Archiv des Autors: Wolfgang

4 Tage

Vier Tage im Leben eines Weltreisenden

Aus den Gesprächen die wir mit Menschen führen, die unseren Blog von zu Hause in Deutschland aus lesen entnehmen wir, dass sich jeder so seine eigenen Vorstellungen macht, wie unsere Tage so aussehen.
Darum denken wir, wir sollten mal ein paar Tage exemplarisch vorstellen, wie es denn tatsächlich ist.
Wir haben uns unsere Tage in Nasca und Lima ausgesucht. Über Nasca und Lima selbst und was daran interessant war, wollen wir gerne auch noch berichten – hier geht es eher um den Tagesablauf. Darum wird es jetzt auch ein Beitrag ohne Bilder. Ich hoffe er ist trotzdem interessant und ich will versuchen, so bildlich wie möglich zu schreiben.

So, nun geht es also los:

Nach 14 Stunden Busfahrt kommen wir in Nasca an. Busfahren ist immer wieder ermüdend, obwohl selbst die südamerikanischen Langstreckenbusse mit geringster Qualität im Vergleich zu Deutschen ausgesprochen angenehm sind. Kein Vergleich zu Bussen in Asien. Insbesondere wenn ich an die Philippinen oder Indonesien zurück denke … schon schön, auf so einem gepolsterten Sitz mit unterschiedlich weit zurück lehnbarer Rückenlehne zu sitzen und eine Fußstütze zu haben und einen Film (auf Spanisch oder Englisch) zu schauen. Das Gepäck ist im Gepäckfach verstaut und dort sogar relativ sauber untergebracht (erneuter Asien-Vergleich).

Unterschiede im Busreisen in unterschiedlichen Ländern wäre eigentlich ein Thema für ein eigenen Blogbeitrag. Immer ist es aber irgendwie eigenartig ermüdend. Man sitzt im Bus und dämmert so vor sich hin (außer auf einer 36-stündigen Busreise auf den Philippinen wo ich von Boxen mit Kampfhähnen umlagert war), und wird dabei immer kaputter. Man kommt trotz aller Bequemlichkeit südamerikanischer Langstreckenbusse erschöpft vom Reisen am neuen Ort an.

Für Harriet und mich ist inzwischen Folgendes zur Routine beim Eintreffen an einem neuen Ort geworden: Sie besetzt einen strategisch guten Platz möglichst an einer überdachten Wand in der Nähe des Busses und ich hole Stück für Stück unser Gepäck aus dem Bus. Je nach Land und Mentalität unterschiedlich intensiv wird man dabei von Taxifahrern angeworben, die einen fahren wollen. Es ist selten schlau so eine Taxifahrt anzunehmen (je nach Land und Region aus völlig unterschiedlichen Gründen). Harriets Aufgabe ist, auf das Gepäck auf zu passen, meine Aufgabe ist die Gegend zu erkunden und zum Beispiel Geld zu wechseln (wenn wir in einem neuen Land sind) oder eine vertrauenswürdige Fahrgelegenheit (öffentlichens Nahverkehrssystem, Prepayed-Taxi oder Ähnliches) und alles andere Notwendige zu orgenisieren.

Am Beispiel Nasca hieß das: Ich nehme schon mal einen Teil des Gepäcks, starte meine offline-Karten in meinem Smartfone und laufe zu Fuß, unsere im Voraus gebuchte Unterkunft zu finden. Wie immer hatten wir mit der Buchung um Abholung gebeten – wie meist hatte das nicht geklappt. Nach ein wenig herumirren finde ich unsere Unterkunft und stelle das Gepäck gesichert unter.

[ Unterbrechung des Beitrags – stattdessen Tipps:
Hier immer Vorsicht walten lassen – das Gepäck sollte gut unter Sicht – besser verschlossen – optimal bereits im Zimmer untergebracht werden. Es gibt Diebe, die haben sich darauf spezialisiert, Gepäck aus dem Empfangsbereich von Hostels, Hotels usw. zu stehlen. Die haben dann evtl. durchaus Kleidung an, die einen denken lässt, es seien freundliche Mitarbeiter des Hostels, die einem beim Gepäck tragen helfen wollen. In solchen Situationen nie auch nur für einen Augenblick das Gepäck aus den Augen lassen !!!
Am Rande erwähnt für echte Gepäckträger: Es ist gut, immer ein paar 1-US-Dollar-Noten dabei zu haben, damit man auch in einem neuen Land eine Kleinigkeit geben kann. 1 US-Dollar ist oft eine kleine aber noch akzeptable Menge, wenn nicht, kann man in Einzelschritten erhöhen. ]

Nach dem ich meinen Teil des Gepäcks untergrebracht habe, laufe ich erneut zum Busbahnhof, wo Harriet auf den anderen Teil aufpasst. Da sie ja kürzlich mit dem Knöchel umgeknickt war, bin ich derzeit Träger für alles Gepäck. Sie nimmt nur den kleinen Reiseproviantrucksack, ich nehme ihr ganzes anderes Gepäck und wir gehen zusammen diesmal auf direktem Weg zum Hostel.
Es ist fast 22:00 Uhr und wir versuchen uns schlafen zu legen. Vorher versuche ich noch über das WLAN (=WiFi) unsere E-Mails abzurufen. Da Internet oft nicht so zuverlässig funktioniert, dauert es schon mal eine halbe oder dreiviertel Stunde immer wieder erneutes Versuchen, bis das, was in Deutschland im heimischen Netz keine Minute dauert, tatsächlich zu erreichen. Wecker stellen – Abendtoilette (nach langer Busfahrt gehört Duschen wenn möglich dazu, denn man ist oft durchgeschwitzt.) – schlafen.

Nächster Tag: Früh aufstehen. Bei diesem Hostel ist Frühstück inklusive, sonst muss man erst einmal herum laufen und etwas Günstiges zum Frühstücken finden, oder im Supermarkt etwas kaufen, was für mehrere Tage Frühstück gut wäre. Normalerweise muss man auch herum laufen, um für die Aktivitäten die man vor hat die Anbieter zu vergleichen. In diesem Fall haben wir das im Voraus im Internet erledigt und die Fluglinie, die wir zum Überfliegen der Nasca-Linien nutzen wollen, wird auch in unserem Hostel zum gleichen Preis angeboten – das spart viel Zeit und Gelaufe. Dafür geht normalerweise alleine ein Tag drauf.
In unserem Hostel können wir aber alles preisgünstig vor Ort buchen. Nach dem Frühstück werden wir bereits von dem Unternehmen am Hostel abgeholt und zu dem kleinen Flughafen gebracht. Es folgt der Papierkram. Das Unternehmen will Pässe kopieren (viele erwarten von einem immer eine Kopie dabei zu haben), Formulare ausfüllen, wo Gewicht usw. abgefragt wird (obwohl sie selber auch noch mal wiegen), man unterschreibt Verzichtserklärungen für den Fall das etwas passieren sollte usw.. dann ist mal wieder die typische Tätigkeit des Weltreisenden angesagt: „Dasitzen und warten.“ Wer das kennt, es ist eigenartig. Es gäbe so viel zu tun, man hat hier und jetzt aber keine Gelegenheit dazu. Man hat eigentlich nichts zu tun und trotzdem oder genau deshalb ist es irgendwie nicht anstrengend, aber erschöpfend. Wir kommen ins Gespräch mit anderen Wartenden und Viele haben interessante Geschichten. Unsere Geschichte einer Weltreise ist für andere Reisende natürlich auch interessant. So vergeht die Zeit, bis wir dann endlich zum Flugzeug gehen und abheben. Es ist eine kleine Maschine (wie schreibt man Chesna?) die jedes kleine Luftloch mitnimmt und das bewusst in starke Seitenlage gebracht wird, damit man die Nasca-Linien unten auch gut sehen kann – und damit beide Seiten die gut sehen können natürlich immer einmal in Links- und einmal in Rechtskurve. Einer Mitreisenden aus der letzten Reihe wird übel und Harriet ist dann ja immer gerne solidarisch. 😉 Ich bin da ja zum Glück viel stabiler und mache die Fotos. Wie es den Anderen der insgesamt 5 Passagiere geht, bin ich mir nicht sicher, sie scheinen stabil, machen aber keine Fotos mehr. Jedenfalls wird der Flug aufgrund der Übelkeit an Bord nicht unnötig verlängert – was ich als stabiler Mensch natürlich Schade finde, denn ich wäre gerne viel länger in Kurven geflogen für mein Geld. Es ist inzwischen späte Mittagszeit. Nach dem Flug werden wir zu unseren Hostels zurück gefahren. Harriet und ich verabreden für den nächsten Tag eine geführte Fahrt zu den Nasca-Linien. Zwar haben andere Reisende erzählt, dass das nicht sehr lohnen würde, aber ich möchte es irgendwie doch gerne gesehen haben. Ich denke, sonst würde ich mich die Zeit darauf immer fragen, wie es wohl gewesen wäre.
Jetzt gehen wir erst einmal los und durchlaufen den Ort. Es gibt einen Markt – dort kann man immer am besten die Einheimischen beim Handeln sehen und typische Früchte erwerben. Harriet ist noch nicht so stabil, also gibt es erst mal nur eine Banane. Danach humpelt sie an meiner Seite eingehänkelt weiter und wir schauen uns den weiteren Ort an und wir machen Bilder mit der Handy-Kamera z.B. vom Plaza de Armaz. Neben dem Supermarkt, den wir später entdecken und in dem wir ein paar Kleinigkeiten zu Essen kaufen, ist eine Hähnchenbräterei mit gutem Preis-Leistungsverhältnis, da essen wir zu Abend.

Gerne würden wir jeden Abend in Restaurants gehen und landestypische Spezialitäten essen. Aber das ist in unserem Budget nicht drin. Wir nehmen immer die fast billigsten Unterkünfte und ernähren uns oft aus Supermarkt, Hähnchenbräterei oder Stand am Straßenrand. Stand am Straßenrand ist andererseits oft landestyspischer als Restaurant aber Supermarkt ist oft unschlagbar günstig.

Damit möchte ich auch eine andere Frage beantworten. Wir haben unsere Abschlussrechnung zwar noch nicht fertig. Insgesamt hat uns die Weltreise von rund 17 Monaten weniger gekostet, als manch Anderer für einen Mittelklassewagen ausgibt. Wir haben weder im Lotto gewonnen, noch sind wir sonst wie reich – im Gegenteil: Was Geld angeht sind wir jetzt reichlich abgebrannt.
So teuer wie Andere sich eine solche Weltreise vorstellen, ist sie nicht. Da wird oft hochgerechnet, was ein Urlaub gekostet hätte. Man verhält sich aber auch anders als im Urlaub. Man reist billig in Bussen mit Einheimischen usw. man nimmt einfachste Unterkünfte die ein Urlauber im Leben nicht akzeptieren würde und man isst so billig wie möglich. Selbst billige Restaurants sind da kaum mal drin. Souveniers? – Fehlanzeige! Kosten Geld und der Rucksack darf eh kein Gramm mehr haben. Man lernt im Laufe von Monaten immer mehr am Pfennig zu fuchsen und verliert sicherlich an Bequemlichkeit aber man gewinnt durch sparen von Geld Reisezeit. Denn wenn das Geld alle ist, geht’s zurück nach Hause, und das möchte man natürlich lieber verzögern. Wer weiß schon, ob man je wieder los kommt. Für einige landestypische Sachen muss das Geld zwar da sein, wäre ja schade, wenn man das gar nicht kennen lernen würde, das tägliche Essen stammt aber eher aus dem Supermarkt und ist nicht viel anders, als wenn man sich in Deutschland ohne Küche aus dem Supermarkt ernähren würde. Fertighühnchen und Dosentunfisch oder Avocado auf Brot mit Tomate sind typische Speisen des Budget-Weltreisenden. Wenn man für Frühstück selber sorgen muss, sind es oft Cornflakes mit Milch dazu ein löslicher Kaffee. Das ist wenig exotisch, aber billig.

Nach Abendessen und Supermarkteinkauf geht es zurück ins Hostel. Mails, Waschen, Schlafen … Morgens Wecker, Morgentoilette, Frühstück im Hostel (inklusive) danach auf die Tour Nasca-Linien anschauen.
Museen zu den Linien und zu der Frau Maria Reiche runden das Programm ab. Leider sind die Inca-Ruinen und die Aquädukte nicht mit drin und wir denken schon, dass wir die nicht werden sehen können, denn am nächsten Morgen wollen wir ja schon mit dem Bus wieder abfahren. Wir müssen ja bald Lima erreichen, denn unser Flug nach Rio geht in drei Tagen. So machen wir uns nach der Tour auf zum Busbahnhof und wollen eine Fahrt für den kommenden Morgen buchen, was normalerweise kein Problem ist. Da sind wir im Laufe unseres Südamerikaaufenthaltes immer ruhiger geworden. Fast immer bekommt man bald eine Fahrt auch noch für den gleichen Tag, wenn man zu den Busunternehmen geht. Wir sind da im Vergleich zu anderen Reisenden eher vorsichtig, wenn wir am Tag vorher bereits ein Ticket kaufen. Heute aber ist es wie verhext und wir bekommen für den nächsten Tag erst ein Ticket für einen Nachtbus bei einem Unternehmen. Dafür sind wir von Unternehmen zu Unternehmen gegangen, haben uns evtl. in einer Schlange angestellt usw. da geht auch leicht viel Zeit ins Land. Jedenfalls haben wir am Ende ein Ticket für den Nachtbus und planen für den nächsten Morgen noch eine Tour zu den Incaruinen und den Nascaaquädukten.
In diesem Punkt ist Nasca kein gutes Beispiel für einen Beispieltag, denn da haben wir Touren gebucht – das kostet Geld – in vielen Orten kann man alle Sehenswürdigkeiten auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen, wenn man erst einmal herausgefunden hat wie. An vielen Orten ist die „Besichtigung“ auch einfach „durch den Ort gehen“, „Atmosphäre schnuppern“, auf einer Bank im Schatten sitzen und dem Treiben der Geschäftsleute zuzusehen. Unsere Füße sind sicher inzwischen total platt gelaufen – so manch ein Ort war einfach: Morgens losgehen, den ganzen Tag über durch den Ort laufen und Kirchen oder anderes von Außen ansehen, Bettler und Andenkenverkäufer abwimmeln, Menschen bei einfachen Dingen zuschauen (z.B. Kindern beim Barfuß Fußballspielen in einer Kopfsteinpflastergasse) und Abends erschöpft wieder im Hostel ankommen – das ist nicht sehr spannend zu berichten. Aber typischer Alltag eines Weltreisenden.

Am nächsten Tag packen wir nach dem Aufwachen unsere Rucksäcke, duschen danach, gehen frühstücken, checken aus dem Zimmer aus und bitten um Aufbewahrung unserer Rucksäcke und warten auf die Tour. Die ist dann auch sehr spannend. Zurück im Hostel am späten Nachmittag müssen wir noch die Zeit bis zur Nacht herum bekommen. Der Bus geht um Mitternacht. Laptop und andere Dinge sind gut in der Mitte in den verschlossenen Rucksäcken unter gebracht. An z.B. bloggen ist nicht zu denken. Es ist wie immer, entweder hat man Zeit oder Internet oder den Laptop aber so gut wie nie alle drei Dinge auf einmal.

Unsere Rucksäcke sind im gepackten Zustand sichherheitsoptimiert – die öffnet man nur sehr ungerne, wenn es nicht unbedingt sein muss. Dinge wie der Laptop sind von weichen Sachen umgeben in der Mitte des Rucksacks untergebracht. Dieser wird so eng verschlossen. Um den Rucksack herum kommt unser verschließbares Rucksacknetz aus Stahl. Dadurch kann keiner so einfach mit einem Klingenmesser an den Inhalt heran kommen. (Wer wirklich will, den hält man auch mit noch mehr Maßnahmen nicht ab, aber der Gelegenheitsdiebstahl ist erschwert und so haben wir unser Ziel erreicht.) Um den eingenetzten Rucksack herum kommen dann noch ein bis zwei Regenüberzüge, denn der Gepäckraum ist selten sauber – in Asien haben wir die Rucksäcke dann auch noch zusätzlich in einen weiteren schmutzabweisenden Beutel geschlossen, denn z.B. auf den Philippinen hatten wir den Eindruck, unser Gepäck diente vielen frisch gepuderten Kartoffelsäcken als Unterlage.

Außer durch Abendessen musste die Zeit mit Warten irgendwie herum gebracht werden. Um 23:00Uhr ging es zum Busbahnhof, wo man auf das Gepäck achtend auf den richtigen Augenblick achten muss den Bus zu besteigen. Wertsachen sollten für andere unzugänglich untergebracht werden, denn gerade Nachtbusse sind typisches Gelände für Diebe. Im Nachtbus zu schlafen, ist etwas, was Harriet immer wieder erstaunlicherweise gut hin bekommt, ich schlafe wenn, dann wenig und schlecht. Entsprechend kaputt kommen wir dann in Lima an. Harriet besetzt einen strategisch guten Platz möglichst an einer überdachten Wand in der Nähe des Busses und ich hole Stück für Stück unser Gepäck während wir von Leuten umworben werden, die Taxifahrten, Unterkünfte usw. anbieten …
In diesem Fall benötigen wir ein Taxi und ein Einheimischer, mit dem wir uns im Bus gut verstanden haben, hilft uns ein vertrauenswürdiges Taxi zu finden. Dadurch kostet es zwar immer noch mehr als ein Einhimischer für ein Taxi von der Straße zahlen würde, aber wir sind in einem auch für Ausländer sicher sicheren Taxi.

Es ist 6:30 Uhr am Morgen als wir totmüde in unserem Hostel im Stadtteil Miraflores ankommen. Ein Frühstück wäre auch in diesem Hostel am Morgen nach der Übernachtung inklusive. Wir fragen, ob wir das statt am Folgetag auch am Ankunfttag bekommen könnten und bekommen ein „ja“. Toll. Morgen werden wir zum Flughafen aufbrechen bevor es Frühstück geben wird. Nach dem Frühstück brechen wir auf und nehmen den Bus in die Innenstadt. Vom Plaza San Martin schlendern wir zum Plaza de Armas de Lima, um dort eine Stunde lang den Wachwechsel am Palast des Gouverneurs zu verfolgen. Nach dem Wachwechsel schlendern wir Richtung Plaza Bolivar und dann weiter nordwärts bis wir bezahlbares Mittagessen finden. Davon gestärkt gehen wir Richtung Basilika, wo wir die Catacomben besichtigen wollen. Zufällig erfahren wir, dass es doch eine Führung auch auf Englisch geben würde. Wir mussten halt warten. Danach wanderten wir zurück zum Pl. Bolivar bis zum Pl. Italia von dort aus durch Seitenstraßen bis nach Chinatown (wo wir ein bezahlbares Abendessen bekommen) und wieder zurück bis wir feststellen, dass es nach 18:00 Uhr ist und wir uns auf den Fußweg bis zur Av. Tacna machen sollten, um einen Bus in Richtung Miraflores zu nehmen.

Unsere Rucksäcke müssen umgepackt werden. Es muss umgepackt werden auf „Flug“. Da packen wir tatsächlich vieles anders, als wenn wir irgendwo bleiben oder mit dem Bus fahren. Danach gehen wir schlafen. Morgens um 4:30 steht der Wecker, das verabredete Taxi bringt uns im Laufe von rund einer dreiviertel Stunde Fahrzeit zum internationalen Flughafen.

So sahen einige typische Tage unserer Weltreise aus. Freie Tage hatten wir so gut wie nie, denn wir wollten unser bisschen Geld ja auch so gut wie möglich nutzen. Zeit z.B. zum Bloggen blieb da selten.
Wenn es freie Zeit gab, war es keine Freizeit und entsprechend nicht erholsam, sondern oft nervtötendes Warten oder Fahren. Monatelang waren die Tage so dicht gepackt wie nur möglich um aus unserem Geld so viel wie möglich heraus zu holen. Wer so etwas mal nur kurze Zeit macht, wird bald merken dass er urlaubsreif ist. Mit Urlaub hat es nur gemeinsam, dass man in einem fremden Land ist. Geld kostet es, wenn man es geschickt anstellt, erstaunlich wenig. Reich sind wir nur an Erfahrungen und Erlebnissen.

Und ja, es ist keine Arbeit, wie ich sie als 18jähriger Schüler z.B. im Hafen gemacht habe. Man muss nicht jeden Tag 8 Stunden im Akkord schwere Säcke schleppen oder so. Und man arbeitet nicht „was nötig ist“ oder „was Chef sagt“ sondern hat sich selbst zu seinem 16-Stunden-Tag und 7-Tage-Woche entschlossen. Und man füllt sich selbst mit Eindrücken von „Neuem“ oder „Anderem“.
Es ist anstrengend aber nicht schlecht. Man hat es selbst gewählt und man hat seine Freude daran. Weltreise bildet und macht Freude und man lernt andere Reisende kennen. Und Reisende sind ein besonderes Volk und oft besonders redselig und sympatisch.

Eine Weltreise kostet weniger als viele denken. Eine Weltreise kostet aber schon den Mut sie zu wagen.
Eine Weltreise ist anstrengend und nicht erholsam. Es hat mit Urlaub nichts zu tun. Aber man füllt sich mit Gefühlen, Gerüchen usw. – „Eindrücken“.
Nicht jeder ist der Typ dafür, aber wer auch immer davon träumt eine Weltreise zu machen, dem sage ich: Traue Dich lieber heute als morgen. Zöger nicht. Fang an zu planen. Es ist ein besonderes Erlebnis wie man es mit nichts Anderem vergleichen kann.

Tauchrevier

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Wir haben so viel erlebt und es gäbe so viel zu bloggen …

Hier auf dem Bild oben seht ihr unser neues Tauchrevier. Wir sind gerade mit der Fähre auf der Insel Cozumel angekommen und warten darauf, dass unser Zimmer frei wird.

In Yukatan haben wir Kontakt mit der Mayakultur bekommen. Wir haben Beispiele von Cenotes betaucht und ich hatte einen tollen Tauchgang mit Haien. Wow, das war schön. Und ein Schritt mehr um Hollywood zu verachten, die diesen majestätischen Tieren so einen falschen schlechten Ruf bescherten.

In Rio sahen wir Copacabana, Zuckerhut, Christus, Lapa und konnten an einer Überraschungsfeier zu einem Geburtstag teilnehmen. (*wink* Felipe). Außer Brasilianern haben wir in Rio auch in Ecuador lebende Argentinier, nette Dänen am Anfang ihrer Langzeitreise und oft gereiste und jetzt mit Kindern reisende Deutsche kennen gelernt ( Danke für den netten Kommentar 🙂 ).

Aus Chile/Bolivien und Peru fehlt auch so viel an Berichten… (Wir arbeiten daran …)

So, jetzt sind wir aber erst mal hier angekommen und brauchen dringend ein wenig Urlaub, bevor es bald zurück nach Europa geht. Zunächst wird es dann kurz in die Schweiz gehen und dann, ja Dorte, zunächst einmal in die Gegend wo mein Bruder und mehrere Freunde von uns leben *Augenzwinker* – wobei mich der Weg der Gerüchteküche durchaus interessieren würde. Wo wir langfristig sein werden, hängt dann aber natürlich davon ab, wo wir Arbeit, Wohnung usw. finden…

OK, Harriet arbeitet parallel am Laptop daran, einen vorbereiteten Artikel über unsere Uyunitour fertig zu stellen. (besonderer *wink* zu Karin und Bastian mit denen wir seit Uyuni in nettem Mailkontakt sind). Mal schauen, wer schneller ist *Augenzwinker *

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Iguazu – die Bilder

Liebe Leser,

Den Bericht zu Iguazu findet ihr ja schon in „Zwischenbericht“, wer den Bericht noch nicht gelesen hat: Bitte dort erst mal lesen, damit man weiß, worum es geht.

Ich habe versucht die Bilderzahl zu reduzieren, aber immer wenn ich die Bilder ansehe, kommt wieder dieses Gefühl in mir auf, dass ich so gerne vermitteln würde, wie es war. Dazu gehört auch die Größe des Ganzen usw.
Am liebsten würde ich zu jedem Wasserfallbild ein Bild der Landkarte dazu tun, wo man sieht wo das Bild in welche Richtung aufgenommen wurde … Das wäre so viel Arbeit, das bewältige ich beim Reisen nicht. In mir ist dann bei jedem einzelnen Bild das ich ansehe ein: „Nee, das Bild kannst Du nicht weglassen, dies oder das ist da einfach besser als auf den anderen Bildern“, OK, ich habe von ca. 170 Bildern auf rund 110 reduziert – jetzt bekommt ihr eben alle restlichen zu sehen – ich hoffe meine Onlinekapazität wird davon nicht überlastet, und dass wir weiter bloggen können. (Gedankenpause). Wenn ich mir das selber irgendwann in ein paar Monaten noch einmal anschaue, würde ich bestimmt besser reduzieren können, im Augenblick bin ich emotional aber noch viel zu engagiert. Es sind nicht nur Wasserfallbilder. Es sind immer auch mal andere Bilder dazwischen – ich hoffe, das stört kurz ein bisschen und danach macht es wieder mehr Spaß die Bilder anzusehen – nicht, dass es wie bei einem Diaabend einschläfernd wirkt. Das wäre Schade, denn es war wirklich toll.

Das Panoramabild oben am Anfang versucht schon mal einen Überblick zu verschaffen.
Diese Karte unten ist eine, wie sie auf der argentinischen Seite aushängt. Eine Ähnliche bekommt man auch ausgehändigt. Die gelbliche Linie, die ganz oben bis in die Mitte des Wasserfalls reicht, ist der Weg zum Teufelsschlund, den man links oben sieht.

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Die Brücke die man unten sieht, ist die Grenzbrücke zwischen Argentinien und Brasilien. Dies gehört eigentlich nicht zu den Wasserfällen aber ich hatte ja auch von dem schönen Ausblick berichtet, den wir von unserer Unterkunft aus hatten, und ich wusste nicht, wo das hier hin passt – hier ist es also mal außer der Reihe.

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Im Eingangsbereich findet man auch diesen Relief-Plan mit Blindenschrift (Bild oben). Anfassen kann man das aber nicht, denn es ist unter schützendem Glas. Harriet überlegt: „Wie kann ich das nur berühren?“

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Harriet versucht hier (Bild oben) die Blindenschrift zu tasten, aber das Glas lässt sie nun mal nicht durch.
Lösung ? Noch mal das Bild oben anschauen: Die Glasplatte ist abnehmbar! Wahrscheinlich würden so viele „Sehende“ das Teil im Laufe der Zeit kaputt tasten, dass für wirklich Blinde dann nichts mehr da wäre. Vermutlich muss man nur einmal Bescheid sagen und die Glasplatte ist relativ leicht abzunehmen. Die Blindenschrift konnten wir nicht wissen, ob die nur in spanisch ist, was wir aber vermuten.

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Dies (Bild oben) ist die kleine Schmalspurbahn, mit der man zu den Wasserfällen fährt. Wie im Artikel beschrieben muss man einmal von der einen Bahn in die nächste umsteigen, wenn man zum Teufelsschlund fahren möchte.

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(Bild oben) So schön sieht der Blick in den Dschungel aus, wenn man nicht zu den Wasserfällen schaut.

Ich hatte im Bericht ja geschrieben, dass man kilometerlang über Stege gehen musste, um zum Teufelsschlund zu gelangen: Hier unten also ein paar „Stegbilder“ (Bilder unten):

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(Bilder unten): Die alten Steganlagen, die von der letzten großen Flutwelle mitgerissen wurden, sind zum Teil noch zu sehen *schluck*

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Argentinier, Brasilianer und überhaupt Menschen vieler vor allem südamerikanischer Nationen sieht man diese Wege mit dem üblichen Equipment für Mate-Tee entlang laufen. Einer aus der Familie/Gruppe trägt die Thermoskanne und einer der Anderen läuft mit dem Becher Matetee, der immer wieder weiter gereicht und frisch aufgegossen wird.

Ich habe solche „Sets“ fotografiert, wenn sie gerade ungenutzt irgendwo standen, hier zwei Beispiele. Viele die wir gesehen und nicht fotografiert haben, sind aber durchaus größer und im Sinne von kunstvoller eindrucksvoller gewesen. So Manches  war groß und mit verziertem Leder (Brand-, Schnitz- und Stickmuster/-bilder) viel eindrucksvoller gestaltet, als dieses Beispiel hier unten:

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Wir haben uns selbst zu Weihnachten übrigens auch Tee+Becher+Trinkhalm geschenkt:

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Ein paar „Schilder-Bilder“ die ich  auf dem Weg gemacht habe will ich unseren Lesern auch nicht vorenthalten (Bilder unten) :

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Brasilianisches Schild zu den Coaties (=Nasenbären)

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Als wir dies fotografiert haben, hatten wir keine Ahnung was auf dem Schild oben steht … Aber Harriet sieht in diesem Spiegelbild wie immer gut aus .-)
Inzwischen können wir das Schild etwas frei übersetzen: „Weißt Du, wer für die Erhaltung des Parks verantwortlich ist? Öffne und schau hinein, da ist die Antwort.“
Und da schaut Harriet nun mal in den Spiegel.
*grins* Okay, jetzt wissen wir’s: Harriet ist verantwortlich für die Erhaltung des Nationalparks. 😉

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Und hier sind nun Bilder vom Teufelsschlund:

 

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Der Teufelsschlund hinter uns – je näher man kommt, desto nasser wird das Vergnügen…
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Das Bild unten ist mal ein möglicher Blick nach links von der Aussichtsplattform aus in Richtung brasilianische Seite. Wer ganz genau schaut (auf den Bildern in diese Richtung), erkennt evtl. die Aussichtsplattform mit winzigen Menschen, oder den größeren mehrstöckigen Aussichtsturm. Mit dieser Vorstellung bekommt man evtl. auch eine Idee, von der Größe und den Ausmaßen … es ist groß !
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(Bild unten): So schaut man vom Teufelsschlund aus die Flussrichtung des Iguazu entlang. Durch den Dunst sieht man weiter hinten kaum, dass es quasi noch einmal links abgeht, wo noch mehr Wasserfälle hinter und um die „Insel“ zu sehen sind. Rechts auf diesem Bild ist die brasilianische Seite.

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(Bild unten): Ein bisschen Schwenk rechts  – wieder mehr brasilianische Seite zu sehen und ein Teil des Teufelsschlundes. Wenn man da steht, hört man das Wasser grollen, brüllen – ich weiß nicht wie ich es in Worte fassen soll. Es ist laut, aber kein Radau, obwohl ich brüllen doch als die beste Wortbeschreibung für dieses Geräusch der Wassermassen finde . Wie auch immer, wenn man da steht, muss man schon beim Versuch sich zu verständigen sehr laut werden!
Und man wird nass – stetig mehr. Und die Linse ist auch ständig vollgeträufelt. Scharfe Bilder sind da nicht zu erwarten.

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(Bild unten): Schwenk noch ein wenig mehr in Richtung Flussaufwärts zum Teufelsschlund:

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(Bild unten):  Noch einmal der Blick den langen Fluss entlang. Das ruhige Wasser links unten in  der Ecke ist übrigens auch einer der vielen Wasserfälle, kurz bevor er in die Tiefe stürzt.

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(Bild unten): Harriet erfreut sich an den vielen Wassertropfen auf der Linse.

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(Bild unten): Und dann war jemand so nett und hat uns zusammen fotografiert. Unsere Kamera macht im starken Weitwinkel manchmal dunkle Ecken – in diesem Fall ist es klar der Sonnenschutz, der als Wasserfall-Tropfen-Schutz funktionierte. den man sieht. Viel Sonne hatten wir ja hier leider noch nicht.

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Bei diesem Blick in Richtung brasilianische Seite (unten) sieht man die Höhe der Wasserfälle noch einmal gut, und wie wirklich überall irgendetwas an Wasserfällen zu sehen ist, was einzeln bereits spektakulär wäre:

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(Bild unten): Mein langer Arm 😉

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(Bild unten): Und hier noch einmal im Superweitwinkel mit Regenbogen Blickrichtung Flussabwärts. Auch hier sieht man weit hinten die Abbiegung links nicht wirklich.

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Und weil’s so schön war, uns noch einmal im Sonnenschein 😉
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Ortswechsel: Weg vom Teufelsschlund, hin zu den anderen Winkeln:

(Bild unten): Noch einmal die Karte:

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Bis eben waren wir noch auf dem aller-obersten Weg  (oben auf der Landkarte gelb ganz ganz oben zu sehen – nicht mit dem z.Zt.  gesperrten gelben Weg auf der Insel verwechseln)
Jetzt wechseln wir langsam vom oberen Weg auf den mittleren Weg (auf Karte rötlich), das sind alle Bilder, wo man die Wasserfälle „von oben“ sieht, und dann zum unteren Weg (auf Karte bläulich) wo man die Wasserfälle von seitlich sieht).

(Bild unten):  Auf diesem Bild waren wir irgendwo auf dem mittleren (rötlichen) Weg und gingen weiter um dann einige dieser Wasserfälle von oben zu sehen:

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(Bild unten): Von einer Brücke aus fotografiere ich gerade einen dieser vielen „kleinen“ Seitenarme, die an der Kante weiter vorne zu einem der vielen Wasserfälle werden:

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(Bild unten): Wasserfälle auf der anderen Seite der „Insel“

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(Noch mal zum Bild oben): Auf ungefähr einem viertel der Höhe der Wasserfälle sieht man eine Kante. Auf Höhe der Kante habe ich mit einem Baumast die Aussichtsplattform verdeckt, die man gleich auf den Bildern unten sieht.
(Bild unten): Hier die oben angesprochene Aussichtsplattform, wo man einem dieser Wasserfälle von etwas mittlerer Höhe etwas näher kommen kann:

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(Bild unten): Und dort war mal wieder jemand so nett und hat uns zusammen fotografiert:

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(Bild unten): Ein wenig zurück gegangen. Rechts sieht man Menschen stehen, wo wir auf dem Bild oben gerade auch noch gestanden haben.

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(Bild unten): Den Weg etwas weiter gegangen noch einmal ein paar Wasserfälle, die einem hier als klein erscheinen, dabei sind die wahrscheinlich auch ca. 60-80 m hoch und würden woanders alleine bereits Menschen anlocken … das muss man sich vor Ort immer wieder bewusst machen, denn bei den vielen und allen hohen und oft breiten Wasserfällen wirken einige hier vergleichsweise klein und man verliert sonst leicht den Vergleich mit dem, was woanders auf der Welt bereits imposant einzeln wäre …

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Dieser „kleine“ Wasserfall hat unten ein Becken, wo man früher wohl auch baden gehen durfte.

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(Bild unten): Hier dieses „Becken“ von dem ich oben schrieb.

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(Bild unten): Ein anderer Weg und eine weitere Aussichtsplattform

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(Bild unten): Hier gehen wir einen Weg hinunter, um mit einem Boot zu den Wasserfällen zu fahren: (Bootbilder später).

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(Bild unten): So kann man von etwas entfernt aber eben vom Winkel her etwas mehr von unten andere Perspektiven gewinnen.

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(Bild unten): Apropos Perspektivwechsel: Hier ist nun der quasi entgegengesetzte Blick zu den Bildern oben wo wir von der Teufelsschlucht flussabwärts geschaut hatten und ich schrieb, dass man die „Abbiegung“ kaum sieht. Jetzt Blickrichtung den Iguazu in Richtung Teufelsschlund herauf, genau wo der Iguazu eben auch von rechts kommt und man diesmal diese „Abzweigung“ besser sieht. Die brasilianische Seite ist jetzt entsprechend links. Hier ist auf ca. 1/4 der Höhe das zu sehen, was ich später „Becken“ nennen werde. Hier führt auf der brasilianischen Seite ein Steg zu einer Aussichtsplattform die hier verschwindend klein ist und also noch nicht zu sehen ist (kommt später):

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(Bild unten): Und noch einmal „Apropos andere Perspektiven“: Hier ein Blick von der brasilianischen Seite links noch nicht ganz der Teufelsschlund Blick zu sehen, weiter nach rechts über die „Insel“ hinweg wo man auch Wasserfälle sieht, bis man ganz rechts bereits die ersten der Wasserfälle sieht, die auf den Bildern oben dargestellt wurden: Man ist hier eben auch in der Nähe der Abzweigung, von der ich immer wieder spreche und könnte sie sehen, wenn man hier direkt nach unten schauen könnte.

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(Bild unten): Man geht auf der brasilianischen Seite einen Weg entlang, der einen immer näher in Richtung Teufelsschlund bringt. Dabei kann man etwas besser die argentinische Seite überblicken. Auf dem Bild unten sieht man weit entfernt unten auf dem Bild auch die Aussichtsplattform auf der brasilianischen Seite.

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(Bild unten): Auf diesem Weg etwas weiter gegangen ist die Sichtweise bereits etwas tiefer, und man sieht bereits den Steg zur Aussichtsplattform auf dem „Becken“.

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(Bild unten): Und weiter den Weg. Hier das „Becken“ das man von der argentinischen Seite bereits sehen konnte, wo eben der Weg zur Aussichtsplattform hinüber führt.

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(Bild unten): Bereits auf diesem Weg wird es immer voller und enger

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(Bild unten): Von diesem Weg aus ein Blick nach rechts flussabwärts – wieder kaum zu sehen weit hinten, wo die Iguazu Abzweigung von links hinter der Insel hervor kommen würde.

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(Bild unten): Noch mal näher herangezoomt

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(Bild unten): Bild schwenk nach links in Richtung Teufelsschlund

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(Bild unten): Etwas näher an den „kleinen“ Wasserfällen, die das „Becken“ füllen. Harriet macht ein Bild mit der Smartfonekamera.

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(Bilder unten): Und noch etwas näher …

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(Bild unten): Also, wenn man das so sieht, dann ist so ein „kleiner“ Wasserfall auch nicht breiter als Harriets arme Arme sich ausbreiten können. (Die hier in der Näher beinahe aller Wasserfälle herum fliegenden Vögel sind so klein, die kann man kaum sehen.)

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(Bild unten): Auch ein Blick von der brasilianischen Seite:

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(Bild unten):  Argentinische Seite … ganz ganz hinten sind die Wasserfälle der brasilianischen Seite zu sehen wo wir eben waren. Das macht hoffentlich noch einmal die Ausdehnungen und Größen des Ganzen deutlich.

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(Bild unten): Gleiche Ecke, Blick etwas nach rechts: Hier sind wir also ungefähr.

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(Bild unten): Kleines Beispiel, wie nass man wird.  All das Wasser erwischt einen in der Nähe diverser Wasserfälle, wie durch einen gigantischen Zerstäuber, der einen langsam aber kontinuierlich definitiv total durchweicht:

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(Bild unten): Und damit noch mal ein Bild von uns (Diesmal wieder auf der brasilianischen Seite)

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Apropos durchnässt: Themenwechsel:

Die Bootsfahrt

Wir haben uns eine Fahrt mit einem dieser stark motorisierten Schlauchboote gegönnt. Nicht ganz billig, aber wer andere Blogs und Beschreibungen liest weiß: Genau diese Bootsfahrt gönnt man sich, die teureren Erweiterungen mit weiteren Fahrten sind ihr Geld nicht wert. Diese Fahrt einmal durch (ja, richtig gehört durch = unter einen Wasserfall) ist zwar teuer und deshalb macht man sie auch nicht öfter als einmal, aber das eine Mal gönnt man sich. (Schade, wäre es günstiger, ich glaube wir hätten uns den Spaß auch mehrmals gegönnt.)
Bilder und auch Film von der Fahrt kann man leider nur zeigen, solange man nicht unter dem Wasserfall ist. Sobald man darunter ist, sieht man nur noch Wasser. Es stürzen unglaubliche Wassermassen auf einen ein und man bekommt fast genauso schlecht Luft, als ob man ganz unter Wasser wäre. Das Wasser ist ja nicht so kalt wie in Deutschland und das Gefühl in diesem Augenblick ist kaum beschreiblich . Wahrscheinlich Adrenalin. Direkt danach ist man überglücklich und alle an Bord jauchzen und jubeln – es ist irre. Und wirklich man fühlt sich stärker durchweicht, als ob man direkt mit all seinen Sachen in einen See gesprungen wäre und gebadet hätte. (Ersatzkleidung blieb trocken in einem wasserdichten Beutel wirklich ausreichender Größe, den man ausgehändigt bekommt.)

(Bild unten): Hier sieht man uns auf dem Boot.

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(Bild unten): Harriet tut ängstlich *grins und augenzwinker*

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(Bild unten):
Der Wasserfall, den man an der Kante von der Seite sieht, sollte unsere erste Wasserfallfahrt werden. (Es sind also nicht die ganz hohen Wasserfälle, aber das ist sicher auch gut so.)

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(Bild unten): Ein anderes solches Boot, das ich von der brasilianischen Seite aus aufgenommen hab, wo es gerade unter den Wasserfall fährt, wie wir es auch hatten:

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Somit habe ich also hoffentlich einen geschickten Übergang zurück zu der brasilianischen Seite gefunden.

Themenwechsel

Dies ist die Schlange, von der wir im Bericht geschrieben haben (brasilianische Seite). Hier wartet man darauf in einen Bus steigen zu können, der einen zum Ausgang bringt.

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Apropos Schlange … nächster Themenwechsel

Tierbilder / Bilder von Lebewesen:

Diverse Lebewesen haben wir auch gesehen: Die Gefährlichsten kommen am Schluss:

(Bild unten): Ist diese Liane nicht toll um diesen Baum gewachsen:

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(Bild unten): Diesem Fisch hätte ich so gerne ein warmes Plätzchen in unserer Pfanne am Abend gegönnt. Leider aber fehlte Angelequipment und vor allem die Angelerlaubnis im Nationalpark / Naturschutzgebiet… 😉

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(Bild unten): In diesem Baum balancieren kleine Äffchen

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(Bild unten): Ein Nasenbär im Zug – die sind soo possierlich, bis den Touristen klar wird, dass diese Tierchen an das Essen wollen, das man mit hat.

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(Bilder unten): Schmetterlinge … die schönsten bekommt man im Flug nur zu sehen und kaum auf ein Bild gebannt …

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(Bild unten:) Was hier wie viele kleine welke Blätter aussieht sind auch Schmetterlinge

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(Bilder unten): Vögel. Gleiches Problem … Viele bekommt man im Flug mit dem hellen Himmel als Hintergrund nur als dunkle Silhouetten auf ein Bild.
(Bild unten:) Dieser Tucan war mir eine besondere Freude ein Bild machen zu können 🙂

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Nette kleine Echsen:

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Ein Spinnennetz – leider fehlt der Größenvergleich – es war groß.

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Bilder unten: Leider weißt ich nicht, wie diese Tiere heißen:

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Auf diesem Bild versteckt sich ein tierisches Lebewesen, das der aufmerksame Leser bereits kennt – ist aber schwer zu sehen – dafür dann um so beeindruckender:

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Hier unten noch einmal etwas herangezoomt … dieses possierliche Wesen läuft auch hinter den Wasserfällen durch (Ja, es ist einer unserer possierlichen Nasenbären):

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Jetzt kommen die wirklich gefährlichen Lebewesen …

 

Zu meiner Schande muss ich zugeben,

dass Harriet die gesehen und fotografiert hat

obwohl sie direkt links über uns waren,

(während ich total damit beschäftigt war dem Nasenbär oben dabei zu zu sehen, wie er am glitschigen Steilhang hinter und neben dem Wasserfall entlang balancierte …)

 

Aber Harriet ließ sich wenig beeindrucken und beherzt machte Sie Bilder von diesen,
besonders für die männliche Sorte Spezies Mensch,
gefährlichen Lebewesen.

 

Als sie mich darauf aufmerksam machte, verschlug es mir die Sprache *Augenzwinker*

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Jetzt kommt ein abrupter und harter Themenwechsel innerhalb der Bilder mit Lebewesen, wo ich nicht weiß, wie ich den hin bekommen soll ….
Denn jetzt wird es wirklich sehr nett und freundlich:

Die beiden Hunde unserer Vermieter waren total lieb und süß und wir haben stundenlang mit ihnen immer wieder gespielt – und die Tochter des Vermieters, die auf diesem Bild im Garten unserer Unterkunft arbeitet, saß dann meist neben uns und die Unterhaltungen waren auch einfach total nett und schön:

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Zwischenbericht

Zwischenbericht

und

Iguazu -Vorabveröffentlichung

Bereits am 27.12.2014 hatte ich unten stehenden Text geschrieben. Tja, nächster Schritt ist Bilder heraussuchen und das Beides zusammen bringen. Da wird dann ggf. der Text noch mal angepasst usw.

Heute am 15.01.2015 hab ich nun endlich geschafft die fast 1700 Bilder, die wir bei Iguazu gemacht haben, durch zu sehen und zu sammeln, was in den Blog sollte. Ergebnis: Nur noch 170 Bilder *Schluck* … Nun, ich werde mich da wohl noch einmal dran machen müssen und kräftig reduzieren!
Es wird diesen Artikel also noch ein zweites Mal geben: Dann, wenn ich dazu gekommen bin einen richtigen Beitrag „Iguazu“ ins Netz stellen wird der mit genau diesem Namen erscheinen.
Dieser Artikel hier ist roh (mir fällt gerade ein: ich hab nicht mal die Rechtschreibkontrolle durchlaufen lassen .. öhm.. ) und soll nur mal wieder ein wenig aktuelle Info „rüber bringen“.

Inzwischen hat sich ja auch noch viel mehr getan. Wir sind nicht nur von Iguazu zurück nach Buenos Aires geflogen. In Buenos Aires haben wir Silvester erlebt. Das war schön.

Von Buenos Aires sind wir nach Mendoza gefahren. Hier haben wir Weinbauern und Winzerein besucht und Weinproben mitgemacht. Außerdem waren wir auf 4200 Meter Höhe an einem Christusmonument das dem aus Rio de Janeiro entsprechen soll und als Friedenssymbol genau auf der Grenze zwischen Argentinien und Chile steht.

Eine Woche Sprachschule haben wir in Buenos Aires noch gemacht. Wir wollten ja die Vergangenheit bilden können. Alle mühsam gelernten Verben bekommen da noch mal wieder für jeweils jedes Pronomen eine andere Endung …. und wieder sind viele unregelmäßig und nur weil vorher etwas unregelmäßig war, heißt das nicht, dass das in der Vergangenheit auch so ist … puh, es ist echt viel …
Richtig frei sprechen können wir immer noch nicht. Wir bemühen uns, und von den Einheimischen wird dafür viel Entgegenkommen gezeigt und von einigen sogar hilfreich freundlich korrigiert. Die richtige Endung eines Verbes zu nutzen und dann noch den richtigen Satzbau mit dem richtigen Geschlecht zu nutzen … puhh … das ist echt ganz schön schwer und gelingt uns selten im Ganzen richtig. Irgendwas ist immer irgendwie verkehrt. Ich versuche mich nicht dran zu stören und trotzdem so viel wie möglich (eben nur teilweise richtig) zu sprechen und aus den Fehlern zu lernen. Aber frustrierend ist das schon. Und immer wenn ich einen Haufen neue Worte gelernt habe, kommt bestimmt eine Situation, wo ich eines der Worte brauche, die ich letzte Woche gelernt habe, und mir fallen nur noch alle anderen Worte ein, aber nicht das, was ich gerade jetzt brauche … dabei ist es in meinem Hinterkopf ..

Morgen geht es dann recht früh mit dem Bus los nach Santiago de Chile, und dann nach Valparaiso …
Soweit also mal eine kurze Meldung von uns.

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Und nun ein Roh-Artikel mit nur diesem einen folgenden Bild von den Iguazu-Wasserfällen:

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######## Einstimmungsbild Iguazu

Wer einmal Weihnachten etwas total Besonderes erleben möchte, der sollte sich die Iguazu Wasserfälle zu Weihnachten ansehen. Nein, Weihnachtsatmosphäre kommt definitiv gar keine herüber. Null, Zero, Nada, Rien, Nothing! Aber es ist definitiv etwas total Besonderes. OK, es würde zu jeder Zeit etwas total Besonderes sein, aber wir hatten es nun mal zu Weihnachten. Und Weihnachten soll ja schon besonders sein, oder?

Am 24.12. kamen wir hier an. Unsere Unterkunft hatte einen wunderschönen Ausblick auf den Dschungel und den Grenzfluss Iguazu (nach dem die Wasserfälle benannt sind) zwischen Argentinien und Brasilien (hier im Dreiländereck mit Paraguay).

######### Bild Brücke

Anfangs wunderten wir uns, woher die vielen Knallgeräusche herkommen, dann realisierten wir, dass hier zu Weihnachten Knaller und Feuerwerk angesagt sind. Besonders schön war das für uns pünktlich ab 23:00Uhr, weil da auf der brasilianischen Seite Mitternacht war und wir die vielen Raketenfeuerwerke so schön auf der anderen Seite sehen konnten. Weihnachten einmal anders. Auch schön.

Am nächsten Tag ging es dann los. Die Wettervorhersage hatte zwar für alle Tage Gewitter angesagt, es war aber nur ein wenig bedeckt. Mit dem Bus fuhren wir von dem Ort Puerto de Iguazu zu dem Nationalpark. Und dann ging es mit zwei kleinen Zügen (Schmalspur) (Umsteigen und ca. 30 Minuten Wartezeit), zum Teufelsschlund. Wir hatten großes Glück, den der Teufelsschlund war gerade erst seit drei Tagen wieder zugelassen. Im Juni gab es am Fluss ein Rekordhochwasser, das hatte große Teile von den Wegen zum Teufelsschlund weggerissen. Wir konnten jetzt aber wieder hin. Nachteil: Weihnachten, Weg wieder zugelassen … das heißt: Es war recht voll (darum auch die 30 Minuten Wartezeit beim Zug, wir konnten nicht mit dem ersten mitfahren)….

###### Bild Nasenbär

In der Wartezeit konnte man beobachten, wie sich Touristen und diese Nasenbären gegenseitig das Leben schwer machten. Wir hatten im Vorfeld darüber gelesen und versuchten uns beobachtend dezent im Hintergrund zu halten. Wenn man die ersten dieser Tiere sieht, denkt man unwillkürlich:“Oh wie possierlich, schön ..“, und damit beginnt das Problem. Viele wollen sie streicheln oder locken sie mit Kleinigkeiten zu Essen an. Das finden die Tiere natürlich toll. Und am Umsteigebahnhof warten schon ganz viele von denen und wollen Futter. Das wollen die sich im Zweifelsfall auch aus den Taschen heraus stibitzen. Zack, und schon sind sie gar nicht mehr possierlich, sondern ein Ärgernis, das viele Touristen nun versuchen zu verscheuchen. Die Nasenbären wollen sich aber vom Futter nicht gerne verscheuchen lassen. Kurz gesagt, die Stimmung wird agressiver. Die Touristen haben Futter in ihren Taschen, das die Tiere gerne haben wollen, die Touristen wollen das aber auf einmal nicht mehr her geben … Dann sieht man auch langsam die Warnschilder mit anderen Augen, dass diese Tiere und auch die Affen in der Gegend agressiv werden können. Sie kratzen und beißen zum Teil. Und eigentlich will man ihre Krallen und Zähne ja nicht in Arm oder Bein haben. Tja, vorbei ist mit „possierlich“. Süß aussehen tun sie trotzdem:

######### Bild von so einem Nasenbären

Wir möchten hier ja auch immer ein wenig versuchen die Gefühle herüber zu bringen, die uns so bewegt haben. Dafür muss ich jetzt einmal kurz ausholen und über unsere bisherigen Wasserfallerfahrungen und unsere Erwartungen bei diesen Wasserfällen schreiben. Um dann wieder zu den Iguazu Wasserfällen zurück zu kommen.

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Insbesondere in Australien um Cairnes herum sind wir zu einigen Wasserfällen hingefahren, wobei man bei einigen sogar baden durfte. Schon ein schönes Erlebnis. Ein „Boa“ „Wow“ war das aber nicht. Schon ein „Toll“, aber eben nichts, was uns nachhaltig tief beeindruckt hat. Die eine kleine Süßwasserschildkröte, die uns in dem einen Becken in dem wir badeten anschaute, bleibt uns wohl intensiver in Erinnerung.

Die Niagara Fälle waren ein Erlebnis, das beeindruckend war. Dort habe ich auch zum ersten Mal verstanden, warum es Niagarafälle und nicht Niagarafall heißt. Es sind nämlich wirklich zwei größere Wasserfälle. Schon von Weitem hörte man das Grollen der Wassermassen. Und ja, das war insbesondere von der Nähe beeindruckend! Es ist schwer zu beschreiben, aber Wasser hat auf jeden Menschen ja sowieso immer einen besonderen Effekt. Angefangen, wenn man an einer Küste/Strand/Deich sitzt und auf das Meer schaut – irgendwie beruhigend … wenn man Flüsse sieht, die auf einen zu oder von einem weg fließen, es bewirkt etwas in einem, dieses zu beobachten. Und nun hat man auf einmal riesen große Wassermassen, die mit unglaublicher Macht und Wucht und doch so kontinuierlich beharrlich ihren Weg auf großer Breite in die Tiefe nehmen. Bedrohlich, tief beruhigend – gleichzeitig – irgendwie tief beeindruckend. Einfach „Wow!“.

So, wir hatten nun schon einige Wasserfälle gesehen, und ja, die Niagarafälle haben uns beeindruckt. Wir dachten nun, okay, soll 2.7 km breit sein – wird also entsprechend, bloß eben mehr sein.

Und dann kommt es. Der berühmte Teufelsschlund ist wirklich nur einer von ganz vielen Wasserfällen dieser Iguazufälle. Man geht kilomerterlang durch tropischen Regenwald und hat eigentlich fast überall wieder eine neue Ansammlung von Wasserfällen, die bereits einzeln beeindruckend wären. Und das alles zwischen diesem Wildnis-Dschungel-GrünSchauspiel … immer wieder atemberaubend steht man erstaunt mit offenem Mund minutenlang wie gebannt vor dem nächsten Naturschauspiel. Es ist mit Bildern nicht einzufangen! Es ist mit Bildern und 1000 Worten nicht zu beschreiben. Und doch fürchte ich, wenn ich zu sehr beschreibe, wie uns das beeindruckt hat, das der Nächste der sich dies anschaut, noch mal mehr erwartet und dann evtl. enttäuscht ist. Zumal es Harriet am Anfang auch gar nicht so ging. Bei Harriet kam dieses Gefühl einen Augenblick später und sie fragte sich bis dahin – und laut auch mich, warum sie die Niagarafälle mehr beeindruckt haben. Dann kam die Sonne raus, ich sah, wie sich ihr Mund öffnete und sie einen Augenblick nicht atmete. Es war die Sonne, die ihr fehlte. Mit Sonne kamen die vielen unterschiedlichen Farbtöne viel intensiver heraus und auch ein schöner Regenbogen -> das war es, was ihr fehlte, und es haute auch sie um. Insgesamt sind die Iguazu Wasserfälle für uns nach über einem Jahr unserer Weltreise, das Naturschauspiel, das uns bisher mit am tiefsten positiv beeindruckt hat. Das wäre alleine bereits eine weite Reise wert! Muss ja nicht zu Weihnachten sein. Dennoch, wenn ich im Augenblick befragt würde, welche Wasserfälle ich eher wieder bereisen würde, wären es dennoch die Niagarafälle. Schlicht und einfach: Dort wurden wir nicht so nass, und konnten länger gebannt zuschauen. Nass relativiert sich zwar in tropischen Regionen, denn es ist im Gegensatz zu dem, wie es zu Hause wäre nicht kalt und also auch nicht schlimm – trocknet ja bald wieder, aber dieses „mit Sprtzwasser vollgenebelt werden“ ist doch nicht angenehm und insbesondere für Brillenträger unpassend. Also Vergleich Niagara-Iguazu: Iguazu viel beeindruckender und größer und überhaupt; Eher wieder bereisen: Dennoch Niagara.

Weiterer Argumentationspunkt für Niagara ist, dass der Zugang zu den Niagarafällen deutlich einfacher ist und es keinen Eintritt kostet.

Wenn ich von Gefühlen rede, muss ich aber auch etwas anderes schildern. Wir hatten uns von mehreren möglichen Routen dafür entschieden, die Oberste zum Teufelsschlund zuerst zu nehmen. Hier geht man kilometerlang auf Metallstegen entlang von einer kleinen Insel zur nächsten über einen viele Kilometer breiten Fluss im tropischen Regenwald hinweg. Dabei sahen wir seitlich immer wieder die Reste von alten Steganlagen, die zum Teil weggebrochen und weggeschwemmt halbversengt im Fluss liegen, zum Teil in Anteilen halbverrottet noch neben einem auf dem Fluss stehen. Das hat man keine guten Gefühle, während man so auf einem Metallgittersteg über den Fluss geht.
Einen großen Fisch sahen wir, den ich ohne zu wissen was für einer das tatsächlich ist, für einen Treíra/Wolfsfisch halten würde, der nur auf meinen Angelhaken zu warten schien. Für ihn gut, für uns leider, wanderte er, mangels Angelsachen und Angelerlaubnis im Naturschutzpark, nicht auf unseren Abendbrottisch.

############ Bild vom Fisch.

Von der argentinischen Seite aus sieht man die vielen Wasserfälle niemals auch nur ansatzweise alle auf einmal. Ich würde sie der Einfachheit halber in zwei große Gruppen von Wasserfällen einteilen, A) die, die man links von der Isla de San Martin sehen kann, und B) die, die man rechts davon sehen kann.

Die Empfehlung, die ich immer wieder las und bestätigen kann: Nimm dir für die argentinische Seite zwei Tage Zeit und für die Brasilianische reicht ein halber Tag.
Was wir vor Ort nur durch Zufall erfuhren: Wenn man am zweiten Tag zum ermäßigten halben Preis wieder hinein gehen möchte, muss man am ersten Tag mit seinem Ticket nach dem man wieder heraus gegangen ist, mit einem Lichtbildausweis zu Kasse 6 gehen. Die Dame stempelt das Ticket auf der Rückseite ab, schreibt sich die Ausweisnummer und den Namen auf, und wenn man am nächsten Tag dieses Ticket und seinen Ausweis vorzeigt, vergleicht die Person an der Kasse das mit den Aufzeichnungen vom Vortag und man kann zum halben Preis noch einmal hineingehen. Insgesamt Empfehlung für Leute die dies auch noch mal machen wollen: Auf argentinischer Seite wird ausschließlich Bargeld in argentinischen Peso zum Bezahlen akzeptiert. Keine Kreditkarte, US-Dollar oder sonst was. Menschen, die frisch mit ihrem Flugzeug und Umsteigen von sonst wo her kommen und in das Sheritan-Hotel im Park gelangen wollten, beklagen sich reihenweise, dass es auch für sie keine Ausnahme gibt. Die kommen nach langer Anreise im neuen Land an, sind endlich kurz vor ihrem im Voraus gebuchten Hotel und kommen nicht zu ihrem Hotel, weil sie den im Vergleich zum Hotelpreis geringen Parkeintritt noch nicht in Peso bezahlen können … da würde ich mich auch ärgern.

Okay, zurück zu uns: Wir hatten zwei Tage lang die argentinische Seite besichtigt.
Jeden Tag sagte die Wettervorhersage Gewitter an, aber wir hatten oft bedeckten zum Teil aber auch schön sonnigen Himmel. Am dritten Tag wollten wir auf die brasilianische Seite. Pech … Da war nun das angekündigte Gewitter. Es rummste und donnerte und blitzte und schüttete – da blieben wir lieber unter unserem Dach und dachten uns: Schade, morgen ist Abfahrt, da werden wir die brasilianische Seite wohl leider nicht mehr sehen. Wir hatten aber auch damit Glück. Gegen Mittag klarte der Himmel auf und wir machten uns auf den Weg zum Busterminal. Mit einem Bus fuhren wir auf die brasilianische Seite. Dazu gehört der entsprechende Umweg, Grenzübertritt, Formalitäten, Stempel usw. das dauert dann schon ein knappes Stündchen, bis man auf der brasilianischen Seite ankommt.

Die Brasilianer erzählen einem dann, das auf ihrer Seite alles viel besser sei, als auf der argentinischen und man hier auch mit Karte oder Dollar oder Euro bezahlen könne. Hätten wir vorher gewußt, hätten wir zum guten Umtauschkurs brasilianische Real mitgebracht. In Peso rechneten die rund den doppelten Preis, den wir gerechnet hätten, Dollar oder Euro hat man natürlich nicht passend und würde zu deren Kursvorstellungen das Restgeld in Real bekommen usw. am Ende zahlte ich zähneknirschend mit Karte – das geht dann immerhin.

Wir waren gegen 15:00 Uhr bei den Kassen angekommen, der letzte Bus zurück sollte um 17:00 Uhr gehen (alles argentinische Zeit, 18:00 Uhr wäre die brasilianische Zeit).
Wir eilten und hasteten also die brasilianische Seite der Wasserfälle entlang.
Es wird oft beschrieben, dass man auf der brasianischen Seite einen besseren Überblick über die vielen Wasserfälle bekommen würde. Ich hatte mir also den Überblick erhofft. Nun, besser schon, wirklich überblick, nein. Hätten wir mehr Zeit in Iguazu gehabt, hätte ich mal gefragt, was ein Hubschrauberflug gekostet hätte. Ich glaube, das ist die einzige Chance, dieses große Gebiet voller Wasserfälle die einzeln bereits spektakulär wären, einmal zu überblicken. Auf der brasilianischen Seite bekommt man noch mal andere Blickwinkel und dem einen Wasserfall kommt man näher. Es lohnt sich – keine Frage! 4 Stunden zu haben wären glaube ich mehr als ausreichend gewesen. Mehr Zeit als zwei Stunden wäre auf jeden Fall toll gewesen. Hierbei muss man bedenken.
Von den Kassen aus stellt man sich in einer Schlange an, bis man in einen doppelgeschossigen, oben offenen Bus steigt, der einen zu den Fällen bringt. Ein kleines Spektakel war, dass die Insassen eines Busses die Insassen von entgegenkommenden Bussen mit lautem Johlen begrüßten. Dass klang dann toll Huiii …. Wenn man zurück will, stellt man sich wieder in einer Schlange an, um mit dem Bus zurück zum Ausgang zu kommen. Wir waren an den Wasserfällen und den zum Teil dicht gedrängten Menschenmassen vorbei gehastet und beschlossen um 16:10 Uhr, als wir alle wichtigen Ausblicksplätze abgehakt hatten, lieber den Bus zum Ausgang zu nehmen, um bloß nicht den letzten Bus um 17:00 Uhr zu verpassen. Nun standen wir in der Schlange für den Bus zum Ausgang und die Zeit verstrich … Am Ende nach der Busfahrt rannten wir durch den Ausgang und waren 16:57 Uhr am Bus, der auch pünktlich um 17:00 Uhr losfahren wollte, jedoch noch ein paar mal stoppte, weil Leute angerannt kamen – um 17:10 war der Bus aber definitiv auf dem Weg zurück nach Argentinien und wer da nicht da war, hatte Pech. Der Bus war rappedickevoll und wir waren froh, noch zwei erträgliche Stehplätze mit Festhaltemöglichkeit zu haben.
Am nächsten Morgen packten wir unsere Rucksäcke, hatten noch einmal eine nette Unterhaltung mit Mila, der Tochter unseres Zimmerwirtes. Spielten ein wenig mit den beiden supernetten Hunden des Hauses, und hatten eine nette Unterhaltung mit zwei französischen Weltreisenden, die gerade erst ihre Weltreise anfingen. Dann ging es mit dem Flugzeug zurück nach Buenos Aires.

In Buenos Aires standen wir mit unseren Rucksäcken vor dem Tresen unseres Hostels, erfuhren, dass unsere bestimmt über zehn mal fest versprochen reservierten Betten vergeben seien und mussten so am Abend auf die Schnelle eine neue Unterkunft suchen. Auf der Straße wurden unsere Rucksäcke noch einmal mit dieser stinkenden Flüssigkeit bespüht, unsere sofortige Wut machte aber auch Einiges deutlich. Niemand versuchte auch nur in die Nähe unserer Rucksäcke zu kommen. Zum Glück haben wir ja immer unsere Raincover über den Rucksäcken. Die Reinigung später fiel also auch relativ einfach aus. Nachdem wir zwei Nächte in einem bezahlbaren Hotel verbrachten um unsere Sprachschule einigermaßen vordergründig durchführen zu können, fanden wir dann ein Schnäppchen. Jetzt sitzen wir zu einem Preis, der günstiger ist als das einfache Hostel in dem wir die erste Zeit waren, in einem Hotel mit großem Zimmer, Küchenzeile usw. und können uns darauf konzentrieren Spanisch zu lernen.

Die Vorstellung, das wir mit ein paar Wochen Spanisch lernen diese Sprache ausreichend können würden, um uns auf den Straßen ausreichend verständigen zu können war aber viel zu hoch gegriffen. Nächste Woche lernen wir noch die Vergangenheitsform, und dann soll Reisen wieder im Vordergrund stehen.
Nächste Station soll dann Mendoza werden. Von Mendoza aus, soll es dann irgendwann nach Chile gehen.

Florida VI

Florida VI

29.
Früh standen wir auf und fuhren zum Frühstück zu Scott und Marieanne. Die Beiden haben ein imposantes Haus mit Pool und Boot an einem der vielen Kanäle in Florida.
Scott hat sich als gut verdienender Rentner einen 3D-Drucker gekauft dessen Ergebnisse er uns gerne zeigte. Kommt natürlich in einem Mann das Gefühl auf:“Das Spielzeug will ich auch!!“ Schon toll, aber definitiv nichts für den Rucksack.
Hier Bilder wie die Beiden einen 3D-Scan von Phil machen.
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So könnte man die Kunststoffversion von Phil drucken: 😉
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Nachdem Frühstück fuhren wir mehrere Stunden lang Richtung Everglades und fanden einen guten anderen Anbieter (als geplant) früher auf dem Weg für eine Airbootfahrt. Als Kind hab ich so ein Boot das erste Mal im Fernsehen gesehen und wie man damit durch die Everglades fahren kann. Seit dem wollte ich gerne mal in so einem Sitzen. Selber fahren wäre natürlich noch toller, aber ist vorerst auch total illusorisch. Diese Dinger sind sehr flach, mit so gut wie keinem Tiefgang und der Antrieb erfolgt über einen großen Propeller in der Luft. Durch diesen Antrieb, und dadurch dass sie sehr rasch ohne Verdrängung in Gleitfahrt sind werden recht schnell und sind leider auch laut wie ein Flugzeug.
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Damit brausten wir nun 60 Minuten durch die Everglades und sahen diese und diverse Tiere in dieser Welt. Alligatoren natürlich, eine blaue Krabbe (schon recht großes Teil) und diverse Vogelarten.
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Anders als im Fernsehen imponieren einem die Everglades nicht nur durch ihr besonderes Aussehen, sondern auch durch eine Ausdehnung die ich mir nicht soooo groß vorgestellt hätte. Diese Ausdehnung bekommt man aber auch nur mit, wenn man wie wir vom Norden kommend und dann Richtung Miami fährt. Zwei Tage später sollten wir noch bis Miami fahren, wenn ich mir vorstelle, ich hätte von Miami aus ein Tour bis zu einem der großen Anbieter in der relativen Nähe gebucht, dann würde man diesen Effekt „Da kannst man stundenlang durchfahren“ nie so erleben.
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Nach der Fahrt durften wir alle einmal mit einer Baby-Version eines Alligators knuddeln.
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30.11.
Diesen Tag ließen wir alle zusammen wieder etwas ruhiger angehen. Scott und Marieanne kamen diesmal zu uns zum Frühstück. Danach fuhren wir am Ort weiter Richtung
West- bzw. Golf-Küste und schauten uns einige Geschäfte und Boote und Autos die an diesem Steg- oder Warf-artigen Souvenirläden, Eigentumswohnungen Boote bereich zu sehen waren. War schnuckelig und hat Spaß gemacht. Leider hatten wir an diesem Tag keine Kamera dabei.

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Abfahrt 2 Stunden durch die Everglades dann Flughafen wo wir gerade sitzen und ich dieses Schreibe und später noch Bilder und Nachbearbeitung erfolgen müssen. Die Everglades haben uns wieder imponiert.

Abschließend – Wir wissen gar nicht, wie wir vor Allem Debra und Phil danken sollen. Sie haben sich so sehr merklich gefreut uns begrüßen zu dürfen und haben sich monatelang Gedanken gemacht. Neben all den hier erwähnten Touren und Besuchen und Besichtigungen machten sie stundenlange Fahrten mit uns und und und … sie halfen uns Dinge zu organisieren die in den USA nur mit Ihnen möglich waren die uns jetzt beim Reisen weiter helfen werden. Liebe Cousine Debra, lieber Phil – ihr seit phantastisch!!! DANKE!!! Danke auch auch vor Allem an Allen, aber auch Marina, Scott und Marieanne die alle ihren Teil beigetragen haben. Nicht alles was Debra, Phil, Allen, usw. für uns tolles getan haben will ich hier so offen schreiben – aber die wissen das sicher selbst was ich damit meine – Toll und noch mal Danke!

Florida V

Florida V

25.
Ein Tag für wichtige Einkäufe und Reparaturen. Meine Schuhe sind nach einem Jahr durch die Welt latschen eben ausgelatscht. Zeit für Ersatz. Thema Schuhe ist bei mir aber leider kompliziert. Der eine drückt hier, der zweite zwickt da, der zwölfundachzigste hat immer noch eine Stelle, die mir nach einiger Zeit zu schaffen machen würde. Faltbare Sitzkissen sind ein unglaublich praktischer Reisebegleiter, leider aber vergisst man sie aber eben auch nur allzuleicht auf einer Bank, auf der man eine Zeit lang mit ihnen schön warm gemütlich gesessen hat. Auch hier war Ersatz nötig. Diverse kleine Reparaturen standen ebenfalls an. Zack, wieder war ein Tag um.

Die Hülle meines Smartfones nach einem Jahr Weltreise.
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An diesem Tag liefen auch einige wilde Truthähne vor dem Haus herum. Einstimmung auf Thanksgiving.
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26.
Heute wollte Debra Thanksgiving vorbereiten und Phil hatte Zeit. Geplant war diesmal die Hollywood Studio World. Allen fuhr uns wieder in die Disney World. Am Eingang der Hollywood Studio World die Überraschung. Die Hollywood Studio World fiel wieder aus. Diesmal war diese für unsere etwas speziellen Hoppertickets ausgetragen, da jetzt besondere Festtage bereits da waren.
Stattdessen fuhren wir noch einmal nach Epcot. Diesmal mit Phil. Phil hat mit seinem normalen Gang eine Geschwindigkeit, dass es nicht einfach ist da mit zu kommen. Ich habe versucht seine Gangtechnik zu verstehen, aber die bleibt mir vorerst noch verschlossen. Natürlich machten wir als erstes wieder eine Mission zum Mars. Jedesmal wieder toll.
Einfach noch mal ein paar Bilder aus unterschiedlichen Welten in Epcot:
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Wir machten viele Fahrten auch auf der „Teststrecke“ von Chevrolet – ui, das war ganz schön schnell !
Wieder ein Tag voller Erlebnisse, der wie im Flug verging.

27.11.  Thanksgiving
Zu Gast waren Allen und seine Partnerin Marina. Thanksgiving ist ein gemütliches Fest. Man sitzt zusammen, isst gemeinsam Truthahn. Man redet und schaut evtl. die Thanksgivingparade von Macys in New York im TV. Es gibt keine Geschenke oder andere zusätzlichen Stressfaktoren.
Hintergrund dieses Festes, ist dass die ersten Siedler damals nur dadurch überlebt haben, weil die Indianer ihnen gezeigt haben wie man in diesem Land landestypische Sachen säht, erntet und z.B. die hier vorkommenden Truthähne jagt. Diesem Umstand dankt und gedenkt man bis heute den ersten Siedlern und den hilfreichen Indianern (die dann die entsprechenden Jahrzehnte später bekämpft und vertrieben wurden …).
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Ein paar Tage zuvor hatten wir ja noch wilde Truthähne zur Einstimmung direkt vor dem Haus gesehen:

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28.
Der Tag nach Thanksgiving heißt Black-Friday. Der ist nicht dafür da, an den bei uns bekannten schwarzen Freitag zu gedenken, der der Beginn der großen Weltwirtschaftskrise nach dem ersten Weltkrieg war, sondern ist ein Verkaufsfest. Es gibt besondere Angebote, wie sie sonst kaum zu finden sind. Z.B. einen besonders großen Fernseher für ca. 200$. Davon sind dann zwar nur insges. 10 im Laden, aber darum gehen die Leute zum Teil sogar bereits am Tag davor vor dem Eingang zelten, um ihre Black-Friday schnäppchen zu machen. Über 20% des Jahresumsatzes im Einzelhandel wird allein an diesem Tag gemacht. Wir sahen dies nur aus der Ferne und verbrauchten unsere Zeit nicht im Einkaufswahnsinn. Wir fuhren an die Südküste Floridas Richtung Port Charlotte, wo wir die Eigentumswohnung von anderen Freunden von Debra und Phil würden nutzen können, die diese grad nicht brauchten.
Nach Ankunft setzten wir uns erst mal in einem Restaurant mit anderen Freunden von Phil und Debra also mit Scott und Marieanne zusammen. Das wurde ein netter Abend.

Frohes Fest

Liebe Leser,

es gibt ja immer so viel zu berichten, wir kommen mit dem Schreiben nicht hinterher.
In Vorbereitung sind folgende Artikel, die bald Stück für Stück erscheinen werden:
Florida IV Space – Entwurf
Florida V – Entwurf
Florida VI – Entwurf
Buenos Aires – Entwurf

Gleich veröffentlichen wir schon mal einen recht aktuellen Artikel mit dem Namen
“Nikolaus in San Telmo”.

Damit möchten wir all unseren Lesern auch bereits ein frohes, vielleicht besinnliches, auf jeden Fall schönes Weihnachtsfest wünschen, und einen guten Rutsch in das neue Jahr – kaum zu fassen – 2 0 1 5

Liebe Grüße in alle Welt senden und (der Rest der Welt möge verzeihen), besonders nach Deutschland

Harriet und Wolfgang

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Florida IV Space

Florida IV Space

24.
Space Center Cape Caneverall
Phil hatte endlich frei bekommen und so gingen wir mit ihm zum Space Center Cape Caneverall. Er liebt es und Debra sagt sie hat es inzwischen zu oft gesehen. So waren wir wieder zu dritt unterwegs.
Diesmal waren wir in einem Leihwagen unterwegs.
Cape Caneverall. Ein Ort der Weltraumgeschichte. Wer mich von Kindheit an kennt, weiß, dass mein großer Kindheitstraum war einmal Astronaut zu werden. (OK, ging wohl den meisten Jungs in meinem Alter so – ich gehörte zu den etwas intensiveren…). Boa, was hab ich mich damals belesen. Damals wußte ich von den meisten Planeten unseres Sonnensystems Werte wie die Größe, Dauer einer Sonnenumrundung und vieles mehr auswendig. Heute hab ich viel vergessen. Was ich nie vergessen werde, sind meine Träume wenn ich die Beschreibungen von Astronauten las, wie unbeschreiblich echte Schwerelosigkeit ist, wie vom Weltraum aus Sonnenauf- und Sonnenuntergänge aussehen. Wie sehr man sich fragt, wenn man da oben ist und die empfindliche Erde mit so wenig schützender Atmosphäre sieht, warum die Menschen miteinander nicht besser umgehen. Ich hätte das sooooooo gerne einmal selbst erlebt. OK, heute erlebe ich mit Harriet zusammen so einiges auf der Oberfläche dieses empfindlichen Gebildes. Jetzt eben auch, dass ich der Technik meines damaligen Traumes näher kommen sollte.
Auf dem Gelände stehen diverse Raketen – ganz schön imponierend groß! Zu sehen ist die original Atlantis, die als Spaceshuttle rund 30 Missionen im All war. Ein tolles Gefühl vor diesem Teil zu stehen und zu wissen, dass das keine Nachbildung ist, sondern damit wirklich Menschen im All waren und zumindest mit der Atlantis immer sicher zurück gekommen sind. Dem Original kann man zwar recht nah kommen, hineinsetzen oder ähnliches kann man sich aber nur in nachgebildeten Anteilen in dem gleichen Gebäude. Das ist aber auch schon ganz schön imposant. Wir hatten auch eine Spezialtour gebucht wo wir mit einem Bus über das wirklich große Gelände gefahren wurden. Diese Dimensionen hatte ich mir nie so groß vorgestellt, wie wir sie jetzt sahen. Selbst mit dem Bus brauchten wir von der riesigen Halle in der die Raketen oder später die Shuttel mit ihren Startraketen zusammen gebaut wurden, bis zum Startplatz so einige Minuten. Dieses Raupenfahrzeug, dass die Raketen getragen hat, wird erst so richtig imposant, wenn man die größe der Raketen zuvor bereits gesehen hat. Kein Wunder, dass das im Schneckentempo fahren musste. Und wenn man sich diese Raketen als potentiell riesige Bomben vorstellt, dann ist auch klar, warum man so viel Abstand halten will zwischen Startplatz und allem, was evtl. auch im Falle einer Explosion noch Wert behalten soll. Ich habe diese Sachen erst hier richtig nachempfinden können, obwohl ich die als Kind schon so oft gelesen hatte.

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Man sieht gar nicht, wie groß die Dinger sind. Wenn man sie mit auf das Bild bekommen möchte, dann muss man so weit von ihnen weg gehen, dass man das dann nicht mehr sieht. Ein Mensch direkt neben so einer Rakete wäre kaum zu sehen. In einer Halle sahen wir später eine Saturn V Rakete in der Version für die Apolloprogramme. Gefühlt war die noch mal ein Stück größer.

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Das Ende der größten ersten Stufe (nicht mit der zweiten oder dritten Stufe verwechseln, die man noch ausreichend sehen kann) kann man hinten auf dem Bild – ja gaaaanz weit hinten!! – nur noch erahnen.

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Dieses ist das Gebäude, wo Raketen, Shuttle mit ihrem Antrieb usw. montiert werden. (VAB Vehicle Assembly Building = Gefährt Zusammenbau Gebäude). Auf den Bildern sieht man gar nicht wie groß das ist, weil es nun mal etwas entfernt steht. Es ist die weltweit größte Halle. Sie ist groß und hoch genug, dass es hier ein eigenes Wetter geben kann. So kann es z.B. in der Halle regnen.

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Solarladestation auch zur Aufladung von Elektroautos. Als Phil hier eine Zeit lang als Computerspezialist gearbeitet hat, durfte er sein Elektoauto aber nicht hier laden. Dies für private Zwecke zu nutzen war im Reglement nun mal nicht vorgesehen, eine Bezahlung hätte keiner verrechnen können, umsonst abgeben geht auch nicht… staatliche und große Einrichtung eben.

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Harriet und ich fassen hier ein Stück Stein vom Mond an. Wir waren damit also auch schon auf dem Mond – zumindest mit den Fingern *Augenzwinker*

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Florida III

Florida III

21.11.
Winterpark
Heute mal kein Disney fuhren wir nach Winterpark. Mit dabei waren Debra, Phil, Allen, Allens Partnerin Marina und wir. Winterpark ist ein schnuckeliger Ort, wo ein nicht unerheblicher Anteil der Anwohner sich auch vermögend nennen darf. Unter Anderem wohnen oder wohnten hier Menschen wie die Familie Walgreen (große Drogeriemarktkette in den USA) oder Tiffany. Ein kleines Museum widmet sich insbesondere intensiv der Arbeit und dem Leben der Tiffanys. (Wer den Begriff Tiffany-Arbeit nicht kennt, bitte googeln, Vereinfacht gesagt waren die Familie Tiffany sowas wie Designer, die den Tiffany-Stil populär gemacht haben.)
Einfach ein schnuckeliger Ort. Auf einer Bootstour sahen wir einige schöne Häuser von der Wasserseite – Hier ein Beispiel:
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22.11.
Computertag für Argentiniensachen (finden einer Unterkunft, einer Sprachschule usw.) Außerdem nutzten wir viel Zeit für Familiengespräche über z.B. unsere Väter und unsere Mütter und ich konnte Phil in einigen gesundheitlichen Sachen helfen. Der Tag war so schnell um als ob es nur ein halber gewesen wäre.

23.
Cocoa Beach Strandtag – einfach schön, trotz großer Wellen – dadurch war die Sichtweite schlecht und das Wasser nicht zum Schnorcheln geeignet 🙂 (Harriet sagt gerade: „Außerdem war das Wasser kalt!“ – Ich muss zugeben, das erste Hineingehen war eine kleine Überwindung nachdem wir aus KohTao noch immer fast konstante 29°C Wassertemperatur gewöhnt sind. )
Bilder haben wir keine gemacht.

Florida II

Florida II

20.11.
Wieder fuhr uns Allen in die Disney World. Und noch mal unseren Dank.
Unser erstes Ziel war
Animal Kindom.

Gleich am Eingang fanden wir die Wein-Lady. Man muss schon genau gucken, um sie zu erkennen. Im Original bewegt sie sich anmutig von Zeit zu Zeit.
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In Animal Kindom hat man einen Disney-Zoo. Der war auch sehr schön. Als erstes machten wir eine Fahrt zum Yeti auf den Disney-Mount-Everest – die war toll. Es war eine Art Achterbahn durch dunkle Tunnel und scheinbare Bergabschitte. Harriet und ich hatten die erste Reihe und auf einmal erschien bei voller Fahrt direkt vor uns – huhuhu- das abgerissene Ende der Strecke (natürlich nicht echt). Die Rodelbahn hielt knapp rechtzeitig und dann ging es erst mal rückwärts huiiiii … als wir weit genug zurück waren, wurde die Weiche umgestellt und es ging wieder geradeaus die restliche Strecke mit weiteren huiiiis . Guter Spaßfaktor.

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Danach gingen wir zu einer Kilimanscharo-Safari. Da die Amerikaner Kilimanscharo so aussprachen, dass ich „kill a mancharo“ verstand, fragte ich natürlich, was ein Mancharo ist und wie ich den denn nun auf der Safari killen soll. Aber diese Frage wollte mir keiner vernünftig beantworten. *grins* Mit Autos, die sicher mal Busse waren aber jetzt wie Jeeps aussahen die schon so manche Safari mitgemacht haben, ging es nun durch die Tierwelt Afrikas.

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Das war auch toll, und sogar die Betonpisten die durch zum Teil richtige kleine Flüsschen führten waren so bearbeitet, dass sie wie Matschpisten aussahen. Sogar die Termitenhügel sahen echt aus. Hier sahen wir von Löwen über Zebras und Giraffen, Nashörner usw. Die Tiere waren nicht nachgebildet. *Augenzwinker*.
Einfach mal wieder ein paar Bilder aus dieser Welt

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Wir sahen noch eine imposante Vogelshow, Gorillas, Tiger und gaaaanz vieles Anderes. Dann wollten wir weiter in die Hollywood Studio World.

Hollywood Studio World
Die Hollywood Studio World fiel aus. Die hatte früher geschlossen, um auf bevorstehende Festtage besser vorbereitet werden zu können.
Stattdessen fuhren wir noch einmal nach Magic Kingdom.

Magic Kingdom

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Hier schauten wir uns diesmal die Disney-Version des alten amerikanischen Westens an. Mit Tom-Sawyer-Sachen usw.

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Man konnte einem Dampfschiff beim fahren zusehen, konnte dem Piraten Jack Sparrow zusehen, eine Piratentour mitmachen (in einem kleinen Boot wie durch eine Art Geisterbahn, nur eben durch die Piratenwelt) usw. Interessant ist jedes mal wieder, wie sehr alles sicher einerseits eben eine Disney-Version ist, andererseits dies aber wirklich bis in das letzte kleine Detail durchgezogen wird. Unordentlich herumliegende Seile sind extra festgeklebt, damit niemand sowas „durcheinander bringt“.
Danach ging es in eine richtige Geisterbahn, die ihres gleichen sucht. War unheimlich.

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Überhaupt sind eben diese vielen vielen Dinge, die ein Gesamtbild ausmachen, das, was in der Disney World das eigentliche Erlebnis ausmachen.
Am Ende war dann noch ein Disney-Klassiker dran!
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