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Hongkong<->Macau

Die „großen“ internationalen Drachenbootrennen direkt an der Avenue of Stars (nach den bereits beschriebenen Rennen in anderen Teilen Hongkongs) ließen wir uns nicht entgehen. Interessante Atmosphäre.

Drachenboot

Drachenbootein

Für Gutscheinbesitzer gab es Freibier so viel man Gutscheine hatte. Das nutzt uns inzwischen aber nichts, denn wir sind Bier so wenig gewöhnt, es reicht ein einziges kleines Bier um so viel Wirkung zu haben, dass wir lieber nicht mehr trinken und Gutscheine verschenken…
Überall gab es Kleinigkeiten die die Atmosphäre ausmachten, was aber kaum zu berichten geht.
Diese Pappen lagen z.B. an einer Ecke, und die konnte man sich nehmen um Fotos zu machen:

DrBootPappe1

DrBootPappe2

Insgesamt gibt es aber, wie gesagt, wenig, was man hier berichten könnte. Wir wissen letztlich nicht mal, wer eigentlich gewonnen hat. Das Abschlussrennen und die Siegerehrung fanden eh erst am Sonntag statt, wo wir bereits auf dem Weg nach Macau sein wollten.

Wie auch immer – Drachenbootrennmeisterschaft in Hongkong ist ein besonderes Ereignis – und wir waren dabei *lächel*. Mal wieder völlig ungeplant zufällig hineingestolpert *schmunzel*.

Für die Fähre von Kowloon nach Macau holten wir uns die Tickets bereits am Abend des Tags vor Überfahrt. Von mehreren Seiten wurde uns das dringend empfohlen. Abends hatte nur noch ein Verkaufsstand offen, also kauften wir da die Tickets und gingen wieder „heim“.

Zum Gehen durch Hongkong muss man jedem nicht Eingeweihten einen wichtigen Grundsatz sagen: Schau auf dem Gehweg nach unten, nach den feuchten Bereichen, und meide diese.
Fast überall hat man ca. 16 Stockwerke mit Klimaanlagen über sich. Deren Kondenswasser kommt entsprechend in einem relativ schmalen Bereich entlang der Gehwege gemeinsam herunter – das ist zwar nicht gefährlich, kann aber unangenehm nass tropfend sein.

Speziell in der Nähe des einen Hochhauses, wo auch unser „Hotel“ zwei Wohnungen im 16. Stock in Form mehrerer Zimmer beherbergte, gab es etwas Anderes. Etwas Unangenehmes. Es waren zig Schlepper fast noch penetranter als wir es in Indien kennen gelernt haben. Aber wir wollten auch nach dem 1000.mal angesprochen werden weder einen Tailor (Schneider) noch eine Replika-watch (nachgemachte Markenuhr). Unangenehm penetrant diese Leute.

Große luxuriöse Läden, die echte Rolex oder andere echte Luxusartikel verkaufen, sieht man hier spätestens alle drei bis vier Blöcke. So viele Canon EOS 5D Mark III wie man hier innerhalb einer Stunde im Einsatz von Passanten sieht, sieht man in Deutschland evtl. wenn man durch entsprechende Läden eilt, in deren Auslagen. In Hongkong findet man erstaunlich viel Reichtum oder Scheinreichtum, wer weiß das schon, und andererseits sind die meisten Hongkonger nicht reich. Es ist eine irgendwie absurde Welt. Selbst wenn man viel Geld verdient, kann man sich damit evtl. eine bessere Mietwohnung leisten, als jemand anders. Jeder Bauer in der Provinz hat mehr Lebensqualität, als ein Mittelreicher hier, der seinen Reichtum in Uhren und Autos umsetzen muss um dies zeigen zu können. Insgesamt haben wir in keinem Land bisher so wenig glücklich oder zufrieden aussehende Menschen auf den Straßen gesehen wie in Hongkong.

Wir waren sehr gespannt auf Macau – würde es genauso sein? Anders? Wenn anders, wie anders?

Unsere Rucksäcke packten wir um. Leichtes Gepäck für eine Übernachtung. Die großen Rucksäcke blieben in der Pension.

Wir gingen früh zum Fährterminal und aßen noch etwas in einer Filiale von Café Coral. Da kann man zu akzeptablen Preisen die gut essbaren Produkte einer am ehesten kantonesischen Kochkunst verspeisen.

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Kleiner Ausflug „Essen“:

VenetianIngwerhahn

Was Essen angeht, sind wir zunehmend hin und her gerissen. Gerade die ganz kleinen günstigen Garküchen am Straßenrand haben oft das leckerste Essen zu den besten Preisen. Ich persönlich habe ein Problem mit der asiatischen Küche. Ich mag das total gerne und es schmeckt vieles sehr gut – aber es sättigt mich nicht. Ich könnte davon riesige Mengen verdrücken – und habe das auch schon getan, einfach weil ich’s wissen wollte. Ein Gefühl von „Ich bin satt“ habe ich aber nicht. Andererseits – hungrig bin ich dann auch nicht mehr, aber irgendwie bleib ich „eigenartig unbefriedigt“. Letzte Woche bekam ich dann meinen Rappel und habe erst mal einen Döner gegessen. Das tat gut. Der war total fettig, und eigentlich nicht wirklich gut, aber der tat gut. Die Pizzerias – gerade in Soho – ließen mich mit ihrem Duft kaum noch los, aber die Preise hielten mich von sowas dann doch zurück. Und schließlich: Im eigentlichen Sinne leckerer ist das Essen, dass man hier an jeder Ecke bekommt sehr. Der geröstete Ingwer der von meinem Ingwer-Hähnchen herunterfiel – ich wüsste gerne wie man aus Ingwer eine solche Köstlichkeit herstellt. Eine einfache Suppe mit diversen Zutaten, wo man nie erfahren wird, womit diese kleinen Nudeln denn gefüllt waren, und blanchiertem Eisbergsalat und wer weiß noch, hat eine Geschmacksvielfalt … die muss man einfach gegessen haben. Wer in Hongkong die Küche des Straßenrandes und von Nachtmärkten nicht versucht, dem entgeht echt was. Gerade Enten und Hähnchen sind so saftig … mjam … eigentlich wollten wir noch das „muss“ Gans probieren aber dazu kamen wir nicht mehr. Auch meine Überlegung – wenn Du jemals Frosch (ganzen Frosch!, nicht nur Schenkel) probieren willst, dann im hygienischen Hongkong, lief am Ende leer aus, weil es überall wo es Frosch gab, noch leckere Sachen gab, die mich verführten.

Okay, Ende des Ausflugs in das Essen …
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Fähre Macau:

FaehreKowloonMacau

Wir stellten uns mit unserem Ticket eine halbe Stunde vor Abfahrt an und bekamen darum auch sehr gute Plätze am Fenster auf der Hongkong-Island-Seite zugewiesen. Tolle Aussicht ansich. Schade, es war sehr diesig.
Auf der Überfahrt hatte man wirklich das Gefühl auf einer „Wasserstraße“ zu sein. Es war ausreichend Verkehr dafür.

Sehr spannend fand ich eine Wasserpflanzenart die wir immer wieder sahen. Zunächst dachte ich, da hätte jemand eine Ladung Blumentöpfe verloren. Aber bald schon war klar, dass das Wasserpflanzen waren, die hier wuchsen. Es schauen einige Blätter regelrecht aus dem Wasser heraus wie bei einer Blumentopfpflanze und das sind quasi kleine schwimmende Inseln so groß wie eben ein Blumentopf. Da diese scheinbar nicht wegtreiben, gehe ich davon aus, dass die Pflanzen auf dem Grund wurzeln und dementsprechend die Wassertiefe wohl gering ist. Dutzende Schiffe fahren immer wieder über sie hinweg, das scheint aber wenig auszumachen. Leider konnte man mit der Fähre schlecht neben so einer Pflanze anhalten um sie genauer zu untersuchen. Das hätte ich sonst so gerne getan. So bleibe ich neugierig-unwissend.

Pflanze_Meer

Die Atmosphäre an Bord war sehr indisch. Viele indische Großfamilien machten offensichtlich gemeinsam einen Ausflug nach Macau. Da waren Säuglinge dabei, die versorgt werden mussten, den Kindern wurden Süßigkeiten gereicht usw. eine schöne Atmosphäre, nur eben so gar nicht chinesisch.

Ankunft Macau.

Als erstes suchten wir die Touristeninformation auf und versuchten heraus zu finden, wie wir zu unserem Hotel kommen. Auf der Karte im Internet hatte es so ausgesehen, als müsse man nur wenige Meter durch einen Park laufen, und schon sei man da. Die Dame am Schalter wollte uns weiß machen, dass man da nicht laufen könne, und wir ein Taxi nehmen sollten. Taxi->Teuer->Nö! Dann sollten wir nur eine Teilstrecke (in eine andere Richtung) laufen und dann mit dem Bus fahren, der dann direkt vor dem Hotel hält. Wir bedankten uns artig und nahmen die Stadtkarte mit und gingen los.

Bereits zu Fuß vom Fährterminal weg zu kommen ist echt schwierig, wenn man nicht weiß wie. Nachdem wir uns über eine mehrspurige Straße gekämpft hatten, sahen wir dann auch die Fußgängerbrücke, für die wir zunächst in die Gegenrichtung hätten gehen müssen… Weiter ging es über Straßen mit nur teilweise Fußwegen bei schwülem Sonnenschein. Waren wir froh unsere Schirme immer parat zu haben – die geben einem den dringend notwendigen Schatten. Die Wege, die wir nach Stadtplan versuchten in Richtung auf unser Hotel zuzugehen, waren aber alles stark befahrene mehrspurige Straßen mit schmalem Rand, für Fußgänger nicht wirklich gedacht, nur eben begehbar. Was auf der Karte wie ein Park ausgesehen hatte, war ein steiler Berg, den man nicht hinaufgehen konnte. Und die Straße, die scheinbar durch den Park führte, war in Wirklichkeit ein Autotunnel durch den Berg. So ein Mist. Da hatten wir uns aber verspekuliert .. aber nun gab es kein vernünftiges Zurück. Macau machte auf uns einen entschieden fußgängerunfreundlichen Eindruck. Letztlich entschieden wir uns doch irgendwann den Bus zu nehmen. Alles in Allem verbrachten wir rund zwei Stunden damit unser Hotel letztlich etwas erschöpft zu erreichen. Die durchgeschwitzte Kleidung wurde gewaschen und für den nächsten Tag zum Trocknen aufgehängt und wir machten uns auf den Weg in die Altstadt von Macau.

Hoch über der Stadt thront eine alte portugiesische Garnison „Fortaleza do Monte“. Bereits auf dem steilen Weg durch kleine Gassen aßen wir von kleinen chinesischen Ständen am Straßenrand süß schmeckende sehr portugiesisch wirkende Backwaren, bis wir oben angekommen waren. Von dort oben hatten wir dann einen tollen Ausblick über die Stadt.

MacauPanFort

Fort1

Fort2

Fort3

Viele kleine Szenen werden uns wohl in Erinnerung bleiben. Z.B. ein Chinese, der von den Massen unbeirrt seine Bewegungsübungen machte, die wie langsames Schreiten in einem Quadrat aussahen. Als wir uns vom Ausblick satt gesehen hatten, gingen wir weiter. Ein Stück weit unterhalb dieser Sehenswürdigkeit befindet sich noch die Fassade der Kathedrale von Sao Paulo, die 1835 abbrannte.

RuineK

Diese Fassade ist heute Wahrzeichen von Macau. Wir hatten Glück und eine Choreographie der aktuellen öffentlichen Feststpiele konnten wir kostenlos ansehen. Ein Tänzer und mehrere Tänzerinnen, die meisten auf hohen Stelzen, alles in Schwarz, weiß und rot gehalten, zeigten ein Stück, das ich so interpretieren würde, dass am Ende die Liebe jeden tief und positiv berührt, selbst wenn am Anfang Suchen und Eifersüchteleien hinderlich sein können. Wie auch immer, es war schön anzusehen.

MacauAltstadt1
In der Altstadt fanden wir reges Treiben.
An diversen Ständen konnten wir unterschiedliche Köstlichkeiten der kantonesischen Küche probieren. Dieses Fleisch, dass man in Platten kaufen kann, die – ich weiß nicht, nacheinander getrocknet?, eingelegt?, gepresst? worden sind, probierten wir in diversen Varianten. Rind mit Chili, Sternanis und Ingwer usw…

Fleisch1

Fleisch2

Die Altstadt hat ein fußgängerfreundliches Multikultiflair, das wir tief einatmeten und schwupp – auf einmal war es Nacht. Wir reduzierten das restliche „Tagesprogramm“ auf das Venetian.

MacauAltstadt2

Das Venetian

Es dauerte eine Zeit und viel Laufen durch leuchtende Spielcasinos, bis wir den richtigen Bus fanden.
MacauCasinos
Der brachte uns auch auf die andere Seite des Wassers wo noch mehr Casinos sind und ein freundlicher Mitfahrer uns irgendwann sagte, dass bei dieser Haltestelle jetzt das Venetian sei. Wir stiegen aus und stellten fest, dass es stimmte, was er sagte. Nur waren wir leider auf einer ganz falschen Seite – der Bus wäre noch auf die Richtige gefahren. Wir liefen also wieder entlang stark befahrener mehrspuriger Straßen, allerdings auf richtigen Fußwegen, bis wir durch die Zäune einen Weg hin zum Gebäude fanden. Damit hatten wir aber auch das tollste Stück Fassade erwischt und ein Hochzeitspaar nach dem Anderen wurde hier von professionellen Fotographen fotografiert.
VenetianBridge

Venetian

Das Venetian selbst, ist dem in Las Vegas ähnlich und doch anders … meine Hoffnung, dass ich Harriet ein Stück Las Vegas in Macau zeigen könne, war nur sehr begrenzt umsetzbar.

VenetianFace

Es ist aber auch hier vieles sehr imposant und da wir einen Tipp als ‚Bitte darum‘ interpretierten, haben wir als Beispiel auch von den Toiletten dort ein Foto gemacht.

VenetianKlo

Die Fressmeile haben wir auch ausprobiert und ich entschied mich für das leckere Ingwerhähnchen. Harriet nahm ein Sonderangebot und aß eine Nudel-Pizza-Kombi von der sie mir auch was abgab.

VenetianPizzaPasta

Durch die Art wie es gestaltet ist, hat man im Venetian – insbesondere in der Fressmeile – stets das Gefühl es sei früher Abend … es fehlt also ein rewalistisches Zeitgefühl.

VenetianFressmeile

Heimfahrt

Irgendwann hatten wir genug gesehen, und gegessen auch noch, und entschieden uns für die Heimfahrt. Es gibt einen kostenlosen Shuttle-Bus vom Venetian zur Fähre, wo es doch Busse bis zu unserem Hotel geben sollte. Toll. Dann waren wir am Fähr-Bus-Terminal, und die Leute von dem Infostand sagten uns, dass all diese Busse, die uns in ungefähre Richtung Hotel bringen könnten, nicht mehr fahren würden, weil es nach Mitternacht sei. Die zwei Stunden Fußweg noch in Erinnerung haderten wir mit der Entscheidung ein teures Taxi zu nehmen, als eine an der Haltestelle stehende junge Frau, die hervorragend Englisch sprach, uns sagte, wir sollen mir ihr mit dem Bus mitfahren, es gäbe noch einen Weg. Toll. Auf der Busfahrt unterhielt sie sich mit einem Anderen, der uns sagte, wir sollen mit ihm Aussteigen, und ihm einfach hinterher gehen, dann wäre alles einfach. Toll. David, so sein Name, ging mit uns ein kleines Stück des Weges und sagte uns dann unvermittelt, dass hier sein Zuhause sei, er wolle nur kurz was holen und dann wieder kommen. Er würde uns dann abholen mit seinem Auto. Wow … äh was ? Nee, das ist zu viel der Freundlichkeit – das mögen wir nicht annehmen, sag uns doch einfach wo wir hin müssen … .. all das konnten wir gar nicht mehr aussprechen, weil David schon weg war … Wenige Augenblicke später hielt sein Auto neben uns und er brachte uns damit bis vor die Tür von unserem Hotel und schien sehr froh zu sein uns so schön helfen zu können. Unglaublich!! Toll!! Diese Freundlichkeit !!!
Macau wird uns schon alleine dadurch in besonders positiver Erinnerung bleiben! Und wir wollen David unbedingt hier im Blog noch einmal ganz herzlich danken!!!

David

Am nächsten Morgen standen wir etwas später auf, packten unsere Sachen und ließen unsere Rucksäcke bewacht im Hotel zurück. Oberhalb von unserem Hotel Guia ist das Guia Fort und Lighthouse (=Leuchtturm).

MacauLeuchtturm

Dies ist ein weiteres Überbleibsel der mittelalterlichen Portugiesen und es gibt viel zu sehen. Wo wir schnaufend auf dem hohen Berg ankamen, liefen sportliche Menschen einen TrimmDichPfad entlang … . Nun ja, der Trimm Dich Pfad war ja nicht unser Ziel.

MacauPanGuia

Wieder eine tolle Aussicht … leider konnten wir die unterirdischen militärischen Tunnel nicht entlang gehen.

Im Park sahen wir etwas, dass wir gerne wieder als Rätsel in den Raum stellen wollen. Wer wirklich drauf kommt, was das ist, wahr wohl schon da. Alle Anderen: Die lustigste mögliche Antwort als Kommentar gewinnt (unsere besondere Aufmerksamkeit *ggg*).

Die Auflösung wird dann unter dem Artikelnamen „Guia“ veröffentlicht und das Password „Macau“ haben.

Die Frage: „Was ist das?“

Raetsel_halbnah

Okay, zurück vom Hotel, ging es dann mit dem kostenlosen Shuttle des Hotels zur Fähre. Das hätten wir auch schon auf dem Hinweg annehmen können, hätten wir’s gewusst … …

Hongkong:

Zurück in Kowloon haben wir dann noch den Kowloon Park besucht. Für Hongkong-Verhältnisse ist es da relativ still. Ein interessantes Erlebnis mitten zwischen den vielen Hochhäusern.

KowloonPark1

KowloonPark2

Die letzte Nacht in unserer Unterkunft, Rucksäcke umgepackt zogen wir also aus, aus diesem Haus.
Mit der Buslinie A21 kamen wir dann direkt von vor unserer Haustür bis zum Terminal 1 des Flughafens. Leider reichte das Guthaben auf unseren Oktopuskarten nicht mehr und wir mussten etwas aufgerundet bar bezahlen. Am Flughafen gaben wir dann unsere Oktopuskarten zurück. Nach Abzug einer Bearbeitungsgebühr von 9$, bekamen wir unsere 50$Pfand zurück.
Warum erwähne ich jetzt diese Oktopuskarten? Weil sie bis jetzt nicht erwähnt wurden, aber ein wichtiger Teil von Hongkong sind.
Es sind Karten, die man vor entsprechende Lesegeräte hält und schon bezahlt man damit. Nicht nur MTR (=U-Bahn) und Bus, wofür sie entwickelt wurden akzeptieren sie, auch in Supermärkten und in vielen anderen Geschäften sind diese Karten nutzbar. In Hongkong gehören sie irgendwie überall dazu. Wer mehr als zwei Tage da bleibt, sollte sie sich holen und am Ende eben wieder abgeben.

Interessant ist an Hongkong aus unserer Sicht vor Allem das Zusammenleben auf so engem Raum einmal zu erleben. Der Stadtteil Tsim Sha Tsui, wo wir die letzte Zeit waren, war lange Zeit der dichtbesiedelste Teil der Erde und wie das gehen soll, ist praktisch schon interessant.
Die Aufzüge in „unserem“ Haus fuhren z.B. nicht alle Stockwerke an. Gut wenn man schnell von Parterre zu seinem Stockwerk will, die Fahrzeiten sind nie übertrieben lang (Die Wartezeiten zum Teil schon). Hausbewohner die von einem Stockwerk zu einem andern fahren wollen, wissen dann, mit welchem Fahrstuhl sie zu welchem Stockwerk fahren um dann umzusteigen … evtl. ist es eben Parterre…

Fahrstuhl2

Fahrstuhl1

Mir fiel immer wieder auf, dass die Menschen in Hongkong sich fast gar nicht in die Augen schauen. Wenn, dann höchstens Millisekunden Länge. Wie Menschen in einem engen Fahrstuhl?

Die Menschenströme werden durch Regulierungen und Zeichen gelenkt, wie wir es aus dem Straßenverkehr kennen. Es gibt sogar Spuren in Fußgängertunneln mit rotem Kreuz/grünem Pfeil je nach dem, wie es benutzt werden soll.

Für mich bleibt auch das History Museum in Erinnerung. Neben der Tatsache, dass wir unsere gelernten Mandarin-Worte kaum noch nutzen konnten, weil in Hongkong eher kantonesisch gesprochen wird, wurden mir dort auch in einigen anderen Punkten die Augen geöffnet, dass Chinesen nicht Chinesen sind, sondern viele Völker mit vielen eigenen Dingen, die ich allerdings noch immer nicht wirklich ausreichend verstehe um Formulierungen wie „habe mich angenähert“ zu nutzen. Da gäbe es noch so viele Dinge so viel besser zu verstehen.

Und damit endet für uns Hongkong die Großstadt. Wir sind nun mal nicht so die Großstadtmenschen, aber imposant ist diese Stadt schon. Dennoch sind wir froh dort nicht zu leben. Für uns wären andere Ecken der Welt lebenswerter. Lieber mehr Natur!

Starterlaubnis erteilt und Start der Maschine nach Hanoi … über den Wolken …

HongKongFhafen

Planung + Allgemein + HK-History + Tipps

Eine Sache mit Fristsetzung, die mir schlaflose Nächte bereitet hat, ist vom Tisch. Die Bescheinigung kam noch rechtzeitig vor Fristende an.
Und damit möchte ich mich mit diesem Unsinn, den Verwaltungsmenschen im Gedanken treuer Pflichterfüllung begehen können, nicht weiter beschäftigen müssen. Die Reise kann weiter gehen, diese Info soll im Blog schon herüberkommen, das war’s.

Damit können wir auch wie geplant am Sonntag nach Macau fahren, dort eine Nacht bleiben und am Montag wieder kommen.

Die einzige Frage die jetzt noch im Raum stand war: „Wohin nun?“ Ost oder West?

Vom den ursprünglichen Zeitplanung her, wäre ja eigentlich bald die USA dran. Das würde Ost bedeuten.

Okay, wir haben uns ja von vorne herein gegen feste Pläne entschieden, weil wir spontan handeln können wollten.

Ein Teil der Welt hatte für uns von vorne herein besonders hohe Priorität:
Südostasien.

Eigentlich sollte unsere Route von Indien aus über Thailand, Kambodscha und Vietnam nach Australien führen.

Weil in Thailand politische Unruhen starteten, planten wir damals um. Letztlich, in Thailand waren wir ja auch schon mal. Jetzt war die Überlegung wieder im Raum. Was passiert? Unruhen, Militär übernimmt die Macht.

Wir haben jetzt die letzte Zeit die Entwicklung verfolgt. Außerdem haben wir mit verschiedenen Menschen im Land Kontakt gehabt. Es sieht alles eher nach weiterer Stabilisierung aus.
OK, es kann aber nicht schaden, die Entwicklung weiter zu verfolgen.

Darum reisen wir jetzt Richtung Westen

A) zunächst nach Vietnam (3-4 Wochen),

B) dann Kambodscha (3-4 Wochen), und

(C) je nach weiterer Entwicklung weiter nach Thailand (3-4 Wochen), oder eben nicht.

D) USA ( noch müssen wir schauen, ob wir Möglichkeiten für unser Budget finden, die teuren Orte San Francisco, Las Vegas und New York zu besuchen), sicher aber nach Orlando um meine Cousine zu besuchen. Die Idee, die USA-Ostküste herunter zu fahren, ist vom Tisch. Zu teurer, und wir müssen ja irgendwo auch wieder Zeit einsparen.
In Thailand waren wir schon. Wir würden da gerne einen Tauchurlaub machen, denn Urlaub haben wir beide dringend mal wieder nötig. Das klingt wahrscheinlich merkwürdig für viele Daheimgebliebenen, aber Reisen ist definitiv kein Urlaub. Diesen Satz habe ich so oft bei Anderen gelesen, deren Schilderungen ihrer Reisen ich zur Vorbereitung las. So richtig verstanden habe ich ihn aber erst mit dem selber Reisen. Ich wüsste gerne, wie ich das besser erklären kann, als Andere. Man ist ständig in neuen Situationen, muss im Unbekannten organisieren und regeln und neue Eindrücke verarbeiten und die eigenen Verhaltensweisen anpassen. Es fällt mir in jedem Land ein wenig schwerer einige wichtige Vokabeln der jeweiligen Sprache zu lernen. Harriet sagt mir zwar immer noch, dass sie erstaunlich findet, wie schnell ich so was annehme, aber ich merke den Unterschied zu vorher. Die Zeitumstellungen waren in letzter Zeit zum Glück nicht so arg. Aber einen richtigen Rhythmus hat man nicht … man ist so voll mit Eindrücken und versucht sich doch seine Neugier zu bewahren. Das fremde Essen, auf das wir anfangs so neugierig waren, ist jetzt in jedem Land wieder anders – so langsam kommt von Zeit zu Zeit der Appetit auf etwas jetzt exotisches auf. Denn europäisches Essen ist hier ja exotisch – z.B. so typisch deutsche Sachen wie Pizza oder Döner *augenzwinker*. Es ist irgendwie nicht wirklich möglich dass Alles verständlich zu erklären. Aber eines ist klar: Wir brauchen Urlaub.

Einige Dinge, die anfangs aufregend waren, werden zunehmend zur Routine. Z.B. Visum beantragen. Die ersten Male war das aufregend. Jetzt geht man eher schon von gewohnten Sachen aus und erlebt dann dafür auf einmal Überraschungen. Die Verständigung auf der Botschaft von Vietnam war nicht 100%ig einfach. Aus dem englischen gibt es da diese schöne Bezeichnung „Lost in translation“ (Also: „Verloren in der Übersetzung“) . Ein Touristenvisum bekommt man als Deutscher in vielen Ländern bei Einreise, sofern man ein Weiterflugticket vorweisen kann. Dies Visum ist dann oft auf 30 Tage begrenzt, aber das stört uns ja nicht. Wo ein Visum vor Einreise beantragt werden muss, geht das oft inzwischen online. Die Formulare entsprechen denen, die man bei den anderen Ländern im Flugzeug vor der Landung ausgehändigt bekommt. Nur gibt man da halt nicht das tatsächliche Einreisedatum ein, sondern das Voraussichtliche. Dann bekommt man i.d.R. ein Visum mit einer Gültigkeit von 90 Tagen mit dem Recht für 30 Tage ab Einreisedatum einzureisen. Man gibt also als Einreisedatum ein Wahrscheinliches ein, dass aber lieber in paar Tage zu früh als zu spät liegt.
Als wir in der vietnamesischen Botschaft waren, war dort ein sehr freundlicher Mann, der uns beim Ausfüllen der ausliegenden Formulare half. Als wahrscheinliches Einreisedatum trugen wir entsprechend den oben stehenden Überlegungen den 7.6. ein. Weiter verstanden wir, dass wir als Deutsche kein Problem haben würden, statt eines 30 Tage Visums ein anderes für 90 Tage zu bekommen, dass auch zur mehrfachen Ein- und Ausreise berechtigt. Toll, das kreuzten wir an. Dann bekamen wir den Preis: 2300 NTD – ich rechnete entsprechend mit 2 Personen 4600 NTD rund 450 Euro und fiel innerlich um. Die Frage ob das 30 Tage Visum viel billiger wäre, wurde bejaht. Zum Glück durften wir tauschen und berechnet wurden 1000 NTD, dann kam Harriets Antrag gleich dazu. Es war also der Preis für 2 Visa – der andere Preis wären auch 2300 für beide gewesen… das hätte man eher noch überlegen können als 4600. Bearbeitungszeit sollte drei Tage bis Dienstag (Tuesday) sein. Das passte mir, denn an dem Tag brauchte ich den Reisepass zurück um im Zweifelsfall nach Deutschland fliegen zu können. Am Dienstag waren wir dann wieder auf der Botschaft und bekamen gesagt, „no, Thursday“ (Donnerstag). Gestern bekamen wir also unsere Pässe mit Visa für exakt 30 Tage ab 7.6. … Tja, Vietnam wird nun keine ganzen 30 Tage lang besucht werden. Wir haben nun einen Flug für den 10.6. gebucht und müssen uns sputen hier und in Macau noch alles hin zu bekommen, was wir gerne sehen wollen.

Heute waren wir im Hong Kong History Museum. Da sind wir ordentlich versackt und haben viel gelernt. Mit den Opiumkriegen hatte ich mich schon mal beschäftigt, die wurden nur anschaulicher. Ein Teil der Kultur der Chinesen im Gebiet Hongkong wurde mir das erste Mal klar. Wie oft hat man gelesen, dass es unterschiedliche chinesische Völker mit unterschiedlicher Kultur sind, hat über die unterschiedlichen Kulturen etwas gelesen und es doch nicht richtig verstanden. Für mich war das immer, wie Bayern und Ostfriesen nun mal unterschiedlich sind. Hier ist es so, man stelle sich vor, Ostfriesen und Bayern wohnen dicht beieinander statt weit voneinander entfernt, und jede Volksgruppe übernimmt unterschiedliche Aufgaben. Die Ostfriesen werden Fischer, die Thüringer werden Fleischer und Salzgewinner, die Bayern werden Weizenbauern und die Rheinländer werden Milchbauern. Alle leben räumlich dicht beisammen und separieren sich gerade deshalb durchaus sehr voneinander. Die Ostfriesen z.B. leben nur noch auf ihren Booten und kommen selten an Land. Selbstverständlich haben alle unterschiedliche Kulturen und Traditionen zum Teil aus ihrer Geschichte heraus.
Diese Tanzprozession um eine lange Drachenpuppe herum der Volksgruppe Hoklo ahmt an Land die Bewegungen bei einem Drachenbootrennen nach. Das macht auf einmal einen anderen Sinn.

Liebe Dorte, Danke für die guten Tipps für Hongkong!

Liebe Leser, war von Euch schon jemand in den von uns jetzt geplanten Ländern.
Gibt es Tipps?
Vietnam ist klar, dass wir die Halongbucht bereisen werden und die unterirdischen Städte.
Kambodscha ist Angkor Wat ein Muss!
Reiseführer „Lonely Planet“ und „Wikitravel.de“ sagen ja schon immer eine Menge. Aber da ist das Problem, die empfehlen immer so viel – was ist davon wirklich gut? Tipps wie „Linie 66“ sind halt einfach toll.
Liebe Leser wart ihr schon dort? Gibt es Tipps für uns?

Statistik 101 111

Liebe Leser,

derzeit sind wir noch in Hongkong. Aber die Reise selbst soll diesmal gar kein Thema eines Artikels sein.

Es gibt ein besonderes Ereignis, was mit Hongkong rein gar nichts zu tun hat, außer dass es eben zufällig in Hongkong passiert und die Zahlen so schön mit der chinesischen Glückszahl 1 zusammen spielen. Aus meiner Sicht ist das einen eigenen Artikel wert.

Dieser Artikel wird jetzt der 101. Artikel zu einem Zeitpunkt, wo es genau 111 veröffentlichte Kommentare gibt. (Unsere eigenen mitgezählt.)

Leser:

Die Zahl der Leser pro Tag schwankt sehr. Meist ist die Zahl gerade am Wochenende etwas kleiner als in der Woche, aber mit ca. 30-40 Lesern pro Tag können wir halbwegs sicher rechnen. Weniger sind es wirklich ganz selten, oft deutlich mehr. Unsere Leser kommen aus folgenden Ländern (Absteigende Reihenfolge nach Häufigkeit des Lesens seit Beginn dieser Statistik Ende Februar 2014):

Germany, Philippines, New Zealand, Hong Kong, Indonesia, Taiwan, United States, Ireland, Singapore, Australia, Austria, Brazil, Switzerland, China, Samoa, Portugal, India, Thailand, American Samoa, Italy, Argentina, Slovenia, Venezuela, Chile, Estonia, Spain, United Kingdom, Mexico, Poland.

Kommentare:

Kommentare sind für uns das Salz und die Butter des Bloggens. Danke allen Kommentatoren, die uns immer wieder motivieren.
OK Kommentare, gibt es jeden Tag 50-150 die wir der Leserschaft vorenthalten, weil sie sich weniger um unsere Beiträge, als um den Verkauf von irgendwelchem Schuhen, Sonnenbrillen oder Ähnlichem drehen.
Meist gebe ich mir schon die Mühe diese Unmengen einmal durch zu schauen, aber manchmal sind Zahlen wie noch ‚2874 Kommentare im Spamverdacht‘ eben doch demotivierend und ich klicke doch irgendwann nach langem Schauen einfach auf ‚Ordner leeren‘. Bis jetzt habe ich auch bei Durchsicht keine einzige falsche Einsortierung entdeckt. Umgekehrt kann Fehlerfreiheit niemand letztendlich garantieren.
Ich hoffe dies macht verständlich, warum so wichtig ist, dass zumindest beim ersten Mal kommentieren die Kommentare nicht sofort veröffentlicht werden. Leider ist es eben notwendig, dass einmal Kommentator und ihre Mailadresse angeben werden. Die Mailadresse ist ja nur intern sichtbar und für niemanden sonst. Und wer einmal mit Namen und Emailadresse bekannt ist, darf dann ja auch kommentieren wie er will… Und wenn wirklich mal jemand in das Spam-Filter-Netz gerät: Bitte nicht böse sein und wieder schreiben.
Einige Spamer sind auch echt schwer zu erkennen und lassen einen grübeln.

Zwei Beispiele dafür bringe ich am Ende des Artikels noch. Die haben wir nur anhand der Mailadresse als Spam erkannt. Der Inhalt des Kommentars hätte sogar sein können. Aber zum Glück machen nicht alle Spamer es einem so schwer. Die Meisten schicken eine Reihe von Links zu ihren Onlinegeschäften. Das ist dann einfach.

Besondere Artikel, die wir in der Statistik immer wieder sehen:
Hockklo, eine Anleitung
Kavazeremonie Kavaceremoy ‚ava-ceremony
Hobbiton Bay-of-islands

Ein heimlicher Renner ist unser Artikel ‚Hockklo, eine Anleitung‘. Fast jeden Tag finden wir Besucher auf dieser Seite. Und wenn wir unter ‚Suchbegriffe, die auf Ihre Seite führten‘ so was finden wie: “ Wie trocknet man sich auf einer indischen Toilette ab“, sind wir froh mit dem Artikel ‚Hockklo, eine Anleitung‘ helfen zu können, denn wir haben damals im Netz keine Antwort gefunden. Andere haben das jetzt leichter.

Ein anderer Dauerbrenner ist
‚Hobbiton‘, wobei wir die Frage: „Wie lange fährt man von Auckland nach ‚Hobbiton‘“ leider nicht gut beantworten können. Wir sind die umgekehrte Richtung gefahren und für Auckland selbst muss man je nach genauem Ort und Verkehrssituation unterschiedlich rechnen. Es ist halt ein Großstadt, und es kann Staus geben.
Wir sind damals von ‚Hobbiton‘ ein kleines Stück über Auckland zur Rushhourzeit hinaus bis nach Orewa in 5 Stunden gefahren. Wir sind an dem Tag von Rotorua recht spät gestartet, haben uns Hobbiton und anderes auf dem Weg angeguckt und sind am frühen Abend (ca. 19:30Uhr) in Orewa angekommen. Also, ich würde mal sagen, dass man von halbwegs Stadtzentrum aus, zu normalen Verkehrszeiten, mit 4 Stunden ( Reserven inbegriffen ) halbwegs sicher plant. Wahrscheinlich reicht weniger.
Zu ‚Hobbiton‘ selbst sollte man sich aber keine Illusionen machen. Man wird für relativ viel Geld, in aus unserer Sicht zu knapper Zeit, durchgeschleust.
Echte Vollblutfans von Mittelerde werden davon am Ende aber doch begeistert sein. Immerhin kann man mal kurz auf den Pfaden von Frodo usw. wandeln.

Seit der Veröffentlichung vor Kurzem ist auch Kavazeremonie fast täglich geklickt. Ich bin auch echt stolz darauf, diese Beschreibung von den Samoanern Vaa und Ina bekommen zu haben und das wir das veröffentlichen durften. Das ist damit ja auch wirklich was Besonderes und irgendwann schaffe ich es auch zeitlich noch, Kavazeremonie ins Deutsche zu übersetzen. Oder will irgendein Leser gerade Co – Autor werden?

So … Statistik und oft besuchte Seiten usw. gäbe es noch viel zu schreiben, aber davon soll jetzt erst mal genug sein und ein neuer Artikel zur Reise und unseren Planungen soll ja eigentich vor Allem bald folgen…

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Die versprochenen Beispiele für Spamkomentare, die wir eigentlich nur an ihren Mailadressen erkannt haben, die wir hier natürlich nicht veröffentlichen:

Leila:
I just like the valuable info you provide in your articles.
I’ll bookmark your weblog and check again here frequently.
I’m fairly sure I’ll be told many new stuff right right here!
Best of luck for the following!

Nicholas:
Howdy! This blog post could not be written much better! Looking at this article reminds me of
my previous roommate! He continually kept preaching about this.
I’ll forward this post to him. Pretty sure he’s going to
have a great read. Thank you for sharing!
My web page over at this website (XXDeletedXX)

Falls wir jemanden unrecht tun. oder jemand durch den Spamfilter zu unrecht aussortiert wurde – bitte nicht böse sein. Erneut melden, ggf. auch per Mail.

Stadtteil Tsim Sha Tsui

Travelspruch

Seit einigen Tagen sind wir im neuen Stadtteil angekommen und haben die Stadt unsicher gemacht. Hier haben wir unser Zimmer im 16. Stock eines Wohnkomplexes bezogen. Okay, Menschen, die über 1,80m groß sind, müssten sich über Eck ins Bett legen, weil das Bett mit der Wand abschließt, aber das stört uns (besonders mich) ja nicht. Im Zimmer trocknet sogar auch Wäsche und günstiger ist es auch.

Blick_Hongkong
Blick in den Innenhof von oben

Die neue Gegend ist nicht mehr so Schickiemickie, hier werden einem  selbstverständlich von Händlern Imitate bekannter Uhrenhersteller angeboten. Und man sieht auch Menschen, die „normal“ angezogen sind. Wir haben uns gestern auch gleich die „Avenue of Stars“ angesehen, wo berühmte Hongkonger Schauspieler einen Stern auf dem Gehweg bekommen haben. Das war dann auch unser Problem, denn natürlich kannten wir nur Bruce Lee und Chackie Chan. Weitere sind uns nicht aufgefallen, die wir als berühmt empfinden. Es ist aber trotzdem eine schöne Kulisse dort und wir genossen bei Sonnenschein den Blick auf das Bankenviertel, wo wir her gekommen sind.

Avenue_Stars

In der Touristeninfo erkundigten wir uns nach dem Drachenbootrennen, wo wir Daten vom 02.06. aber auch vom 06.-08.06. fanden. Der 02.06. ist mal wieder ein besonderer Feiertag. Wir treffen es aber auch immer 😉
Hedi von der Touristeninfo gab uns Infomaterial, wann was an welchen Tag wo stattfindet. Sie konnte zu unserer Überraschung sehr gut Deutsch, obwohl sie es 14 Jahre nicht mehr gesprochen hat. 2000 war sie zwar in Deutschland, aber seitdem hat sie es nicht mehr genutzt. Erstaunlich. Wenn ich 14 Jahre eine Sprache nicht sprechen würde, die ich mal gelernt habe, sie wäre weg und ich wäre nicht so wie Hedi in der Lage, sie aus dem Stehgreif heraus zu zaubern, wenn zufällig jemand mit der Sprache auftaucht. Viele Grüße an dich, Hedi.

So sind wir gestern also mit dem überfüllten Bus Nr. 260 nach Stanley gefahren (eingerichteter Expressbus für den Tag, der dem 66er entspricht, nur an diesem Tag häufiger). Ein Platz ganz oben in der 1. Reihe war leider nicht möglich. Wir waren froh überhaupt ohne langes Warten einen Stehplatz zu bekommen.

Bus_Stanley

Stanley_Strand_Bus auf dem Weg nach Stanley aus dem Busfenster fotografiert…

In Stanley sahen wir die ersten Rennen der Drachenboote, ein Ereignis, was den Hongkongern sehr wichtig ist. Uns gefällt Stanley sehr gut, hier hat man Strand, Natur und es ist nicht ganz so eng. Wenn es kein Feiertag und Mitte der Woche ist, dürfte es in Stanley sehr schön sein. Da es sehr heiß war (ich stand mal wieder mit Regenschirm am Strand), blieben wir nur für ein paar Rennen und nahmen dann den Bus weiter nach Aberdeen. Dies ist die 2. Adresse für Drachenbootrennen an dem Tag gewesen. Beide Orte sind sehr schön, wodurch Hongkong ein paar Pluspunkte sammelte.

Stanley_Drachenboot     Stanley_voller_Strand

…voller Strand mit sportlichen Drachenbootfahrern und -liebhabern

Hafen_Aberdeen Hafen von Aberdeen

W_Pokal „Gewinner“!!!

HK_Straße Müde vom Tag ging es mit dem Bus wieder zurück

Lei_Tung Wir sahen auch Busse in andere Richtungen. Wie hieß noch gleich der chinesische Verkehrsminister? Um …  😉

Heute haben wir dann noch den Man Mo Tempel angesehen.
ManMo_Tempel    ManMo_Temple
Zu sehen sind hier u.A. kegelförmige Räucherstäbchen, die von unten nach oben im Kreis abbrennen.

Im Shop fand Wolfgang seine Namen in chinesischen Zeichen. Meiner war nicht dabei.

W_Name_Chines

Übrigens: Bevor wir umgezogen sind, haben wir versucht, alle Sehenswürdigkeiten in dem Gebiet „Central“ anzusehen. So haben wir den „Peak“ angesehen und sind mit der Tram den Berg hochgefahren.

Tram Echt steil.

Von dort hat man einen super Ausblick auf die Stadt. Zwar kostet der Blick von der Plattform extra, aber man bekommt einen kostenlosen Audioguide, der einen interessante Details zu den unterschiedlichen Gebäuden und Gebieten der Stadt erzählt. Auf dem Weg zur Tram lernten wir Josh kennen und sind mit ihm zusammen hoch gefahren.
Sehr sympathisch. Hier ein Bild von Josh aus San Francisco, der jetzt in Irland lebt.

Josh_Peak_HK2

Blick_Peak_HK

Blick auf die Stadt tagsüber und bei Nacht

HK_View      HK_View_Nacht

Zurück sind wir dann mit dem Kleinbus, denn es war schon dunkel und so wählten wir die kostengünstigere Version. Außerdem setzte er uns direkt vor unserem Hotel ab. Toll, wenn die Beine schmerzen.

Auch ein Abstecher nach SOHO, das HSBC Gebäude und einen der vielen Nachtmärkte gehörten auf unserem Plan. „Fried frog“ (gebratener Frosch) war uns aber zu teuer. Solche Hühnerfüße sahen wir nur roh und ließen sie, wo sie waren.

KH_Huhnfuß Delikatesse!?

Ihr merkt, wir haben die letzten Tage viel gemacht… Das große Drachenbootfestival vom 06.-08. steht noch aus, das findet dann bei unserer Unterkunft ganz in der Nähe statt. Mal schauen ob wir ein Plätzchen finden – wird bestimmt sehr voll.

Auch wenn wir inzwischen bereits in Hongkong sind und es aus Hongkong viel zu berichten gäbe. Ich möchte unbedingt noch Einiges aus Taiwan berichten, dass uns beide durch seine Menschen tief beeindruckt hat.
In keinem anderen Land bisher fanden wir eine solche freundliche Hilfsbereitschaft wie in Taiwan. Wir fühlten uns fast absolut sicher. Auch wenn wir es nicht ausprobiert haben, ich glaube man könnte einen geöffneten Rucksack voller Wertsachen mitten in einer Bahnhofshalle liegen lassen, und alles was man ‚fürchten‘ müsste, wäre, dass jemand das in Sicherheit bringt.
Die Menschen gehen rücksichtsvoll miteinander um und jeder hat gut davon. Diese großen Menschenmassen in Teipei, die geordnet durch die Gänge und Rolltreppen laufen und so vieles Anderes. Ich wünsche den Taiwanesen, dass sie sich das erhalten können.

Mit der Weiterführung des Berichtes Taiwan möchte ich bei der Bahnfahrt beginnen, die wir wetterbedingt spontan bis Teipei weiter führten.

Noch auf dem ersten Teil der Fahrt hatten wir interessante Gespräche. Besonders in Erinnerung bleiben wird mir aber etwas von dem Teil der Fahrt, wo wir keine Sitzplätze hatten und einer Mutter mit zwei Kindern gegenüber auf dem Boden saßen. Ein junger Taiwanese, mit dem wir uns zuvor unterhalten haben, erklärte der Mutter, das wir eine Weltreise machen. Diese erklärte dies ihren Kindern und uns wurde übersetzt – und jetzt wünscht sie ihren Kindern, dass Sie auch einmal so etwas tun können. Die Kinder gaben uns von ihren Keksen ab, die Mutter gab uns Litschis und weil wir wenig zum abgeben hatten, pusteten wir unsere Welt auf und zeigten wo wir schon gewesen sind. Der Junge sah sich unsere Welt an und fragte, ob wir denn nicht noch da und dort hingehen, dass ist doch nicht weit. Alle lachten einmal freundlich und die Mutter erklärte ihm, dass die echte Welt doch sehr viel größer ist, als diese Aufgepustete. Ich fühlte mich sehr an den Film „Theo gegen den Rest der Welt“ erinnert, in dem LKW-Fahrer Theo mit Hilfe der Europakarte aus einem kleinen Taschenkalender durch halb Westeuropa navigiert und so Sachen sagt, wie: „Italien, das ist nicht weit, das sind nur 2 cm.“ Ein schätzungsweise Viereinhalbjähriger kann sich das alles natürlich noch nicht vorstellen, dennoch fand die Mutter die Aktion mit der Aufblaswelt wohl recht gut. Immerhin überhaupt eine Möglichkeit, sich an eine Vorstellung heran zu arbeiten. Und ganz ehrlich, ich war selbst ein wenig von uns überrascht, als ich auf diesem Aufblasglobus zeigte, was wir schon hinter uns gebracht haben. Eigenartiges Gefühl, von sich selbst überraschend beeindruckt zu sein … schwer zu beschreiben …

ZugweltKinder

Das Ticket für die Weiterfahrt für uns beide kostete 880 NTD. Ich gab dem Schaffner 1080 und er wollte das Wechselgeld später bringen. Kein Problem in Taiwan. Natürlich vertraute ich 100%. Er verriet uns noch zwei Plätze, die zwar etwas abgetrennt von den anderen Reisenden waren, aber wohl vom Computer nicht vergeben werden – das heißt, wir hatten für die restliche Fahrt Sitzplätze in einem komplett ausgebuchten Zug.
Jetzt muss ich etwas erklären. Taiwan ist nicht Indien, und natürlich bekommt man in der Regel mit einem Zugticket einen Sitzplatz zugeteilt, der darüber hinaus auch noch recht komfortabel ist. Dafür sollte man sich das Ticket am besten bereits ein paar Tage vorher kaufen. Wir kauften ausgerechnet an einem Wochenende die Tickets kurz vor Abfahrt. Die nette Dame am Schalter organisierte dennoch so viel Sitzplatz wie möglich. Von Fangliao bis Dawu hatte einer von uns einen Sitzplatz. Harriet saß auf meinem Schoß, so hatten wir einen Sitzplatz für zwei. Von ‚Dawu bis Taidong saßen wir bei der Mama auf dem Boden, und unser Sitzplatznachbar von vorher gesellte sich zu uns und übersetzte. Dann mussten wir umziehen. Von Taidong nach Hualien hatten wir in einem andern Wagon jeder je einen Sitzplatz sogar nebeneinander. Der super spontane Ticketkauf im Zug war dann angekündigt eigentlich ohne Sitzplatz. Dank des Tipps vom Schaffner hatten wir dann aber doch Sitzplätze.
Nach einiger Zeit wunderten wir uns, dass unser Schaffner uns unsere 200 NTD noch nicht gebracht hat und fragten seinen Kollegen, den wir jetzt regelmäßig sahen, wann der Kollege denn unsere 200 NTD bringen würde. Leider verstand der aber kein Englisch und kam kurz danach mit Luisa an. Luisa spricht wie viele Taiwanesen Taiwanesisch und Mandarin. Außerdem spricht sie fließend Englisch und sehr gut Deutsch. Eine Zeit lang hat sie in Aachen gelebt und studiert. Luisa erklärte dem Schaffner, was wir wollten und anschließend, dass dieser Schaffner von nichts wisse und sie würde uns in Taipei auf dem Bahnhof bis zu der Stelle begleiten, wo wir dies vorbringen sollten. 200NTD sind ca. 5 Euro. Wir wollten auch nicht zu viel Aufhebens deswegen machen, oder dass gar der Schaffner Ärger bekommt, wahrscheinlich hatte er es einfach vergessen. Aber Luisa sagte, auch vergessen sei kein Grund, und so brachte sie uns zu diesem Bahnbüro und regelte dort mit den Menschen hinter dem Schalter alles so weit, bis es hieß, sie telefonieren jetzt noch, und wir sollen bitte solange warten. Wir verabschiedeten uns von Luisa und wollen ihr auch hier im Blog noch einmal herzlich danken! Leider haben wir kein Foto gemacht. Schade, ist ja immer schön Fotos von den Menschen zu haben, über die wir hier dankend schreiben. Jetzt halt ohne Foto: Danke Luisa!

Es dauerte nach den Telefonaten nicht lange und wir bekamen unsere 200NTD in die Hand – keine Anträge, kein Papierkram – toll!!! Wir haben ja nichts gesehen und selbst wenn wir was gehört hätten, hätten wir nichts verstanden. Ich gehe davon aus, dass der Schaffner angerufen wurde, der hat gesagt „stimmt“, dann wurde kurz ausgemacht, wie der Schalterbeamte das Geld zurück bekommt und dann hat der uns das aus seinem Portemonnaie gegeben – Was wirklich gewesen ist, werden wir aber wohl nie erfahren.
Noch am Bahnhof konnten wir dann mit der Touristeninformation einiges regeln. Da Taipei am Wochenende meist recht ausgebucht ist, hatten wir auf der Fahrt via Internet* bereits für eine Übernachtung gesorgt. Die Touristeninformation besorgte uns für die folgenden Tage eine besser bezahlbare Unterkunft. Die Touristeninformationen in Taiwan sind ebenfalls klasse. Man schildert was man will, die telefonieren und organisieren und anschließend bekommt man einen Zettel in die Hand gedrückt, wo alles in chinesischen Schriftzeichen drauf steht. Die kann man zwar selber nicht lesen, aber man braucht sie nur jemandem zu zeigen, der kann das lesen und hilft einem dann nötigenfalls indem er mit Händen erklärt, so dass man weiter kommt. Wir sind hier zwar Analphabeten, aber alles klappt am Ende prima, dank der hilfsbereiten Taiwanesen.

Zettel, die man bekommt sehen dann z.B. so aus:
TaiwanZettel

Bei den Preisen, die uns die nette junge Frau von der Touristeninformation gezeigt hatte, war auf dem Kopf der Seite der Name einer Pension abgedruckt, die wir von unserer Unterkunftsuche online unterwegs gesehen hatten*. Natürlich gingen wir davon aus, dass wir ein Zimmer dort jetzt reserviert bekommen haben. Am nächsten Morgen zogen wir um. Am Bahnhof trafen wir den Festlandchinesen Jun Jin 金俊 , als mein Maps gerade nicht gut laufen wollte … er sah sich unseren Zettel an und sagte, dass er uns dort hin bringt und nutzte sein Smartphone dessen Kartenapp einwandfrei funktionierte. Mitten auf dem Weg ging mein Maps auf einmal auch – und zeigte uns an, dass wir in die entgegengesetzte Richtung hätten gehen müssen. Was nun? Jun Jin 金俊 war von seiner App überzeugt und sagte, dass Maps nicht so gut sei, wie seine App, die würde er mir empfehlen. Harriet und ich beschlossen, die schweren Rucksäcke abzusetzen und ich ging mit Jun Jin 金俊 weiter, während sie auf die Sachen aufpasste. Jun Jin 金俊 brachte mich zu einer Pension in einer Seitenstraße, wo wir gebucht worden waren. Wir waren richtig. Später zählte ich 2+3 zusammen, und jupp, es war einfach voreilig, davon auszugehen, dass wir in eine Pension gebucht wurden, deren Namen ich lesen konnte – wahrscheinlich standen die einfach zufällig untereinander. Den Zettel konnte ich nicht lesen. Maps zeigte völlig korrekt die falsche Pension. Dank Jun Jin und der für uns unleserlichen Zettel waren wir bei der richtigen Pension. Noch einmal danke 金俊 Jun Jin!! Jun Jin 金俊 hat uns ein Bild von uns gemeinsam gemailt.

JunJin

Da wir ja wider erwarten früher in Taipei waren, konnten wir uns auf die Suche nach Läden machen, um einige Dinge aus unserem Bestand zu ersetzen. Es wurde einfach Zeit für neue Regenüberzüge für unsere Rucksäcke und z.B. ein Paar Socken. Beim Durchstöbern der Outdoorläden lernten wir auch unter Anderem Jin-Log Chen kennen, der einige Jahre in Berlin gelebt hat und sehr gut Englisch und Deutsch sprach. Er vermisst an Deutschland unter Anderem, dass Regen immer nur kurz sei, es dann aber bald wieder aufklare. Stimmt, wir haben keine Regensaison. Er sprach auch von dem guten Essen und Trinken. Dann gab er uns seine Visitenkarte und siehe da, er ist ausgerechnet Professor für medizinische Informatik. Ich hab ihm dann nicht erzählt, das mich viele Leute als Computerfreak bezeichnen, denn vom studierten Informatiker oder gar Professor bin ich ja weit entfernt. Das war für mich aber schon eine schöne Begegnung. Ein Foto haben wir leider nicht gemacht. Schade, ist ja immer schön Fotos von den Menschen zu haben, über die wir hier schreiben.
Auch auf seine Empfehlung hin waren wir am nächsten Tag noch das Nationalmuseum anschauen, wo wir neben einer Vielzahl bedeutender Ausstellungsstücke auch echte Ming-Vasen betrachten konnten. (Ding-Vasen fanden wir beide schöner als Ming-Vasen, obwohl die ja etwas farbiger sind, aber das Weiß der Ding-Vasen ist so schön etwas perlmutartig und die Impressionsmuster so schön dezent.) Es war ein sehr anstrengender Tag, da i.d.R. Gruppen im Minutentakt und Eiltempo durchgeführt wurden, wo der Guide in Chinesisch so lautstark etwas erklärt, dass der eigene englische Audioguide nicht mehr zu verstehen war. Die Lautstärke wurde gerade für mich zu einem nervigen Problem. Harriet hatte mehr Glück und konnte manchmal etwas bis zu Ende hören. Ich habe selten etwas durchgehend hören können. Meistens kam mitten in der Erklärung jemand der mir direkt in das Ohr brüllte, und die Vor- und Rückspulfunktionen des Audioguide waren alles andere als feinfühlig, weshalb man zwei oder dreimal von Vorne anfing, dann aber irgendwann aufgab. Das Geld für den Audioguide hätten wir uns jedenfalls echt sparen können. Kopfhörer die den Umgebungslärm besser abgehalten hätten, wären gut. Stattdessen laufen überall Angestellte herum, die Schilder halten, dass man ruhig sein soll, während der nächste Führer einem ins Ohr brüllt und die Gruppen sich dazu unterhalten … Das ist dann auch der Grund, warum die Guides brüllen müssen – eigentlich haben die meisten ein Mikrofon in das sie brüllen mit Funkübertragung zu den Führungsteilnehmern. Aber die haben eben auch so einfache Kopfhörer, dass sie einen lauten Guide brauchen … Auch die Menschenmenge an sich empfanden wir als sehr viel, obwohl wir zur Mittagszeit da waren und nach Aussage des Museumspersonals eigentlich wenig los sei. Essen, trinken und fotografieren waren nicht erlaubt, was nach 5,5h Museumsbesuch auch schlaucht. Verwöhnt von rücksichtsvollen Taiwanesen war es auch schwer zu ertragen, dass sich ständig jemand vordrängelt. Die Variante „Erst halte ich meine Brille zwischen Dein Gesicht und die Glasscheibe mit dem Ausstellungsstück, dann schiebe ich mein Gesicht hinterher und drücke mich mit dem Ellbogen in Deinem Bauch ab“, ist dabei immer noch zumindest etwas dezenter als dass einem gleich der ausgestreckte Arm ins Gesicht gedrückt wird. Taiwanesen waren das sicher nicht.

Hier noch ein Bild von der asienerfahrenen Harriet vor unserem Museumsbesuch.
Har_Schirm_Taiwan

Mit dem Bus ging es am Abreisetag für einen Bruchteil des Taxigeldes sehr bequem zum Flughafen direkt zum Terminal.

*Mal am Rande: Evtl. hat der aufmerksame regelmäßige Leser etwas gemerkt. Internet! Ja, wir hatten in Taiwan Internet! Funktionierendes Internet! Und das sogar unterwegs … wow …
Für diejenigen, denen das etwas sagt: Responsezeiten für ein ping z.B. auf gmx.de unter VPN waren wir längst gewohnt im Bereich 800ms zu haben. Hier sind es auf einmal 8ms … da baut sich eine Internetseite schon mal in weniger als einer Stunde und weniger als 40 Versuchen auf 😉

Wir sind gut in Hongkong gelandet.

HongKongFhafen

Auch das Suchen des Buses ins Zentrum hat gut geklappt. Die Stadt ist für den ersten Eindruck riesig. Alles ist irgendwie größer, schneller, betriebsamer, hektischer, schicker, teurer… so sind wir voll bepackt durch die Menschenmassen gelaufen. Da merkten wir schnell, dass wir nicht mehr im freundlichen und rücksichtsvollen Taiwan sind, sondern in einer eher westlich geprägten Ellenbogengesellschaft. Schwitzend über Berge und Treppen schleppend hat sich sogar jmd. auf Wolfgangs Rucksack abgestützt, um schneller vorbei zu kommen. Echt gemein, wenn das Gewicht des Rucksacks alleine schon reicht und plötzlich und unerwartet zig Kilo dazu kommen.

Wir sind in Hongkong-Central gelandet, wo viele Banken und Sehenswürdigkeiten dicht beisammen sind. Im ersten Moment kommt ein Gefühl von „hier gehöre ich nicht hin“ auf, wenn ich verschwitzt und dreckig an Prada, Boss und Luxushotels vorbei laufe und der Türportier einen abschätzend von oben bis unten mustert. So viele Porsche, Mercedes und BMW fahren noch nicht mal bei uns, wie hier einen selbstverständlich begegnen. Echte Luxuskarossen haben dann Kennzeichen wie „MODEL“, „HAPPY“ oder „BRENTON“. Die Männer laufen mit Anzügen, die Frauen perfekt durchgestyled mit Markenhighheels durch die Straßen. Wir haben mal wieder einen Kulturschock.

Wider erwarten ist das Wetter deutlich besser. Bis jetzt war jeden Tag Sonnenschein. Die Temperaturen lassen einen aber eher die klimatisierten unterirdischen Gänge suchen als auf den Straßen entlang zu laufen. Unser Schuhkarton- Hotelzimmer empfing uns mit 10 °C. Als wir so völlig erwärmt das Zimmer betraten, fingen gleich die Spiegel an zu beschlagen. Und so ist das bei vielen Räumen. Da ist der Temperaturunterschied viel krasser als er sein müsste.

HongKongZimmer

Wir müssen erst mal eintauchen. Es geht uns soweit gut. Sich auf Englisch zu verständigen ist hier einfacher. Einen Abschlussbeitrag zu Taiwan und den vielen netten Menschen wollen wir noch schreiben. Es gibt wieder einige netten Menschen, denen wir herzlich danken wollen.  Die Taiwanesen haben uns mit ihrer freundlichen und hilfsbereiten Art tief beeindruckt!