Archiv für den Monat: September 2014

Pause vom Nomadenleben

Nach 9 Monaten haben wir unser vorübergehendes Nomadenleben gegen eine kurze Sesshaftigkeit eingetauscht. Thailand war ja klar als Urlaubsziel gedacht. Unsere neu entdeckte Leidenschaft des Tauchens wollten wir auf Koh Tao, dem Mekka des thailändischen Tauchens, auch etwas nachgehen. Wie ihr wisst, haben wir beide nun den „Advanced Open Water“ und den „Rescue Diver“. Als Sonderkurse belegten wir „Nitrox“ und „Deep Dive“, was uns für das Tauchen optimal schulte.
In dieser „Höhle“ machten wir die meisten Kurse:
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Wolfgang macht jetzt noch woanders den Divemaster, denn wie wir leider später erfahren haben, ist es doch nicht ganz so einfach tauchen zu gehen, wie wir es nach dem „Open Water“ auf den Philippinen dachten. Ist das Tauchgebiet in einem Nationalpark oder gibt es sonstige örtliche Regelungen, kann es sein, dass man trotzdem nur mit Divemaster tauchen darf und nicht einfach so. Wir haben lange drüber nachgedacht, aber letztendlich macht Tauchen Wolfgang viel Spaß und so verbindet er die Möglichkeit, alleine mit mir auch in Sondergebieten tauchen zu dürfen mit dem zweiten Angenehmen, nun für die nicht unerheblichen Kursgebühren kostenlos tauchen zu können.

Ich finde den Stand „Rescue“ für mich als ausreichend. Außerdem habe ich keine Lust auf die Schulungen, die er machen muss, denn so gerne ziehe ich die Taucherbrille unter Wasser immer noch nicht aus. Da sich das wohl auch nicht ändern wird, muss ich das nicht auch noch vor anderen zeigen.  So schlafe ich jeden Tag aus, gehe ab und zu an den Strand schnorcheln, kann mich für Fundives eintragen, wenn mir Tauchplatz und Wetter gefällt und habe jede Freiheiten, um ein richtiges Urlaubsgefühl zu bekommen. Für die Zeit haben wir einen kleinen Bungalow und ein Mopet gemietet.

Obwohl wir eine Klimaanlage im Bungalow haben, haben wir sie meist ausgeschaltet. Wir bevorzugen das offene Fenster (Fliegengitter ist davor). Im Dach befindet sich ein 1x1m großes Loch, was auch mit Fliegengitter verkleidet wurde. So sorgen wir für Durchzug, der ein sehr angenehmes Klima schafft. Und wenn es regnet, werden die Pflanzen unter dem Loch gegossen, die wunderschön blühen. Steine fangen die Tropfen ab und sorgen dafür, dass es nicht in der Gegend herum spritzt. Alles Wasser läuft dann über einen kleinen Abfluss in der Wand ab. Schon spannend, so den Regen mitzuerleben und trotzdem im Trockenen zu sitzen.

Hier ein paar Bilder unseres Domizils:
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Bungaloweingang mit unserem Mopet

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Küchenzeile und die besagten Pflanzen, auf die es regnet

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Hinter der grauen Wand mit länglichen Ritzen ist Toilette und Dusche, beide jeweils noch einmal durch eine schmale Wand getrennt.

Mittlerweile kennen wir auch ein paar Einheimische. Besonders der „Samosa-Mann“ ist sehr freundlich. Der läuft den ganzen Tag rauf und runter und verkauft leckere Teigtaschen, die mit einer Mischung aus Kartoffel, Gemüse und Curry gefüllt sind. Sehr lecker.

So plätschern die Tage vor sich hin und das ist gut so. Die Sonne scheint immer, es sind im Schnitt 30 °C. Abends, wenn es dunkel ist, regnet es ab und zu und bringt erfrischende Luft für die Nacht. Man sieht aber auch hin und wieder einen schönen Sonnenuntergang.

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Hier noch ein Erlebnis beim Einkaufen für unsere Katzenmutti. Die Katze hatte kein Geld dabei, soviel wir sehen konnten. Das störte aber auch niemanden.
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…ihr scheint es zu schmecken 😉