieben haben wir uns mit Crystal ein Tuktuk für „die große Runde“ geteilt.
Besichtigt haben wir:
– Prasat Kkravan
– Banteay Kdei
– Pre Rup
– East Mebon
– Preah Khan

Hier eine Zusammenstellung ein paar ersten Eindrücke.

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An einigen Gebäuden sahen wir immer wieder mal vereinzelt und mal ganz viele Löcher. Die Frage stellt sich, was das ist. Es war deutlich zu erkennen, dass diese Löcher nicht natürlichen Ursprungs waren sondern gebohrt wurden. Doch wofür? Okay, wegen Frost brauchten sie sich hier keine Sorgen zu machen.
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Zum Glück waren wir in Phnom Penh bereits im National Museum. Dadurch wußten wir: Es gibt zwei Arten von Löchern: A) Einzelne Löcher an eher verborgenen Stellen der Steine waren mal Tragehilfen, wo die Träger ihre Tragestöcke hineingesteckt haben. B) Viele Löcher an sehr offensichtlichen Stellen wie bei diesen Bildern hier, die eher kegelförmig ausgebohrt sind … und jetzt kommts: Hier waren früher mal Edelsteine in allen möglichen Farben drin, die im Sonnenlicht das ganze wunderschön erstrahlen ließen. Wie das gefunkelt haben muss…

Hier am Rande noch einen Tipp: Es gibt erklärende Museen in Phnom Penh und auch eines in Siem Riep. Wenn man z.B. auf Tripadvisor die Meinungen liest, dann lohnt sich ein besuch eines solchen Museums VOR dem Besuch der Tempelanlagen. Die meisten aber, eilen wie wir schnell zu den Tempeln – und vom Museum aus Phnom Penh hatten wir auch nicht mehr viel in Erinnerung – zu viel zu kompakt in zu kurzer Zeit. Das Museum in Siem Riep soll eine modernere Museumspädagogik einsetzen – evtl. bleibt da mehr in Erinnerung.

Natürlich hatten wir nicht nur Augen für die Steine, sondern freuten uns auch über die natürlichen Schönheiten
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Großer Tausendfüßler (nicht nachgezählt). (*augenzwinker* Ob daraus auch ein schöner Schmetterling wird???)

Da wir uns lieber weniger Tempel gründlich ansahen, ließen wir den geplanten 6. Tempel auf der Fahrt aus.

Hier auch noch Bilder von Crystal. Am Abend saßen wir dann beim Abendessen zusammen und haben Bilder ausgetauscht.

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Crystal so, wie wir sie gaaaanz oft gesehen haben 🙂

2. Tag:

Diese gebuchte Tour über eine Agentur machten wir zusammen mit weiteren 10 Leute in einem Kleinbus. Crystal war auch mit dabei, was uns sehr freute. Mit einem sehr gut Englisch sprechenden Guide besichtigten wir die Hauptattraktionen.

Angkor Wat hinter einer Baumwand versteckt zeigt sich die typische Silhouette mit vorgelagertem See…leider hatten wir Gegenlicht. Diese Seen sind wohl auch Teil eines gigantischen Wasserreservoire- und Verteilsystems gewesen.
Wir finden, aus der Nähe sieht er auch nicht anders aus als andere Tempel. Nur etwas größer. Luftbilder sind da eindeutig besser, um das zeigen. Beim Angkor Wat ist vieles erhalten geblieben, Wandverzierungen sind wunderschön plastisch, was bei anderen Tempel eher fehlt oder zerstört wurde.

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So sahen wir ihn vom Hügel, als wir auf den Sonnenuntergang warteten. Luftbilder bei google sind da zwar viel spektakulärer, aber wir hoffen, dieses gefällt euch trotzdem so wie uns.

Angkor Thom (da sind wir rauf geklettert und konnten ein kleines Gefühl für die Größe bekommen). Hier muss man mehr Regeln beachten bzgl. der Kleiderordnung als in den anderen Tempeln. Kindern unter 12 Jahren ist der Aufstieg untersagt.

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Danach gab es erst mal Mittag. Klassischer Weise wurden wir dank der gebuchten Tour mit einer Agentur in ein teures Restaurant gebracht. Wir waren vorbereitet und hatten unser Essen in Rucksack. Crystal gesellte sich mit ihrem mitgebrachten Mittag zu uns. So aßen wir unser Mittag auf einer Bank mit Vögelgezwitscher und Tempelklängen in der Ferne. Wir saßen ihr gegenüber, ebenfalls unter unseren Regenschirmen. Wirklich eine tolle Sache so ein transportabler Schattenspender.

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Nach dem Mittag ging es weiter zum Bayon Tempel, der „Smiling Temple“ genannt wird, weil etwa 200 lächelnde Steingesichter (manche mehrere Meter groß) in den Ruinen zu entdecken sind. Die Besucher liefen hier deutlich fröhlicher durch die Anlage als in anderen. Ein beeindruckender Ort. Erkennt ihr welche?

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etwas herangezoomt….

Wir gingen auch auf Tuchfühlung mit den Smiling Buddhas. Ob’s was bringt? Na, schaden kann es jedenfalls nichts.

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(*schmuzel* In Wirkichkeit waren diese Buddha-Gesichter etliche Meter hinter uns – Kamera – Winkel – passt – klick )

Ta Prohm: hier wurde ein Teil von Lara Croft gedreht, die Szene zeigte unser Guide auf seinem Smartphone. So standen wir genau an der Stelle, wo Angelina Jolie durchs Bild lief. In unsere Bilder liefen eher andere Touristen.

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Den Sonnenuntergang versuchten wir auf einem Hügel zu sehen, wo Phnom Bakheng steht. Hier war die Sicht auf Angkor Wat sehr schön (im richtigen Winkel- Bild siehe oben), die Sonne versteckte sich aber leider hinter einer Regenwolke. Nichts Ungewöhnliches zur Regenzeit.

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Auf den Hügel werden aber nur max. 300 Personen zugelassen. Anstehen ist angesagt, wir waren aber unter den 300 und so hatten wir einen Platz.

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Wie ihr seht ist das Warten auf den Sonnenuntergang eine ganz lustige Sache (wenn man sich den Schatten selber baut).

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Unser Guide erklärte viel und ausführlich über die ganzen Skulpturen an den Wänden und welche Geschichten sie erzählen…sehr spannend, leider vergisst man immer so viel. Immer dabei die Nationalfahne von Kambodscha und die Erste-Hilfe-Ausrüstung. Es war gut, dass wir diese Tour mit einem Führer gemacht haben, statt einfach nur die Orte abzufahren und alleine durch zu laufen. So manches Mal wünschten wir uns an den anderen Tagen jemand, der uns etwas zu dem erzählt hätte, was wir gesehen haben. (Auch wenn man bestimmt mehr als 80% von dem Erzählten recht schnell wieder vergisst). An jedem Tempel stehen aber auch eifrige Kinder, die Bücher über die Tempelanlagen verkaufen wollen. Eine praktische Sache für Vergessliche und wenn man nicht gerade wie wir noch länger unterwegs sein will. Aber Achtung! Die Bücher kosten nicht 1 Dollar (wie beworben), sondern 11. Eine aus unserer Gruppe machte diese Erfahrung, handelte das Buch aber auf 7 runter. Trotzdem Irreführung und Abzocke. Wir sehen dies zudem als Kinderarbeit an und wollen durch unser Nicht-Kaufen zeigen, dass wir dies nicht unterstützen. Problem ist halt, wenn die Eltern realisieren, dass Kinder so Geld nach Hause bringen, scheint das für die Familie erst mal besser zu sein, als wenn die Kinder zur Schule gehen. Die Kinder selbst erzählen einem dann, dass sie statt am Morgen am Nachmittag zur Schule gehen würden oder umgekehrt, und irren sich evtl. auch schon mal in der Zeit, wodurch man merkt, dass dies zumindest oft nicht stimmt.

Und jetzt kommen noch ein paar Eindrücke.

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3. Tag: (Weiter entfernte Tempel)

Da fiel es uns schwer, noch besonders aufmerksam zu sein. Eigentlich hätten wir gern ein Tag Ruhe gehabt, es hat sich aber eine große Gruppe aus Gästen der Unterkunft zusammen gefunden, wodurch ein gemieteter Van deutlich günstiger für jeden wurde, weil die Kosten durch die Anzahl der Teilnehmer ging. So haben wir beide für 100 km zusammen rund 22 Dollar bezahlt. Normal kommt man nicht unter 70 Dollar weg, wenn man alleine ein Auto für die Strecke und den ganzen Tag mietet. Für uns war das nur gut, denn sonst hätten wir uns wohl den, für uns schönsten Tempel Beng Mealea beinahe nicht gegönnt.
Hier noch einen Dank an Herrn Schein von unserer Unterkunft, der versucht, für seine Gäste alles so zu organisieren, dass solche geteilte Touren möglich sind.
Zwei Tipps für alle, die dies lesen, und die die Chance haben selber im Voraus zu planen: 1. Museum vor den Tempeln ansehen. 2. Zwischen den Tagen jeweils einen Tag Pause einlegen.

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Hier ein Beispiel dafür, wie viele Menschen unterwegs sind. Und vielleicht versteht man nun, wie schwierig es ist, eine Tempelanlage ohne Menschen aufzunehmen. Fast ein Ding der Unmöglichkeit.

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Roluos Gruppe (Bakong, Preah Ko, Lolei):
Dies sind die ältesten Tempel in diesem Gebiet (9.Jh.). Gebaut wurden sie aus Sandstein. Die sogenannte „klassische Kunst der Khmer“ zeigt sich mit diesen Tempeln wohl erstmals eindrücklich.

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Gut erhaltene Inschrift in Sanskrit. Oft findet man sie in Türrahmen. Sie erzählen Geschichten über die Götter, die Menge der Opfergaben oder jahreszeitliche Veränderungen.

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Beng Mealea – für unseren Geschmack der schönste Tempel, den wir gesehen haben. Er wirkt geheimnisvoll und möchte erkundet werden. Man hat das Gefühl, dass man hinter jeder Ecke Geheimnisse entdeckt. Es gibt einen neu gebauten Weg, der sich durch die Ruine schlängelt. Überhaupt sollte man sich auf den Wegen fort bewegen. Es gibt auch Leute in Uniformen, die darauf aufpassen, dass niemand auf den Steinen herum klettert. Einer von diesen führte uns gegen eine kleine „Extragebühr“ von sich aus durch Ecken, die eigentlich kaum zugänglich sind. Auf den Kletterpartien durch die Steine begleiten einen wunderschöne Schmetterlinge.
Um die Anlage herum würde ich auch lieber auf den ausgetretenen oder gepflasterten Wegen bleiben, auch wenn dieses Hinweisschild einem Sicherheit geben sollte:

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Von Beng Mealea haben wir ganz viele Bilder geschossen. Die Auswahl für den Blog war sehr schwer. Vielleicht könnt ihr mit uns in diese andere Welt eintauchen, so wie wir einige Stunden eingetaucht waren…

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Wir hoffen, die Bilder konnten einen kleinen Eindruck vermitteln. Leider können sie ja immer nur einen Bruchteil wiedergeben, was man eigentlich gesehen hat. Man selbst sieht ja ohne Ränder und Kanten. Wir selbst wären gern den ganzen Tag dort geblieben, denn natürlich hatte man noch nicht jeden Gang erkundet und der nächste Baum, der mit seinen Wurzeln sich an den Steinen fest hielt, wartete darauf, fotografiert zu werden.

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Auf dem Weg sahen wir diesen kleinen Frosch (mittig im Bild). Wer eine gute PC-Auflösung hat, sieht vielleicht auch die hellbraune Ameise im oberen linken Bildviertel. Die Ameise entsprach von der Größe einer normalen Ameise, wie wir sie aus Deutschland kennen.

Und für ganz Interessierte: In den 3 Tagen haben wir 3618 Bilder geschossen. Ich habe leider nicht gezählt, wie viele Stunden ich an mehreren Tagen am PC saß um Bilder durchzusehen und diesen Beitrag zu schreiben.

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Sihanoukville (Autor: Harriet)

Dieser Ort diente uns als Auszeit, um ein paar Tage Erholung zu bekommen. Dementsprechend haben wir vom Ort selbst nicht allzu viel gesehen. Zuerst wohnten wir im Bereich Otres Beach 2, was weit vom Zentrum entfernt war. Dies wählten wir bewusst, weil wir ja mal Ruhe haben wollten. Doch das zeigte sich auch als problematisch. Die Straße zu unserer Unterkunft war noch nicht fertig gebaut und dementsprechend schlammig war sie. Unser Tuktuk-Fahrer schaffte es nicht, uns dort hin zu fahren, er trug dann mit uns zusammen unser Gepäck das letzte Stück durch den Schlamm. Zum Glück sind unsere Schuhe abwaschbar. Ich weiß nicht, was ein Modepüppchen mit ihren Gucci-Schuhen gemacht hätte…

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Der Strand war zwar sehr nah, aber durch den Matsch wollten wir dann doch nicht laufen, weshalb wir die meiste Zeit im Zimmer verbrachten.

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Der Gastgeber war sehr nett, konnte ja auch nichts dafür, dass die Stadt ihr Versprechen nicht eingehalten hatte und einfach einen knappen Kilometer vor seiner Anlage aufgehört hat die Straße zu bauen. Er versuchte alles, damit wir uns wohl fühlten in seiner erst 3 Monate alten funkelnagelneuen Anlage.

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Wir bekamen sogar Essen auf’s Zimmer, hätten aber auch auf der Veranda essen können, die einen unglaublich schönen Ausblick auf den Mangrovenwald bot.

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Vorne der fast einsame Strand, hinten der Mangrovenwald, funkelnagelneue Anlage – es hätte alles so schön sein können, aber eben Schlammweg und fast keine Einkaufsmöglichkeiten und die Bungalows doch eher eng beieinander- so ganz war es nicht das, was wir brauchten.

So schauten wir im Internet, was für Hotels es noch gibt und fanden das Don Bosco School Hotel. Die Bewertungen waren durchweg positiv. Die einzige Kritik war, dass es weit entfernt vom Zentrum liegt. Prima, dachten wir uns und buchten.

In dem Hotel werden junge Kambodschaner aus sozial benachteiligten Familien in allen Bereichen eines Hotels ausgebildet (was sicherlich ganz im Sinne von Don Bosco ( de.wikipedia.org/wiki/Don_Bosco ) gewesen wäre). Dementsprechend warten viele extrem eifrige, dienstbeflissene und höfliche Schüler nur darauf, dass sie einem einen Wunsch erfüllen können. Alle geben sich unglaubliche Mühe, sind aber eben Schüler und es ist dann doch nicht perfekt, das ist aber nicht schlimm, im Gegenteil das macht richtig Spass. Mind. 3 Schüler waren stets an der Rezeption. Ein Warten war nie nötig. Die Zimmer waren so sauber, dass man sogar vom Boden hätte essen können. Gegen 19 Uhr kamen 2 vom Housekeeping, um einem das Bett für die Nacht vorzubereiten. Im Restaurant gab es gutes Essen, was wir aber aufgrund unseres Sparsinns nur 2x in Anspruch genommen haben. Die restliche Zeit haben wir uns selbst versorgt und saßen mit unseren geschmierten Broten am Pool. 3x am Tag gab es einen Shuttleservice in die Stadt zum Strand oder zum Supermarkt, wo wir uns mit neuen Lebensmitteln versorgten. Während wir einkauften, wartete der Schüler im Auto auf uns.

Die meiste Zeit verbrachten wir mit Schnorcheln im Pool oder saßen im Schatten und schauten auf den Pool. Wir konnten so richtig gut herunter fahren.
Hier auch mal ein Bild unserer „Insel der Ruhe“.

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Als wir in dem Hotel waren, fand ein Treffen christlich-missionarisch tätiger Menschen aus unterschiedlichen praktischen Tätigkeitsbereichen statt, die tagsüber in Seminaren saßen und am Abend auch zum Pool kamen. Hier und da kam man mit einigen in ein lockeres Gespräch. So erfuhren wir von einigen interessanten Projekten, um Kindern eine Chance zu geben. Die Tage plätscherten vor sich hin, sodass wir gar nicht merkten, dass wir schon 1 Woche da waren und dachten, es seien erst ein paar Tage.

Dass wir wirklich „raus“ gekommen sind, merkten wir, als wir mit dem Shuttleservice zum Busunternehmen gebracht wurden, wo wir den Nachtbus nach Siem Reap nehmen wollten. Auf einmal war es wieder laut. Wir waren wieder umgeben von Motorgeräuschen, lauten Stimmen und wir wurden wieder ständig angesprochen, ob wir was kaufen wollen oder wir im Tuktuk irgendwo hingebracht werden wollen. Unser Hotel war wie eine Blase der Ruhe, die auf einmal geplatzt war. Es hat soooo gut getan.

Nachtbus, Siem Reap, Tempel

Vor 4 Tagen haben wir den Nachtbus von Sihanoukville nach Siem Reap genommen. Bis zum letzten Augenblick hatten wir den Pool unseres Hotels nutzen dürfen. Nach der Fahrt im Nachtbus kamen wir entsprechend übermüdet in Siem Reap am frühen Morgen an.
Wie üblich war die Bushaltestelle so gelegen, dass es etwas außerhalb des Zentrums war und die Tucktuckfahrer einem sagen konnten:’Oh das ist weit .. das kostet ..‘. Zum Glück bietet unsere neue Unterkunft einen kostenlosen Pickupservice und ein Telefonat reichte, für die Zusage, dass gleich jemand kommt. Wir setzten uns also zum Warten an dieser komfortablen Bushaltestelle.
==hier kommt ein Bild hin, dass die Ironie des letzten Satzes deutlich macht==
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Zum Einchecken in das Zimmer waren wir zu früh dran, aber Herr Schein von unserer neuen Unterkunft setzte sich mit uns zusammen und erzählte uns viel. Einiges was gut gewesen wäre, wenn wir frisch in Asien angekommen wären, und Vieles was hier jetzt neu gut zu wissen ist. Er versprach uns auch, sich um zu schauen, dass wir wenn möglich für unsere Tourwünsche für die nächsten Tage Mitreisende zum Kosten teilen haben würden. Darauf liefen wir los und erkundeten den Ort bis zum Abend. Abends kamen wir erschöpft an, das Zimmer war vorbereitet und unsere Sachen darin und für den nächsten Morgen eine Tour organisiert und eine Mitreisende gefunden. Chrystal, von dieser lieben Chinesin müssen wir noch berichten. So, ich muss mich jetzt aber kürzer fassen, denn wir haben auch heute wieder einen vollen Plan.

Hinter uns haben wir drei Tage Touren mit jeweils vielen schönen aber kurzen neuen Bekanntschaften aus aller Welt, ca. 15 besichtigen Tempelanlagen und ca. 2000 Fotos …
So viel, was zu berichten wäre …

Wir sind froh, uns vorher ein wenig Ruhe genommen zu haben, denn wir können wieder mit Freude diese alten Steine anschauen und hatten auch die Kraft die Tage mit jeweils ca 9-13 Stunden Tour durch tropische Regenzeit gut durch zu halten und hinterher die nötigsten Sachen wie Einkaufen, Wäsche waschen usw. zu erledigen.

Reisekarte

Liebe Leser,

seit Beginn der Reise hatte ich eine Kleinigkeit vor, zu der ich nie gekommen bin. Jetzt ist eine erste Version einer Karte unserer bisherigen Reise da.

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Außerdem haben wir in den letzten Tagen endlich einige der dringendsten Mails geschrieben, die schon lange nötig waren – und noch immer nicht alles Liegengebliebene abgearbeitet … Aber wir hatten schlechtes Internet an einem wunderschönen Pool und haben auch mal wieder alle Fünfe gerade sein lassen. Es war schön einfach mal wieder locker sein zu können, alle Planungen und Sorgen stehen zu lassen und einfach im Wasser herumzutollen. Wir haben viel gelacht und so einiges entdeckt, was man in einem Pool noch mehr an Unsinn anstellen kann, wenn man Maske und Schnorchel hat. 🙂

Vieles ging nicht zu organisieren, da das Internet uns immer wieder verließ. Von den Sachen, die mir wichtig waren habe ich immerhin eines geschafft. Beim Artikel Nah Trang habe ich am Ende etwas dazu geschrieben. Der regelmäßige Leser wird sich erinnern, dass wir in Nah Trang Frosch und Schlange gegessen haben. Wir werden hier nie wieder Frosch und Schlange essen. Wer den Grund wissen will, lese bitte dort. Aber Achtung, das ist nichts für seichte Gemüter. Uns hat es fast den Magen umgedreht, als wir gesehen haben, wovon wir dort berichten.

Nach dem letzten Artikel erreichten uns gleich mehrere Mails, dass wir uns weiter lieb haben sollten. Wahrscheinlich machen sich also mehr Leser sorgen, als gemailt haben… Danke liebe mitfühlende Menschen. Macht Euch keine Sorgen. Wir haben uns weiter lieb! Und wir sind reflektiert genug, um bei Streitereien unterscheiden zu können, ob das jetzt um die Beziehung geht, oder Zeichen sind, dass wir einfach mal wieder Luft holen müssen. Und fast alles war ganz klar Zweites! Es wäre verwunderlich, wenn bei 8 Monaten ständig eng beieinander sein nicht auch erstes dabei wäre. Aber A) ist das erstaunlich wenig, B) die gemeinsamen Erinnerungen, die man mit niemandem sonst teilen könnte, schweißen einen gleichzeitig in einer Art zusammen, die von außen schwer nachvollziehbar ist. Augenzwinker Mit niemandem streite ich lieber über die nächsten Ziele, Reisemethoden und Unterkünfte als mit Harriet. Ich wüsste auch niemanden, der ihr da an Erfahrung hier drin auch nur nahe kommen könnte. Augenzwinker Macht Euch keine Sorgen. Wir sind ein Reisepaar. Manchmal wie ein altes Ehepaar, dass sich zwar anmeckert und eben doch nie ohne einander sein möchte. Wenn nicht so klar wäre wie sicher die Beziehung steht, wäre das meckern vielleicht auch nicht so einfach. Also: Die Beziehung steht! Die weitere Reiseplanung nicht *ggg* die muss noch erstritten werden 😉

Erschöpft

Erschöpft

Die ersten Mails kommen und fragen ob mit uns alles OK ist, weil wir jetzt schon mehrere Tage nicht geblockt haben.
Nein, es ist nicht alles OK. 12 Länder in 8 Monaten haben ihre Spuren hinterlassen. Immer mehr bemerken wir, dass es Zeit wird, eine Auszeit zu nehmen. Das ist evtl. nicht leicht verständlich für jemanden, der jeden Tag seiner Arbeit nachgeht und sich eine Reise als Auszeit vorstellt. Wir freuen uns, diesen Menschen ein wenig eine Auszeit bieten zu können. Nach Feierabend oder in der Mittagspause unseren Blog lesen, auf Wikipedia oder anderen informativen Seiten etwas über das Land lesen oder die Sehenswürdigkeiten oder die Speisen z.B. auf vietnam.asiastreetfood.com oder einzelne Gerichte auf chefkoch.de oder beim Asiaten um die Ecke. Ich selbst habe manches Mal mich auf Seiten wie z.B. weltreise-info.de belesen – dann Zufallsbilder angesehen und dann einen Reiseblog gesucht, der über das Land berichtete von dem ich gerade Bilder gesehen hatte. So oft hatte ich in diesen anderen Blogs gelesen, dass Reisen kein Urlaub ist, sondern eben anstrengende Arbeit. Erst jetzt auf Reisen bemerke ich zunehmend wie sehr dies stimmt. Dorte hat ja schon einmal in einem Kommentar darüber geschrieben, dass es sogar eine Doktorarbeit zu diesem Thema gibt.
Die Gründe für diese Anstrengung sind vielfach und doch schwer verständlich beschreibbar – ich will mich hierdrin jetzt gar nicht versuchen. Was sich bei uns zeigte, kann ich eher beschreiben. Während der letzten Wochen bemerkten wir zunehmend, dass uns viele Dinge schwerer fielen. Besonders uns zu weiteren neuen Sachen aufzuraffen. Sehnsucht nach bekannten Sachen – nicht schon wieder Neues. Absurd, man hat die leckersten Gerichte der Welt vor der Nase und zur günstigen Auswahl und träumt von einem schlechten Döner oder irgendwie einer Pizza – wenigstens einmal die Woche.
Dann bekommt man Mails, in denen z.B. steht, dass im Blog der Eindruck herüber kommt, dass Vietnam nicht so schön sei. Dabei hat uns Vietnam eher sogar positiv überascht. Tolles Land. Nur die supereinseitige Darstellung des Krieges machte uns in dieser supereinseitigen Art fast schon wütend, und dass das Busunternehmen seine Versprechungen nicht hielt – das hat uns sehr geärgert. Die tollen schönen und guten Seiten, wie die Schönheit der Landschaft oder das leckere Essen kommen da kaum herüber. Habe ich schon erzählt, dass es hier Brot gibt, dass wie Baguette schmeckt? Das Thema „Extragebühren“ ist etwas, was Milliarden von Menschen in vielen Ländern der Welt jeden Tag wütend macht, und macht einmal mehr deutlich, was an Deutschland täglich gut ist, ohne dass man es realisiert wenn man da ist. Aber in Deutschland ist es eben nicht nötig, einen Dollar beim Führerschein zu haben, oder der Schwester in der Notfallambulanz etwas Geld zuzustecken, damit der Herzinfarkt nicht soo lange wartet… aber solche Sachen strengen auch an, wo sie auch uns hier betreffen.
Weiter: Szenen, die wir bemerkten: In Hue die Tempelruinen … die konnten uns kaum hervor locken. Die purpurne Stadt, ja die konnte uns noch etwas begeitern – aber es lässt einfach nach. Tempelruinen? Hatten wir schon. Wir haben schon so viel gesehen in den letzten Monaten. In Nah Trang gab es diese Szene, wo wir wenigstens noch über uns lachen konnten. Am Eingang zu diesen Tempeln, zu denen wir mit dem Roller hingefahren sind, stellten wir fest, dass es ja eigentlich auch reicht, wenn einer ‚rein geht. Wir schauten uns kaum an, dann, im Augenblick wo wir uns ansahen zeigten wir bereits gegenseitig mit dem Finger auf jeweils den anderen und sagten gleichzeitig: „Du gehst!“ … Noch vor wenigen Monaten hätte jeder von uns energisch protestiert, wenn die Möglichkeit im Raum gestanden hätte sich das nicht an zu sehen …
So viele Dinge die wir gesehen haben, so viele Menschen die wir kennen gelernt haben, so viele Speisen die wir gekostet haben, so viele Eindrücke, die wir noch bewältigen müssen.
In Vietnam hatten wir gerade mit Menschen, über die wir hier nicht berichtet haben und sicher niemals berichten werden solange die Dinge dort sind wie sie sind! sehr interessante Gespräche – klar ist einem, wenn man diese Gespräche geführt hat, dass dem Land ähnliche Veränderungen bevorstehen, wie der DDR, der UDSSR und vielen anderen ehemals so genannten kommunistischen Ländern. Ich hoffe, die bekommen den Übergang friedlich hin. Die Menschen in dem Land haben wirklich genug gelitten. Ich hoffe es geht den Menschen dort weiter halbwegs gut. Der alte Mann mit dem ich sprach, der mich zu selbst gemachtem Reiswein eingeladen hatte und mit seinem Leben jetzt im hohen Alter halbwegs zufrieden wirkte. Mit zunehmendem Pegel erzählte er vom Krieg und er hatte für die Amerikaner gearbeitet und Panzer gewartet. Auf meine Frage, was ihm denn nach dem Krieg passiert sei, bekam ich die Antwort: Nun, zunächst war ich ein Jahr weg, und dann habe ich mein Leben lang hart gearbeitet – und er zeigte mir seine abgearbeiteten Hände… Es war Schmerz im Raum und er erzählte mir lieber wie man Reiswein macht. So viele Eindrücke, die alle noch verarbeitet werden müssen … Ich würde sie gerne in den Blog stellen. „Öffentlicher Nahverkehr in Indonesien“ „Warum wir nie wieder Frosch oder Schlange essen werden“ und und und so viele Eindrücke … so viele Dinge, die wir gerne noch Bloggen würden, weil dies auch eine Art ist zu ordnen und zu verarbeiten. Diskussionen, die einen weiter bringen, aber man kommt irgendwann nicht mehr dazu über die vielen unterschiedlichen Varianten von Pho Bo zu berichten, die man im Laufe der Zeit kennen gelernt hat – oder über Bo né .. über die Probleme im Umgang mit Worten wie Pho oder Bo in einem Land mit einer tonalen Sprache, wo die Akzentzeichen über den vokalen in bis zu vier Zeilen zu finden sind, und wo alles jederzeit etwas ganz anderes bedeuten kann, nur weil anders betont wird. Diese leckeren Steaks vom Grill, wo man aber eine dreiviertel Stunde später einschläft weil für unsere Verhältnisse so viel Knoblauch drin ist, dass ich am liebsten eine Blutdruck-Puls-Studie in Abhängigkeit der Steak-Verspeisung starten würde… Die Fahrt Mekong Delta und die anschließende Bootsfahrt den Mekong entlang. Menschen die wir kennen lernten. Zwei langzeitreisende Dänen, mit denen wir einige Gespräche hatten. Eine Familie aus Israel, von denen wir hoffen, dass sie jetzt trotz erneuten Nahost-Konflikt in ihrer Heimat sicher sind. Zwei Australierinnen, Phnom Penh … der Pallast – Kristof und seiner Partnerin wollen wir noch im Blog danken. Wir haben an der von Ihnen bezahlten Führung durch den Pallast teilnehmen dürfen, das war toll. Die zwei Kanadier, mit denen wir uns das Tucktuck zu den Killing Fields geteilt haben. Die Killing Fields selber – unglaublich … Wer harten Stoff vertragen kann, lese bei Wikipedia über die roten Khmer und die Killing Fields. Was nirgends offen gesagt wird: Wer erschlagen wird, der stirbt nicht gleich … solange nicht auch der Hirnstamm seine Arbeit einstellt quälen die armen Totgeweihten sich weiter. So gesehen war es fast human, Säuglinge an den Beinen zu greifen und mit Schwung den Kopf an einem Baumstamm zu zerschmettern, da ist der Hirnstamm wenigstens hochwahrscheinlich hin und der Tod rasch. Aber die Killing Fields machen dieses Land nicht aus. Liebe Dorte, da kann ich Dich beruhigen. Kambodscha ist ansonsten ein halbwegs typisches Land dieser Weltregion mit überfüllten Straßen, Märkten überall, leckerem Streetfood unweit von der nächsten stinkenden Ecke, wo Müll aufgehäuft wird, halt nur mit einer Geschichte die man kaum besser beschreiben kann, als mit den Worten eines Studenten mit dem wir ins Gespräch kamen: „Das ist alles soo traurig.“ Darin unterscheidet sich dieses Land von Vietnam oder Thailand – man fühlt das „Bedrückte“ … davon abgesehen sind die Menschen freundlich und ehrlich und offener als in Vietnam, wo Menschen einem gerne viel über die ganzen guten Seiten erzählten und was Ho Chi Minh alles Gutes gebracht hat – und man spürt, dass man eigentlich an eine Maske oder Mauer gerät – selten, dass jemand wirklich offen berichtet … man spürt nur diesen unter Druck stehenden Dampfkessel wenn man versucht hinter diese Mauer zu schauen. So voll von Eindrücken … so voll … so viel zu ordnen in einem … Vor uns steht eines der Highlights unserer Weltreise. Etwas worauf wr uns schon in Deutschland gefreut haben: Angkor Wat! Wenn wir im Augenblick so wie wir drauf sind, da hin gehen würden, dann in einem: „Komm, lass uns das schnell hinter uns bringen!“ Zu Schade dafür! Wir sind erschöpft. Einige Fragen der Finanzierung der Reise sind aktuell auch unklar. Mein Auto ist nach 8 Monaten noch nicht verkauft – das sollte einen guten Batzen des Geldes bringen – bringt es nicht und kostet unsinnig weiter. Wir sind erschöpft. Auch wir haben uns in unserem Verhalten zueinander verändert. Eigenarten des Anderen sind im Augenblick nicht mehr einfach Teil des Liebenswerten, sondern können anstrengend sein. Dabei ist uns klar, dass das eigentlich nur die Erschöpung ist, und kein wirklicher Wandel von uns oder unserer Beziehung. Es nervt halt nur alles, was irgendwie Kraft kostet. *Lach* Harriet ist halt einfach voll MEGA-Anstrengend, während ich natürlich TOTAL einfach bin. Grins. Ich weiß gar nicht was sie hat, ich tu doch gar nichts, ich schlafe doch nur, während sie den ganzen Haushalt macht. *lach* Und Harriet sie tut ihr Bestes und kommuniziert jede noch so kleine mögliche anstehende Entscheidung aus Sicht aller Möglichen Blickwinkel und ich *kopfschüttel* … ich wertschätze das gar nicht, wenn ich gerade so unwichtige Dinge tue wie auf Toilette sitzen *lach* oder Unterkunft buchen oder etwas ganz anderes Organisieren (und Verschiedenes hierfür im Kopf behalten) oder Kopfrechnen *ggg* …

Aktuell:
Wir sind im Süden von Kambodscha, in SihanoukVille. Wir leisten uns gerade ein Hotel mit Weststandard, was uns ganz klar inzwischen als purer Luxus erscheint. Außerdem hat dieses Hotel einen Pool. Wir lassen uns gerade einfach fallen und kommen irgendwie herunter. Täglich kommt die Frage, wann wir weiter wollen … tauchen wir hier in Sihanoukville noch?, gehen wir direkt nach Angkor Wat? oder machen wir noch in anderen Orten stopp?
Die Antworten sind absichtlich offen. Erstmal Luft holen! Alle Fünfe gerade sein lassen. Wir lassen es uns erst mal gut gehen.
Evtl. bloggen wir die Tage noch zu „alten Themen“ – es wäre so viel wichtig. Evtl. bloggen wir auch nicht, sondern sitzen einfach am Pool und schauen den Kindern zu wie sie hier spielen … Wie auch immer. Kein Grund zur Sorge. Uns geht es zwar nicht „blendend, noch besser und es wäre nicht mehr auszuhalten.“ Aber uns geht es auch nicht schlecht. Für Thailand war eh Urlaub geplant – wir machen halt nur ein bischen früher schon mal Pause. Genießen dann Angkor Wat, machen dann richtig Pause. Das ist alles. Wir sind offen und ehrlich zu uns und der Welt. Macht Euch keine Sorgen. Wir sorgen gerade gut für uns und merken bereits, dass das genau das Richtige für uns ist. Wenn wir soweit sind, bloggen wir evtl. oder reisen weiter – wonach uns auch immer ist. Liebe Grüße an Euch daheimgebliebenen – gerne hören wir auch von Euch immer wieder, wie es Euch zu Hause so ergeht. BTW: Wir sind Weltmeister .-)

Hallo Kambodscha

An der Grenze gab es Ärger damit, dass unser vorhandenes und bereits bezahltes Visum nicht anerkannt wurde, und wir ein neues Visum plus „Extragebühren“ kaufen mussten. „Extragebühren“ sind eben leider ein Thema in vielen Ländern. Die Menschen, die nicht weiter kommen ohne Extragebühren zu zahlen, obwohl sie im Recht wären, macht dies überall auf der Welt wütend.  Wolfgang will darüber evtl. noch mal mehr schreiben.

Die Fahrt den Mekong entlang war landschaftlich sehr schön. Man sah viele Einheimische, wie sie ihr Leben an und auf dem Fluss leben. Schließlich kamen wir in Phnom Penh an.

PhnomPenhWaterpanorama

Phnom Penh ist die Hauptstadt von Kambodscha, ist aber mit 1,5 Mio Einwohnern überschaubar und weniger voll als Saigon. Von der starken Zerstörung in der Vergangenheit ist kaum noch etwas zu sehen. Man sieht morgens Mönche in oranger Kleidung durch die Straßen gehen, die von der Bevölkerung Essen bekommt und dafür diese segnet. Der Buddhismus ist allgegenwärtig, was man auch an den vielen prunkvollen Tempeln sehen kann.
In Kambodscha ist der US$ inoffizielle Hauptwährung. In Supermärkten werden die Preise in Dollar ausgeschrieben. Einheimische Riel bekommt man eher als Wechselgeld, wenn es sich um ungerade Dollar oder um Centbeträge handelt. Um wieder ein Preisgefühl zu bekommen, erwische ich mich oft dabei, dass ich in vietnamesische Dong umrechne. Wolfgang, der sich bereits in Vietnam an US Dollar gewöhnt hat, hat es nun einfacher.

Wie ist nun der erste Eindruck? Die ersten Unterschiede?
Es reden viele ein ausgezeichnetes Englisch.
Preislich ist es etwas teurer als in Vietnam.
Es besteht keine Helmpflicht für Mopetfahrer. Die, die aber freiwillig Helme tragen, tragen wenigstens ordentliche und nicht so unzureichende dünne Plastikkappen wie in Vietnam.
Auch in Kambodscha sind die Leute sehr geschäftig.
Die Geschichte der letzten Jahrzehnte ist allgegenwärtig. Die Menschen wirken ernster und bedrückter – eben nicht wie in einem „Land des Lächelns“. Man spürt uns sieht es halt.
Phnom Penh ist schmutziger als Hanoi aber weit von indischen Verhältnissen entfernt.
Man sieht viele „Langnasen“ (Touristen aus Europa/Amerika/Canada).
Haupttransportmittel für diese ist eine Art Mopetrikscha. Es sieht aus wie eine Pferdekutsche an ein Motorrad gebaut.
Als Hauptstadt wirkt Phnom Penh nicht so zugebaut wie Saigon oder Hanoi.
Es gibt -gefühlt- mehr Fliegen, dafür weniger Mücken als in Hanoi. Insgesamt aber ist die Zahl der Mücken in all den asiatischen Ländern, die wir bereisten, ganz weit von dem entfernt, was wir vor Abreise aus Deutschland dachten hier zu finden. In manch einem deutschen Sommer gibt es satt deutlich mehr davon.

Da Wolfgang sich mit einem Durchfall herum schlägt, lassen wir es ruhiger angehen und klappern die Sehenswürdigkeiten der Stadt nach und nach ab.

Ankor Wat wird natürlich das Highlight der Reise werden. Auch wollen wir in den Süd-Westen zum Inselhopping. Da der Mekong gerade Niedrigwasser hat, wurde uns von der Reise nach Kratie (Süßwasserdelfine) abgeraten. Es würden keine Boote fahren. Okay, so ganz glauben wir das nicht. Da wir auf unserer Reise schon mit Delfinen geschwommen sind, lassen wir den Nord-Osten aus.