Archiv für den Monat: Dezember 2014

Florida VI

Florida VI

29.
Früh standen wir auf und fuhren zum Frühstück zu Scott und Marieanne. Die Beiden haben ein imposantes Haus mit Pool und Boot an einem der vielen Kanäle in Florida.
Scott hat sich als gut verdienender Rentner einen 3D-Drucker gekauft dessen Ergebnisse er uns gerne zeigte. Kommt natürlich in einem Mann das Gefühl auf:“Das Spielzeug will ich auch!!“ Schon toll, aber definitiv nichts für den Rucksack.
Hier Bilder wie die Beiden einen 3D-Scan von Phil machen.
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So könnte man die Kunststoffversion von Phil drucken: 😉
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Nachdem Frühstück fuhren wir mehrere Stunden lang Richtung Everglades und fanden einen guten anderen Anbieter (als geplant) früher auf dem Weg für eine Airbootfahrt. Als Kind hab ich so ein Boot das erste Mal im Fernsehen gesehen und wie man damit durch die Everglades fahren kann. Seit dem wollte ich gerne mal in so einem Sitzen. Selber fahren wäre natürlich noch toller, aber ist vorerst auch total illusorisch. Diese Dinger sind sehr flach, mit so gut wie keinem Tiefgang und der Antrieb erfolgt über einen großen Propeller in der Luft. Durch diesen Antrieb, und dadurch dass sie sehr rasch ohne Verdrängung in Gleitfahrt sind werden recht schnell und sind leider auch laut wie ein Flugzeug.
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Damit brausten wir nun 60 Minuten durch die Everglades und sahen diese und diverse Tiere in dieser Welt. Alligatoren natürlich, eine blaue Krabbe (schon recht großes Teil) und diverse Vogelarten.
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Anders als im Fernsehen imponieren einem die Everglades nicht nur durch ihr besonderes Aussehen, sondern auch durch eine Ausdehnung die ich mir nicht soooo groß vorgestellt hätte. Diese Ausdehnung bekommt man aber auch nur mit, wenn man wie wir vom Norden kommend und dann Richtung Miami fährt. Zwei Tage später sollten wir noch bis Miami fahren, wenn ich mir vorstelle, ich hätte von Miami aus ein Tour bis zu einem der großen Anbieter in der relativen Nähe gebucht, dann würde man diesen Effekt „Da kannst man stundenlang durchfahren“ nie so erleben.
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Nach der Fahrt durften wir alle einmal mit einer Baby-Version eines Alligators knuddeln.
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30.11.
Diesen Tag ließen wir alle zusammen wieder etwas ruhiger angehen. Scott und Marieanne kamen diesmal zu uns zum Frühstück. Danach fuhren wir am Ort weiter Richtung
West- bzw. Golf-Küste und schauten uns einige Geschäfte und Boote und Autos die an diesem Steg- oder Warf-artigen Souvenirläden, Eigentumswohnungen Boote bereich zu sehen waren. War schnuckelig und hat Spaß gemacht. Leider hatten wir an diesem Tag keine Kamera dabei.

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Abfahrt 2 Stunden durch die Everglades dann Flughafen wo wir gerade sitzen und ich dieses Schreibe und später noch Bilder und Nachbearbeitung erfolgen müssen. Die Everglades haben uns wieder imponiert.

Abschließend – Wir wissen gar nicht, wie wir vor Allem Debra und Phil danken sollen. Sie haben sich so sehr merklich gefreut uns begrüßen zu dürfen und haben sich monatelang Gedanken gemacht. Neben all den hier erwähnten Touren und Besuchen und Besichtigungen machten sie stundenlange Fahrten mit uns und und und … sie halfen uns Dinge zu organisieren die in den USA nur mit Ihnen möglich waren die uns jetzt beim Reisen weiter helfen werden. Liebe Cousine Debra, lieber Phil – ihr seit phantastisch!!! DANKE!!! Danke auch auch vor Allem an Allen, aber auch Marina, Scott und Marieanne die alle ihren Teil beigetragen haben. Nicht alles was Debra, Phil, Allen, usw. für uns tolles getan haben will ich hier so offen schreiben – aber die wissen das sicher selbst was ich damit meine – Toll und noch mal Danke!

Florida V

Florida V

25.
Ein Tag für wichtige Einkäufe und Reparaturen. Meine Schuhe sind nach einem Jahr durch die Welt latschen eben ausgelatscht. Zeit für Ersatz. Thema Schuhe ist bei mir aber leider kompliziert. Der eine drückt hier, der zweite zwickt da, der zwölfundachzigste hat immer noch eine Stelle, die mir nach einiger Zeit zu schaffen machen würde. Faltbare Sitzkissen sind ein unglaublich praktischer Reisebegleiter, leider aber vergisst man sie aber eben auch nur allzuleicht auf einer Bank, auf der man eine Zeit lang mit ihnen schön warm gemütlich gesessen hat. Auch hier war Ersatz nötig. Diverse kleine Reparaturen standen ebenfalls an. Zack, wieder war ein Tag um.

Die Hülle meines Smartfones nach einem Jahr Weltreise.
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An diesem Tag liefen auch einige wilde Truthähne vor dem Haus herum. Einstimmung auf Thanksgiving.
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26.
Heute wollte Debra Thanksgiving vorbereiten und Phil hatte Zeit. Geplant war diesmal die Hollywood Studio World. Allen fuhr uns wieder in die Disney World. Am Eingang der Hollywood Studio World die Überraschung. Die Hollywood Studio World fiel wieder aus. Diesmal war diese für unsere etwas speziellen Hoppertickets ausgetragen, da jetzt besondere Festtage bereits da waren.
Stattdessen fuhren wir noch einmal nach Epcot. Diesmal mit Phil. Phil hat mit seinem normalen Gang eine Geschwindigkeit, dass es nicht einfach ist da mit zu kommen. Ich habe versucht seine Gangtechnik zu verstehen, aber die bleibt mir vorerst noch verschlossen. Natürlich machten wir als erstes wieder eine Mission zum Mars. Jedesmal wieder toll.
Einfach noch mal ein paar Bilder aus unterschiedlichen Welten in Epcot:
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Wir machten viele Fahrten auch auf der „Teststrecke“ von Chevrolet – ui, das war ganz schön schnell !
Wieder ein Tag voller Erlebnisse, der wie im Flug verging.

27.11.  Thanksgiving
Zu Gast waren Allen und seine Partnerin Marina. Thanksgiving ist ein gemütliches Fest. Man sitzt zusammen, isst gemeinsam Truthahn. Man redet und schaut evtl. die Thanksgivingparade von Macys in New York im TV. Es gibt keine Geschenke oder andere zusätzlichen Stressfaktoren.
Hintergrund dieses Festes, ist dass die ersten Siedler damals nur dadurch überlebt haben, weil die Indianer ihnen gezeigt haben wie man in diesem Land landestypische Sachen säht, erntet und z.B. die hier vorkommenden Truthähne jagt. Diesem Umstand dankt und gedenkt man bis heute den ersten Siedlern und den hilfreichen Indianern (die dann die entsprechenden Jahrzehnte später bekämpft und vertrieben wurden …).
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Ein paar Tage zuvor hatten wir ja noch wilde Truthähne zur Einstimmung direkt vor dem Haus gesehen:

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28.
Der Tag nach Thanksgiving heißt Black-Friday. Der ist nicht dafür da, an den bei uns bekannten schwarzen Freitag zu gedenken, der der Beginn der großen Weltwirtschaftskrise nach dem ersten Weltkrieg war, sondern ist ein Verkaufsfest. Es gibt besondere Angebote, wie sie sonst kaum zu finden sind. Z.B. einen besonders großen Fernseher für ca. 200$. Davon sind dann zwar nur insges. 10 im Laden, aber darum gehen die Leute zum Teil sogar bereits am Tag davor vor dem Eingang zelten, um ihre Black-Friday schnäppchen zu machen. Über 20% des Jahresumsatzes im Einzelhandel wird allein an diesem Tag gemacht. Wir sahen dies nur aus der Ferne und verbrauchten unsere Zeit nicht im Einkaufswahnsinn. Wir fuhren an die Südküste Floridas Richtung Port Charlotte, wo wir die Eigentumswohnung von anderen Freunden von Debra und Phil würden nutzen können, die diese grad nicht brauchten.
Nach Ankunft setzten wir uns erst mal in einem Restaurant mit anderen Freunden von Phil und Debra also mit Scott und Marieanne zusammen. Das wurde ein netter Abend.

Buenos Aires

Dieser Artikel soll pünktlich am 24.12.2014 um 00:01 Uhr erscheinen, wenn das klappt, sollten auch am 25. und 26.12. jeweils ein Artikel um 00:01 Uhr erscheinen – so wünschen wir erneut allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest!

Buenos Aires

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Darf ich vorstellen? Das sind Wolfgang und Mafalda, die da (v.r.n.l.) auf der Bank sitzen. Die anderen sind die Freunde von Mafalda. Ihr kennt Mafalda nicht? Wir vor unserem Aufenthalt in Buenos Aires auch nicht. Doch die kleine Lady ist eine Berühmtheit in Argentinien und ganz viele Argentinier lieben diese Cartoonfigur. Sie ist übrigens seit 50 Jahren 5 Jahre alt und ziemlich schlau. Wer Genaueres über sie wissen will, findet natürlich einen Artikel bei Wikipedia über Mafalda.

Doch nun wieder zu uns.

Nach einem Zwischenhalt in Bolivien sind wir gut in Buenos Aires angekommen. Vom Flughafen nahmen wir ein Taxi, denn die Vorstellung, mit dem Gepäck zwei Stunden im Linienbus zu sitzen und nicht zu wissen, wo man aussteigen muss, gefiel uns dann doch nicht ganz so gut. Unsere Unterkunft lag im berühmten Stadtteil San Telmo. San Telmo ist das pulsierende Viertel, wo der Tango, die Kunst und die Leichtigkeit des Seins allgegenwärtig sind. Gleichzeitig spürt man überall eine deutliche melancholische Grundstimmung. Interessante Mischung.
Jeden Morgen bekamen wir unser Frühstück (4 leckere Kuchenstückchen und eine Thermokanne für Kaffee) gebracht. Da wir es immer gleich verdrückt haben, gibt es hiervon kein Foto. Gut gestärkt ging es dann los. Wir wohnten fast ganz am westlichen Ende der Straße „Bolivar“ die sich sehr lang durch San Telmo zieht und parallel zur „Defensa“ verläuft. Die ersten Tage liefen wir uns die Füße brennend diese beiden Straßen entlang, um die Atmosphäre des Stadtviertels zu schnuppern. Hier ein paar Eindrücke

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Überall überraschen Menschen mit ihren Ideen einen. Dieser Mann stand so da und bewegte sich selten in eine neue Pose. Während sich die Welt um ihn herum sich bewegte. Witzig, oder?

Besonders zu Nikolaus war hier einiges los, was ich aber in einem anderen Beitrag näher berichte. Später fuhren wir dann mit dem Bus ins Zentrum, um weitere Sehenswürdigkeiten anzusehen. Buenos Aires hat Charme durch seine, für den amerikanischen Kontinent, alten und verzierten Gebäuden. Diese sollten bewusst an Paris erinnern, so dass hier eben dieser und kein „kolonialer“ Architekturstil zu finden ist.

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Der Obelisk erinnerte uns stark an Washington D.C.
Der Obelisk ist aber etwas eigenes. Die Straße, die ihr hier seht, ist die breiteste der Welt. An der Stelle, wo heute der Obelisk steht, stand früher einmal eine Kirche. Die Breite der Straße kann man auf einem Bild nur erahnen. Je Richtung sind je eine 4 (3+1 Parkspur) und eine 5 spurige Autofahrbahn mit einem Grünstreifen dazwischen. Dann gibt es wieder mit großzügigen Grünstreifen sowohl voneinander als auch untereinander getrennt je Fahrrichtung noch einmal zwei Spuren für Busse. Vereinfacht sind es also 22 Spuren plus die großzügigen Grünstreifen. Wir brauchen zum Überqueren jedes mal mehrere Grünphasen.
Selbst mit Panoramabildern kann man das nicht richtig zeigen.
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Eine Kirche mit den Gebeinen vom Nationalhelden José de San Martín. Wer genau schaut sieht evtl. rechts an der Kirche eine ewige Flamme, die zu seinen Ehren ständig brennt. Die Architektur dieser Kirche soll bewusst eher an einen Tempel erinnern. Schließlich wurde sie zu Zeiten der Aufklärung gebaut und Argentinien wollte zeigen, wie aufgeklärt es ist.

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Bild aus der Galerie im Casa rosada

Hier sind wir schon am Plaza de Mayo. Vom Gebäude für den Kongress bis zum Casa rosada geht die Avenida de Mayo, die an die Champs elysees in Paris erinnern sollte.

Auf dem Plaza de Mayo und mit dem Casa rosada verbindet sich viel argentinische Geschichte. Nur drei Beispiele Eva Peron (bei uns oft vor allem durch das Musical (Evita) bekannt (Don’t cry for me Argentina)), hielt unter anderem eine ihrer berühmten Reden vom Balkon des Casa rosada. 2001 musste der Präsident von hier mit einem Hubschrauber vor Demonstranten fliehen. Berühmt sind auch die „Madres de Plaza de Mayo“ ihr Symbol das typische Kopftuch findet man auf dem Plaza de Mayo auf den Boden gemalt.
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Plaza de Mayo  – noch ein weiteres Bild und ein Ausschnitt davon folgen
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Ein Bild aus dem Museo … über die „Madres de Plaza de Mayo“ die trotz Demonstrationsverbot während einer der (waren es 6?) Militärdiktaturen in Argentinien dafür sorgten, dass ihre verschleppten Kinder nicht in Vergessenheit gerieten. So manche eine von ihnen ist dann auch selbst eine „Vermisste“.

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Das berühmte Café Tortoni  (das älteste Café von Buenos Aires) liegt auch in der Avenida de Mayo.

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Hier in der Avenida Corrientes sitzen Alberto Olmedo und Jorge Porcel – zwei in Argentinien recht bekannte „Humorista“ mit Wolfgang auf der Bank. Wenn man von berühmten Leuten spricht, kommt auch immer wieder Carlos Gardel ins Gespräch, ein berühmter Tangosänger. Zu erkennen ist Carlos Gardel eigentlich nur mit Hut. Ohne Hut würden wir ihn wohl nicht erkennen. 😉

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Mann mit Hut = Carlos Gardel? ? ? *nachdenken* Bestimmt!

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Bald „hinter“ dem berühmten „Casa rosada“ am Plaza de Mayo kommt man in diesen Dique (Deich) genannten modernen Bereich mit einigen Hotels oberhalb unseres Budgets.

Zudem sieht man vor allem in San Telmo, La Boca aber auch dem Stadtzentrum hier und da ein Restaurant, wo ein schön gekleidetes Paar Tango für die Gäste tanzt (und dann mit dem Hut rum gehen 😉 ). So ist es nicht zwingend erforderlich, eine Tangoshow zu besuchen und man sieht Tango kostenlos, wenn man sich gut im Hintergrund aufhält. Wir als Sparfüchse müssen ja doch rechnen. Dadurch haben wir aber leider auch kein Foto in San Telmo oder La Boca.

Kulinarisch hat Argentinien ja einen sehr guten Ruf. Natürlich probierten wir auch ein paar argentinische Rotweine aus, die uns von „schmeckt gut“ bis „der macht Kopfschmerzen“ alles zu bieten hatten. Gern probierten wir auch in diversen Restaurants das berühmte „Bife de Chorizo“ = Argentinisches Steak aus. I.d.R. konnte man eine Beilage dazu aussuchen. (Außerdem wurden wir ja auch von verschiedenen Leuten aufgefordert, ein Steak in ihrem Namen zu essen. Da machten wir das natürlich *grins* Rechnung folgt 😉 ) Wir entschieden uns oft für Salat, denn Brot stand für wenig Geld oft bereits auf dem Tisch. Auch beim Steak schmeckten wir qualitative Unterschiede, aber jedes war doch lecker. So verbrachten wir die erste halbe Woche, bevor unser Intensiv-Spanischkurs anfing. Für unseren Sprachkurs sind wir dann aber in ein Hostel im Stadtzentrum umgezogen, um zu Fuß zur Schule gehen zu können. Mehr familiäre Atmosphäre hatte unsere erste Unterkunft. In der zweiten haben wir aber eher die Chance, unser Spanisch auch zu üben, weil die Betreiber Spanischschüler kennen und dementsprechend mit viel Geduld warten, bis man seinen Satz zusammengebastelt hat. Auch sieht man mehr Leute und man läuft sich beim Frühstück über den Weg. So wohnten wir dann in der Avenida de Mayo ( Straße des Mai).
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Hier ein Bildnis von Eva Peron (Evita), an dem wir täglich vorbei liefen, als wir zur Schule gingen.
Unser Spanischkurs begann… Flor heißt unsere Lehrerin, die mit viel Geduld und immer einem Lächeln im Gesicht versucht, uns die spanische Sprache näher zu bringen. Unser Sprachkurs ist Montag bis Freitag von 10-14 Uhr, dazwischen nur 30 Minuten Pause. Die Schule achtet darauf, dass die Gruppen nicht größer als 8 Personen sind, um besser zu lernen. Wir waren in der erste Woche 7 Personen. Nach der ersten Woche haben wir gleich noch eine 2. dran gehängt, weil wir gemerkt haben, wie hilfreich dieser Intensivkurs ist. Da waren wir nur noch zu viert. So verliefen unsere Tage sehr organisiert und voll gepackt mit Spanischschule und anschließend lernen, was wenig Zeit für „drumherum“ ließ. Wir wollten einen Intensivkurs, wir bekamen einen Intensivkurs.

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v.l.n.r. Flor (unsere Lehrerin), Wolfgang, ich, Martin (aus Melbourne)

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unser Arbeitsplatz: wir lernen Spanisch in vielen Varianten, z.B. auch im Spiel

In der Schule gab es auch das Angebot, Tango zu lernen. Dort starteten wir unsere ersten erfolgreichen Tangotanzversuche. Wolfgang wurde als „Naturtalent“ von den Tangolehrern für seine Führungsfähigkeiten gelobt. Bei mir wurde zwar manchmal die Haltung korrigiert, aber sowohl in der einen Stunde der Tanzlehrer als auch in der anderen Stunde die Tanzlehrerin haben uns als Paar anerkennend gesagt, dass es schade sei, dass wir bald abreisen, und dass wir unbedingt weiter Tango tanzen sollten. Wolfgang als Mann hat es aus meiner Sicht aber auch deutlich einfacher und muss nicht zwischendurch mit gekreuzten Beinen tanzen (gehört zur Schrittfolge). Auch braucht er nicht auf den Fußballen zu drehen, was besonders schwer fällt, wenn man so wie ich nur Schuhe dabei hat mit RUTSCHFESTER Sohle und unweigerlich beim Drehen abrupt in der Bewegung hängen bleibt, weil die Schuhe ihre Arbeit leisten. *uff* Tango tanzen hat uns dennoch sehr viel Spaß gemacht und bereits in der 2. Stunde haben wir viele neue Schritte gelernt, die sonst erst viel später dran wären. Wolfgang musste als Mann auch die anderen jungen Damen führen, die an der Stunde teilnahmen, da die ja keinen Tanzpartner hatten und er war am Ende ganz verschwitzt, wurde aber von diesen angehimmelt. Er fand das toll, ich merkte bei mir eine leichte Stutenbissigkeit.

An den Wochenenden sind wir aber dann doch mit dem Bus auch mal weiter weg gefahren, um bekannte Stadtteile wie La Boca, Recoletta und Palermo anzusehen. La Boca ist nachts nicht die sicherste Gegend, am Tage geht es aber. Und wer sich etwas unsicher fühlt, kann einfach den Bus durch die 2 Blöcke „arme Gegend“ fahren, um zu den schönen bunten Häusern zu kommen, wo die vielen Touristen sich tummeln.

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(Der Stadtteil heißt „Der Mund“, weil es an einer Flußmündung liegt)

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Das Fußballstadion der sehr erfolgreichen Fußballmannschaft in La Boca. Und natürlich spielen schon die kleinen Kinder im Park davor bereits Fußball. Wolfgang bewunderte, dass die bereits mit Positionen und allen Regeln und einem tollen Ballgefühl spielen. Bestimmt wollen alle auch einmal berühmte Fußballhelden werden.

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In Palermo hat uns besonders der Rosengarten gefallen, dessen Rosen man auch gut riechen konnte. Herrlich.

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wunderschön…

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Sehr warm, so bewegen sich die Leute kaum und liegen lieber „lazy“ im Park

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Eine Straßenkreuzung im Stadtteil Palermo.
Auf dem Weg nach Palermo sind wir auch an den bekannten Sehenswürdigkeiten dem Planetarium und der Blume vorbeigekommen, haben aber gar keine Bilder gemacht …

Zurück nach San Telmo:
Immer sonntags ist die Defensa Straße für den Sonntagsmarkt gesperrt, wo lokale Produkte feil geboten werden. Besonders oft findet man die typischen getrockneten, ausgehöhlten und schön verzierten Kürbisunterhälften, aus denen mit einem metallenen Strohhalm Matetee getrunken wird. Holz- und Glasvarianten gibt es in ebenso großer Auswahl und Anzahl. Wie so ein Matetee richtig zubereitet wird und schmeckt, hat uns Flor an einem Tag in der Schule auch gezeigt und testen lassen. In einer argentinischen Familie wird in der Regel nur ein Matebecher mit einem Metallhalm genutzt, der mit allen Familienmitgliedern geteilt wird. Da man Matetee mehrmals aufgießen kann, ist das dann auch möglich. Die finden es auch nicht schlimm, wenn mal einer dabei ist, der ein bisschen Schnupfen hat. Der trinkt ganz normal mit.

Leider mussten wir auch eine nicht ganz so schöne Erfahrung machen. Denn hier, wie auch in anderen Städten der Welt sind Trickbetrüger unterwegs. Dies schildere ich aber in einem separaten Artikel. (Schon mal zur Beruhigung, es ist uns letztlich nichts Schlimmes passiert, es wurde nur was versucht, hat aber nicht geklappt „ätsch“).

Zum Abschluß noch ein paar Bilder von Conny und der Welt, die um das Rosa Haus herum entstanden.

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Jupp, Conny war auch im Rosa Haus, hat sich das Zimmer von Eva Peron angesehen, hat auch mal vom Balkon geschaut und sich auch das Zimmer der aktuellen Präsidentin angschaut. Und wir durften Conny dabei sogar begleiten. 😉

Frohes Fest

Liebe Leser,

es gibt ja immer so viel zu berichten, wir kommen mit dem Schreiben nicht hinterher.
In Vorbereitung sind folgende Artikel, die bald Stück für Stück erscheinen werden:
Florida IV Space – Entwurf
Florida V – Entwurf
Florida VI – Entwurf
Buenos Aires – Entwurf

Gleich veröffentlichen wir schon mal einen recht aktuellen Artikel mit dem Namen
“Nikolaus in San Telmo”.

Damit möchten wir all unseren Lesern auch bereits ein frohes, vielleicht besinnliches, auf jeden Fall schönes Weihnachtsfest wünschen, und einen guten Rutsch in das neue Jahr – kaum zu fassen – 2 0 1 5

Liebe Grüße in alle Welt senden und (der Rest der Welt möge verzeihen), besonders nach Deutschland

Harriet und Wolfgang

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Nikolaus in San Telmo

Nikolaus in San Telmo

Man muss sich vorstellen, dass es bei rund 25-30 °C und Sonnenschein Winter- oder Weihnachtsstimmung nicht wirklich aufkommt. Wir haben an Nikolaus trotzdem gedacht. Hier ist der 6. Dezember ein Feiertag. Ob hier auch die Kinder am Vorabend ihre Flipflops putzen müssen, entzieht sich aber unserer Kenntnis. Wir pflegten diese Tradition so gut wie es eben ging und stellten unsere Sandalen vor das Bett und beschenkten uns ein wenig mit Dingen, die nicht schmelzen.

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Ab dem Nachmittag fangen die Einheimischen an, Feuerwerkskörper abzubrennen und Krach zu machen. Die Defensa ist erneut gesperrt, dieses Mal ziehen allerdings immer wieder Gruppen mit Trommelmusik und hübschen Tänzerinnen durch die Straßen. Die Menschen am Straßenrand tanzen, singen und feiern mit. Ein bisschen wie Karneval in Rio, den wir allerdings nur aus dem Fernseher kennen. Die Stimmung ist sehr ausgelassen und fröhlich und man ertappt sich selbst beim tanzen zur Trommelmusik. Ein Stillstehen ist eigentlich unmöglich. Auf einmal fühlt man eine wahnsinnige Lebendigkeit, wenn man ansonsten vorwiegend diese Melancholie in der Stadt spürt. Diese Lebendigkeit ist am nächsten Tag vorbei. Vielleicht wird deshalb auch so gefeiert, als ob es kein Morgen gibt. Hier ein paar Bilder nur mit dem Smartphone aufgenommen. Die Kamera wollten wir bei den Menschenmengen doch lieber in der Unterkunft lassen.

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so viele Menschen sind unterwegs…

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ganzer Körpereinsatz

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hier tanzt jung und alt

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Puh, wie warm das war. Wir machten eine kurze Pause in einem Eckrestaurant und bestellten ein kühles Bier. Das Bier wird hier in Styropor serviert, damit es nicht nach 5 Minuten warm ist. Tolle Idee und Prost!

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Ununterbrochen bis weit über Mitternacht laufen Trommelgruppen durch die Straßen und werden Raketen abgefeuert. Wir sind gegen Mitternacht zu unserer Unterkunft. Da unser Zimmer zum gefliesten Hof zeigte, hörten wir nichts von der Straße. Apropos Hof: ab und zu haben wir uns mit anderen Bewohnern im Hof getroffen, um zusammen ein wenig zu plaudern und Karten zu spielen.

Neben Spanischschule und Hausaufgaben bemerkten wir, dass ganz unvermittelt Weihnachten vor der Tür steht. Welch eine Überraschung. Im Internet lasen wir, dass die Menschen in Buenos Aires die Stadt für Weihnachten verlassen und an den Strand fahren oder nach Rio oder nach Chile oder in der Familie feiern. Das kostenpflichtige Angebot, in einer Familie mitzufeiern, bekamen wir zwar, es war aber jenseits dessen, was wir gewillt waren, für 1 Woche zu bezahlen. Also abgehakt. Am „Strand“ waren die Unterkünfte zu 87% ausgebucht und es waren entweder nur Baracken oder Luxusunterkünfte zu bekommen. Auch abgehakt. Nach Rio wollten wir nicht, weil die dort Portugiesisch sprechen und wir so unsere hart erarbeiteten Spanischkenntnisse verloren gehen sahen. Also auch erst mal abgehakt.

Letztendlich haben wir einen Flug am 24.12. zu den Iguazu Fällen ganz im Nordosten Argentiniens gebucht und sogar eine bezahlbare Unterkunft gefunden. So feiern wir Weihnachten an einem der Weltwunder der Natur. Am 28. fliegen wir wieder zurück nach Buenos Aires, um den Spanischkurs abzuschließen und Silvester in Buenos Aires zu feiern.

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Das habe ich selbst gemalt am Flipchart der Spanischschule, während Wolfgang nach Unterkünften und Flüge gesucht hat.

Was wir im neuen Jahr nach Silvester machen werden, wissen wir noch nicht. Mal sehen, wo uns der Wind hin treibt.

Florida IV Space

Florida IV Space

24.
Space Center Cape Caneverall
Phil hatte endlich frei bekommen und so gingen wir mit ihm zum Space Center Cape Caneverall. Er liebt es und Debra sagt sie hat es inzwischen zu oft gesehen. So waren wir wieder zu dritt unterwegs.
Diesmal waren wir in einem Leihwagen unterwegs.
Cape Caneverall. Ein Ort der Weltraumgeschichte. Wer mich von Kindheit an kennt, weiß, dass mein großer Kindheitstraum war einmal Astronaut zu werden. (OK, ging wohl den meisten Jungs in meinem Alter so – ich gehörte zu den etwas intensiveren…). Boa, was hab ich mich damals belesen. Damals wußte ich von den meisten Planeten unseres Sonnensystems Werte wie die Größe, Dauer einer Sonnenumrundung und vieles mehr auswendig. Heute hab ich viel vergessen. Was ich nie vergessen werde, sind meine Träume wenn ich die Beschreibungen von Astronauten las, wie unbeschreiblich echte Schwerelosigkeit ist, wie vom Weltraum aus Sonnenauf- und Sonnenuntergänge aussehen. Wie sehr man sich fragt, wenn man da oben ist und die empfindliche Erde mit so wenig schützender Atmosphäre sieht, warum die Menschen miteinander nicht besser umgehen. Ich hätte das sooooooo gerne einmal selbst erlebt. OK, heute erlebe ich mit Harriet zusammen so einiges auf der Oberfläche dieses empfindlichen Gebildes. Jetzt eben auch, dass ich der Technik meines damaligen Traumes näher kommen sollte.
Auf dem Gelände stehen diverse Raketen – ganz schön imponierend groß! Zu sehen ist die original Atlantis, die als Spaceshuttle rund 30 Missionen im All war. Ein tolles Gefühl vor diesem Teil zu stehen und zu wissen, dass das keine Nachbildung ist, sondern damit wirklich Menschen im All waren und zumindest mit der Atlantis immer sicher zurück gekommen sind. Dem Original kann man zwar recht nah kommen, hineinsetzen oder ähnliches kann man sich aber nur in nachgebildeten Anteilen in dem gleichen Gebäude. Das ist aber auch schon ganz schön imposant. Wir hatten auch eine Spezialtour gebucht wo wir mit einem Bus über das wirklich große Gelände gefahren wurden. Diese Dimensionen hatte ich mir nie so groß vorgestellt, wie wir sie jetzt sahen. Selbst mit dem Bus brauchten wir von der riesigen Halle in der die Raketen oder später die Shuttel mit ihren Startraketen zusammen gebaut wurden, bis zum Startplatz so einige Minuten. Dieses Raupenfahrzeug, dass die Raketen getragen hat, wird erst so richtig imposant, wenn man die größe der Raketen zuvor bereits gesehen hat. Kein Wunder, dass das im Schneckentempo fahren musste. Und wenn man sich diese Raketen als potentiell riesige Bomben vorstellt, dann ist auch klar, warum man so viel Abstand halten will zwischen Startplatz und allem, was evtl. auch im Falle einer Explosion noch Wert behalten soll. Ich habe diese Sachen erst hier richtig nachempfinden können, obwohl ich die als Kind schon so oft gelesen hatte.

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Man sieht gar nicht, wie groß die Dinger sind. Wenn man sie mit auf das Bild bekommen möchte, dann muss man so weit von ihnen weg gehen, dass man das dann nicht mehr sieht. Ein Mensch direkt neben so einer Rakete wäre kaum zu sehen. In einer Halle sahen wir später eine Saturn V Rakete in der Version für die Apolloprogramme. Gefühlt war die noch mal ein Stück größer.

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Das Ende der größten ersten Stufe (nicht mit der zweiten oder dritten Stufe verwechseln, die man noch ausreichend sehen kann) kann man hinten auf dem Bild – ja gaaaanz weit hinten!! – nur noch erahnen.

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Dieses ist das Gebäude, wo Raketen, Shuttle mit ihrem Antrieb usw. montiert werden. (VAB Vehicle Assembly Building = Gefährt Zusammenbau Gebäude). Auf den Bildern sieht man gar nicht wie groß das ist, weil es nun mal etwas entfernt steht. Es ist die weltweit größte Halle. Sie ist groß und hoch genug, dass es hier ein eigenes Wetter geben kann. So kann es z.B. in der Halle regnen.

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Solarladestation auch zur Aufladung von Elektroautos. Als Phil hier eine Zeit lang als Computerspezialist gearbeitet hat, durfte er sein Elektoauto aber nicht hier laden. Dies für private Zwecke zu nutzen war im Reglement nun mal nicht vorgesehen, eine Bezahlung hätte keiner verrechnen können, umsonst abgeben geht auch nicht… staatliche und große Einrichtung eben.

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Harriet und ich fassen hier ein Stück Stein vom Mond an. Wir waren damit also auch schon auf dem Mond – zumindest mit den Fingern *Augenzwinker*

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Florida III

Florida III

21.11.
Winterpark
Heute mal kein Disney fuhren wir nach Winterpark. Mit dabei waren Debra, Phil, Allen, Allens Partnerin Marina und wir. Winterpark ist ein schnuckeliger Ort, wo ein nicht unerheblicher Anteil der Anwohner sich auch vermögend nennen darf. Unter Anderem wohnen oder wohnten hier Menschen wie die Familie Walgreen (große Drogeriemarktkette in den USA) oder Tiffany. Ein kleines Museum widmet sich insbesondere intensiv der Arbeit und dem Leben der Tiffanys. (Wer den Begriff Tiffany-Arbeit nicht kennt, bitte googeln, Vereinfacht gesagt waren die Familie Tiffany sowas wie Designer, die den Tiffany-Stil populär gemacht haben.)
Einfach ein schnuckeliger Ort. Auf einer Bootstour sahen wir einige schöne Häuser von der Wasserseite – Hier ein Beispiel:
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22.11.
Computertag für Argentiniensachen (finden einer Unterkunft, einer Sprachschule usw.) Außerdem nutzten wir viel Zeit für Familiengespräche über z.B. unsere Väter und unsere Mütter und ich konnte Phil in einigen gesundheitlichen Sachen helfen. Der Tag war so schnell um als ob es nur ein halber gewesen wäre.

23.
Cocoa Beach Strandtag – einfach schön, trotz großer Wellen – dadurch war die Sichtweite schlecht und das Wasser nicht zum Schnorcheln geeignet 🙂 (Harriet sagt gerade: „Außerdem war das Wasser kalt!“ – Ich muss zugeben, das erste Hineingehen war eine kleine Überwindung nachdem wir aus KohTao noch immer fast konstante 29°C Wassertemperatur gewöhnt sind. )
Bilder haben wir keine gemacht.

Florida II

Florida II

20.11.
Wieder fuhr uns Allen in die Disney World. Und noch mal unseren Dank.
Unser erstes Ziel war
Animal Kindom.

Gleich am Eingang fanden wir die Wein-Lady. Man muss schon genau gucken, um sie zu erkennen. Im Original bewegt sie sich anmutig von Zeit zu Zeit.
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In Animal Kindom hat man einen Disney-Zoo. Der war auch sehr schön. Als erstes machten wir eine Fahrt zum Yeti auf den Disney-Mount-Everest – die war toll. Es war eine Art Achterbahn durch dunkle Tunnel und scheinbare Bergabschitte. Harriet und ich hatten die erste Reihe und auf einmal erschien bei voller Fahrt direkt vor uns – huhuhu- das abgerissene Ende der Strecke (natürlich nicht echt). Die Rodelbahn hielt knapp rechtzeitig und dann ging es erst mal rückwärts huiiiii … als wir weit genug zurück waren, wurde die Weiche umgestellt und es ging wieder geradeaus die restliche Strecke mit weiteren huiiiis . Guter Spaßfaktor.

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Danach gingen wir zu einer Kilimanscharo-Safari. Da die Amerikaner Kilimanscharo so aussprachen, dass ich „kill a mancharo“ verstand, fragte ich natürlich, was ein Mancharo ist und wie ich den denn nun auf der Safari killen soll. Aber diese Frage wollte mir keiner vernünftig beantworten. *grins* Mit Autos, die sicher mal Busse waren aber jetzt wie Jeeps aussahen die schon so manche Safari mitgemacht haben, ging es nun durch die Tierwelt Afrikas.

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Das war auch toll, und sogar die Betonpisten die durch zum Teil richtige kleine Flüsschen führten waren so bearbeitet, dass sie wie Matschpisten aussahen. Sogar die Termitenhügel sahen echt aus. Hier sahen wir von Löwen über Zebras und Giraffen, Nashörner usw. Die Tiere waren nicht nachgebildet. *Augenzwinker*.
Einfach mal wieder ein paar Bilder aus dieser Welt

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Wir sahen noch eine imposante Vogelshow, Gorillas, Tiger und gaaaanz vieles Anderes. Dann wollten wir weiter in die Hollywood Studio World.

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Die Hollywood Studio World fiel aus. Die hatte früher geschlossen, um auf bevorstehende Festtage besser vorbereitet werden zu können.
Stattdessen fuhren wir noch einmal nach Magic Kingdom.

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Hier schauten wir uns diesmal die Disney-Version des alten amerikanischen Westens an. Mit Tom-Sawyer-Sachen usw.

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Man konnte einem Dampfschiff beim fahren zusehen, konnte dem Piraten Jack Sparrow zusehen, eine Piratentour mitmachen (in einem kleinen Boot wie durch eine Art Geisterbahn, nur eben durch die Piratenwelt) usw. Interessant ist jedes mal wieder, wie sehr alles sicher einerseits eben eine Disney-Version ist, andererseits dies aber wirklich bis in das letzte kleine Detail durchgezogen wird. Unordentlich herumliegende Seile sind extra festgeklebt, damit niemand sowas „durcheinander bringt“.
Danach ging es in eine richtige Geisterbahn, die ihres gleichen sucht. War unheimlich.

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Überhaupt sind eben diese vielen vielen Dinge, die ein Gesamtbild ausmachen, das, was in der Disney World das eigentliche Erlebnis ausmachen.
Am Ende war dann noch ein Disney-Klassiker dran!
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Florida I

Florida I

In Florida stand für uns der Besuch bei meiner Cousine und ihrem Mann im Vordergrund.

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Von links nach rechts: Debra, Harriet, Phil, Wolfgang, Allen, Marina

Wir wurden von meiner Cousine Debra und ihrem Mann Phil von der Greyhoundbusstation in Orlando abgeholt. Boa, die beiden haben sich ganz viele Gedanken gemacht und wollten uns ganz viel zeigen, und wo kein Programm war, gab es so viel zu erzählen. So kamen wir die ganze Zeit noch nicht zum bloggen. Debra war ganz aufgeregt uns zu sehen. Das war echt total lieb.
Ich sollte noch erklären. Debra ist die in den USA geborene und aufgewachsene Tochter meines Onkels väterlicherseits. Mein Onkel war bereits in den frühen 1950er Jahren in die USA ausgewandert, dann aber im Rentenalter wieder nach Deutschland gekommen. Hier verstarb er 2009. Von den insgesamt drei mal, die ich Debra in meinem Leben gesehen habe, war ich einmal so jung, dass ich eigentlich keine Erinnerung habe. Die anderen beiden Male, wenn sie und ihr Mann Phil in Deutschland waren, hatten wir auch nicht viel Zeit füreinander. Wir sahen uns bei Situationen, wenn die Familie für einen Kaffee auf der Terrasse zusammen saß, als sie in Deutschland war um einmal ihren Vater und ihre Stiefmutter zu besuchen und einmal um ihren sterbenden Vater noch einmal zu sehen und sie in diesem Rahmen zu Gast bei der Trauerfeier für meinen ebenfalls 2009 verstorbenen Vater war. Wir kannten uns also bislang recht wenig– optimaler Zeitpunkt dies jetzt zu ändern. Und das haben wir dann auch gut gelaunt getan und es gab soooooo viel zu erzählen, zu schnattern und und und. Schön sich so einmal richtig gesehen und kennen gelernt zu haben.

Außerdem muss ich Allen vorstellen:
Debra ist an der USA-Westküste aufgewachsen, hat viele Jahre in New York gelebt und gearbeitet. Noch aus diesen Zeiten in New York kennt sie ihren guten Freund Allen, der heute in der gleichen Gegend in Florida lebt. Allen hat ein sehr amerikanisches großes Auto mit Vierradantrieb, das er immer wieder zur Verfügung gestellt hat.
Die Autos von Debra und Phil sind Phils Eigenkonstruktionen. Phil hat ein energiesparendes Elektroauto selbst gebaut und Debras Auto ist als Hybrid-Version ebenfalls als Zweisitzer konstruiert.
Um mit dem weltreisenden Cousin Florida ansehen zu können, haben Debra, Phil und eben auch Allen einiges vorbereitet gehabt. So stand uns gemeinsam auch Allen mit Auto zur Verfügung. Einfach toll, was alle hier auf die Beine gestellt haben. Danke euch allen!

18.11.
Nach einem laaaaaangen Frühstück ging es zum Einkaufen, die Umgebung erkunden und Abends ging es noch nach Paramount-City und dort ins Hardrock Café. Zum Abendessen kochten wir und es gab „zu Hause“ ein halbwegs deutsches Abendessen (selbst panierte Schnitzel, selbst gestampftes Kartoffelpüree, Karotten, eine selbstgemachte braune Soße und als Nachtisch Apfelmus auf Vanillepudding).

19..11.
Walt Disney World rief
Phil wurde leider überraschend zu seiner Arbeit gerufen. So fuhr uns Allen zur Walt Disney World. Da Allen bei der Walt Disney World arbeitet, konnte er uns auch ein paar Annehmlichkeiten zukommen lassen. Vielen Dank Allen.

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Auf dem Bild sieht man uns, Allen und Debra. Florida ist nicht immer warm. Es war kkkalllt. Siehe dicke Jacke, Schal usw. Abends setzten wir unsere Mützen auf.

Walt Disney World sind echt riesige Gelände. Diese Teilen sich in größere Welten auf, in denen man wieder „kleinere“ Welten findet.

Zunächst gingen wir nach Epcot und besorgten uns einen „Fastpass“ für Soarin. Da muss ich wohl was erklären. Wenn man in so eine Welt geht, sieht man vor jeder Attraktion zwei Eingänge mit jeweils einer eigenen Angabe für die Wartezeit. Die Wartezeit für die Fastpässe ist in der Regel deutlich kürzer, als für die normalen Zugänge. Bis zu drei Fastpässe kann man buchen.
Dann nahmen wir in „Mission Space“ an einer Marsmission teil. Das Ding war der Wahnsinn. Die ganze Aufmachung, das können echt nur die Amis so machen. Es war noch gar nichts wirklich geschehen, aber der Showfaktor war gut und man wurde in das Gefühl versetzt, man sei in Gruppen eingeteilt worden, die nun in einem Simulator einen Flug zum Mars durchführen sollten. Und das war schon eigenartig aufregend.
Zunächst hatten wir die leichte Version gewählt, dann nahmen wir die Chance wahr das gleich ein zweites mal zu machen. Einmal war ich Pilot und einmal Commander mit jeweils unterschiedlichen (Pseudo)-Aufgaben. Der Simulator hatte Monitore und ließ einen mal schwer fühlen oder gewichtsarm oder schleuderte einen durch die Gegend. Während dessen sollte man die richtigen Schalter drücken. Viele Menschen haben hier wohl Probleme mit Übelkeit, und die heftige Version war auch heftiger, als wir es nach der durchaus bereits imposanten „leichten“ Version gedacht hätten, und es machte einfach einen Heidenspaß.
Dann machten wir auf dem Gelände eine Weltreise. Ja, richtig gehört. Als Amerikaner braucht man sein Heimaltland gar nicht zu verlassen und muss nur nach Disney World Epcot und kann durch die Disneyversionen folgender Länder reisen: Mexico, Norwegen, China, DEUTSCHLAND, Italien, „The amercian adventure“, Japan, Marocco, Frankreich, Großbritanien und Canada.
Harriet bekam in Deutschland ihre Bratwurst mit Sauerkraut, die ihr sogar geschmeckt hat. Bei mir gab es zu etwas, was die Currywurst nannten, kalte Paprikachips … nun ja, soviel zu „typisch“. Schlecht war es nicht, aber das nächste mal würde ich mir doch etwas anderes aussuchen, und wenn es schon eine Currywurst sein sollte, dann warte ich auf Deutschland, und esse die mit HEIßEN Pommes rot-weiß. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in den anderen Ländern arbeiten ausschließlich Leute, die wirklich aus den genannten Ländern kommen. Aber auch der Glühwein, den wir Debra zeigen wollten, war ein schwach gewürzter weißer Glühwein. Ja, den gibt es auch in Deutschland – aber ist das typisch?? Na ja, und die Häuser sind halt eine Deco, die an ein Disney-Bayern erinnert. Mal ein Bild:

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Als Mensch, der die Backsteingotik norddeutscher Städte liebt, ist das natürlich nicht die richtige Deutschland-Version. Aber vielleicht auch ganz gut, davon keine Disneyversion gesehen zu haben … es hat jedenfalls mit diesem Wissen wie „verfremdet“ und doch irgendwie „erinnernd“ die Länder dargestellt werden in ALLEN Ländern viel Spaß gemacht.
Nur schade, dass es sicherlich eine ganze Reihe von Amerikanern gibt, die glauben könnten, dass sie echt einen Eindruck von den Ländern bekommen haben könnten.

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Debra und Harriet in „England“

Nach all dem war die Zeit vorgerückt, und wir hatten unseren Termin für den Fastpass für Soarin. Soarin ist auch ein Simulator für Drachenfliegen. Wow, man flog über diverse Teile von Kalifornien und die Illusion war klasse. Debbra hat aber auch dafür gesorgt, dass wir die optimalen Plätze hatten. „Top of the Tops in the middle“. Also „Oberste der oberen Plätze in der Mitte“ das war ihr wichtig. Unbeschreiblich. Mit Wind von vorne und Gerüchen und und und …

Magic Kingdom
Von Epcot aus ging es nach Magic Kingdom. Da wir ein Ticket mit Hopper-Möglichkeit hatten ging das, dass wir von einer Welt in die andere wechselten und wir nutzten die Disney Monorail. Magic Kingdom beinhaltet unter Anderem das, was ich mir unter Walt Disney World vorgestellt habe.

Eine wunderschöne Scheinwelt mit großem Traumschloss usw.
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Und Abends im aktuellen Frozen-Stil
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Vor dem Schloss verfolgten wir eine Bühnendarstellung mit verschiedenen Disney-Figuren mit aktuell natürlich klarer Frozen-Betonung. Dann haben wir eine Bahnfahrt mitgemacht – dummerweise fällt mir der Name nicht mehr ein, aber wir wurden wieder nett durchgeschüttelt. Es war dooof kalt und wir versuchten uns ein bisschen in den Souvenirläden aufzuwärmen. Wieder klare Frozen-Betonung bei den Waren. Mädchen können verschiedene Prinzessinnen-Kleidchen bekommen. (Aktuell besonders beliebt natürlich Elsa und Anna aus Frozen). So ein Kleidchen kostet mal locker 200 $ … auch mehr oder weniger junge Frauen können sich in einem kleinen Studio von Kleidkauf über Schminke und Frisur komplett in Prinzessin verwandeln lassen. Die Kinder-Version sieht man deutlich häufiger herumlaufen. Die Angestellten in Disney World begrüßen eine Prinzessin dann auch mit „MyLady“ oder „Hello Princess“.

Abends ging es dann wieder, diesmal mit Fähre und Bus, zurück nach Epcot. Dort schafften wir sogar noch einen schönen Platz zu finden und genossen um 21:00 Uhr auf dem See ein wunderschönes Feuerwerk anstelle der 8-Uhr-Parade im Kingdom (8 Uhr abends natürlich).
Für uns genau die richtige Entscheidung – wir sind nun mal Feuerwerk-Fans. Vom Feuerwerk haben wir leider keine Fotos, aber es war wunderschön. Dann ging es nach Hause, Phil holte uns Durchgefrorene ab.

In Buenos Aires angekommen

Liebe Leser wir sind nach Ortszeit heute Abend in Buenos Aires in Argentinien angekommen. Nach Ortszeit Florida sind wir gestern am 1.12. abgeflogen und hatten einen recht langen Zwischaufenthalt auf dem Flughafen Santa Cruz in Bolivien.
Ich möchte allen vielen Dank sagen, die hier und per Emails an mich gedacht haben. Das ist toll !!!
Wir haben noch so viel zu schreiben zu dem, was wir in den USA und vor allem mit meiner Cousine, ihrem Mann und ihren Freunden erlebt haben, und sind doch schon im nächsten Land. Wir müssen hier noch Einiges regeln und kommen dann hoffentlich dazu!
Viele liebe Grüße