Archiv für den Monat: August 2014

Weltreise und Wäschewaschen
Wäsche waschen unterwegs oder im Urlaub

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Bilder aus Mumbai (Indien)

Toll für den Rucksackreisenden sind Reiseländer wie z.B. Australien oder Neuseeland. In vielen Backpackern findet man bezahlbare Münzwaschmaschinen und Wäschetrockner. In vielen anderen gerade einfachen asiatischen Ländern sieht das jedoch etwas anders aus. Auch Waschsalons mit Münzwaschmaschinen und Wäschetrockner sind in vielen dieser Länder nicht so leicht zu finden. Hotels bieten evtl. einen „Wäscheservice“ an. Wir haben diesen oder andere Waschangebote bis jetzt nie genutzt.

Vor der Reise haben wir relativ viel Geld in gute Spezialwäsche gesteckt, die z.B. Schweiß nach außen lenkt. Gerade ich, als starker Schwitzer, bin darauf sehr angewiesen. Nachteil, dieser Wäsche ist laut Verkäuferangaben: Einmal ein ungeeignetes Waschmittel genutzt und der Effekt der Gewebe ist hin. Da traut man keiner Wäscherei! Erst kürzlich sah ich wieder eine Wäscherei die an einem Kanal mit schmutzigem Wasser und wahrscheinlich einfacher Seife wäscht.


 

Waschmittel

Wie gesagt, wir haben aus Deutschland teures Spezialwaschmittel mitgenommen. In anderen Ländern haben wir dann dazu zu gelernt, dass viele einfache flüssige Waschmittel für Feines genauso gut gehen. Man sollte halt darauf achten, dass keine Bleiche drin ist. Dinge wie in Weichspülern (oder spezielle Wollpflegestoffe), die die Fasern „verkleistern“ könnten, sollten eben auch nicht drin sein. So hat uns eine Verkäuferin in Australien das erklärt. Da hätten wir auch in Deutschland Geld sparen können.

Ein Problem ist der Transport des Waschmittels, denn oft sind große 2-6 l-Packungen oder entsprechend große Nachfüllbeutel als Einziges oder Günstiges zu bekommen. Diese großen Flaschen/Beutel sind aber doof zu transportieren.

Lösung: Kleine Flaschen. Diese werden in zusätzlich zwei einfache Extrabeutel in den Rucksack getan. (Niemals, niemals, niemals Flüssiges ohne doppelte Beutelsicherung in den Rucksack!)
Flüssigwaschmittel kaufen. In zwei bis drei kleine 300-500ml Flaschen umfüllen. Rest aus der großen Packung verschenken, stehen lassen … wie auch immer.
Die kleinen Flaschen lassen sich in unterschiedliche Lücken im Rucksack tun und außerdem auch auf zwei Personen verteilen.

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Wäsche waschen

Ich habe ein echtes Problem. In all den Jahren habe ich mich immer wieder in unterschiedlichen Situationen geduldig in Handwäsche versucht. Ich weiß nicht warum, es ist mir nie gelungen zufriedenstellende Ergebnisse hin zu bekommen. Darum habe ich nach einer Lösung gesucht.
Meine große Hoffnung war:      Der „Scrubba washbag“.

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Die o.g. Hoffnung hat sich nur zum Teil erfüllt, darum, wen das nicht interessiert: Unten weiter lesen bei „Handwäsche“.

Der „Scrubba washbag“

In diese „Reisewaschmaschine“ passen bis zu 2 Tageswäschen (siehe auch Bilder oben).
1 Tageswäsche = 1 T-Shirt + 1 paar Socken + 1 Unterhose
Lange Hosen oder ähnliche Wäschestücke entsprechend umrechnen. Außerdem hängt das natürlich auch von der Größe der Wäschestücke ab. Harriet kann mehr hinein tun, ich bringe den Scrubba mit zwei Tageswäschen definitiv an seine Grenzen.

Die Wäschestücke in den Beutel getan und dann wird mit Wasser entsprechend den anfänglich noch vorhandenen Markierungen aufgefüllt. [Unsere Erfahrung sagt, zunächst ein paar mal einfach mit Wasser durchspülen und ausgießen – das spart Waschmittel und verbessert das Waschresultat.] Dann Waschmittel rein und den Beutel mit möglichst wenig Restluft verschließen. Die restliche Restluft durch das Ventil ablassen.
Im Inneren des Beutels sind Silikonnoppen (die auf sanfte Art die Wirkung eines Waschbrettes simulieren sollen) und auf der Unterseite ist außen ebenfalls etwas Silikon (damit der Beutel später beim Waschen auf der Unterlage nicht verrutscht).
Nun wird die Wäsche mit dem Beutel durchgewalkt. Laut Anleitung mit den Händen – unsere Erfahrung sagt: Am Einfachsten auf den Boden legen und mit den Füßen darauf mehrere Minuten herumarbeiten (z.B. während man an einem Blogbeitrag schreibt, oder TV schaut oder oder oder).
Waschwasser ablassen. So oft mit klarem Wasser durchspülen (evtl. von oben mit der Hand durch den geöffneten Beutel Wäsche durchwalken) bis ausreichend ausgespült.
Wäsche trocknen wie unten beschrieben.

Unsere Erfahrung.

Das Teil ist nicht billig. Positiv ist: Er ist sehr leicht und braucht kaum Platz. Nach nur 4 Wochen Gebrauch fing es an zu lecken, weil die Verklebung des Ventils sich löste. Die Beschriftung löst sich auch immer mehr und war nach ca. 4 Monaten praktisch unleserlich (Erinnerung plus Reste machen es aber weiterhin nutzbar). Das Ventil habe ich nach Rücksprache mit dem Hersteller mit einem Gummilösungsmittel geklebt. Diese Klebung hält ca. 3-7 Wäschen. Der Beutel selbst ist weiterhin dicht.

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Scrubba nach 8 Monaten zunehmend seltenerem Gebrauch und frisch geklebtem Ventil.

Meine Meinung: Bei dem Preis sollte die Haltbarkeit dennoch insgesamt besser sein !!!

Mit dem Waschergebnis sind wir oft nicht zufrieden. Harriet wäscht dann lieber mit der Hand. Da ich mit Handwäsche – warum auch immer – keine auch nur im mindesten zufriedenstellende Ergebnisse erzeuge, bleibt der Scrubba für mich eine Lösung, die aber leider hinter meinen Erwartungen weit zurück bleibt. Dennoch wäre er für mich persönlich unverzichtbar, wenn Harriet nicht wäre. So ist er meine Möglichkeit, auch mal die Wäsche zu machen und Harriet damit mit unserer Wäsche nicht alleine zu lassen.
Wir benutzen den Scrubba aber letztlich nur noch, wenn die Wäsche nur ganz leicht verschmutzt ist (staubig, leicht verschwitzt). Den so typischen Schmutz auf einer solchen Reise (wenn man stundenlang schwitzend durch staubige Umgebungen wie Tempelanlagen oder asiatischen Straßenverkehr mit rauchenden Garküchen am Straßenrand gelaufen ist), schafft er nicht wirklich zufriedenstellend. Bereits kleine Flecken und „Kragenspeck“ gehen mit dem Scrubba bei uns nicht gut raus.  Harriet meine Wäsche waschen zu lassen, ist mir zwar ein bisschen peinlich, aber ich veröffentliche es der Wahrheit zu liebe trotzdem hier, und außerdem tu ich mein Bestes ihre Mehrarbeit in diesem Bereich durch entsprechende andere Arbeiten in anderen Bereichen wieder auszugleichen.

Zusammenfassung:
Für Menschen, die Handwäsche gut hinbekommen, ist der Scrubbawaschbag aus unserer Sicht nicht zu empfehlen. Für Menschen,  die auf Reisen keine Handwäsche können, ist es eine Möglichkeit überhaupt zu waschen.


 

 

Handwäsche

Harriet wäscht i.d.R. mit der Methode „Handwäsche“. In vielen Unterkünften hat man aber keinen Stöpsel im Waschbecken, oder man hat warmes Wasser (wenn man überhaupt welches hat), nur unter der festmontierten Duschbrause oder oder oder

Lösung 1:
Universalstöpsel
Vorteile: Klein und leicht
Nachteile: Macht zwar viele Waschbecken dicht, aber auch nicht alle. Verrutscht gerne beim Waschen, wodurch das Wasser (mit Waschmittel) raus läuft (doof insbesondere, wenn’s die letzten Tropfen Waschmittel waren). Außerdem ist das keine Lösung warmes Wasser zu bekommen, wenn (wie meist) kein Warmwasserhahn am Waschbecken ist.

Lösung 2:
Faltschale 5l von der Firma Ortlieb
Dieses praktische kleine Teil haben wir bereits bei Fahrradtouren, beim Segeln und und und zu schätzen gelernt. Es ist klein und leicht und 5l Fassungsvermögen reichen oft aus. Für mich als Nassrasierer ist die Schüssel in fast täglichem Gebrauch. Wir nutzen die Innenseite für saubere Dinge und die Außenseite für nicht ganz so saubere Angelegenheiten. (Wobei die Einteilung da mehr dem persönlichen Reinlichkeitsempfinden entspricht).

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Weitere Lösungen im Bereich Handwäsche:

Harriet hat sich für die Handwäsche Gummihandschuhe gekauft, damit rubbelt es sich viel hautschonender.

Auch bei der Handwäsche hat sich bewährt die Wäsche zunächst mit klarem Wasser vorzuspülen, bevor der Waschgang mit Waschmittel folgt. Das spart Waschmittel und erzeugt leichter bessere Ergebnisse.


 

 

Wäsche trocknen:

Folgende Herangehensweise hat sich bewährt:

Gewaschene Wäsche gut ausdrücken, dann ausgebreitet auf ein Handtuch legen. (Am Rande: Es gibt viele gute Reisehandtücher, die mit wenig Volumen und Gewicht für viele Dinge gut sind. Davon lieber zwei – auf eine lange Reise evtl. sogar drei – mitnehmen.)
Die Wäsche so in das Handtuch einrollen und dann auswringen. Das ist relativ gewebeschonend und presst doch gut aus. Am Ende ist es so bei einem trockenen Handtuch fast so trocken, wie nach einem mittelschnellen Schleudergang. Man kann das Handtuch aber dennoch mehrfach verwenden auch wenn es schon tropft, es ist immer noch eine relativ gewebeschonende Wringmethode. Viele Reisehandtücher lassen sich außerdem zwischendurch einzeln auch gut auswringen und sind dann auch erneut aufnahmebereit.
Diese Vortrocknungsmethode ist wirklich sehr effektiv und empfehlenswert.

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Oft ist es in Hotelzimmern usw. verboten, Wäsche aufzuhängen. Ich weise alle Leser darauf in, dass sie sich natürlich daran halten müssen.

Wäscheleinen

Für unsere Radtouren und zum Zelten haben wir uns damals diese elastischen Wäscheleinen gekauft.

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[Bild Wäscheleine aufgespannt muss noch eingestellt werden

Diese Wäscheleinen bewähren sich auch jetzt. Zwei sind oft nötig, da man ja keine idealen Voraussetzungen hat, und irgendwie zaubern muss, damit man doch die Leinen spannen kann, wo es scheinbar erst mal nicht geht. Oft geht es dann mit zwei Leinen. Bis jetzt habe ich so jedenfalls überall doch noch eine Lösung gefunden. Diese elastischen Wäscheleinen haben den Vorteil, dass man keine Wäscheklammern braucht um die Wäsche einlagig aufzuhängen. Einfach in das Verdrillte stecken.


 

Kleiner Themenwechsel: Am Rande erwähne ich hier einmal, dass Harriet und ich in einem Punkt unsere Meinung geändert haben. Anfangs nahmen wir gerne Zimmer ohne Klimaanlage nur mit großem Ventilator an der Decke, da wir das Raumklima am Angenehmsten fanden. Mittlerweile, hier in Asien in der Regenzeit, suchen wir aber doch Zimmer mit Klimaanlage, einfach weil die Luft im Zimmer dann nicht so feucht ist.
Wenn man mal die Chance hat, wird man die Erfarhrung sammeln, dass  Spezialreisekleidung, die schnell trocknende Eigenschaften hat mit oben genannter Trocknungsmethode, unter einer Klimaanlage getrocknet, selbst in der Regenzeit, in einer Nacht trocken ist. Außerhalb der Regenzeit, oder in eh halbwegs nicht allzu feuchter Umgebung ist so ein Ventilator auch eine ideale Hilfe Wäsche schnell trocken zu bekommen.


Wir hoffen mit diesem Beitrag vielen Reisenden zu helfen.
Hab ich schon erwähnt, dass unser Beitrag „Hockklo“ ein heimlicher Renner ist, von dem wir erstaunt sind, wie oft der aus aller Welt aufgerufen wird?  Das freut uns!

Wem dieser Beitrag hilft:
Ein netter Kommentar als Dankeschön würde uns freuen!

Oder habt ihr andere Erfahrungen, weitere Tipps oder weitere Hinweise?
Alles das ist hier sehr willkommen.

Dieser Beitrag ist auch auf Anregung von Dorte entstanden. Danke Dorte.

Einen Beitrag über sinnvolle kleine Reisetools habe ich schon seit Februar im Sinn, und im April sogar schon mal viele der Dinge über die ich gerne schreiben würde fotografiert …

Gibt es weitere Themen zum Bereich „Praktische Reiseerfahrung“ die interessieren? Nicht zögern, fragen!  (Bitte nur entschuldigen, wenn die Antwort evtl. etwas dauert – an erster Stelle steht bei uns ‚das Reisen‘, an zweiter ‚den Blog halbwegs aktuell zu halten‘ und an dritter Stelle ‚weitere Dinge im Netz‘.) Wir freuen uns, wenn ihr diesen Blog durch Eure Teilnahme noch lebendiger macht!  Auch gut, wenn der Einer fragt, und ein Anderer aus seiner Erfahrung antwortet …

Tauchland

Willkommen in Tauchland

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Wir hatten uns ja vorgenommen in Thailand Tauchurlaub zu machen. Wer das hört und von Tauchen in Thailand gehört hat, hört rasch einen Inselnamen: „Koh Tao“
Eigentlich heißt das ja „Insel der Schildkröten“, inzwischen ist die Insel aber längst von Tauchern eingenommen. Wohl nirgendwo auf der Welt gibt es eine solche Ansammlung von Tauchschulen und Tauchern auf so engem Raum wie hier. Bereits in den Philippinen hörten wir: „Da siehst Du (beim tauchen) mehr Taucher als Fische.“
Wir hörten, dass man nirgends auf der Welt so billig Tauchequipment kaufen kann, wie hier und hatten darum bereits geraume Zeit mit dem Kauf von z.B. Flossen gewartet.
Diese Info sollte sich noch als falsch herausstellen. Im Gegenteil ist hier alles was importiert werden muss mit hohen Zöllen belegt und dadurch sogar eher teuer. Aus den Flossen wurde also nichts.
Wenn man Tauchkurse belegen möchte – die Tauchlehrer hier sind gut ausgelastet und super routiniert in der Ausbildung und die Kurse vergleichsweise günstig. Andererseits sind hier die Gruppengrößen zum Teil furchtbar groß. Was sowas bedeuten kann sahen wir bereits bei einem Tauchgang in Taiwan. Wir tauchten an einer Tauchschule vorbei, wo die Anfänger in einer Reihe nebeneinander standen. Der Tauchlehrer tauchte vor denen von einem zum Anderen und machte die Anfängerübungen mit denen. Die Reihe von Anfängern war dabei länger als die Sichtweite lang war. Wie kann man unter solchen Bedingungen eine gute Ausbildung gewährleisten??? Gerüchteweise soll es auf Koh Tao Tauchschulgruppen mit 50-60 Schülern geben… Wir waren echt froh auf den Philippinen so gut von Lonni betreut worden zu sein. Bei unserer Tauchschul-Recherche fanden wir dann auch unter Anderem eine Tauchschule, die garantiert, dass keine Gruppe größer als 6 Teilnehmer sei. Im Preisvergleich war sie auch bei denen in der unteren Hälfte angesiedelt. So gingen wir zu Stefan zu den Rainbowfishdivers. Harriet wollte ihren Advanced noch machen, und wir beide wollten gemeinsam dann die Kurse Nitrox und Stress&Rescue machen. Wir hatten Mailkontakt, buchten und waren gespannt. Stefan hatte uns bereits die Fahrt von Bangkok in Nachtbus+Fähre nach Koh Tao gebucht, so war alles vorbereitet.

In Bangkok liefen wir vor der Abfahrt des Nachtbusses nochmal an den berühmten Tempeln vorbei. Dann lernten wir noch das Backpackerviertel kennen und trafen dabei auch zwei Hamburger wieder, die wir auf dem Weg von Kambodscha nach Bangkok kennen gelernt hatten. (Huhu Mona und Ayosha! war schön Euch getroffen zu haben!)

Dieses Backpackerviertel rund um die XYZ-Straße ist eine eigenartige Welt inmitten von Bangkok, wo eine Art eigenes alternatives Leben parallel oder abgehoben von dem thailändischen Leben stattfindet. Backpacker sind gute Kunden für Tauchschulen, auch dort findet man also diverse Werbung für diverse Tauchschulen auf Koh Tao.

Im ausgebuchten Nachtbus hatte ich etwas Pech und saß genau unter der tropfenden Klimaanlage – viel Schlaf war da nicht möglich. Dann warteten wir am nächsten Morgen in Chumphon auf die Fähre, und waren auf Koh Tao. Der Fußweg zu Stefan war nicht allzu weit, nur ein Hügel auf dem Weg bleibt einem negativ in Erinnerung. Aber insgesamt hatte Stefan mit seinen Empfehlungen Recht, ein Taxi hätte nicht gelohnt.

Wir kamen zeitgleich mit mehreren Anderen an, warteten noch etwas, dann erzählte Stefan allen gemeinsam, worauf man hier auf der Insel so achten muss. (Z.B. Wenn ihr Geld am Automaten holt, dann nur bei den blauen und lila Automaten. Wenn mal was passiert, dann sind von denen Filialen auf der Insel. Frisst z.B. ein gelber Automat Eure Karte, dann ist das Drama groß, wieder an Eure Karte zu kommen. Leiht Euch keinen Motorroller aus, wo Euer Reisepass als Sicherheit verlangt wird. Es kann sein, dass ihr sonst am Ende bereit seit, für kleine Kratzer großes Geld auszugeben, nur um Euren Reisepass zurück zu bekommen…)

Dann gab er uns die Schlüssel und wies uns den Weg zum neu gebauten 12er Dorm. Als „Tauchschüler“ hatten wir auf diese Weise eine günstige Unterkunft im Etagenbett im klimatisierten Raum. Wir waren die allerersten Bewohner und weihten also alles ein.

Im Dorm wechselte dann die Belegung im Laufe unserer mehreren Kurse – darum mal vereinfacht einen Gruß an alle Mitbewohner ohne Namensliste *augenzwinker*.

Ja, jetzt haben wir alle unsere Kurse absolviert und einiges dazugelernt. Harriet hat ihre „Maskenangst“ sehr gut in den Griff bekommen, ich hebe immer wieder den Hut vor ihr, mit welcher Konsequenz sie sich ihren Ängsten gestellt hat, daran gearbeitet hat und sie jetzt eben sehr gut in den Griff bekommen hat. Chapeau!
Aus dem Dorm sind wir ausgezogen, sind ja auch keine Tauchschüler mehr und überlegen jetzt, wie es weiter gehen soll, haben aber noch keine klare Antwort.

Hier in Koh Tao lebt man in einer irgendwie eigenen Welt. Ich sage zu Harriet, die thailändische Insel Koh Tao liegt in „Tauchland“. Keine Ecke, wo man nicht jemanden höhrt, wie er über das Tauchen spricht. Überall sind Menschen mit T-Shirts von Tauchschulen usw. Abends ist dann Partymeile überall. Man sieht hier viel mehr Menschen mit europäischen Vorfahren, als Thailänder. Man hört hier mehr Englisch, Deutsch und Französisch als Thailändisch. Früher wollte keiner hierher – auf die ehemalige Gefängnisinsel. Heute wollen hier viele nicht mehr weg. In dieser „Tourismus-Blase“ inmitten Thailand, merkt man rein gar nicht, dass eigentlich gerade das Militär die Regierungsgewalt an sich genommen hat, oder sonstiges typisch Thailändisches oder Weltgeschehen.

Aktualisierung 24.08.2014:
Eine Entscheidung ist gefallen. Wir bleiben hier auf Koh Tao noch bis zum Ende unseres Visums (also ca. 4 Wochen). Wir haben uns einen günstigen kleinen Bungalow gemietet und ich werde hier den Kurs und damit den Schritt zum Divemaster machen. Ich hoffe das klappt. Ich nehme mir da vor in vier Wochen zu schaffen, was normalerweise mit 6-8 Wochen veranschlagt wird. Der Divemaster wäre der erste Schritt, wenn ich professionell als Taucher arbeiten wollte, es ermöglicht uns aber auch einfach mal alleine tauchen zu gehen, wenn wir wollen, denn es muss immer mindestens ein „Guide“ dabei sein. (Der Divemaster ist eine keine Stufe über dem Guide). Die Tauchschule bei der ich das mache, bietet außerdem allen Absolventen dieses Kurses an ihrer Schule an, lebenslang kostenloses tdauchen zu dürfen. Bereits jetzt wurde auch Harriet angeboten Discount zu bekommen, wenn sie tauchen gehen möchte.
Harriet möchte keine weiteren Kurse machen und freut sich insgesamt solange auf endlich mal richtig Urlaub und will nur von Zeit zu Zeit Tauchen gehen.

Aber erst mal musste Harriet heute pusten. Ich hatte mitten in der Nacht dieses Licht angemacht.

Bday

Willkommen im neuen Lebensjahr liebe Harriet. Ich wünsche Dir alles Gute zum Geburtstag und für das nächste Lebensjahr und für alle Zeiten.

Siem Reap – Angkor Wat – Tempel

Siem Reap – Angkor Wat

3 Tage Tempel von morgens bis abends liegen hinter uns. Das Gebiet von Angkor Wat war bereits vor der Abreise ein Highlight in unserer Reiseplanung. Das Ziel Kambodscha war zwar zwischenzeitlich als „nicht möglich“ abgehakt, jetzt wurde es aber nun doch möglich. Das Gebiet ist faszinierend und beeindruckend. Auf 81 Hektar verteilen sich unzählige Tempelanlagen aus unterschiedlichen Epochen, Glaubensrichtungen (im Wesentlichen den Übergang von Hinduismus zum Buddhismus im Laufe der Zeit) und für unterschiedliche Götter oder Könige errichtet. Wie muss es vor 1000 Jahren ausgesehen haben, als es noch genutzt wurde und in Stand war; als noch nicht der Zahn der Zeit genagt und Krieg Schaden an der Schönheit der Tempel verursacht haben. Die bekanntesten Tempel sind ohne Frage Angkor Wat und Bayon. Für die komplette riesige Tempelanlage haben wir uns ein 3-Tages-Ticket gekauft, was wir jedem nur empfehlen können. Dieses Ticket ist für 1 Woche gültig. Wenn man also seinen eigenen Fahrer hat oder nicht so auf’s Geld achten muss wie wir, kann man auch zwischen jeden Tag 1 Tag Pause einlegen. Es gäbe auch ein 7-Tage-Ticket. Dies würden wir nur für Hardcorefans empfehlen. Zwar gibt es auch ein 1-Tages-Ticket für das Nötigste, wo wir aber denken, dass man sich für Angkor Wat mehr Zeit nehmen und gerade hier nicht an Tagen knausern sollte. Mit dem Ticket kann man in den Öffnungszeiten (morgens 5 Uhr bis 18 Uhr) jeden beliebigen Tempel besichtigen. Das Ticket kauft man am Ticketoffice, es wird sogar ein Bild von einem drauf gedruckt, um Missbrauch zu vermeiden. Für Mehrtagestickets gibt es einfach pro Tag ein neues Loch. 3 Löcher = alle 3 Tage besucht und es gibt keinen erneuten Einlass. Damit kann man in jeden beliebigen Tempel. Vor jedem Tempeleingang zeigt man es nur noch mal dem Polizisten, der darauf aufpasst, dass auch wirklich nur Ticketinhaber auf die Tempelanlagen gehen. Der schaut aufs Datum und das Bild. Nur bei 2 Außerhalb gelegenen Tempel muss man noch Eintritt bezahlen, bei allen anderen Tempeln geht es ohne Geld und damit ohne Anstehen.

1. Tag:
Wie schon beschrieben haben wir uns mit Crystal ein Tuktuk für „die große Runde“ geteilt.
Besichtigt haben wir:
– Prasat Kkravan
– Banteay Kdei
– Pre Rup
– East Mebon
– Preah Khan

Hier eine Zusammenstellung ein paar ersten Eindrücke.

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An einigen Gebäuden sahen wir immer wieder mal vereinzelt und mal ganz viele Löcher. Die Frage stellt sich, was das ist. Es war deutlich zu erkennen, dass diese Löcher nicht natürlichen Ursprungs waren sondern gebohrt wurden. Doch wofür? Okay, wegen Frost brauchten sie sich hier keine Sorgen zu machen.
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Zum Glück waren wir in Phnom Penh bereits im National Museum. Dadurch wußten wir: Es gibt zwei Arten von Löchern: A) Einzelne Löcher an eher verborgenen Stellen der Steine waren mal Tragehilfen, wo die Träger ihre Tragestöcke hineingesteckt haben. B) Viele Löcher an sehr offensichtlichen Stellen wie bei diesen Bildern hier, die eher kegelförmig ausgebohrt sind … und jetzt kommts: Hier waren früher mal Edelsteine in allen möglichen Farben drin, die im Sonnenlicht das ganze wunderschön erstrahlen ließen. Wie das gefunkelt haben muss…

Hier am Rande noch einen Tipp: Es gibt erklärende Museen in Phnom Penh und auch eines in Siem Riep. Wenn man z.B. auf Tripadvisor die Meinungen liest, dann lohnt sich ein besuch eines solchen Museums VOR dem Besuch der Tempelanlagen. Die meisten aber, eilen wie wir schnell zu den Tempeln – und vom Museum aus Phnom Penh hatten wir auch nicht mehr viel in Erinnerung – zu viel zu kompakt in zu kurzer Zeit. Das Museum in Siem Riep soll eine modernere Museumspädagogik einsetzen – evtl. bleibt da mehr in Erinnerung.

Natürlich hatten wir nicht nur Augen für die Steine, sondern freuten uns auch über die natürlichen Schönheiten
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Großer Tausendfüßler (nicht nachgezählt). (*augenzwinker* Ob daraus auch ein schöner Schmetterling wird???)

Da wir uns lieber weniger Tempel gründlich ansahen, ließen wir den geplanten 6. Tempel auf der Fahrt aus.

Hier auch noch Bilder von Crystal. Am Abend saßen wir dann beim Abendessen zusammen und haben Bilder ausgetauscht.

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Crystal so, wie wir sie gaaaanz oft gesehen haben 🙂

2. Tag:

Diese gebuchte Tour über eine Agentur machten wir zusammen mit weiteren 10 Leute in einem Kleinbus. Crystal war auch mit dabei, was uns sehr freute. Mit einem sehr gut Englisch sprechenden Guide besichtigten wir die Hauptattraktionen.

Angkor Wat hinter einer Baumwand versteckt zeigt sich die typische Silhouette mit vorgelagertem See…leider hatten wir Gegenlicht. Diese Seen sind wohl auch Teil eines gigantischen Wasserreservoire- und Verteilsystems gewesen.
Wir finden, aus der Nähe sieht er auch nicht anders aus als andere Tempel. Nur etwas größer. Luftbilder sind da eindeutig besser, um das zeigen. Beim Angkor Wat ist vieles erhalten geblieben, Wandverzierungen sind wunderschön plastisch, was bei anderen Tempel eher fehlt oder zerstört wurde.

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So sahen wir ihn vom Hügel, als wir auf den Sonnenuntergang warteten. Luftbilder bei google sind da zwar viel spektakulärer, aber wir hoffen, dieses gefällt euch trotzdem so wie uns.

Angkor Thom (da sind wir rauf geklettert und konnten ein kleines Gefühl für die Größe bekommen). Hier muss man mehr Regeln beachten bzgl. der Kleiderordnung als in den anderen Tempeln. Kindern unter 12 Jahren ist der Aufstieg untersagt.

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Danach gab es erst mal Mittag. Klassischer Weise wurden wir dank der gebuchten Tour mit einer Agentur in ein teures Restaurant gebracht. Wir waren vorbereitet und hatten unser Essen in Rucksack. Crystal gesellte sich mit ihrem mitgebrachten Mittag zu uns. So aßen wir unser Mittag auf einer Bank mit Vögelgezwitscher und Tempelklängen in der Ferne. Wir saßen ihr gegenüber, ebenfalls unter unseren Regenschirmen. Wirklich eine tolle Sache so ein transportabler Schattenspender.

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Nach dem Mittag ging es weiter zum Bayon Tempel, der „Smiling Temple“ genannt wird, weil etwa 200 lächelnde Steingesichter (manche mehrere Meter groß) in den Ruinen zu entdecken sind. Die Besucher liefen hier deutlich fröhlicher durch die Anlage als in anderen. Ein beeindruckender Ort. Erkennt ihr welche?

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etwas herangezoomt….

Wir gingen auch auf Tuchfühlung mit den Smiling Buddhas. Ob’s was bringt? Na, schaden kann es jedenfalls nichts.

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(*schmuzel* In Wirkichkeit waren diese Buddha-Gesichter etliche Meter hinter uns – Kamera – Winkel – passt – klick )

Ta Prohm: hier wurde ein Teil von Lara Croft gedreht, die Szene zeigte unser Guide auf seinem Smartphone. So standen wir genau an der Stelle, wo Angelina Jolie durchs Bild lief. In unsere Bilder liefen eher andere Touristen.

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Den Sonnenuntergang versuchten wir auf einem Hügel zu sehen, wo Phnom Bakheng steht. Hier war die Sicht auf Angkor Wat sehr schön (im richtigen Winkel- Bild siehe oben), die Sonne versteckte sich aber leider hinter einer Regenwolke. Nichts Ungewöhnliches zur Regenzeit.

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Auf den Hügel werden aber nur max. 300 Personen zugelassen. Anstehen ist angesagt, wir waren aber unter den 300 und so hatten wir einen Platz.

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Wie ihr seht ist das Warten auf den Sonnenuntergang eine ganz lustige Sache (wenn man sich den Schatten selber baut).

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Unser Guide erklärte viel und ausführlich über die ganzen Skulpturen an den Wänden und welche Geschichten sie erzählen…sehr spannend, leider vergisst man immer so viel. Immer dabei die Nationalfahne von Kambodscha und die Erste-Hilfe-Ausrüstung. Es war gut, dass wir diese Tour mit einem Führer gemacht haben, statt einfach nur die Orte abzufahren und alleine durch zu laufen. So manches Mal wünschten wir uns an den anderen Tagen jemand, der uns etwas zu dem erzählt hätte, was wir gesehen haben. (Auch wenn man bestimmt mehr als 80% von dem Erzählten recht schnell wieder vergisst). An jedem Tempel stehen aber auch eifrige Kinder, die Bücher über die Tempelanlagen verkaufen wollen. Eine praktische Sache für Vergessliche und wenn man nicht gerade wie wir noch länger unterwegs sein will. Aber Achtung! Die Bücher kosten nicht 1 Dollar (wie beworben), sondern 11. Eine aus unserer Gruppe machte diese Erfahrung, handelte das Buch aber auf 7 runter. Trotzdem Irreführung und Abzocke. Wir sehen dies zudem als Kinderarbeit an und wollen durch unser Nicht-Kaufen zeigen, dass wir dies nicht unterstützen. Problem ist halt, wenn die Eltern realisieren, dass Kinder so Geld nach Hause bringen, scheint das für die Familie erst mal besser zu sein, als wenn die Kinder zur Schule gehen. Die Kinder selbst erzählen einem dann, dass sie statt am Morgen am Nachmittag zur Schule gehen würden oder umgekehrt, und irren sich evtl. auch schon mal in der Zeit, wodurch man merkt, dass dies zumindest oft nicht stimmt.

Und jetzt kommen noch ein paar Eindrücke.

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3. Tag: (Weiter entfernte Tempel)

Da fiel es uns schwer, noch besonders aufmerksam zu sein. Eigentlich hätten wir gern ein Tag Ruhe gehabt, es hat sich aber eine große Gruppe aus Gästen der Unterkunft zusammen gefunden, wodurch ein gemieteter Van deutlich günstiger für jeden wurde, weil die Kosten durch die Anzahl der Teilnehmer ging. So haben wir beide für 100 km zusammen rund 22 Dollar bezahlt. Normal kommt man nicht unter 70 Dollar weg, wenn man alleine ein Auto für die Strecke und den ganzen Tag mietet. Für uns war das nur gut, denn sonst hätten wir uns wohl den, für uns schönsten Tempel Beng Mealea beinahe nicht gegönnt.
Hier noch einen Dank an Herrn Schein von unserer Unterkunft, der versucht, für seine Gäste alles so zu organisieren, dass solche geteilte Touren möglich sind.
Zwei Tipps für alle, die dies lesen, und die die Chance haben selber im Voraus zu planen: 1. Museum vor den Tempeln ansehen. 2. Zwischen den Tagen jeweils einen Tag Pause einlegen.

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Hier ein Beispiel dafür, wie viele Menschen unterwegs sind. Und vielleicht versteht man nun, wie schwierig es ist, eine Tempelanlage ohne Menschen aufzunehmen. Fast ein Ding der Unmöglichkeit.

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Roluos Gruppe (Bakong, Preah Ko, Lolei):
Dies sind die ältesten Tempel in diesem Gebiet (9.Jh.). Gebaut wurden sie aus Sandstein. Die sogenannte „klassische Kunst der Khmer“ zeigt sich mit diesen Tempeln wohl erstmals eindrücklich.

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Gut erhaltene Inschrift in Sanskrit. Oft findet man sie in Türrahmen. Sie erzählen Geschichten über die Götter, die Menge der Opfergaben oder jahreszeitliche Veränderungen.

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Beng Mealea – für unseren Geschmack der schönste Tempel, den wir gesehen haben. Er wirkt geheimnisvoll und möchte erkundet werden. Man hat das Gefühl, dass man hinter jeder Ecke Geheimnisse entdeckt. Es gibt einen neu gebauten Weg, der sich durch die Ruine schlängelt. Überhaupt sollte man sich auf den Wegen fort bewegen. Es gibt auch Leute in Uniformen, die darauf aufpassen, dass niemand auf den Steinen herum klettert. Einer von diesen führte uns gegen eine kleine „Extragebühr“ von sich aus durch Ecken, die eigentlich kaum zugänglich sind. Auf den Kletterpartien durch die Steine begleiten einen wunderschöne Schmetterlinge.
Um die Anlage herum würde ich auch lieber auf den ausgetretenen oder gepflasterten Wegen bleiben, auch wenn dieses Hinweisschild einem Sicherheit geben sollte:

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Von Beng Mealea haben wir ganz viele Bilder geschossen. Die Auswahl für den Blog war sehr schwer. Vielleicht könnt ihr mit uns in diese andere Welt eintauchen, so wie wir einige Stunden eingetaucht waren…

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Wir hoffen, die Bilder konnten einen kleinen Eindruck vermitteln. Leider können sie ja immer nur einen Bruchteil wiedergeben, was man eigentlich gesehen hat. Man selbst sieht ja ohne Ränder und Kanten. Wir selbst wären gern den ganzen Tag dort geblieben, denn natürlich hatte man noch nicht jeden Gang erkundet und der nächste Baum, der mit seinen Wurzeln sich an den Steinen fest hielt, wartete darauf, fotografiert zu werden.

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Auf dem Weg sahen wir diesen kleinen Frosch (mittig im Bild). Wer eine gute PC-Auflösung hat, sieht vielleicht auch die hellbraune Ameise im oberen linken Bildviertel. Die Ameise entsprach von der Größe einer normalen Ameise, wie wir sie aus Deutschland kennen.

Und für ganz Interessierte: In den 3 Tagen haben wir 3618 Bilder geschossen. Ich habe leider nicht gezählt, wie viele Stunden ich an mehreren Tagen am PC saß um Bilder durchzusehen und diesen Beitrag zu schreiben.

Bangkok

Wir sind gut in Bangkok angekommen und haben ein Hotel bezogen wo wir gutes Internet haben. Entsprechend sind wir kräftig am planen. Bangkok mit seinen schönen Sehenswürdigkeiten haben wir ja schon vor drei Jahren ordentlich erkundet.  Wir haben eher Anfragen an verschiedene Tauchschulen herausgeschickt, weil wir gerne noch erweiternde Fähigkeiten hätten. Außerdem müssen Dinge mal ordentlich repariert werden usw.
Harriet arbeitet an einem Artikel zu den Tempeln in Siem Reap. Ich glaube ich werde einen Artikel ‚Extragebühren‘ auf ‚Veröffentlichung‘ schalten, den ich am 7.7. geschrieben habe, obwohl ich selber aus dem lese, wie erschöpft wir da waren und alles etwas ungeordnet zu lesen ist, und ich ihn jetzt ganz anders schreiben würde. Aber evtl. wird zweierlei deutlich: 1. Es gibt viel unterdrückte Wut. 2. Man mag noch nicht mal richtig darüber schreiben, weil man ja auch niemanden in Schwierigkeiten bringen will. Daraus resultiert etwas recht harmlos klingendes, wenn man nicht zwischen den Zeilen liest.
OK, das war jetzt einfach mal ein aktuelles Lebenszeichen. Bis bald auf diesem Kanal 😉