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Fahrt nach Chile

Fahrt nach Chile

Ganz reise-erfahren und von den argentinischen Bussen sehr überzeugt, kauften wir ein Ticket von Mendoza nach Santiago de Chile. Nach deren Angaben nur eine Fahrzeit von 10:45 – 15 Uhr. Die halbe Strecke haben wir mit unserer Bergtour schon gesehen, der Rest ist dann nur noch Grenzformalitäten und Fahrt nach Santiago. Da wir wussten, dass Chile sehr streng mit den Einreisebestimmungen für Lebensmitteln ist, nahmen wir nur ein paar Kekse und Wasser mit. Für 4 Stunden braucht man ja auch nicht so viel. Dieses Mal reisten wir mit der Firma Tur-Bus, die unschlagbar günstig war. Da wir „Service“ drin hatten, wollten wir lieber auf der sicheren Seite sein, nahmen nicht mehr Lebensmittel mit als nötig und freuten uns auf ein Mittagessen an Bord, wie wir es auf der Fahrt von Buenos Aires nach Mendoza kennen gelernt hatten. Es dauerte auch nicht lange, bis wir die Grenze erreicht hatten. Es wird nach PKW/Motorrad, LKW und Bus sortiert. Recht viele Leute waren da und so standen wir an. Wolfgang ließ die Stoppuhr laufen. Es dauerte echt lange, der Spaziergang zum Klo war eine angenehme Abwechslung. Wieder fielen uns schnelle Bewegungen schwer, denn wir waren auf über 3500m Höhe. Einige kauften sich an den Kiosken etwas zu essen, wir warteten lieber auf den „Service“. Filme wurden wieder zur Unterhaltung gezeigt. Leider war einer dabei, den ich persönlich echt widerlich fand. Ein Film über Menschen in der US Armee Ausbildung, die jede erdenkliche Erniedrigung über sich ergehen lassen mussten, wo viel Blut floss und alles detailgetreu dargestellt wird. Meine Akupressurbänder gegen Übelkeit halfen mir, die meinige zu bewältigen und ich verschlief zum Glück den Großteil des Films. Echt eine Glanzleistung von Auswahl und Geschmack. Im Bus waren übrigens auch viele Kinder drin, die wohl ähnliche Freude am Film empfanden. Zum Glück ist denen nicht schlecht geworden.

Aber zurück zur Grenze…

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Am Ende standen wir hier mehr als 4 Stunden an der Grenze und die Freude, nach der Grenzüberfahrt etwas zu Essen zu bekommen wurde nicht erfüllt. Der „Service“ bestand wohl lediglich aus Filme zeigen, Kissen verteilen und ab und zu Müll einsammeln. Noch nicht mal Wasser gab es.

(Autorenwechsel. Wolfgang schreibt jetzt anstelle von Harriet)

So kamen wir 19:30 Uhr hungrig in Santiago an. Der Busterminal war überfüllt mit Menschen, wie wir es das letzte Mal in Indien gesehen hatten. Hier stockte aber alles an allen Enden, statt wie in Indien ein zähflüssiges Vorankommen zu ermöglichen. Und nun zeigte sich unsere Routine … oder besser gesagt, es zeigte sich, dass wir „neue Länder“ nicht mehr so ernst nehmen.
Sonst waren wir vorbereitet. Bereits im alten Land wurde das letzte bischen altes Geld umgetauscht in die kommende Währung, damit man sich zumindest Toilette oder eine Kleinigkeit zu trinken leisten kann. Die Kreditkarten sind gut vorbereitet verteilt in unterschiedlichen Taschen leicht erreichbar untergebracht. So kann sogar eine Tasche verloren gehen, man hat trotzdem die Möglichkeit, an wenigstens eine Kreditkarte zu kommen. Tja, und diesmal … unsere Kreditkarten waren in Argentinien ja praktisch wertlos gewesen. Tagelang suchten wir, bis wir einen Automaten fanden, der uns zumindest eine kleine Menge Geld gab. Wie gut, dass wir Bargeldreserven in US-Dollar in Argentinien bereit hatten. Diese lohnen sich eh viel mehr in Argentinien, da man die zu einem viel besseren Kurs als dem offiziellen umtauschen kann und dadurch alles günstiger wird. (Zu unserer Zeit im Januar 2015 bekamen wir statt 8,55 argentinische Peso satte 13,5 argentinische Peso für einen US-Dollar). Die Kreditkarten waren also seit Wochen unbenutzt eher „sicher“ als zugängig irgendwo in den Tiefen unserer Rucksäcke verstaut. Bargeld in US-Dollar war zwar parat, aber mit einer Umtauschmöglichkeit rechneten wir an diesem Ort weniger als mit einem Geldautomaten. Zum Glück hatte Harriet eine Kreditkarte mehr zufällig doch noch in einer Tasche … (Au, man, wir klopften uns an die Stirn – und das uns, nach so vielen neuen Ländern, so einen Unsinn zu verzapfen… )
Da Harriet diejenige mit „der Kreditkarte“ war, tauschten wir die sonst üblichen Rollen und ich blieb bei unseren Rucksäcken und Harriet ging los um das Gelände zu erkunden und Geld zu besorgen.
Nach fast einer Stunde kam Harriet sehr traurig zurück. Das einzige was wie ein Geldautomat aussah war wohl ein Spezieller oder wollte ihr aus unersichtlichen Gründen kein Geld geben. Mit Englisch kam sie nicht weiter, keiner sprach nur ein Wort Englisch und sie wusste nicht, was sie noch machen sollte. Der Laden, der wie eine Wechselstube aussah, war ein Telefonladen, der auch kein Geld tauschen wollte.
Sie war jetzt müde und erschöpft und bat mich weiter zu machen. An einer Ecke hatte sie relativ am Anfang ein Hotel gesehen. Ihre Idee war: Evtl. spricht da ja jemand Englisch und wir bekommen Informationen wo man einen Geldautomaten oder eine Wechselstube findet und evtl. können die einem ja auch erklären, wie man nun zu unserem Hostel kommt.
So ließ ich Harriet, sich auf die Rucksäcke aufpassend, ausruhen und ging durch das Menschengewühl zu dem Hotel. Und damit ging dann endlich alles reibungslos. Zum Glück konnte ich auf Spanisch um Hilfe bitten und fragen ob jemand Englisch sprechen kann. JA, und eine junge nette Dame an der Rezeption sagte mir wo eine Wechselstube ist, und vermittelte uns eine Taxifahrt mit dem Unternehmen, das dem Hotel Sonderpreise gab. Wir sollten nur beide in das Hotel kommen, dann würde sie das Taxi rufen. (Der Preis klang unglaublich verlockend – natürlich taten wir das entsprechend.) Die Wechselstube war unglaublich schwer zu finden. Selbst als ich 8m davor stand, sah ich die noch nicht – erst als ich fast direkt davor stand sah ich die. Die Wechselkurse waren nicht berauschend aber akzeptabel und außerdem brauchten wir ja einfach dringend Geld – da blieb eh wenig Wahl. Dann holte ich Harriet ab, ging mir ihr und unserem  Gepäck zurück zum Hotel und von dort aus wurde uns das versprochene Taxi gerufen. Damit ging es dann zu unserem Hostel und wir waren fast spät abends endlich da. Noch einmal vielen Dank an die liebe Dame an der Rezeption, die ja eigentlich gar nicht für uns zuständig gewesen wäre, weil wir ja keine Hotelgäste waren. Aber zum Glück ist diese eher deutsche Art in Zuständigkeiten zu denken in vielen anderen Ländern nicht so verbreitet. Nach dem Check-In konnten wir unsere Rucksäcke in unserem Zimmer abstellen und uns auf den Weg machen etwas zu essen zu organisieren. Damit sind wir in Santiago de Chile in unserem Hotel doch noch angekommen. Wer hätte es gedacht. Aus 4 Stunden wurden fast 10 und der Notfallschokoriegel kam zum Einsatz…

Mendoza

Mendoza

Der Abschied von Buenos Aires und Flor, unserer Spanischlehrerin, die wir in den ersten zwei und der letzten Woche unseres Sprachkurses wieder hatten, fiel uns doch schwerer als gedacht. Flor ist uns echt ans Herz gewachsen. Auch Buenos Aires ließ uns nicht so einfach los. Komisch. Doch wir freuten uns auch auf Mendoza, dort wo am Fuße der Anden der wohl beste Wein Argentiniens reift.

Wir recherchierten lange im Internet, da es in Argentinien unzählige Busgesellschaften gibt, die unterschiedlichen Service anbieten, der uns zu Anfang nichts sagte. „cama“? „semi-cama“? „mit oder ohne Service“? Was beinhaltet dieser „Service“? Wir entschieden uns, mit Andesmar zu fahren, die zweitbeste Firma der Region (noch besser und auch teurer ist nur Chevalier, wenn die Aussagen aus einem Blog stimmen, den wir lasen). Mit dem Nachtbus ging es los. Wir hatten „Semi-cama executive“.
cama = Vollbett
semi-cama = Sitz mit Fußstütze, Rückenlehne „nur“ 140° nach hinten verstellbar
Semi-cama executive = Sitz mit Beinauflage, Rückenlehne ca. 160° nach hinten verstellbar

Argentinische Busse sind weithin bekannt für ihren hohen Komfort. Kein Vergleich zu den Bussen in denen wir z.B. auf den Philippinen oder Indonesien gefahren sind. Da weiß man den Luxus erst so richtig zu schätzen. Wir stellten fest, dass es für einen Argentinier schwer vorstellbar ist, viele Stunden in einem Bus zu sitzen und sich nicht einmal auf gut gepolsterten breiten Sitzen hinlegen zu können. Wenn ich da an die vergleichsweise sehr harten Sitze in den Greyhound-Bussen in den USA denke, die wir im Asien-Vergleich bereits als Luxus empfanden … Nun ja, Greyhoundbusse haben einen Vorteil, den bisher kein anderes Busunternehmen hatte: Eine Steckdose am Sitzplatz, wo man sein Mobiltelefon aufladen kann. Das hat bisher sonst noch keiner geboten – sonst aber ist Greyhound definitiv kein wirklich bequemes Reisen. Den Vergleich mit unseren argentinischen Bussen – wow … allerdings haben die toll aussehenden Kunstlederbezüge den Nachteil, dass man darauf schwitzt. Nie ist was perfekt auf der Welt *Augenzwinker*

Zur Unterhaltung gab es englischsprachige Filme *jippi*, eine kuschelige Zudecke und ein Kissen. Gegen 22 Uhr wurde ein lecker heißes Abendbrot serviert, Wein wurde ausgeschenkt und so schlummerten wir selig durch die störungsfreie Nacht. Das Frühstück am Morgen war zwar echt dürftig (3 Kekse), aber es gab immerhin einen heißen Kaffee oder Tee. Ankunftzeit in Mendoza war gegen 10 Uhr. Unsere Essensvorräte waren Dank des Services kaum angerührt.

In Mendoza hatten wir erst mal mit der Höhe zu kämpfen. Von monatelangem Leben auf null Höhenmeter auf nun 840 m in einer Nacht ging echt auf den Kreislauf. Auch die drückende Wärme ließ uns in den ersten 2 Tagen nur von einer schattigen Parkbank zur nächsten schleichen. Zum Glück ist Mendoza reichlich bestückt mit Parks und Bänken, sodass wir immer ein schattiges Plätzchen fanden. Wieder einmal machten sich unsere in Australien gekauften Trinkbeutel bezahlt.

Weintour

Natürlich darf in Mendoza eine Weintour nicht fehlen. Hauptsächlich 2 Wege führen hier zu den Weingütern, die eher um das 15 km entfernten Maipu angesiedelt sind. Entweder man leiht sich ein Fahrrad und radelt von einer Winzerei zur nächsten oder man macht eine teurere Weintour. Aufgrund unserer noch vorhandenen Trägheit entschieden wir uns für eine geführte Tour. Wir fuhren mit der Firma Wanka, die eine der günstigeren Touranbieter war, die wir fanden. Im Weintour-Bus wurde allerdings alles nur auf Spanisch erzählt. Bei den Winzern selbst bekamen wir dann eine Tour auf Englisch durch die Winzerei. Das wurde uns aber im Vorfeld gesagt, sodass wir keine unschöne Überraschung erlitten. Das passte uns, denn die unzähligen Weinanbauflächen können wir auch ohne Sprachkenntnisse sehen und so versiert sind wir auch nicht in der argentinischen Weinkultur, dass es uns wichtig wäre, zu wissen, an wessen Weingut wir vorbei fahren. Gesagt – getan, noch am gleichen Tag ging es los. Wir buchten auch gleich eine Bergtour „Alta Montana“, die dann auch mit Englisch sprechendem Guide am Folgetag sein soll. Auf der Weintour stellten wir schnell fest, dass wir die einzigsten 2 Personen waren, die eine Führung in Englisch brauchen. Wir waren gespannt.

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Wir besuchten 2 Weingüter und ein Unternehmen für allerlei Produkte aus Oliven. Zuerst waren die Oliven dran.

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Bild an einer Wand der Olivenfarm

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die Besitzerin erklärt in der Abfüllanlage

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Verkostung

Durch die stille kleine Produktionsanlage wurden wir durchgeführt und es wurde viel erklärt. Die Besitzerin sprach zuerst in Spanisch und dann in Englisch. So erkannten wir auch schon im Spanischen einiges und konnten im Englischen feststellen, ob wir es richtig gehört haben. So stellten wir auch manchmal fest, dass Kleinigkeiten im Englischen weg gelassen wurde. Zum Ende der Führung konnte man sich noch nach Herzenslust mit Olivenlotion einschmieren und Brot mit unterschiedlichen Olivenölen oder Olivenpasten probieren. Lecker und eine gute Grundlage für das Folgende…die Weinproben.

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Im ersten Weingut kamen wir an und es war ein echt klasse Weingut. Sehr auf Qualität bedacht, Lagerung des Weines noch in echten Holzfässern mit echtem Korkverschluss aus Portugal. Da sich die Englisch sprechenden Besucher in unserer Gruppe nicht vermehrt haben, bekamen wir unsere eigene Führung. Eine Engländerin aus einer anderen Gruppe wurde noch dazu gebracht aber das war’s auch. 3 Leute statt 20 in einer Gruppe. Klasse. Auch der Wein (ausschließlich Rotwein) war sehr lecker, sehr aromatisch doch für uns Budget-Reisende oberhalb unserer Grenze dessen was im Budget drin ist. Und wie immer lohnt es sich erst ab einem Karton mit 6 Flaschen. Und damit können wir Rucksackreisende echt nix anfangen. Also bedankten wir uns herzlich und kauften nichts.

Gut angeheitert ging es ins 2. Weingut.
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ein typischer Arbeitsplatz; man beachte die Gummistiefel unter dem TIsch

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Das Originalauto des italienischen Besitzers.

In diesem Weingut  gilt nicht so sehr die Reinheit als Qualitätskriterium sondern der Geschmack. Da wird auch gern mal Zuckercoleur hinzugefügt, damit der Wein ordentlich Alkohol produziert. Wieder erhielten wir unsere eigene Führung, die uns aber eher wenig gefallen hat. Wir wurden im Affentempo durch die Anlagen geführt, um am Ende selbst abgefüllt zu werden. Hier floss der Wein gut. Am Ende haben wir aber doch 2 Flaschen gekauft (einen Weißen für mich und einen fast Braunen für Wolfgang). Die Farbe des braunen Weines widerspricht sich mit allem, was wir gelernt haben, was Wein haben bzw. nicht haben sollte. Doch geschmeckt hat er trotzdem und bezahlbar war er auch.

Nachdem jeder ordentlich gebechert hatte, lief auch die Verständigung im Bus deutlich einfacher *hihi*
Noch eine Besichtigung eines kleinen Bauernhofs, der überteuerte Produkte anbot und dann ging es zurück nach Mendoza, wo wir (fast) zum Hostel gebracht wurden. 1 Block mussten wir laufen, da unser Hostel in einer Einbahnstraße liegt, die für den Fahrer nicht passend war. Also gab es auch kein Trinkgeld.

Alta Montaña

Am nächsten Morgen wurden wir pünktlich 7:30 Uhr direkt vor dem Hostel abgeholt. Es war der gleiche Fahrer. Ein paar Argentinier erkannten wir aus der Weintour wieder, die nun mit uns in die Berge fahren wollten. Die Tourführerin sprach Spanisch und Englisch. Wieder waren wir die einzigen 2, die Englisch brauchten. Auf 4200 m sollte es nun gehen. Etwas Bammel hatten wir schon, denn so sehr gut ging es uns in Mendoza ja auch nicht und das waren nur knapp 1000 m. Auch gingen wir nicht davon aus, dass sie Medikamente und Sauerstoff im Bus für den Fall einer Höhenkrankheit haben würden. Doch unsere Sorge sollte eh unbegründet bleiben.

Wir besichtigen zuerst das für Mendoza lebenswichtige Wasserreservoir auf 1300 m. Im Winter und in der Schmelzzeit füllt es sich mit Wasser, wovon die Menschen in Mendoza das restliche halbe Jahr ihr Wasser bekommen. Hätte es das nicht, wäre Mendoza eine Wüstenstadt und die Leute hätten nichts zu trinken. Hier erfuhren wir auch, dass das Kanalsystem, mit dem in Mendoza die Bäume am Straßenrand und die Weingüter versorgt werden im Prinzip das Gleiche ist, das vor hunderten von Jahren die Inkas angelegt haben. Eben heute nur moderner und größer – aber das gleiche Prinzip.
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das Wasserreservoir

Dann ging es immer weiter hoch bis zu dem Punkt auf 4200 m. Unser Fahrer zeigte enorme Fahrsicherheit auf der steinig-sandigen, schmalen und steilen Serpentinenstraße mit vielen engen Kurven, der Abhang immer nur eine Reifenbreite entfernt.
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Kein Wunder, dass dieses Ziel bei vielen Anbietern wetterabhängig angefahren wird. Der argentinische Sommer ist für diese Region Nebensaison. Voll wird es, wenn Schnee liegt und alle zum Skifahren kommen. Dann ist aber die Zufahrt zum Gipfel gesperrt.

Am Gipfel des Berges angekommen steht man genau auf der Grenze zwischen Argentinien und Chile.
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Beide Länderflaggen und eine Jesusstatue symbolisiert die Verbundenheit und die Friedlichkeit der Länder. Viele Menschen freuten sich, es hoch geschafft zu haben. Viele Motorradfahrer fotografierten sich gegenseitig mit ihren Nationalflaggen, umarmen sich.
Es war echt kalt und wir freuten uns über unsere Zwiebelschicht an Klamotten. Nur im Schneckentempo konnten wir uns bewegen, denn die Luft war spürbar dünn. Jede körperliche Anstrengung artete in eine deutlich vertiefte Atmung aus. Ein kräftiger Wind fegte über die Plattform, wo wir mal nach Argentinien, mal nach Chile sehen konnte.

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Blick nach Argentinien

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Blick nach Chile

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Auch unserem Auto merkte man die anstrengende Auffahrt an und wurde am Gipfel gut gekühlt.

Und dann passierte es… Ich war dabei, Conny und die Welt für ein Foto zu halten, als eine Windböhe mir die Welt aus den Händen riss. Jegliches wieder einfangen war zwecklos.

Die Welt ist verloren.
Die Welt ging verloren an der Grenze zwischen Argentinen und Chile.

Nach über 1 Jahr Reise mit uns um die echte Welt flog unsere liebgewonnene aufblasbare Welt nun alleine davon. Das war ein sehr trauriger Moment. Wir hoffen (etwas unrealistisch, aber das macht ja nichts), sie flog gut bergab weit davon, ein Kind hat sie gefunden und freut sich über sie. Die Vorstellung, dass unsere Welt die schöne Landschaft vermüllen könnte, gefällt uns schließlich gar nicht. Mal sehen, ob wir einen Ersatz in einem Spieleladen am Meer in Chile finden. In Deutschland wüssten wir, dass wir für z.B. bei ebay für ein paar Euro schnell Ersatz bekommen könnten.

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Hier ein letztes Bild von unserer Welt. Nun muss Conny alleine posen.

Auf dem Rückweg schauten wir uns noch die „Inca-Brücke“ in Puente del Inca an. Der Fluss transportiert unzählige schwefelhaltige Sedimente, die sich auf alles ablagern, was sich im Wasser befindet. Diese Hausruine war mal ein Hotel, doch es ist inzwischen zu gefährlich sie auch nur betreten. Irgendwann wird der Fluss das ehemalige Hotel komplett überzogen haben.

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Wie das aussieht, wenn Objekte nur 15 Tage im Wasser verweilen, haben wir hier versucht, auf folgenden Bildern fest zu halten.

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Flaschen, Getränkedosen und einen Locher

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ein „normaler“ Arbeitshandschuh – jetzt wohl nicht mehr zu gebrauchen

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eine Schirmmütze, das Verstellband für die Größe hat sich freigebröselt

Dank der Empfehlung unseres Hostel-Vermieters packten wir ein gutes Picknick ein, sodass wir das teure und wenig leckere Imbisbudensessen unterwegs nicht essen mussten und verpflegten uns selbst.

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Ein geschlossenes Hotel, was sich nur auf den Skitourismus orientiert.

Zum Abschluss noch ein paar Bilder der Fahrt:

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Reste der Eisenbahnstrecke von Argentinien nach Chile. Sie soll zwar wieder errichtet werden, doch das wird wohl noch länger dauern als der Bau des Berliner Flughafens….

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der höchste Berg Südamerikas

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ein Bus, der wohl schon lange keine Passagiere mehr fährt

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für das Größenverständnis: hier eine massive Eisenbahnbrücke über das aktuell fast trockene  Flussbett

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der  fast trockene Fluss: ich hoffe, ich habe es noch richtig in Erinnerung, aber ich glaube, unsere Reiseführerin sprach von eine Höhe von ca. 30 Meter der dunklen Wand. Kaum vorstellbar, dass das während der Schmelzzeit voll Wasser sein soll.

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In der restlichen Zeit in Mendoza machten wir noch eine Tour mit den für Städte typischen Hop-On Hop-off Bus, aßen unser erstes BBQ – eine „Parillada“. So eine typische argentinische Grillplatte „Parillada“ hat übrigens neben leckeren Steaks auch diverse Innereien. Da sieht man dann Europäer die Nase rümpfen und die nahmen das dann nicht. Nach einem Jahr Weltreise und vielen verwunderlichen Esserfahrungen probierten wir einfach – und es war echt lecker! Da hat so mancher was verpasst!

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So eine Parillada ist eine ausreichende Portion für 2 Personen. Natürlich kommen noch Pommes, Salat und Getränk dazu, damit man nicht hungert. 😉

Ansonsten liefen wir immer wieder gern durch die schöne, idyllische und ruhige Stadt. Mendoza ist eine Stadt mit einer wirklich netten Atmosphäre, die vor allem auch durch die vielen Baum-gesäumten breiten Alleen vermittelt wird. Einfach nett!

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linker Bus = Citytourbus
rechter Bus = „normaler“ Linienbus im Stil einer Cable Car wie in San Francisco

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Allee aus dem Stadtpark raus

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Denkmal zu Ehren von San Martin

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Wolfgang packt den Stier bei den Hörnern am Fuße des Denkmals

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San Martin – seine Nase wurde wohl ganz oft wohl für Glück gerubbelt (wie die Beine des Esels der Skulptur der Bremer Stadtmusikanten).

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Wieder San Martin mit einer uns unbekannten Frau. Hier liegt die Suche des Glücks eindeutig auf der weiblichen Seite *grins*

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eine der vielen schönen Alleen in Mendoza
Natürlich gibt es noch diverse andere Ehrungen des Nationalhelden San Martin. Solange man Argentinien bereist, hat man sowieso den Eindruck, das der überall seinen Fuß hin getan hat und dies bis heute geehrt wird. (Wer schon einmal als Tourist in Weimar war, weiß am Beispiel Goethe in Weimar, was ich mit San Martin in Argentinien meine…) In Mendoza gibt es außer mindestens einem Denkmal sogar eine Kreuzung zweier Straßen mit den Namen San Martin … okay, bei genauem Hinsehen ist die eine dann eine M. de San Martin und da wird seine Tochter Mercedes de San Martin geehrt. 😉 Ok… Wie viele Goethestraßen gibt es in Deutschland? … Am Ende sind wir aber schon ganz stolz, dass bei uns eher Dichter und Komponisten so geehrt werden als militärische Heerführer.

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Iguazu – die Bilder

Liebe Leser,

Den Bericht zu Iguazu findet ihr ja schon in „Zwischenbericht“, wer den Bericht noch nicht gelesen hat: Bitte dort erst mal lesen, damit man weiß, worum es geht.

Ich habe versucht die Bilderzahl zu reduzieren, aber immer wenn ich die Bilder ansehe, kommt wieder dieses Gefühl in mir auf, dass ich so gerne vermitteln würde, wie es war. Dazu gehört auch die Größe des Ganzen usw.
Am liebsten würde ich zu jedem Wasserfallbild ein Bild der Landkarte dazu tun, wo man sieht wo das Bild in welche Richtung aufgenommen wurde … Das wäre so viel Arbeit, das bewältige ich beim Reisen nicht. In mir ist dann bei jedem einzelnen Bild das ich ansehe ein: „Nee, das Bild kannst Du nicht weglassen, dies oder das ist da einfach besser als auf den anderen Bildern“, OK, ich habe von ca. 170 Bildern auf rund 110 reduziert – jetzt bekommt ihr eben alle restlichen zu sehen – ich hoffe meine Onlinekapazität wird davon nicht überlastet, und dass wir weiter bloggen können. (Gedankenpause). Wenn ich mir das selber irgendwann in ein paar Monaten noch einmal anschaue, würde ich bestimmt besser reduzieren können, im Augenblick bin ich emotional aber noch viel zu engagiert. Es sind nicht nur Wasserfallbilder. Es sind immer auch mal andere Bilder dazwischen – ich hoffe, das stört kurz ein bisschen und danach macht es wieder mehr Spaß die Bilder anzusehen – nicht, dass es wie bei einem Diaabend einschläfernd wirkt. Das wäre Schade, denn es war wirklich toll.

Das Panoramabild oben am Anfang versucht schon mal einen Überblick zu verschaffen.
Diese Karte unten ist eine, wie sie auf der argentinischen Seite aushängt. Eine Ähnliche bekommt man auch ausgehändigt. Die gelbliche Linie, die ganz oben bis in die Mitte des Wasserfalls reicht, ist der Weg zum Teufelsschlund, den man links oben sieht.

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Die Brücke die man unten sieht, ist die Grenzbrücke zwischen Argentinien und Brasilien. Dies gehört eigentlich nicht zu den Wasserfällen aber ich hatte ja auch von dem schönen Ausblick berichtet, den wir von unserer Unterkunft aus hatten, und ich wusste nicht, wo das hier hin passt – hier ist es also mal außer der Reihe.

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Im Eingangsbereich findet man auch diesen Relief-Plan mit Blindenschrift (Bild oben). Anfassen kann man das aber nicht, denn es ist unter schützendem Glas. Harriet überlegt: „Wie kann ich das nur berühren?“

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Harriet versucht hier (Bild oben) die Blindenschrift zu tasten, aber das Glas lässt sie nun mal nicht durch.
Lösung ? Noch mal das Bild oben anschauen: Die Glasplatte ist abnehmbar! Wahrscheinlich würden so viele „Sehende“ das Teil im Laufe der Zeit kaputt tasten, dass für wirklich Blinde dann nichts mehr da wäre. Vermutlich muss man nur einmal Bescheid sagen und die Glasplatte ist relativ leicht abzunehmen. Die Blindenschrift konnten wir nicht wissen, ob die nur in spanisch ist, was wir aber vermuten.

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Dies (Bild oben) ist die kleine Schmalspurbahn, mit der man zu den Wasserfällen fährt. Wie im Artikel beschrieben muss man einmal von der einen Bahn in die nächste umsteigen, wenn man zum Teufelsschlund fahren möchte.

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(Bild oben) So schön sieht der Blick in den Dschungel aus, wenn man nicht zu den Wasserfällen schaut.

Ich hatte im Bericht ja geschrieben, dass man kilometerlang über Stege gehen musste, um zum Teufelsschlund zu gelangen: Hier unten also ein paar „Stegbilder“ (Bilder unten):

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(Bilder unten): Die alten Steganlagen, die von der letzten großen Flutwelle mitgerissen wurden, sind zum Teil noch zu sehen *schluck*

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Argentinier, Brasilianer und überhaupt Menschen vieler vor allem südamerikanischer Nationen sieht man diese Wege mit dem üblichen Equipment für Mate-Tee entlang laufen. Einer aus der Familie/Gruppe trägt die Thermoskanne und einer der Anderen läuft mit dem Becher Matetee, der immer wieder weiter gereicht und frisch aufgegossen wird.

Ich habe solche „Sets“ fotografiert, wenn sie gerade ungenutzt irgendwo standen, hier zwei Beispiele. Viele die wir gesehen und nicht fotografiert haben, sind aber durchaus größer und im Sinne von kunstvoller eindrucksvoller gewesen. So Manches  war groß und mit verziertem Leder (Brand-, Schnitz- und Stickmuster/-bilder) viel eindrucksvoller gestaltet, als dieses Beispiel hier unten:

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Wir haben uns selbst zu Weihnachten übrigens auch Tee+Becher+Trinkhalm geschenkt:

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Ein paar „Schilder-Bilder“ die ich  auf dem Weg gemacht habe will ich unseren Lesern auch nicht vorenthalten (Bilder unten) :

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Brasilianisches Schild zu den Coaties (=Nasenbären)

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Als wir dies fotografiert haben, hatten wir keine Ahnung was auf dem Schild oben steht … Aber Harriet sieht in diesem Spiegelbild wie immer gut aus .-)
Inzwischen können wir das Schild etwas frei übersetzen: „Weißt Du, wer für die Erhaltung des Parks verantwortlich ist? Öffne und schau hinein, da ist die Antwort.“
Und da schaut Harriet nun mal in den Spiegel.
*grins* Okay, jetzt wissen wir’s: Harriet ist verantwortlich für die Erhaltung des Nationalparks. 😉

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Und hier sind nun Bilder vom Teufelsschlund:

 

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Der Teufelsschlund hinter uns – je näher man kommt, desto nasser wird das Vergnügen…
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Das Bild unten ist mal ein möglicher Blick nach links von der Aussichtsplattform aus in Richtung brasilianische Seite. Wer ganz genau schaut (auf den Bildern in diese Richtung), erkennt evtl. die Aussichtsplattform mit winzigen Menschen, oder den größeren mehrstöckigen Aussichtsturm. Mit dieser Vorstellung bekommt man evtl. auch eine Idee, von der Größe und den Ausmaßen … es ist groß !
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(Bild unten): So schaut man vom Teufelsschlund aus die Flussrichtung des Iguazu entlang. Durch den Dunst sieht man weiter hinten kaum, dass es quasi noch einmal links abgeht, wo noch mehr Wasserfälle hinter und um die „Insel“ zu sehen sind. Rechts auf diesem Bild ist die brasilianische Seite.

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(Bild unten): Ein bisschen Schwenk rechts  – wieder mehr brasilianische Seite zu sehen und ein Teil des Teufelsschlundes. Wenn man da steht, hört man das Wasser grollen, brüllen – ich weiß nicht wie ich es in Worte fassen soll. Es ist laut, aber kein Radau, obwohl ich brüllen doch als die beste Wortbeschreibung für dieses Geräusch der Wassermassen finde . Wie auch immer, wenn man da steht, muss man schon beim Versuch sich zu verständigen sehr laut werden!
Und man wird nass – stetig mehr. Und die Linse ist auch ständig vollgeträufelt. Scharfe Bilder sind da nicht zu erwarten.

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(Bild unten): Schwenk noch ein wenig mehr in Richtung Flussaufwärts zum Teufelsschlund:

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(Bild unten):  Noch einmal der Blick den langen Fluss entlang. Das ruhige Wasser links unten in  der Ecke ist übrigens auch einer der vielen Wasserfälle, kurz bevor er in die Tiefe stürzt.

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(Bild unten): Harriet erfreut sich an den vielen Wassertropfen auf der Linse.

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(Bild unten): Und dann war jemand so nett und hat uns zusammen fotografiert. Unsere Kamera macht im starken Weitwinkel manchmal dunkle Ecken – in diesem Fall ist es klar der Sonnenschutz, der als Wasserfall-Tropfen-Schutz funktionierte. den man sieht. Viel Sonne hatten wir ja hier leider noch nicht.

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Bei diesem Blick in Richtung brasilianische Seite (unten) sieht man die Höhe der Wasserfälle noch einmal gut, und wie wirklich überall irgendetwas an Wasserfällen zu sehen ist, was einzeln bereits spektakulär wäre:

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(Bild unten): Mein langer Arm 😉

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(Bild unten): Und hier noch einmal im Superweitwinkel mit Regenbogen Blickrichtung Flussabwärts. Auch hier sieht man weit hinten die Abbiegung links nicht wirklich.

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Und weil’s so schön war, uns noch einmal im Sonnenschein 😉
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Ortswechsel: Weg vom Teufelsschlund, hin zu den anderen Winkeln:

(Bild unten): Noch einmal die Karte:

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Bis eben waren wir noch auf dem aller-obersten Weg  (oben auf der Landkarte gelb ganz ganz oben zu sehen – nicht mit dem z.Zt.  gesperrten gelben Weg auf der Insel verwechseln)
Jetzt wechseln wir langsam vom oberen Weg auf den mittleren Weg (auf Karte rötlich), das sind alle Bilder, wo man die Wasserfälle „von oben“ sieht, und dann zum unteren Weg (auf Karte bläulich) wo man die Wasserfälle von seitlich sieht).

(Bild unten):  Auf diesem Bild waren wir irgendwo auf dem mittleren (rötlichen) Weg und gingen weiter um dann einige dieser Wasserfälle von oben zu sehen:

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(Bild unten): Von einer Brücke aus fotografiere ich gerade einen dieser vielen „kleinen“ Seitenarme, die an der Kante weiter vorne zu einem der vielen Wasserfälle werden:

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(Bild unten): Wasserfälle auf der anderen Seite der „Insel“

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(Noch mal zum Bild oben): Auf ungefähr einem viertel der Höhe der Wasserfälle sieht man eine Kante. Auf Höhe der Kante habe ich mit einem Baumast die Aussichtsplattform verdeckt, die man gleich auf den Bildern unten sieht.
(Bild unten): Hier die oben angesprochene Aussichtsplattform, wo man einem dieser Wasserfälle von etwas mittlerer Höhe etwas näher kommen kann:

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(Bild unten): Und dort war mal wieder jemand so nett und hat uns zusammen fotografiert:

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(Bild unten): Ein wenig zurück gegangen. Rechts sieht man Menschen stehen, wo wir auf dem Bild oben gerade auch noch gestanden haben.

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(Bild unten): Den Weg etwas weiter gegangen noch einmal ein paar Wasserfälle, die einem hier als klein erscheinen, dabei sind die wahrscheinlich auch ca. 60-80 m hoch und würden woanders alleine bereits Menschen anlocken … das muss man sich vor Ort immer wieder bewusst machen, denn bei den vielen und allen hohen und oft breiten Wasserfällen wirken einige hier vergleichsweise klein und man verliert sonst leicht den Vergleich mit dem, was woanders auf der Welt bereits imposant einzeln wäre …

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Dieser „kleine“ Wasserfall hat unten ein Becken, wo man früher wohl auch baden gehen durfte.

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(Bild unten): Hier dieses „Becken“ von dem ich oben schrieb.

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(Bild unten): Ein anderer Weg und eine weitere Aussichtsplattform

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(Bild unten): Hier gehen wir einen Weg hinunter, um mit einem Boot zu den Wasserfällen zu fahren: (Bootbilder später).

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(Bild unten): So kann man von etwas entfernt aber eben vom Winkel her etwas mehr von unten andere Perspektiven gewinnen.

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(Bild unten): Apropos Perspektivwechsel: Hier ist nun der quasi entgegengesetzte Blick zu den Bildern oben wo wir von der Teufelsschlucht flussabwärts geschaut hatten und ich schrieb, dass man die „Abbiegung“ kaum sieht. Jetzt Blickrichtung den Iguazu in Richtung Teufelsschlund herauf, genau wo der Iguazu eben auch von rechts kommt und man diesmal diese „Abzweigung“ besser sieht. Die brasilianische Seite ist jetzt entsprechend links. Hier ist auf ca. 1/4 der Höhe das zu sehen, was ich später „Becken“ nennen werde. Hier führt auf der brasilianischen Seite ein Steg zu einer Aussichtsplattform die hier verschwindend klein ist und also noch nicht zu sehen ist (kommt später):

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(Bild unten): Und noch einmal „Apropos andere Perspektiven“: Hier ein Blick von der brasilianischen Seite links noch nicht ganz der Teufelsschlund Blick zu sehen, weiter nach rechts über die „Insel“ hinweg wo man auch Wasserfälle sieht, bis man ganz rechts bereits die ersten der Wasserfälle sieht, die auf den Bildern oben dargestellt wurden: Man ist hier eben auch in der Nähe der Abzweigung, von der ich immer wieder spreche und könnte sie sehen, wenn man hier direkt nach unten schauen könnte.

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(Bild unten): Man geht auf der brasilianischen Seite einen Weg entlang, der einen immer näher in Richtung Teufelsschlund bringt. Dabei kann man etwas besser die argentinische Seite überblicken. Auf dem Bild unten sieht man weit entfernt unten auf dem Bild auch die Aussichtsplattform auf der brasilianischen Seite.

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(Bild unten): Auf diesem Weg etwas weiter gegangen ist die Sichtweise bereits etwas tiefer, und man sieht bereits den Steg zur Aussichtsplattform auf dem „Becken“.

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(Bild unten): Und weiter den Weg. Hier das „Becken“ das man von der argentinischen Seite bereits sehen konnte, wo eben der Weg zur Aussichtsplattform hinüber führt.

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(Bild unten): Bereits auf diesem Weg wird es immer voller und enger

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(Bild unten): Von diesem Weg aus ein Blick nach rechts flussabwärts – wieder kaum zu sehen weit hinten, wo die Iguazu Abzweigung von links hinter der Insel hervor kommen würde.

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(Bild unten): Noch mal näher herangezoomt

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(Bild unten): Bild schwenk nach links in Richtung Teufelsschlund

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(Bild unten): Etwas näher an den „kleinen“ Wasserfällen, die das „Becken“ füllen. Harriet macht ein Bild mit der Smartfonekamera.

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(Bilder unten): Und noch etwas näher …

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(Bild unten): Also, wenn man das so sieht, dann ist so ein „kleiner“ Wasserfall auch nicht breiter als Harriets arme Arme sich ausbreiten können. (Die hier in der Näher beinahe aller Wasserfälle herum fliegenden Vögel sind so klein, die kann man kaum sehen.)

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(Bild unten): Auch ein Blick von der brasilianischen Seite:

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(Bild unten):  Argentinische Seite … ganz ganz hinten sind die Wasserfälle der brasilianischen Seite zu sehen wo wir eben waren. Das macht hoffentlich noch einmal die Ausdehnungen und Größen des Ganzen deutlich.

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(Bild unten): Gleiche Ecke, Blick etwas nach rechts: Hier sind wir also ungefähr.

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(Bild unten): Kleines Beispiel, wie nass man wird.  All das Wasser erwischt einen in der Nähe diverser Wasserfälle, wie durch einen gigantischen Zerstäuber, der einen langsam aber kontinuierlich definitiv total durchweicht:

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(Bild unten): Und damit noch mal ein Bild von uns (Diesmal wieder auf der brasilianischen Seite)

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Apropos durchnässt: Themenwechsel:

Die Bootsfahrt

Wir haben uns eine Fahrt mit einem dieser stark motorisierten Schlauchboote gegönnt. Nicht ganz billig, aber wer andere Blogs und Beschreibungen liest weiß: Genau diese Bootsfahrt gönnt man sich, die teureren Erweiterungen mit weiteren Fahrten sind ihr Geld nicht wert. Diese Fahrt einmal durch (ja, richtig gehört durch = unter einen Wasserfall) ist zwar teuer und deshalb macht man sie auch nicht öfter als einmal, aber das eine Mal gönnt man sich. (Schade, wäre es günstiger, ich glaube wir hätten uns den Spaß auch mehrmals gegönnt.)
Bilder und auch Film von der Fahrt kann man leider nur zeigen, solange man nicht unter dem Wasserfall ist. Sobald man darunter ist, sieht man nur noch Wasser. Es stürzen unglaubliche Wassermassen auf einen ein und man bekommt fast genauso schlecht Luft, als ob man ganz unter Wasser wäre. Das Wasser ist ja nicht so kalt wie in Deutschland und das Gefühl in diesem Augenblick ist kaum beschreiblich . Wahrscheinlich Adrenalin. Direkt danach ist man überglücklich und alle an Bord jauchzen und jubeln – es ist irre. Und wirklich man fühlt sich stärker durchweicht, als ob man direkt mit all seinen Sachen in einen See gesprungen wäre und gebadet hätte. (Ersatzkleidung blieb trocken in einem wasserdichten Beutel wirklich ausreichender Größe, den man ausgehändigt bekommt.)

(Bild unten): Hier sieht man uns auf dem Boot.

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(Bild unten): Harriet tut ängstlich *grins und augenzwinker*

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(Bild unten):
Der Wasserfall, den man an der Kante von der Seite sieht, sollte unsere erste Wasserfallfahrt werden. (Es sind also nicht die ganz hohen Wasserfälle, aber das ist sicher auch gut so.)

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(Bild unten): Ein anderes solches Boot, das ich von der brasilianischen Seite aus aufgenommen hab, wo es gerade unter den Wasserfall fährt, wie wir es auch hatten:

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Somit habe ich also hoffentlich einen geschickten Übergang zurück zu der brasilianischen Seite gefunden.

Themenwechsel

Dies ist die Schlange, von der wir im Bericht geschrieben haben (brasilianische Seite). Hier wartet man darauf in einen Bus steigen zu können, der einen zum Ausgang bringt.

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Apropos Schlange … nächster Themenwechsel

Tierbilder / Bilder von Lebewesen:

Diverse Lebewesen haben wir auch gesehen: Die Gefährlichsten kommen am Schluss:

(Bild unten): Ist diese Liane nicht toll um diesen Baum gewachsen:

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(Bild unten): Diesem Fisch hätte ich so gerne ein warmes Plätzchen in unserer Pfanne am Abend gegönnt. Leider aber fehlte Angelequipment und vor allem die Angelerlaubnis im Nationalpark / Naturschutzgebiet… 😉

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(Bild unten): In diesem Baum balancieren kleine Äffchen

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(Bild unten): Ein Nasenbär im Zug – die sind soo possierlich, bis den Touristen klar wird, dass diese Tierchen an das Essen wollen, das man mit hat.

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(Bilder unten): Schmetterlinge … die schönsten bekommt man im Flug nur zu sehen und kaum auf ein Bild gebannt …

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(Bild unten:) Was hier wie viele kleine welke Blätter aussieht sind auch Schmetterlinge

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(Bilder unten): Vögel. Gleiches Problem … Viele bekommt man im Flug mit dem hellen Himmel als Hintergrund nur als dunkle Silhouetten auf ein Bild.
(Bild unten:) Dieser Tucan war mir eine besondere Freude ein Bild machen zu können 🙂

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Nette kleine Echsen:

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Ein Spinnennetz – leider fehlt der Größenvergleich – es war groß.

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Bilder unten: Leider weißt ich nicht, wie diese Tiere heißen:

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Auf diesem Bild versteckt sich ein tierisches Lebewesen, das der aufmerksame Leser bereits kennt – ist aber schwer zu sehen – dafür dann um so beeindruckender:

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Hier unten noch einmal etwas herangezoomt … dieses possierliche Wesen läuft auch hinter den Wasserfällen durch (Ja, es ist einer unserer possierlichen Nasenbären):

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Jetzt kommen die wirklich gefährlichen Lebewesen …

 

Zu meiner Schande muss ich zugeben,

dass Harriet die gesehen und fotografiert hat

obwohl sie direkt links über uns waren,

(während ich total damit beschäftigt war dem Nasenbär oben dabei zu zu sehen, wie er am glitschigen Steilhang hinter und neben dem Wasserfall entlang balancierte …)

 

Aber Harriet ließ sich wenig beeindrucken und beherzt machte Sie Bilder von diesen,
besonders für die männliche Sorte Spezies Mensch,
gefährlichen Lebewesen.

 

Als sie mich darauf aufmerksam machte, verschlug es mir die Sprache *Augenzwinker*

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Jetzt kommt ein abrupter und harter Themenwechsel innerhalb der Bilder mit Lebewesen, wo ich nicht weiß, wie ich den hin bekommen soll ….
Denn jetzt wird es wirklich sehr nett und freundlich:

Die beiden Hunde unserer Vermieter waren total lieb und süß und wir haben stundenlang mit ihnen immer wieder gespielt – und die Tochter des Vermieters, die auf diesem Bild im Garten unserer Unterkunft arbeitet, saß dann meist neben uns und die Unterhaltungen waren auch einfach total nett und schön:

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Zwischenbericht

Zwischenbericht

und

Iguazu -Vorabveröffentlichung

Bereits am 27.12.2014 hatte ich unten stehenden Text geschrieben. Tja, nächster Schritt ist Bilder heraussuchen und das Beides zusammen bringen. Da wird dann ggf. der Text noch mal angepasst usw.

Heute am 15.01.2015 hab ich nun endlich geschafft die fast 1700 Bilder, die wir bei Iguazu gemacht haben, durch zu sehen und zu sammeln, was in den Blog sollte. Ergebnis: Nur noch 170 Bilder *Schluck* … Nun, ich werde mich da wohl noch einmal dran machen müssen und kräftig reduzieren!
Es wird diesen Artikel also noch ein zweites Mal geben: Dann, wenn ich dazu gekommen bin einen richtigen Beitrag „Iguazu“ ins Netz stellen wird der mit genau diesem Namen erscheinen.
Dieser Artikel hier ist roh (mir fällt gerade ein: ich hab nicht mal die Rechtschreibkontrolle durchlaufen lassen .. öhm.. ) und soll nur mal wieder ein wenig aktuelle Info „rüber bringen“.

Inzwischen hat sich ja auch noch viel mehr getan. Wir sind nicht nur von Iguazu zurück nach Buenos Aires geflogen. In Buenos Aires haben wir Silvester erlebt. Das war schön.

Von Buenos Aires sind wir nach Mendoza gefahren. Hier haben wir Weinbauern und Winzerein besucht und Weinproben mitgemacht. Außerdem waren wir auf 4200 Meter Höhe an einem Christusmonument das dem aus Rio de Janeiro entsprechen soll und als Friedenssymbol genau auf der Grenze zwischen Argentinien und Chile steht.

Eine Woche Sprachschule haben wir in Buenos Aires noch gemacht. Wir wollten ja die Vergangenheit bilden können. Alle mühsam gelernten Verben bekommen da noch mal wieder für jeweils jedes Pronomen eine andere Endung …. und wieder sind viele unregelmäßig und nur weil vorher etwas unregelmäßig war, heißt das nicht, dass das in der Vergangenheit auch so ist … puh, es ist echt viel …
Richtig frei sprechen können wir immer noch nicht. Wir bemühen uns, und von den Einheimischen wird dafür viel Entgegenkommen gezeigt und von einigen sogar hilfreich freundlich korrigiert. Die richtige Endung eines Verbes zu nutzen und dann noch den richtigen Satzbau mit dem richtigen Geschlecht zu nutzen … puhh … das ist echt ganz schön schwer und gelingt uns selten im Ganzen richtig. Irgendwas ist immer irgendwie verkehrt. Ich versuche mich nicht dran zu stören und trotzdem so viel wie möglich (eben nur teilweise richtig) zu sprechen und aus den Fehlern zu lernen. Aber frustrierend ist das schon. Und immer wenn ich einen Haufen neue Worte gelernt habe, kommt bestimmt eine Situation, wo ich eines der Worte brauche, die ich letzte Woche gelernt habe, und mir fallen nur noch alle anderen Worte ein, aber nicht das, was ich gerade jetzt brauche … dabei ist es in meinem Hinterkopf ..

Morgen geht es dann recht früh mit dem Bus los nach Santiago de Chile, und dann nach Valparaiso …
Soweit also mal eine kurze Meldung von uns.

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Und nun ein Roh-Artikel mit nur diesem einen folgenden Bild von den Iguazu-Wasserfällen:

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######## Einstimmungsbild Iguazu

Wer einmal Weihnachten etwas total Besonderes erleben möchte, der sollte sich die Iguazu Wasserfälle zu Weihnachten ansehen. Nein, Weihnachtsatmosphäre kommt definitiv gar keine herüber. Null, Zero, Nada, Rien, Nothing! Aber es ist definitiv etwas total Besonderes. OK, es würde zu jeder Zeit etwas total Besonderes sein, aber wir hatten es nun mal zu Weihnachten. Und Weihnachten soll ja schon besonders sein, oder?

Am 24.12. kamen wir hier an. Unsere Unterkunft hatte einen wunderschönen Ausblick auf den Dschungel und den Grenzfluss Iguazu (nach dem die Wasserfälle benannt sind) zwischen Argentinien und Brasilien (hier im Dreiländereck mit Paraguay).

######### Bild Brücke

Anfangs wunderten wir uns, woher die vielen Knallgeräusche herkommen, dann realisierten wir, dass hier zu Weihnachten Knaller und Feuerwerk angesagt sind. Besonders schön war das für uns pünktlich ab 23:00Uhr, weil da auf der brasilianischen Seite Mitternacht war und wir die vielen Raketenfeuerwerke so schön auf der anderen Seite sehen konnten. Weihnachten einmal anders. Auch schön.

Am nächsten Tag ging es dann los. Die Wettervorhersage hatte zwar für alle Tage Gewitter angesagt, es war aber nur ein wenig bedeckt. Mit dem Bus fuhren wir von dem Ort Puerto de Iguazu zu dem Nationalpark. Und dann ging es mit zwei kleinen Zügen (Schmalspur) (Umsteigen und ca. 30 Minuten Wartezeit), zum Teufelsschlund. Wir hatten großes Glück, den der Teufelsschlund war gerade erst seit drei Tagen wieder zugelassen. Im Juni gab es am Fluss ein Rekordhochwasser, das hatte große Teile von den Wegen zum Teufelsschlund weggerissen. Wir konnten jetzt aber wieder hin. Nachteil: Weihnachten, Weg wieder zugelassen … das heißt: Es war recht voll (darum auch die 30 Minuten Wartezeit beim Zug, wir konnten nicht mit dem ersten mitfahren)….

###### Bild Nasenbär

In der Wartezeit konnte man beobachten, wie sich Touristen und diese Nasenbären gegenseitig das Leben schwer machten. Wir hatten im Vorfeld darüber gelesen und versuchten uns beobachtend dezent im Hintergrund zu halten. Wenn man die ersten dieser Tiere sieht, denkt man unwillkürlich:“Oh wie possierlich, schön ..“, und damit beginnt das Problem. Viele wollen sie streicheln oder locken sie mit Kleinigkeiten zu Essen an. Das finden die Tiere natürlich toll. Und am Umsteigebahnhof warten schon ganz viele von denen und wollen Futter. Das wollen die sich im Zweifelsfall auch aus den Taschen heraus stibitzen. Zack, und schon sind sie gar nicht mehr possierlich, sondern ein Ärgernis, das viele Touristen nun versuchen zu verscheuchen. Die Nasenbären wollen sich aber vom Futter nicht gerne verscheuchen lassen. Kurz gesagt, die Stimmung wird agressiver. Die Touristen haben Futter in ihren Taschen, das die Tiere gerne haben wollen, die Touristen wollen das aber auf einmal nicht mehr her geben … Dann sieht man auch langsam die Warnschilder mit anderen Augen, dass diese Tiere und auch die Affen in der Gegend agressiv werden können. Sie kratzen und beißen zum Teil. Und eigentlich will man ihre Krallen und Zähne ja nicht in Arm oder Bein haben. Tja, vorbei ist mit „possierlich“. Süß aussehen tun sie trotzdem:

######### Bild von so einem Nasenbären

Wir möchten hier ja auch immer ein wenig versuchen die Gefühle herüber zu bringen, die uns so bewegt haben. Dafür muss ich jetzt einmal kurz ausholen und über unsere bisherigen Wasserfallerfahrungen und unsere Erwartungen bei diesen Wasserfällen schreiben. Um dann wieder zu den Iguazu Wasserfällen zurück zu kommen.

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Insbesondere in Australien um Cairnes herum sind wir zu einigen Wasserfällen hingefahren, wobei man bei einigen sogar baden durfte. Schon ein schönes Erlebnis. Ein „Boa“ „Wow“ war das aber nicht. Schon ein „Toll“, aber eben nichts, was uns nachhaltig tief beeindruckt hat. Die eine kleine Süßwasserschildkröte, die uns in dem einen Becken in dem wir badeten anschaute, bleibt uns wohl intensiver in Erinnerung.

Die Niagara Fälle waren ein Erlebnis, das beeindruckend war. Dort habe ich auch zum ersten Mal verstanden, warum es Niagarafälle und nicht Niagarafall heißt. Es sind nämlich wirklich zwei größere Wasserfälle. Schon von Weitem hörte man das Grollen der Wassermassen. Und ja, das war insbesondere von der Nähe beeindruckend! Es ist schwer zu beschreiben, aber Wasser hat auf jeden Menschen ja sowieso immer einen besonderen Effekt. Angefangen, wenn man an einer Küste/Strand/Deich sitzt und auf das Meer schaut – irgendwie beruhigend … wenn man Flüsse sieht, die auf einen zu oder von einem weg fließen, es bewirkt etwas in einem, dieses zu beobachten. Und nun hat man auf einmal riesen große Wassermassen, die mit unglaublicher Macht und Wucht und doch so kontinuierlich beharrlich ihren Weg auf großer Breite in die Tiefe nehmen. Bedrohlich, tief beruhigend – gleichzeitig – irgendwie tief beeindruckend. Einfach „Wow!“.

So, wir hatten nun schon einige Wasserfälle gesehen, und ja, die Niagarafälle haben uns beeindruckt. Wir dachten nun, okay, soll 2.7 km breit sein – wird also entsprechend, bloß eben mehr sein.

Und dann kommt es. Der berühmte Teufelsschlund ist wirklich nur einer von ganz vielen Wasserfällen dieser Iguazufälle. Man geht kilomerterlang durch tropischen Regenwald und hat eigentlich fast überall wieder eine neue Ansammlung von Wasserfällen, die bereits einzeln beeindruckend wären. Und das alles zwischen diesem Wildnis-Dschungel-GrünSchauspiel … immer wieder atemberaubend steht man erstaunt mit offenem Mund minutenlang wie gebannt vor dem nächsten Naturschauspiel. Es ist mit Bildern nicht einzufangen! Es ist mit Bildern und 1000 Worten nicht zu beschreiben. Und doch fürchte ich, wenn ich zu sehr beschreibe, wie uns das beeindruckt hat, das der Nächste der sich dies anschaut, noch mal mehr erwartet und dann evtl. enttäuscht ist. Zumal es Harriet am Anfang auch gar nicht so ging. Bei Harriet kam dieses Gefühl einen Augenblick später und sie fragte sich bis dahin – und laut auch mich, warum sie die Niagarafälle mehr beeindruckt haben. Dann kam die Sonne raus, ich sah, wie sich ihr Mund öffnete und sie einen Augenblick nicht atmete. Es war die Sonne, die ihr fehlte. Mit Sonne kamen die vielen unterschiedlichen Farbtöne viel intensiver heraus und auch ein schöner Regenbogen -> das war es, was ihr fehlte, und es haute auch sie um. Insgesamt sind die Iguazu Wasserfälle für uns nach über einem Jahr unserer Weltreise, das Naturschauspiel, das uns bisher mit am tiefsten positiv beeindruckt hat. Das wäre alleine bereits eine weite Reise wert! Muss ja nicht zu Weihnachten sein. Dennoch, wenn ich im Augenblick befragt würde, welche Wasserfälle ich eher wieder bereisen würde, wären es dennoch die Niagarafälle. Schlicht und einfach: Dort wurden wir nicht so nass, und konnten länger gebannt zuschauen. Nass relativiert sich zwar in tropischen Regionen, denn es ist im Gegensatz zu dem, wie es zu Hause wäre nicht kalt und also auch nicht schlimm – trocknet ja bald wieder, aber dieses „mit Sprtzwasser vollgenebelt werden“ ist doch nicht angenehm und insbesondere für Brillenträger unpassend. Also Vergleich Niagara-Iguazu: Iguazu viel beeindruckender und größer und überhaupt; Eher wieder bereisen: Dennoch Niagara.

Weiterer Argumentationspunkt für Niagara ist, dass der Zugang zu den Niagarafällen deutlich einfacher ist und es keinen Eintritt kostet.

Wenn ich von Gefühlen rede, muss ich aber auch etwas anderes schildern. Wir hatten uns von mehreren möglichen Routen dafür entschieden, die Oberste zum Teufelsschlund zuerst zu nehmen. Hier geht man kilometerlang auf Metallstegen entlang von einer kleinen Insel zur nächsten über einen viele Kilometer breiten Fluss im tropischen Regenwald hinweg. Dabei sahen wir seitlich immer wieder die Reste von alten Steganlagen, die zum Teil weggebrochen und weggeschwemmt halbversengt im Fluss liegen, zum Teil in Anteilen halbverrottet noch neben einem auf dem Fluss stehen. Das hat man keine guten Gefühle, während man so auf einem Metallgittersteg über den Fluss geht.
Einen großen Fisch sahen wir, den ich ohne zu wissen was für einer das tatsächlich ist, für einen Treíra/Wolfsfisch halten würde, der nur auf meinen Angelhaken zu warten schien. Für ihn gut, für uns leider, wanderte er, mangels Angelsachen und Angelerlaubnis im Naturschutzpark, nicht auf unseren Abendbrottisch.

############ Bild vom Fisch.

Von der argentinischen Seite aus sieht man die vielen Wasserfälle niemals auch nur ansatzweise alle auf einmal. Ich würde sie der Einfachheit halber in zwei große Gruppen von Wasserfällen einteilen, A) die, die man links von der Isla de San Martin sehen kann, und B) die, die man rechts davon sehen kann.

Die Empfehlung, die ich immer wieder las und bestätigen kann: Nimm dir für die argentinische Seite zwei Tage Zeit und für die Brasilianische reicht ein halber Tag.
Was wir vor Ort nur durch Zufall erfuhren: Wenn man am zweiten Tag zum ermäßigten halben Preis wieder hinein gehen möchte, muss man am ersten Tag mit seinem Ticket nach dem man wieder heraus gegangen ist, mit einem Lichtbildausweis zu Kasse 6 gehen. Die Dame stempelt das Ticket auf der Rückseite ab, schreibt sich die Ausweisnummer und den Namen auf, und wenn man am nächsten Tag dieses Ticket und seinen Ausweis vorzeigt, vergleicht die Person an der Kasse das mit den Aufzeichnungen vom Vortag und man kann zum halben Preis noch einmal hineingehen. Insgesamt Empfehlung für Leute die dies auch noch mal machen wollen: Auf argentinischer Seite wird ausschließlich Bargeld in argentinischen Peso zum Bezahlen akzeptiert. Keine Kreditkarte, US-Dollar oder sonst was. Menschen, die frisch mit ihrem Flugzeug und Umsteigen von sonst wo her kommen und in das Sheritan-Hotel im Park gelangen wollten, beklagen sich reihenweise, dass es auch für sie keine Ausnahme gibt. Die kommen nach langer Anreise im neuen Land an, sind endlich kurz vor ihrem im Voraus gebuchten Hotel und kommen nicht zu ihrem Hotel, weil sie den im Vergleich zum Hotelpreis geringen Parkeintritt noch nicht in Peso bezahlen können … da würde ich mich auch ärgern.

Okay, zurück zu uns: Wir hatten zwei Tage lang die argentinische Seite besichtigt.
Jeden Tag sagte die Wettervorhersage Gewitter an, aber wir hatten oft bedeckten zum Teil aber auch schön sonnigen Himmel. Am dritten Tag wollten wir auf die brasilianische Seite. Pech … Da war nun das angekündigte Gewitter. Es rummste und donnerte und blitzte und schüttete – da blieben wir lieber unter unserem Dach und dachten uns: Schade, morgen ist Abfahrt, da werden wir die brasilianische Seite wohl leider nicht mehr sehen. Wir hatten aber auch damit Glück. Gegen Mittag klarte der Himmel auf und wir machten uns auf den Weg zum Busterminal. Mit einem Bus fuhren wir auf die brasilianische Seite. Dazu gehört der entsprechende Umweg, Grenzübertritt, Formalitäten, Stempel usw. das dauert dann schon ein knappes Stündchen, bis man auf der brasilianischen Seite ankommt.

Die Brasilianer erzählen einem dann, das auf ihrer Seite alles viel besser sei, als auf der argentinischen und man hier auch mit Karte oder Dollar oder Euro bezahlen könne. Hätten wir vorher gewußt, hätten wir zum guten Umtauschkurs brasilianische Real mitgebracht. In Peso rechneten die rund den doppelten Preis, den wir gerechnet hätten, Dollar oder Euro hat man natürlich nicht passend und würde zu deren Kursvorstellungen das Restgeld in Real bekommen usw. am Ende zahlte ich zähneknirschend mit Karte – das geht dann immerhin.

Wir waren gegen 15:00 Uhr bei den Kassen angekommen, der letzte Bus zurück sollte um 17:00 Uhr gehen (alles argentinische Zeit, 18:00 Uhr wäre die brasilianische Zeit).
Wir eilten und hasteten also die brasilianische Seite der Wasserfälle entlang.
Es wird oft beschrieben, dass man auf der brasianischen Seite einen besseren Überblick über die vielen Wasserfälle bekommen würde. Ich hatte mir also den Überblick erhofft. Nun, besser schon, wirklich überblick, nein. Hätten wir mehr Zeit in Iguazu gehabt, hätte ich mal gefragt, was ein Hubschrauberflug gekostet hätte. Ich glaube, das ist die einzige Chance, dieses große Gebiet voller Wasserfälle die einzeln bereits spektakulär wären, einmal zu überblicken. Auf der brasilianischen Seite bekommt man noch mal andere Blickwinkel und dem einen Wasserfall kommt man näher. Es lohnt sich – keine Frage! 4 Stunden zu haben wären glaube ich mehr als ausreichend gewesen. Mehr Zeit als zwei Stunden wäre auf jeden Fall toll gewesen. Hierbei muss man bedenken.
Von den Kassen aus stellt man sich in einer Schlange an, bis man in einen doppelgeschossigen, oben offenen Bus steigt, der einen zu den Fällen bringt. Ein kleines Spektakel war, dass die Insassen eines Busses die Insassen von entgegenkommenden Bussen mit lautem Johlen begrüßten. Dass klang dann toll Huiii …. Wenn man zurück will, stellt man sich wieder in einer Schlange an, um mit dem Bus zurück zum Ausgang zu kommen. Wir waren an den Wasserfällen und den zum Teil dicht gedrängten Menschenmassen vorbei gehastet und beschlossen um 16:10 Uhr, als wir alle wichtigen Ausblicksplätze abgehakt hatten, lieber den Bus zum Ausgang zu nehmen, um bloß nicht den letzten Bus um 17:00 Uhr zu verpassen. Nun standen wir in der Schlange für den Bus zum Ausgang und die Zeit verstrich … Am Ende nach der Busfahrt rannten wir durch den Ausgang und waren 16:57 Uhr am Bus, der auch pünktlich um 17:00 Uhr losfahren wollte, jedoch noch ein paar mal stoppte, weil Leute angerannt kamen – um 17:10 war der Bus aber definitiv auf dem Weg zurück nach Argentinien und wer da nicht da war, hatte Pech. Der Bus war rappedickevoll und wir waren froh, noch zwei erträgliche Stehplätze mit Festhaltemöglichkeit zu haben.
Am nächsten Morgen packten wir unsere Rucksäcke, hatten noch einmal eine nette Unterhaltung mit Mila, der Tochter unseres Zimmerwirtes. Spielten ein wenig mit den beiden supernetten Hunden des Hauses, und hatten eine nette Unterhaltung mit zwei französischen Weltreisenden, die gerade erst ihre Weltreise anfingen. Dann ging es mit dem Flugzeug zurück nach Buenos Aires.

In Buenos Aires standen wir mit unseren Rucksäcken vor dem Tresen unseres Hostels, erfuhren, dass unsere bestimmt über zehn mal fest versprochen reservierten Betten vergeben seien und mussten so am Abend auf die Schnelle eine neue Unterkunft suchen. Auf der Straße wurden unsere Rucksäcke noch einmal mit dieser stinkenden Flüssigkeit bespüht, unsere sofortige Wut machte aber auch Einiges deutlich. Niemand versuchte auch nur in die Nähe unserer Rucksäcke zu kommen. Zum Glück haben wir ja immer unsere Raincover über den Rucksäcken. Die Reinigung später fiel also auch relativ einfach aus. Nachdem wir zwei Nächte in einem bezahlbaren Hotel verbrachten um unsere Sprachschule einigermaßen vordergründig durchführen zu können, fanden wir dann ein Schnäppchen. Jetzt sitzen wir zu einem Preis, der günstiger ist als das einfache Hostel in dem wir die erste Zeit waren, in einem Hotel mit großem Zimmer, Küchenzeile usw. und können uns darauf konzentrieren Spanisch zu lernen.

Die Vorstellung, das wir mit ein paar Wochen Spanisch lernen diese Sprache ausreichend können würden, um uns auf den Straßen ausreichend verständigen zu können war aber viel zu hoch gegriffen. Nächste Woche lernen wir noch die Vergangenheitsform, und dann soll Reisen wieder im Vordergrund stehen.
Nächste Station soll dann Mendoza werden. Von Mendoza aus, soll es dann irgendwann nach Chile gehen.

Trickbetrüger in Buenos Aires

Trickbetrüger in Buenos Aires

In Buenos Aires haben wir sehr viele schöne und gute Erfahrungen gemacht. Leider ist uns hier aber auch eine doofe Sache passiert, über die wir, wie angekündigt, in diesem eigenen Artikel berichten wollen.
Überall auf der Welt – auch in Berlin oder Hamburg – kann einem etwas passieren. Zu Hause ist man damit aufgewachsen und kennt die Dinge. Normalerweise belesen wir uns über die Tricks von Taschendieben und Kleinkriminellen in anderen Ländern, bevor wir in ein Land reisen, um gewappnet zu sein. Dies haben wir für Südamerika schlichtweg vergessen. Okay, nach Indien und generell Asien fühlten wir uns mittlerweile auch reise-erfahren. Aber wir wurden in Buenos Aires dann doch überrascht und eines besseren belehrt. Nichts ahnend liefen wir durch die Stadt und fotografierten dies und jenes.
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Am Gebäude des Nationalkongresses (hier in der Mitte), wo allgemein viele Tauben umher laufen, erwischte uns auf einmal von hinten eine ekelig riechende grünliche Soße. Der Geruch war bestialisch und es drehte mir fast den Magen um. Mehrmals musste ich den Brechreiz unterdrücken. Einheimische sahen uns und halfen uns mit Taschentüchern und etwas von ihrem Trinkwasser. „Schei… Tauben“, dachte ich.

So legte ich also meinen ebenfalls stinkenden Rucksack auf eine Bank (wie mir von den Einheimischen empfohlen wurde), damit sie mir die Stinkesoße aus den Haaren und vom Rücken waschen konnten. Ansonsten war ich nur noch auf mich konzentriert, weil es mich einfach soooo ekelte. Wolfgang war skeptisch und achtete sehr auf alles von uns, was er für eine Wertsache hielt und behielt insbesondere die wasserfeste Kameratasche stets sicher eng am Körper.

Nachdem das Gröbste beseitigt war, nahm ich meinen Rucksack von der Bank und wir liefen zurück in unsere Unterkunft, um Wäsche zu waschen und zu duschen. Wolfgang war die ganze Zeit immer etwas misstrauischer, was ich nicht verstehen konnte. Die 2 waren doch so freundlich, uns in unserer Not von dem Vogelkot zu befreien. Hatte ich schon erwähnt, dass das das Schlimmste war, was ich bisher riechen musste, und dass das auch noch AN mir war?
Selbst nach dem Duschen hatte ich das Gefühl, dass meine Haare noch nach dem Zeug rochen. Buäh!!

Wolfgang war misstrauisch, weil zu viel zu gut passte und andere Sachen wieder nicht. Hier eine Auflistung von Dingen, die er mir gleich danach auf dem Heimweg erzählte:
– Die Tauben liefen eher auf dem Boden und man sah keine fliegen – es waren auch keine Bäume oder so über uns.
– Vögel scheißen eher von OBEN eher auf Kopf oder Schultern als von hinten an den Nacken und Rücken, wo du Hilfe brachst, weil du es nicht sehen kannst – und das dann auch noch exakt gleich zwei mal so bei Menschen die rund einen Meter voneinander entfernt gehen ??
– Vogelkot ist in der Regel mit Vogelurin kombiniert und der ist weiß. Diese Flüssigkeit war grünlich.
– vermutlich riecht Taubenkot bei Weitem nicht so widerlich wie das Zeug, was wir abbekommen haben
– zu ZUFÄLLIG waren gleich 2 Leute mit Wasser und Taschentüchern zur Stelle, und wollten alle Taschen auf dieselbe Bank ablegen, diese Menschen wirkten aber tatsächlich so nett und vertrauenswürdig, denen hätte man vom reinen Vertrauensgefühl im Begegnen sehr vertraut.

Wolfgang schaute im Netz nach Trickbetrügern im Internet und *tata* gleich an erster Stelle fand er unser Missgeschick mit den vermeintlichen Tauben. Die Trickbetrüger versauen deine Klamotten, lassen Dich glauben, dass es Vogelkot sei und helfen dir, dich teilweise zu reinigen. Sie lenken deinen Blick ab, während ein anderer die Sachen z.B. von der Bank klaut. So hat niemand jemanden gesehen, der etwas geklaut hat und es gibt also keine Zeugen des Geschehens.

Boa, war ich sauer, als ich die Artikel im Netz las. Was für eine Frechheit. Aber wie ihr gelesen habt, habe ich meinen Rucksack ja wieder von der Bank genommen! Wir hatten Glück, denn die Betrüger hatten es wohl nur auf die Kamera abgesehen. Den Rucksack haben Wolfgang und ich so SEHR achtlos auf die Bank gelegt (er war auch fast leer) und er hat gleichzeitig so sehr auf die andere Tasche aufgepasst, dass die Trickbetrüger den Rucksack wohl auch für wertlos hielten und kein Interesse an ihm hatten. Der stank ja auch. Der Verlust des Rucksacks wäre aber echt schlecht gewesen. Neben etwas Geld (nie viel an einem Ort!) war mein allerwichtigstes Buch drin. Okay, kein finanzieller Wert, aber da stehen halt alle Adressen, Kontakte von Hotels und Reisebekanntschaften drin und und und.

Glück im Unglück wurde uns nichts weggenommen, wir haben die Kleidung wieder sauber bekommen, mussten nicht den Tag auf der Polizei verbringen und konnten uns von dem nicht verlorenen Geld ein schönes argentinisches Steak gönnen. Alles in allem lernten wir daraus, dass wir NIE NIE NIE unsere Wertsachen aus den Augen lassen / aus der Hand geben dürfen, selbst in den widerlichsten Situationen. Das nutzen sie aus. Wenn ich alleine gewesen wäre, hätten sie mich bestimmt leicht ausrauben können, weil ich in meinem massivem Ekel so sehr auf mich konzentriert war (wie es so vielen anderen armen Touristen auch bereits passiert ist). Um sich das gut vorstellen zu können, muss man aber diesen widerlichen Gestank einmal selbst gerochen und mit dem Brechreiz gekämpft haben. So sind wir jetzt eine Erfahrung reicher und ich breche denen das nächste Mal einfach vor die Füße *hihi*.

Buenos Aires

Dieser Artikel soll pünktlich am 24.12.2014 um 00:01 Uhr erscheinen, wenn das klappt, sollten auch am 25. und 26.12. jeweils ein Artikel um 00:01 Uhr erscheinen – so wünschen wir erneut allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest!

Buenos Aires

Defensa02_Mafalda
Darf ich vorstellen? Das sind Wolfgang und Mafalda, die da (v.r.n.l.) auf der Bank sitzen. Die anderen sind die Freunde von Mafalda. Ihr kennt Mafalda nicht? Wir vor unserem Aufenthalt in Buenos Aires auch nicht. Doch die kleine Lady ist eine Berühmtheit in Argentinien und ganz viele Argentinier lieben diese Cartoonfigur. Sie ist übrigens seit 50 Jahren 5 Jahre alt und ziemlich schlau. Wer Genaueres über sie wissen will, findet natürlich einen Artikel bei Wikipedia über Mafalda.

Doch nun wieder zu uns.

Nach einem Zwischenhalt in Bolivien sind wir gut in Buenos Aires angekommen. Vom Flughafen nahmen wir ein Taxi, denn die Vorstellung, mit dem Gepäck zwei Stunden im Linienbus zu sitzen und nicht zu wissen, wo man aussteigen muss, gefiel uns dann doch nicht ganz so gut. Unsere Unterkunft lag im berühmten Stadtteil San Telmo. San Telmo ist das pulsierende Viertel, wo der Tango, die Kunst und die Leichtigkeit des Seins allgegenwärtig sind. Gleichzeitig spürt man überall eine deutliche melancholische Grundstimmung. Interessante Mischung.
Jeden Morgen bekamen wir unser Frühstück (4 leckere Kuchenstückchen und eine Thermokanne für Kaffee) gebracht. Da wir es immer gleich verdrückt haben, gibt es hiervon kein Foto. Gut gestärkt ging es dann los. Wir wohnten fast ganz am westlichen Ende der Straße „Bolivar“ die sich sehr lang durch San Telmo zieht und parallel zur „Defensa“ verläuft. Die ersten Tage liefen wir uns die Füße brennend diese beiden Straßen entlang, um die Atmosphäre des Stadtviertels zu schnuppern. Hier ein paar Eindrücke

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Überall überraschen Menschen mit ihren Ideen einen. Dieser Mann stand so da und bewegte sich selten in eine neue Pose. Während sich die Welt um ihn herum sich bewegte. Witzig, oder?

Besonders zu Nikolaus war hier einiges los, was ich aber in einem anderen Beitrag näher berichte. Später fuhren wir dann mit dem Bus ins Zentrum, um weitere Sehenswürdigkeiten anzusehen. Buenos Aires hat Charme durch seine, für den amerikanischen Kontinent, alten und verzierten Gebäuden. Diese sollten bewusst an Paris erinnern, so dass hier eben dieser und kein „kolonialer“ Architekturstil zu finden ist.

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Der Obelisk erinnerte uns stark an Washington D.C.
Der Obelisk ist aber etwas eigenes. Die Straße, die ihr hier seht, ist die breiteste der Welt. An der Stelle, wo heute der Obelisk steht, stand früher einmal eine Kirche. Die Breite der Straße kann man auf einem Bild nur erahnen. Je Richtung sind je eine 4 (3+1 Parkspur) und eine 5 spurige Autofahrbahn mit einem Grünstreifen dazwischen. Dann gibt es wieder mit großzügigen Grünstreifen sowohl voneinander als auch untereinander getrennt je Fahrrichtung noch einmal zwei Spuren für Busse. Vereinfacht sind es also 22 Spuren plus die großzügigen Grünstreifen. Wir brauchen zum Überqueren jedes mal mehrere Grünphasen.
Selbst mit Panoramabildern kann man das nicht richtig zeigen.
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Eine Kirche mit den Gebeinen vom Nationalhelden José de San Martín. Wer genau schaut sieht evtl. rechts an der Kirche eine ewige Flamme, die zu seinen Ehren ständig brennt. Die Architektur dieser Kirche soll bewusst eher an einen Tempel erinnern. Schließlich wurde sie zu Zeiten der Aufklärung gebaut und Argentinien wollte zeigen, wie aufgeklärt es ist.

Nationalheld José de San Martín
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Bild aus der Galerie im Casa rosada

Hier sind wir schon am Plaza de Mayo. Vom Gebäude für den Kongress bis zum Casa rosada geht die Avenida de Mayo, die an die Champs elysees in Paris erinnern sollte.

Auf dem Plaza de Mayo und mit dem Casa rosada verbindet sich viel argentinische Geschichte. Nur drei Beispiele Eva Peron (bei uns oft vor allem durch das Musical (Evita) bekannt (Don’t cry for me Argentina)), hielt unter anderem eine ihrer berühmten Reden vom Balkon des Casa rosada. 2001 musste der Präsident von hier mit einem Hubschrauber vor Demonstranten fliehen. Berühmt sind auch die „Madres de Plaza de Mayo“ ihr Symbol das typische Kopftuch findet man auf dem Plaza de Mayo auf den Boden gemalt.
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Plaza de Mayo  – noch ein weiteres Bild und ein Ausschnitt davon folgen
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Ein Bild aus dem Museo … über die „Madres de Plaza de Mayo“ die trotz Demonstrationsverbot während einer der (waren es 6?) Militärdiktaturen in Argentinien dafür sorgten, dass ihre verschleppten Kinder nicht in Vergessenheit gerieten. So manche eine von ihnen ist dann auch selbst eine „Vermisste“.

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Das berühmte Café Tortoni  (das älteste Café von Buenos Aires) liegt auch in der Avenida de Mayo.

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Hier in der Avenida Corrientes sitzen Alberto Olmedo und Jorge Porcel – zwei in Argentinien recht bekannte „Humorista“ mit Wolfgang auf der Bank. Wenn man von berühmten Leuten spricht, kommt auch immer wieder Carlos Gardel ins Gespräch, ein berühmter Tangosänger. Zu erkennen ist Carlos Gardel eigentlich nur mit Hut. Ohne Hut würden wir ihn wohl nicht erkennen. 😉

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Mann mit Hut = Carlos Gardel? ? ? *nachdenken* Bestimmt!

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Bald „hinter“ dem berühmten „Casa rosada“ am Plaza de Mayo kommt man in diesen Dique (Deich) genannten modernen Bereich mit einigen Hotels oberhalb unseres Budgets.

Zudem sieht man vor allem in San Telmo, La Boca aber auch dem Stadtzentrum hier und da ein Restaurant, wo ein schön gekleidetes Paar Tango für die Gäste tanzt (und dann mit dem Hut rum gehen 😉 ). So ist es nicht zwingend erforderlich, eine Tangoshow zu besuchen und man sieht Tango kostenlos, wenn man sich gut im Hintergrund aufhält. Wir als Sparfüchse müssen ja doch rechnen. Dadurch haben wir aber leider auch kein Foto in San Telmo oder La Boca.

Kulinarisch hat Argentinien ja einen sehr guten Ruf. Natürlich probierten wir auch ein paar argentinische Rotweine aus, die uns von „schmeckt gut“ bis „der macht Kopfschmerzen“ alles zu bieten hatten. Gern probierten wir auch in diversen Restaurants das berühmte „Bife de Chorizo“ = Argentinisches Steak aus. I.d.R. konnte man eine Beilage dazu aussuchen. (Außerdem wurden wir ja auch von verschiedenen Leuten aufgefordert, ein Steak in ihrem Namen zu essen. Da machten wir das natürlich *grins* Rechnung folgt 😉 ) Wir entschieden uns oft für Salat, denn Brot stand für wenig Geld oft bereits auf dem Tisch. Auch beim Steak schmeckten wir qualitative Unterschiede, aber jedes war doch lecker. So verbrachten wir die erste halbe Woche, bevor unser Intensiv-Spanischkurs anfing. Für unseren Sprachkurs sind wir dann aber in ein Hostel im Stadtzentrum umgezogen, um zu Fuß zur Schule gehen zu können. Mehr familiäre Atmosphäre hatte unsere erste Unterkunft. In der zweiten haben wir aber eher die Chance, unser Spanisch auch zu üben, weil die Betreiber Spanischschüler kennen und dementsprechend mit viel Geduld warten, bis man seinen Satz zusammengebastelt hat. Auch sieht man mehr Leute und man läuft sich beim Frühstück über den Weg. So wohnten wir dann in der Avenida de Mayo ( Straße des Mai).
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Hier ein Bildnis von Eva Peron (Evita), an dem wir täglich vorbei liefen, als wir zur Schule gingen.
Unser Spanischkurs begann… Flor heißt unsere Lehrerin, die mit viel Geduld und immer einem Lächeln im Gesicht versucht, uns die spanische Sprache näher zu bringen. Unser Sprachkurs ist Montag bis Freitag von 10-14 Uhr, dazwischen nur 30 Minuten Pause. Die Schule achtet darauf, dass die Gruppen nicht größer als 8 Personen sind, um besser zu lernen. Wir waren in der erste Woche 7 Personen. Nach der ersten Woche haben wir gleich noch eine 2. dran gehängt, weil wir gemerkt haben, wie hilfreich dieser Intensivkurs ist. Da waren wir nur noch zu viert. So verliefen unsere Tage sehr organisiert und voll gepackt mit Spanischschule und anschließend lernen, was wenig Zeit für „drumherum“ ließ. Wir wollten einen Intensivkurs, wir bekamen einen Intensivkurs.

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v.l.n.r. Flor (unsere Lehrerin), Wolfgang, ich, Martin (aus Melbourne)

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unser Arbeitsplatz: wir lernen Spanisch in vielen Varianten, z.B. auch im Spiel

In der Schule gab es auch das Angebot, Tango zu lernen. Dort starteten wir unsere ersten erfolgreichen Tangotanzversuche. Wolfgang wurde als „Naturtalent“ von den Tangolehrern für seine Führungsfähigkeiten gelobt. Bei mir wurde zwar manchmal die Haltung korrigiert, aber sowohl in der einen Stunde der Tanzlehrer als auch in der anderen Stunde die Tanzlehrerin haben uns als Paar anerkennend gesagt, dass es schade sei, dass wir bald abreisen, und dass wir unbedingt weiter Tango tanzen sollten. Wolfgang als Mann hat es aus meiner Sicht aber auch deutlich einfacher und muss nicht zwischendurch mit gekreuzten Beinen tanzen (gehört zur Schrittfolge). Auch braucht er nicht auf den Fußballen zu drehen, was besonders schwer fällt, wenn man so wie ich nur Schuhe dabei hat mit RUTSCHFESTER Sohle und unweigerlich beim Drehen abrupt in der Bewegung hängen bleibt, weil die Schuhe ihre Arbeit leisten. *uff* Tango tanzen hat uns dennoch sehr viel Spaß gemacht und bereits in der 2. Stunde haben wir viele neue Schritte gelernt, die sonst erst viel später dran wären. Wolfgang musste als Mann auch die anderen jungen Damen führen, die an der Stunde teilnahmen, da die ja keinen Tanzpartner hatten und er war am Ende ganz verschwitzt, wurde aber von diesen angehimmelt. Er fand das toll, ich merkte bei mir eine leichte Stutenbissigkeit.

An den Wochenenden sind wir aber dann doch mit dem Bus auch mal weiter weg gefahren, um bekannte Stadtteile wie La Boca, Recoletta und Palermo anzusehen. La Boca ist nachts nicht die sicherste Gegend, am Tage geht es aber. Und wer sich etwas unsicher fühlt, kann einfach den Bus durch die 2 Blöcke „arme Gegend“ fahren, um zu den schönen bunten Häusern zu kommen, wo die vielen Touristen sich tummeln.

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(Der Stadtteil heißt „Der Mund“, weil es an einer Flußmündung liegt)

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Das Fußballstadion der sehr erfolgreichen Fußballmannschaft in La Boca. Und natürlich spielen schon die kleinen Kinder im Park davor bereits Fußball. Wolfgang bewunderte, dass die bereits mit Positionen und allen Regeln und einem tollen Ballgefühl spielen. Bestimmt wollen alle auch einmal berühmte Fußballhelden werden.

La Boca
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In Palermo hat uns besonders der Rosengarten gefallen, dessen Rosen man auch gut riechen konnte. Herrlich.

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wunderschön…

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Sehr warm, so bewegen sich die Leute kaum und liegen lieber „lazy“ im Park

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Eine Straßenkreuzung im Stadtteil Palermo.
Auf dem Weg nach Palermo sind wir auch an den bekannten Sehenswürdigkeiten dem Planetarium und der Blume vorbeigekommen, haben aber gar keine Bilder gemacht …

Zurück nach San Telmo:
Immer sonntags ist die Defensa Straße für den Sonntagsmarkt gesperrt, wo lokale Produkte feil geboten werden. Besonders oft findet man die typischen getrockneten, ausgehöhlten und schön verzierten Kürbisunterhälften, aus denen mit einem metallenen Strohhalm Matetee getrunken wird. Holz- und Glasvarianten gibt es in ebenso großer Auswahl und Anzahl. Wie so ein Matetee richtig zubereitet wird und schmeckt, hat uns Flor an einem Tag in der Schule auch gezeigt und testen lassen. In einer argentinischen Familie wird in der Regel nur ein Matebecher mit einem Metallhalm genutzt, der mit allen Familienmitgliedern geteilt wird. Da man Matetee mehrmals aufgießen kann, ist das dann auch möglich. Die finden es auch nicht schlimm, wenn mal einer dabei ist, der ein bisschen Schnupfen hat. Der trinkt ganz normal mit.

Leider mussten wir auch eine nicht ganz so schöne Erfahrung machen. Denn hier, wie auch in anderen Städten der Welt sind Trickbetrüger unterwegs. Dies schildere ich aber in einem separaten Artikel. (Schon mal zur Beruhigung, es ist uns letztlich nichts Schlimmes passiert, es wurde nur was versucht, hat aber nicht geklappt „ätsch“).

Zum Abschluß noch ein paar Bilder von Conny und der Welt, die um das Rosa Haus herum entstanden.

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Jupp, Conny war auch im Rosa Haus, hat sich das Zimmer von Eva Peron angesehen, hat auch mal vom Balkon geschaut und sich auch das Zimmer der aktuellen Präsidentin angschaut. Und wir durften Conny dabei sogar begleiten. 😉

Frohes Fest

Liebe Leser,

es gibt ja immer so viel zu berichten, wir kommen mit dem Schreiben nicht hinterher.
In Vorbereitung sind folgende Artikel, die bald Stück für Stück erscheinen werden:
Florida IV Space – Entwurf
Florida V – Entwurf
Florida VI – Entwurf
Buenos Aires – Entwurf

Gleich veröffentlichen wir schon mal einen recht aktuellen Artikel mit dem Namen
“Nikolaus in San Telmo”.

Damit möchten wir all unseren Lesern auch bereits ein frohes, vielleicht besinnliches, auf jeden Fall schönes Weihnachtsfest wünschen, und einen guten Rutsch in das neue Jahr – kaum zu fassen – 2 0 1 5

Liebe Grüße in alle Welt senden und (der Rest der Welt möge verzeihen), besonders nach Deutschland

Harriet und Wolfgang

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Nikolaus in San Telmo

Nikolaus in San Telmo

Man muss sich vorstellen, dass es bei rund 25-30 °C und Sonnenschein Winter- oder Weihnachtsstimmung nicht wirklich aufkommt. Wir haben an Nikolaus trotzdem gedacht. Hier ist der 6. Dezember ein Feiertag. Ob hier auch die Kinder am Vorabend ihre Flipflops putzen müssen, entzieht sich aber unserer Kenntnis. Wir pflegten diese Tradition so gut wie es eben ging und stellten unsere Sandalen vor das Bett und beschenkten uns ein wenig mit Dingen, die nicht schmelzen.

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Ab dem Nachmittag fangen die Einheimischen an, Feuerwerkskörper abzubrennen und Krach zu machen. Die Defensa ist erneut gesperrt, dieses Mal ziehen allerdings immer wieder Gruppen mit Trommelmusik und hübschen Tänzerinnen durch die Straßen. Die Menschen am Straßenrand tanzen, singen und feiern mit. Ein bisschen wie Karneval in Rio, den wir allerdings nur aus dem Fernseher kennen. Die Stimmung ist sehr ausgelassen und fröhlich und man ertappt sich selbst beim tanzen zur Trommelmusik. Ein Stillstehen ist eigentlich unmöglich. Auf einmal fühlt man eine wahnsinnige Lebendigkeit, wenn man ansonsten vorwiegend diese Melancholie in der Stadt spürt. Diese Lebendigkeit ist am nächsten Tag vorbei. Vielleicht wird deshalb auch so gefeiert, als ob es kein Morgen gibt. Hier ein paar Bilder nur mit dem Smartphone aufgenommen. Die Kamera wollten wir bei den Menschenmengen doch lieber in der Unterkunft lassen.

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so viele Menschen sind unterwegs…

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ganzer Körpereinsatz

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hier tanzt jung und alt

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Puh, wie warm das war. Wir machten eine kurze Pause in einem Eckrestaurant und bestellten ein kühles Bier. Das Bier wird hier in Styropor serviert, damit es nicht nach 5 Minuten warm ist. Tolle Idee und Prost!

Nikolaus_Bier

Ununterbrochen bis weit über Mitternacht laufen Trommelgruppen durch die Straßen und werden Raketen abgefeuert. Wir sind gegen Mitternacht zu unserer Unterkunft. Da unser Zimmer zum gefliesten Hof zeigte, hörten wir nichts von der Straße. Apropos Hof: ab und zu haben wir uns mit anderen Bewohnern im Hof getroffen, um zusammen ein wenig zu plaudern und Karten zu spielen.

Neben Spanischschule und Hausaufgaben bemerkten wir, dass ganz unvermittelt Weihnachten vor der Tür steht. Welch eine Überraschung. Im Internet lasen wir, dass die Menschen in Buenos Aires die Stadt für Weihnachten verlassen und an den Strand fahren oder nach Rio oder nach Chile oder in der Familie feiern. Das kostenpflichtige Angebot, in einer Familie mitzufeiern, bekamen wir zwar, es war aber jenseits dessen, was wir gewillt waren, für 1 Woche zu bezahlen. Also abgehakt. Am „Strand“ waren die Unterkünfte zu 87% ausgebucht und es waren entweder nur Baracken oder Luxusunterkünfte zu bekommen. Auch abgehakt. Nach Rio wollten wir nicht, weil die dort Portugiesisch sprechen und wir so unsere hart erarbeiteten Spanischkenntnisse verloren gehen sahen. Also auch erst mal abgehakt.

Letztendlich haben wir einen Flug am 24.12. zu den Iguazu Fällen ganz im Nordosten Argentiniens gebucht und sogar eine bezahlbare Unterkunft gefunden. So feiern wir Weihnachten an einem der Weltwunder der Natur. Am 28. fliegen wir wieder zurück nach Buenos Aires, um den Spanischkurs abzuschließen und Silvester in Buenos Aires zu feiern.

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Das habe ich selbst gemalt am Flipchart der Spanischschule, während Wolfgang nach Unterkünften und Flüge gesucht hat.

Was wir im neuen Jahr nach Silvester machen werden, wissen wir noch nicht. Mal sehen, wo uns der Wind hin treibt.

In Buenos Aires angekommen

Liebe Leser wir sind nach Ortszeit heute Abend in Buenos Aires in Argentinien angekommen. Nach Ortszeit Florida sind wir gestern am 1.12. abgeflogen und hatten einen recht langen Zwischaufenthalt auf dem Flughafen Santa Cruz in Bolivien.
Ich möchte allen vielen Dank sagen, die hier und per Emails an mich gedacht haben. Das ist toll !!!
Wir haben noch so viel zu schreiben zu dem, was wir in den USA und vor allem mit meiner Cousine, ihrem Mann und ihren Freunden erlebt haben, und sind doch schon im nächsten Land. Wir müssen hier noch Einiges regeln und kommen dann hoffentlich dazu!
Viele liebe Grüße