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Australien – Rückblick Harriet

Australien war ja für mich neu und Wolfgangs Erinnerungen vermischten sich mit dem Erst-Kennenlernen. Ich hatte also meinen privaten Stadtführer an der Hand.
Insgesamt habe ich das Gefühl, die Zeit ist wie im Flug vergangen. Okay, der Anfang unserer Australienreise war ja gespickt mit Höhepunkten. Vermutlich werde ich erst in einiger Zeit feststellen, was mich wirklich beeindruckt hat. Jetzt würde ich aber folgende Punkte aufführen, die meine persönlichen Höhepunkte waren (kein Ranking):
– Feuerwerk
– Sekt am Uluru bei Sonnenuntergang
– im Swag unter den Sternen schlafen
– auf Magnetic Island Wallabys füttern
– auf Fraser Island im 4-Wheel-Drive am Strand entlang brettern, im super klaren See baden und im Fluss treiben lassen
– Surfer in Byron Bay beobachten
– Leben und Fahren mit Abe unserem Hippie Camper
– Das Koalahospital in Port Maquarie
– das Nutzen einer BBQ Station im Park
–  Weingebiet Hunter Valley
– im Wasserfall baden (einmal bekamen wir Besuch von einer Schildkröte)
– generell die wilden Tiererlebnisse mit Wombats, Wallabys, Kakadoos, Koalas, Geckos (quietschen wie eine Gummiente), Vogelstimmen, Tauchen… es ist erstaunlich, wie nah wilde Tiere dem Menschen kommen)
– einen Koala streicheln (wieeeee weich), ein Wallaby streicheln, Possums beobachten
– bei Neil und Janet auf der Veranda sitzen und über die Weide schauen
– der Geruch der Eukalyptuswälder
– mein Englisch verbessern und dafür auch Komplimente zu bekommen.
– das Licht: ich habe hier das Gefühl, dass alles heller, farbiger, intensiver ist.

In dieser Umgebung entwickelt sich irgendwie eine Leichtigkeit im Umgang miteinander, die ich sehr genossen habe.

Unsere Route war aber zu groß, um wirklich „runter“ zu kommen im Down Under. Uns beiden war es klar. Vielleicht lernen wir daraus. Denn es wäre auch gut gewesen, an einigen Orten auch mehrere Tage zu bleiben.

So, da es jetzt kurz vor 23 Uhr ist und morgen unser Flieger geht, wird es Zeit ins Bett zu gehen. Auf Neuseeland bin ich schon sehr gespannt. Vielleicht gibt es wilde Tiererlebnisse mit einem Hobbit???

Australien – Ein Rückblick

Ich hatte schon so viel im Kopf, was ich alles schreiben wollte – ich bräuchte einen ganzen Tag Zeit dafür.
Nun, ich habe noch mal nachgeschaut – rund 12 Jahre ist es her, dass ich schon einmal hier war und natürlich drängen sich Vergleiche auf. Harriet will ihre Eindrücke auch noch zusammenfassen.
Damals fuhr ich aus Australien ab und ich konnte allen die nach Australien reisen wollten schmunzelnd und mit Überzeugung sagen:“ Tu es besser nicht, denn es wird Dich nie wieder los lassen. Du wirst immer eine gewisse Sehnsucht danach behalten.“
Jetzt kam ich an – und es war irgendwie anders – nun gut, Sydney am Silvesterabend, dass ist Ausnahmezustand!
Der Uluru, das Outback in der Gegend und Alice Springs waren schön. Auf der Fahrt von Cairns entlang der Küste stellte ich aber fest, Australien nimmt mich nicht mehr so in den Bann. Die Vogelstimmen sind toll und die werde ich sicher wieder vermissen – erst als wir nach Sydney zurück kamen und der Regenwald sich wieder gegen Eukalyptuswälder änderte nahm es mich wieder gefangen. Diese Landschaften hatten mir gefehlt und erst hier verstand ich das.
Ansonsten ist Australien sehr viel touristischer geworden. Orte die man sich früher in Ruhe anschauen konnte, sind heute voller Leute. In den Blue Mountains bei den „Three Sisters“ wo wir damals mit Carsten und Anja fast alleine Standen, verteilen sich die Menschen auf zwei großen Aussichtsplattformen und dort war auch noch Gedränge, weil jeder sich vor den „Three Sisters“ porträtiert sehen wollte. Sicherlich spielte auch eine Rolle, dass auch in Australien gerade die Schulferien waren (Wie bei uns die Sommerferien). Wenn die Zahl stimmt, wie wir sie im Radio gehört haben, waren allein im letzten Jahr 4 Millionen Deutsche in Australien – nur Deutsche! All die Asiaten, Inder, Schweden, Franzosen usw. gar nicht mitgerechnet. Am Silvesterabend hatte ich in den Straßen von Sydney das Gefühl, ich höre öfter Deutsch als Englisch…
Eine Sydney-Erinnerng von vor 12 Jahren war, dass wir hier in Sydney die Stadtkarte weg tun mussten, weil wir sonst alle 5 Meter Hilfsangebote bekamen und nicht weiter kamen – ein tolles Erlebnis von Hilfsbereitschaft. Diesmal passierte dies nicht – nur ein einziges mal bekamen wir solche Hilfe angeboten. Auf Anfrage bekamen wir aber immer ebenfalls sehr nette Hilfe. Wie z.B. gestern, als wir nicht wußten mit welchem Bus wir nach Hause kommen sollten und der Erste, den wir fragten uns nicht antworten konnte, waren gleich drei Australier von sich aus mit ihren Smartphone-Apps für uns am schauen und gaben uns die Antwort.
Ich konnte Harriet viel von dem zeigen, was für mich Beispiele der australischen Freundlichkeit waren. Neil & Janet haben uns weit mehr an Freundlichkeit entgegengebracht, als ich Harriet als „typisch“ zeigen wollte. Und doch, bei vielen anderen Australiern war da eine Nuance anders – es ist ein wenig weniger geworden mit der Freundlichkeit. Und damals fühlte ich mich als Deutscher als Exot – wenn da jemand Verbindungen zu Deutschland hatte, hat er das sofort freudig gesagt. Diesmal merkte ich wie mehrfach zunächst einmal etwas abgewartet wurde, bevor so etwas gesagt wurde. Es ist kein sehr großer Unterschied, aber ich fand ihn spürbar. Wir sind hier aber auch einigen „Prachtbeispielen“ von Deutschen begegnet, die auch für mich das Beispiel dafür sind, wie man sich nicht benehmen sollte, und im Ausland erst recht nicht … leider, und diese sind dann eben auch eindrücklich und prägen dann entsprechend das Bild von „den Deutschen“. Als ich Neil & Janet von diesem Beispiel erzählte, entwich diesen herzlichen Menschen auch nur ein „Ja, das ist aber doch irgendwie typisch, oder ?“. Nein, auch in Deutschland sind Egoismus und Rücksichtslosigkeit nicht typisch, aber ja, sie kommen zu oft vor – sicher in der Form wie es gezeigt wird, in Deutschland häufiger als in Australien.
Australien ist ein wunderschönes Land mit freundlichen Menschen, und es wird mir so in Erinnerung bleiben. Klimatisch ist es vielgestaltig – insgesamt auch für einen Norddeutschen gut verträglich. Die Vogelstimmen und das Licht kann man nur in seiner Erinnerung bannen. Die Vogelstimmen machen einfach heiter. Die Tiererlebnisse hier werden sicher wieder die am tiefsten beeindruckenden bleiben zusammen mit dem Gefühl der Schwerelosigkeit beim Tauchen, das ich erst hier so kennengelernt habe und mich eingenommen hat. Ich bin neugierig und gespannt auf das Nächste, auf Neuseeland, Samoa usw … aber ich würde hier gerne auch noch ein wenig bleiben, schade nur, dass Australien eben auch nicht zu den billigen Reiseländern zählt – sonst wäre das besser machbar.

Von den vielen netten Menschen, die wir hier in Australien kennen gelernt haben, sollen zwei Paare einen eigenen Beitrag erhalten. (Wir denken aber an mehr … nur als Beispiel: Von Denise und Partner (Magnetic Islands) haben wir keine Adresse … ). Mit den Leuten von der Uluru-Tour kommt sicher noch Kontakt zu stande (Augenzwinkernd insbesondere in die Schweiz winkend).
Hey und Christian „aus Mumbay“ – irgendwie hab ich Dich im Kopf immer Silvester in Sydney dabei … als ob Du hier gewesen wärest … gute Fotomotive gäbe es hier jedenfalls ohne Ende. Gerade in Australien waren Carsten und Anja und Leonie in meinem Kopf natürlich immer viel dabei. Ihr alle seid also irgendwie mitgereist …

Seb. & Claudia:
Seb. ist die Abkürzung von Sebastian. Die Aussies kürzen gerne alles ab und Seb. mochte auch die australische Aussprache von Sebastian nicht, so wurde er zu Seb. Mit Seb. telefonierte ich das erste mal, als ich von Sydney aus eine Unterkunft in Alice Springs suchte. Die Sympathie war bereits am Telefon da und wurde vor Ort noch mehr. Seb ist stolz eine ständige Aufenthaltsberechtigung für Australien zu haben. Er hat im Outback als Angestellter in jahrelanger Arbeit einige Einkaufsmöglichkeiten im Outback insbesondere für die Aborigines geschaffen. So hat er jetzt das, was für so viele ein kaum erreichbarer Traum ist „permanent resident“. So war er dann auch froh als sich ihm die nächste Gelegenheit bot. Ihm wurde das Hostel in dem er selber oft und gerne untergekommen war zum Kauf angeboten. In Alice Springs das Alice’s Secret . Kurze Zeit vorher lernte er seine jetzige Partnerin Claudia in Deutschland kennen, die jetzt in Alice Springs das A. Secret an seiner Seite mitführt.
Das A. Secret ist eine Entdeckung für sich. Die beiden haben zwar viel übernehmen können, bringen sich aber jetzt eben selber ein.

Mit unglaublicher Liebe zum Detail entdeckt man ständig neue Kleinigkeiten. Egal, ob es die Blumen im jeansförmigen Blumenkübel sind, die bunt angemalten Tische, die nach Thema jeweils einzeln gestalteten (zugegebenermaßen nur sehr kleinen Einzel- und Doppelzimmer) oder so viele andere Dinge – wirklich keine Ecke, wo man nicht etwas Erstaunliches entdecken kann. Klar sind auch die Wände alle mit unterschiedlichen Wandmalereien bedacht … man könnte unendlich lange schreiben, von Kängurus die die Wiese verzieren, Tische die scheinbar die Welt auf den Kopf stellen, ein betrunkener Oktupus der einen kämpferisch vom der Wand her anschaut … Alles ist mit Liebe für’s Detail gestaltet. Harriet war von der Damenbereich für Toiletten- Duschbereich von den angebotenen Cremes und Sonnenschutzmitteln sehr angetan. Wir bekamen das Zimmer das mit Leuchtturm Rotesand usw. an die alte Heimat nähe Wilhelmshaven erinnern sollte – wo ich doch zu Wilhelmshaven auch meine Beziehung habe. Toll.

Mit den beiden hatten wir einen netten BBQ-Abend mit Gesprächen von einfach nur nett bis interessant und etwas ernsthaft war alles dabei und leider mussten wir dann am nächsten Tag auch schon wieder weiter … Hey ihr zwei: „Macht so toll weiter, wenn wir je wieder nach Alice kommen, kommen wir bestimmt wieder zu Euch!“ – und ich hab da was im Kopf …

So nun ein paar Bilder

zunächst von Seb & Claudia

SebClaud

und nun …
… ich merke man kann mit Bildern nicht darstellen,
wie es einem auf diesem kompakten Gelände geht …
an jeder Ecke sieht man etwas,
aber auf den Bildern kommen nur einige Sachen raus.

Hosentopf

RooSchach

ShellDo

Tisch

Sind die gelben rautenförmigen australischen Straßenschilder mit Warnungen wegen kreuzender Koalas, Kühen usw. bekannt?
Die wurden jetzt erweitert:
Backpacker

… und nun der Octopus:

Da musste ich mich erst einmal einkucken.
Seb zeigte mir den Octopuskopf mit den beiden betrunkenen Augen (die Schrauben)
und seinen beiden zum Kampf erhobenen Armen (die Haken)
ich brauchte einen Augenblick, dann sah ich das auch.
Die Wirkung auf mich war interessiert aber noch gering.
Seb sagte mir, jedesmal wenn er das Ding ansieht muss er mehr schmunzeln.
Mir geht es genauso.
Inzwischen sehe ich überall immer wieder überaschend betrunkene kampfbereite Octupusse und muss breit grinsen *GGG*

Oktopus

Oktopus_

Von den vielen netten Menschen, die wir hier in Australien kennen gelernt haben, sollen zwei Paare einen eigenen Beitrag erhalten. (Wir denken aber an mehr … nur als Beispiel: Von Denise und Partner (Magnetic Islands) haben wir keine Adresse … ). Mit den Leuten von der Uluru-Tour kommt sicher noch Kontakt zu stande (Augenzwinkernd insbesondere in die Schweiz winkend).
Hey und Christian „aus Mumbay“ – irgendwie hab ich Dich im Kopf immer Silvester in Sydney dabei … als ob Du hier gewesen wärest … gute Fotomotive gäbe es hier jedenfalls ohne Ende. Gerade in Australien waren Carsten und Anja und Leonie in meinem Kopf natürlich immer viel dabei. Ihr alle seid also irgendwie mitgereist …

Neil & Janet :

Neil & Janet haben wir vor unserem Abflug aus Singapur kennen gelernt und sofort gemocht. In unserem Backpackerhostel in Singapur saßen sie auf einmal mit am Tisch und es war ein total nettes Gespräch. Sie hatten Urlaub auf Bali gemacht und eigentlich warteten sie nur auf ihren Flug nach Sydney und ich weiß gar nicht warum sie da in diesem Backpacker gelandet sind. Jedenfalls war die Sympathie schnell gegenseitig und wir fuhren gemeinsam mit dem Taxi zum Flughafen, hatten auch am Flughafen gute Gespräche während wir auf den selben Flug warteten und bekamen eine Einladung. Wenn wir am Ende unserer Australienreise wieder in Sydney sein würden, wären wir herzlich eingeladen sie zu besuchen.
Wir beeilten uns mit unserer Reise hier und da ein wenig, weil wir diesen Besuch gerne hinbekommen wollten und schafften das dann auch. Australisch ist „wir wohnen nur 3 Stunden von Sydney entfernt“ eben ca. 1 Stunde von Canbarra auf dem Land in einem Ort namens Wee Jasper. Die Anfahrt war sehr interessant, denn wir schafften es nicht mehr im Hellen und fuhren also bei Dämmerung auf diesen ländlichen Straßen. Was man ja normalerweise tunlichst vermeidet. Dadurch sahen wir aber so viele wilde Tiere auf kurzem Wege wie die ganze vorherige Fahrt nicht. Etliche Roos/Wallabys brachten mich zum Halten, für ein Wombat und ein Echidna (Ameisenigel) hielten wir extra. Zig Kaninchen, und auch viele australische Vögel wie die Cockatoos, die ich immer falsch ausspreche weil ich an das deutsche Wort Kakadu denke, kreuzten unseren Weg. Neil & Janet hatten sich bereits Sorgen gemacht und Janet kam uns mit ihrem Toyota Landcruiser entgegen. Das war eine nette und freudige Begrüßung. Die beiden müssen sehr hungrig gewesen sein, denn ein gutes Stew wartete bereits auf dem Tisch und war offensichtlich schon lange warm gehalten worden. Das Stew mit Lamm war dann auch sehr lecker und wir hatten viel zu erzählen. So wurde es spät. Leider hatten beide am kommenden Vormittag wenig Zeit da Termine schlecht zu verschieben waren (wir hatten ja auch erst am Abend vorher angerufen, als wir uns sicher waren, dass wir es schaffen anzukommen) und so wollten Harriet und ich uns den Tag lang Canbarra anschauen und dann zum Abend zurück zu kommen. Auch dieser Abend wurde wieder sehr nett. Neil ist ein Ingenieur aus der Metallbrange, der sich bewusst für das Leben auf der Schaffarm seiner Eltern und Großeltern entschieden hat, weil dies für ihn das viel schönere Leben ist. Er zeigte uns seinen Hof, den schönen kleinen Fluß der durch sein Land fließt, eine kleine Scheerhütte usw. Es macht Spaß mit diesem intelligenten und ehrlichen und herzlichen Menschen zu sprechen. Natürlich macht er sich Gedanken um die Zukunft des Hofes, und ich wünschte ich hätte ihm Sachen sagen können wie: Ich glaube ganz Europa wird bald ganz verrückt nach australischer Wolle sein. Oder Kunstfaser hat keine Zukunft. Und den kleinen Farmen gehört die Zukunft. Leider aber bin ich eben auch ein ehrlicher Mensch und habe schon in Deutschland mehrfach miterleben müssen, wie kleine Bauernhöfe, wo die Familie dran hing am Ende aufgegeben werden mussten. Entweder man findet etwas Neues, oder ein Abwärtstrend setzt sich zumeist fort. Also wenn einer der Leser die tolle Idee hat, was man aus Schafswolle machen kann, wodrin eine gute Zukunft liegt, das würde ich ihm viel lieber sagen. Bitte bescheid geben. Der Abschied war dann am nächsten Morgen nach einem guten Frühstück etwas kurz, weil die nächsten Termine drängten. Wenn ich das richtig verstanden habe, muss Neil immer wieder auch kurzfristig als Ingenieur durch Australien fliegen und verdient damit das Geld, um den Hof aufrecht zu erhalten. Janet ist Krankenschwester die entsprechend auch arbeitet. Ich hoffe sie können den Hof noch lange halten oder finden evtl. einen Weg damit ausreichend Gewinn zu machen. Ich denke über Möglichkeiten nach evtl. aus Wolle und Kunststoff einen Werkstoff mit neuen Eigenschaften zu schaffen. Neil fällt evtl. noch eine Woll-Metall-Kombination ein. Es sind echt zwei so herzliche Menschen und es ist so schön bei Ihnen auf dem Hof … wir kämen gerne irgendwann einmal wieder! Danke für die Einladung und Euer Willkommen!

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Weitere Planung & Träume

Wir müssen noch so viel berichten von unserer Australienreise. Es war rund 4 mal so teuer wie gedacht und wir müssen dringend umplanen. Im Augenblick denken wir, dass wir teure Länder wie die USA wohl besser drastisch kürzen oder auslassen sollten und lieber länger in billigen Ländern bleiben sollten, aber wer weiß, evtl. schaffen wir ja auch in den nächsten Ländern im Budget zu bleiben – in Australien war das Budget über http://weltreise-info.de/budget/kalkulation.html total falsch kalkuliert, obwohl es sonst meist prima hinkommt. Wie sagte eine Australierin heute zu uns? 50$/Tag, davon kann man hier ja nicht mal leben, wenn die Wohnung bereits bezahlt ist… Und dann haben wir uns ja auch ein paar nette Extras gegönnt. New Years Eve in Sydney, Uluru und die Uluru-Tour … das sind halt insgesamt in paar Tausender extra gewesen, die wir irgendwie wieder herein holen müssen (ohne an entsprechend tollen „Erlebnissen“ sparen zu wollen).

Doch zunächst wollen wir jettzt bloggen wie es weiter geht. Wir wissen aus den Mails dass da viele drauf warten.
Danach müssen wir schauen: Wir wollen noch Dinge in Sydney sehen, aber auch noch Bilder sortieren bloggen usw… die vielen schönen Erlebnisse der letzten Woche wenigstens zusammengefasst hier niederschreiben.

Also Planung:
6.2. Flug Sydney via Auckland nach Christchurch
ab 10.2. mit einem Leihwagen (wohl sehr altes Baujahr, kein Campervan) geht dann die Tour über beide Inseln.
6.3. Flug Auckland nach Apia *
20. 01:20 bis 21.3 04:40 Flug Apia nach Denpassar (Bali/Indonesien) ca. 27,5 Stunden *schluck* mit Zwischenstops in Auckland und Brisbane
20.4. Flug Jakarta Manila

* (Das war die härteste Suche. Harriet und ich wollten unbedingt auf eine polynesische Insel, aber da ist wohl alles nicht mehr so, wie es noch vor 10 oder gar 100 Jahren war — Unterkunftspreise unter 200US$ waren weder auf Niue, noch den CookIslands noch sonst irgendwo zu finden, und Flüge zwischen den Inseln sind, wenn es sie gibt, online ebenfalls nicht so einfach verfügbar … das war ein gesuche … … schließlich fanden wir Bezahlbares ausgerechnet doch noch auf Samoa, wo ich am liebsten hin wollte, und unsere Suche angefangen hatte *Freu* … Aber weg von da, gehts dann nur zurück nach Neuseeland. – Darum jetzt auch zuerst Neuseeland und Samoa und dann zurück nach Indonesien/Philippinen … Flüge z.B. nach Lima sind von Apia kaum zu bezahlen – hoffentlich sind da Flüge über die Drehscheibe Singapur billiger, sonst gibts Auckland/Sydney und Brisbane als Zwischenstops ja auch noch.)

Die Polynesischen Inseln sind nun mal das, was man als „Südseetraum“ vor Augen hat – und wie kommt man ggf. von Europa aus je wieder da hin, wenn nicht jetzt. Und wenn diese Inseln sich jetzt bereits derartig verändert haben, wie mögen sie sich dann in der kommenden Zeit noch mehr verändern? Dann wird wohl irgendwann gar nicht mehr möglich sein.
Für Harriet war Hawaii das Ziel ihrer „Südseeträume“ für mich am Meisten Samoa. Samoa ist mir in meinem Leben schon mehrfach begegnet und war für mich eines der interessantesten. Fernsehberichte machten den Anfang, „Der Papalagi“ und „Die Schatzinsel“ wurden auf Samoa geschrieben. Mein damaliger Freund Carsten, antwortete nach seiner Weltreise auf meine Frage, ob es denn nirgends einen Ort gegeben hätte wo er Gefahr gelaufen wäre hängen zu bleiben mit: „doch Samoa“. Und was er erzählte nahm mich in den Bann. Im Klimahaus in Bremerhaven gibt es eine ganze Ecke nur über Samoa und die Menschen mit ihrer Lebensweise und das Wetter (nicht immer das Beste). Bei den Vorbereitungen der Weltreise, musste ich dann Samoa aber erst mal streichen. Alles was ich recherchierte klang so, als ob Samoa sich für Besucher in den letzten 10 Jahren um 180° gedreht hätte – ich hörte bzw. las nur Schlechtes. Zu Harriet sagte ich:“Dennoch, wenn es irgendwie die Möglichkeit gibt, ich möchte das gerne selber sehen und erleben und beurteilen“. Es sah aber alles so aus, als wäre da nichts zu machen. Oft hörte ich:“Von den polynesischen Inseln sollen die Cook Islands die einzig noch bezahlbaren sein.“ Ich hatte Samoa also eigentlich bereits innerlich gestrichen und wenigstens die CookIslands sollten es werden. Für Harriet war das absolut OK. Sie wollte mit Hawaii eben genau wie ich, das Bild einer polynesischen Insel wie man es als Kind malt: Strand, Palmen, Pazifik dieses typische Bild eben. An Samoa interessiert mich darüberhinaus einiges am täglichen Leben. Nun ergibt sich diese Möglichkeit mit Polynesien ausgerechnet doch noch mit Samoa und ich bin freudig gespannt wie ein Flitzebogen wie das sein wird. Ich bin schon ganz aufgeregt. Wir werden dann berichten. Für mich ist es jetzt erst einmal DAS Highlight unserer Reise. Es geht wirklich ein Traum in Erfüllung und ich hoffe ich werde auch zumindest die Reste eines solchen Traumes in Wirklichkeit finden. Und das nach Neuseeland, wovon ich seit 11 Jahren träume …

Wenn jemand noch was Traumhaftes zu träumen haben möchte, hier noch eine „Kleinigkeit“ die wir auf der Suche nach Möglichkeiten von Insel zu Insel zu reisen gefunden haben: http://www.handgegenkoje.de/mitsegeln-kojencharter/segeln-und-tauchen-im-suedpazifik-014899-75779.html … aber da fehlt am Ende doch wieder die Zeit und das Geld. Denn Zeit und Geld sind jetzt ja für eine Reise um die ganze Welt gedacht, und das ist ja schon die Erfüllung eines riesengroßen Traumes, den müssten wir beenden, wenn wir da mitreisen wollten. Wär das schön, wenn man alles haben könnte *augenzwinker und schmunzel und eben träum*.

Hunter Valley, Blue Mountains, Wee Jasper, Canberra, Wollongong

Wir finden hoffentlich noch die Zeit ausführlicher zu berichten. Erstmal nur schnell unsere aktuellen Orte (s.o.) … und Dank an Neil und Janet die uns auf dem Flug von Singapur nach Sydney eingeladen und uns bis heute Morgen bei sich in Wee Jasper willkommen geheißen haben. Später mehr, wir müssen dringend Internet nutzen um zu planen. Liebe Grüße insbesondere an ein besonderes Geburtstagskind und an das Patenkind das vor fast genau einem Jahr getauft wurde (Hey ich denke insbesondere bei den Angelmöglichkeiten oft an meine beiden Patenkinder … mit Euch würde ich sicher nicht so viele km/Tag schaffen, aber Australien um etliche Kilo Fisch erleichtern *Augenzwinker*) Bis heute sind wir in Australien 5059 km selbst gefahren – dazu noch etliche mit den Touren … die Straßen waren diesmal aber deutlich besser als beim letzten Mal … so, nun aber planen … Unterkunft Sydney … evtl. Flug und Abflug New Zealand usw …

Kurt Wolfgang

Im englischsprachigen Bereich heiße ich eher Kurt als Wolfgang.

If you are searching Kurt -> you are on the right page.

Das ist alles etwas umständlich, aber wohl der beste Weg.

Erklärung:
Ich habe die zwei Vornamen Kurt Wolfgang. In Deutschland legen die Eltern nach der Geburt den Rufnamen fest, der ein beliebiger der mehreren Vornamen sein kann. Im insbesondere englischsprachigen Ausland (USA…) hat man damit dann seine Probleme. Hier gilt der erste Name als Rufname, basta. Außerdem scheint die Aussprache von
W o l f g a n g
ähnlich schwer zu sein wie die von
E i c h h ö r n c h e n …
ich erkenne mich dann jedenfalls selten wieder. Das ist sehr schade, denn ich mag meinen Namen Wolfgang eigentlich sehr, aber er ist eben im englischsprachigen Bereich umständlich… da bin ich im Ausland eben
Kurt.
Auch wenn ich ansonsten immer Wolfgang bleiben möchte. Zu dem Namen habe ich einen Bezug. Zu dem Namen Kurt habe ich eigentlich keine Verbindung und versuche nur mich im Ausland eben damit angesprochen zu fühlen, was nicht immer gut gelingt.
Insbesondere für alle in Deutschland lebenden: Wer möchte, dass ich mich angesprochen fühle: Bitte Wolfgang. Ok,
aber für die auf der Reise kennen gelernten die hier über google translate mitlesen wollen:
Ja, die Seite von
Harriet und Wolfgang
ist die Seite von
Harriet und Kurt.
Ihr seid hier richtig.

… Bundaberg … Fraser Island … Brisbane … Byron Bay

Gestern Nacht empfing uns Brisbane mit einem kräftigen Gewitter.

Es gäbe so viel zu berichten von dem Weg bis hier her … Fraser Island … Nette Menschen die wir trafen… (wink z.B. zu Casie ) Eigentlich brauchen wir mal eine Woche mit Internet am Laptop nur zum Bloggen des bis jetzt in Australien erlebten.

Auch vom Uluru, der Tour, der Gruppe, Allice Springs, Seb und Claudia in Allice’s Secret müssten wir noch berichten. (Hey Seb, wenn Du das liest: Ich sehe immer öfter betrunkene Oktopusse Schmunzel).

Aber, die Zeit drängt. In rund einer Woche müssen wir in Sydney den Wagen abgeben. Und die weitere Reise sollte dann auch fertig geplant sein. Jaja … eine Reise ist eben kein Urlaub. Dies nur mal als kurze Meldung von uns. Sonst geht’s uns gut!

In Brisbane sind über 30 Grad und es regnet in Strömen. Harriet sagt: “ Mir ist zu warm.“ Wer sie kennt weiß was das bedeutet. Es IST zu warm! Mich stört das am Meisten wenn ich vor Hitze in dem kleinen Campervan nicht schlafen kann. Dabei habe ich mir bereits für 40$ einen batteriebetrieben Ventilator gekauft… Der Regen änderte sich – es wurde ein „Schütten“. Nach einer kurzen Besichtigung der Stadt vom Boot aus (Stadtfähren) kämpften wir uns rund 180 km durch Wassermassen südlich nach Byron Bay wo keine Unterkünfte mehr frei sind und wir mal wieder in einer Seitenstraße stehen.

Tully, Townsville, Magnetic Islands, Bowen

Heute Abend sind wir gerade in Bowen angekommen und haben einen Parkplatz bezogen.
Vorgestern erreichten wir nach einer Nacht in Tully die Stadt Townsville.

Tully ist ein kleines Städtchen in dem Bananen, Zuckerrohr und Zucker groß geschrieben werden. Außerdem ist dieser verrückte kleine Ort stolz darauf der nasseste und verregnetste Ort von ganz Australien zu sein. Man kann einen 7,90m hohen goldenen Gummistiefel begehen und dort von oben über die kleine Stadt schauen. 790mm ist die Niederschlagsmenge die in dem entscheidenden Jahr an diesem Ort niederfiel.

In Townsville findet man für australische Verhältnisse alte Häuser, ein Great-Barrier-Reef-Aquarium/Museum und am interessantesten fanden wir die vorgelagerte Magnetic Island wo Harriet ihre ersten wilden Koalas gesehen hat. Außerdem gabs wilde Wallebys zu sehen.

Ich habe am Vortag den Rücken eines Dugongs gesehen, den ich allerdings aus Unkenntnis zunächst für den Rücken eines Salzwasserkrokodils gehalten habe. Wilde Dugongs sind hier aber wohl deutlich seltener zu sehen… Ein wildes Salzwasserkrokodil haben wir leider (oder zum Glück!) noch nicht gesehen. Wir wissen nur, dass das Salzwasserkrokodil das in dem Ort lebt wo ich das/den Dugong gesehen habe, „Bismarck“ genannt wird, und Hunde mag, und lieber ein paar Hundert Meter weiter im Fluss ist, als an dem Steg wo wir auf den Pazifik schauten.

Es gibt an jedem Ort am Strand abgesteckte und auch im Wasser entsprechend geschützte Bereiche wo man sicher vor Krokos und Würfelquallen baden kann, oder gleich Freibäder mit freiem Eintritt neben dem Strand. In Townsville heißt die Straße am Strand übrigens „The Strand“.

Ein bisschen etwas Allgemeines:

Mit Bildern müssen wir aktuell leider sehr sparsam sein. Mein Handy darf nur 400MB/Monat und rund 200MB sind bereits für die Bilder vom Tauchen an Great-Barrier-Reef drauf gegangen.

Wir brauchen das Internet aber nicht nur fürs bloggen und Mailen sondern auch für Recherche und Navigation. Daher müssen wir leider wieder sehr sparsam sein.

Von der Tour am Ayers Rock/Uluru, Alice Springs (+Secret), müssen wir auch noch schreiben und Bilder bloggen. Da warten auch Einige…Sorry, irgendwann gehen wir mal in einen Backpacker mit freiem Internet und lassen die Leitung qualmen so gut es geht.

Die Bilder vom Feuerwerk in Sydney waren versprochen, haben für uns aber sinkende Priorität, da sie das „Echte“ eh nicht wieder geben können und tolle Erlebnisse wie die oben genannten oder z. B. mit Seb und Claudia im Allice Secret und mit vielen Anderen an Wichtigkeit nicht hintenan stehen.

Keine Ahnung wie wir all das noch bloggen sollen, wo doch das „jeden Tag Neues Erleben“ wichtiger ist als „konservieren“…

Aktuell bleibt für uns das Taucherlebnis am Riff ohnedies das imposanteste!!

Übrigens: Das Wasser ist hier wirklich so klar. Die Bilder sind wirklich am Riff entstanden und keineswegs in einem Pool, auch wenn das für noch so erfahrene Taucher aus heimischen Gewässern unglaubwürdig erscheint. Hier ist das Wasser tatsächlich so klar und die Anbieter solcher Tauchgänge sind erfahren und ausgerüstet genug um auch solch Unerfahrene wie Harriet und mich mit runter zu nehmen. Die Bilder sind echt und live entstanden und für uns eine Dokumentation eines unglaublich tollen Erlebnisses.

Übrigens: Wir freuen uns sehr über Kommentare im Blog. Wir warten immer drauf. Dann wissen wir, dass wirklich gelesen wird und können einmal schreiben/antworten statt im Laufe von Tagen dann mal dem Einen dann dem Anderen eh das Gleiche zu Mailen.
Obwohl wir uns natürlich über jede Art von Reaktion freuen!!! Wie gesagt: Immer wenn wir was gebloggt haben, warten wir wirklich wann denn eine Reaktion darauf kommt. Dieses Tool das uns sagt, dass wir sehr viele tägliche Leser haben, ist eben furchtbar anonym…

Danke an unsere eifrigen Kommentatoren!!!