Archiv für den Monat: Juni 2014

Hoi An

Unser Hotel hatte einen Pickup-Service. Das Busunternehmen brachte uns natürlich nirgendwo hin. Langsam gewöhnen wir uns daran. Wir ließen die ganzen geschäftigen Fahrer stehen und warteten. Im Nachhinein war das auch gut, denn die wollten 100.000 Dong pro Person haben. Unsere Hoteldame kam mit dem Mopet, winkte uns ein Taxi heran, was am Ende für uns beide 13.000 Dong kostete und durch das Hotel bezahlt wurde. Deshalb hier die Empfehlung an andere Reisende: Nehmt kein Motorrad, sondern ein grünes Taxi, wo selbstverständlich das Taxameter funktioniert. Wir gingen dann noch in den hauseigenen Innenpool (angenehm kühl) und fielen dann ins Bett.
Am nächsten Morgen gingen wir zum Frühstück und sahen überraschenderweise Klaus und Tanja beim Frühstück sitzen. Was für ein Zufall. Also gesellten wir uns zu ihnen. Da sie für den Tag bereits eine Tour gebucht hatten, verabredeten wir uns für ein gemeinsames Abendessen im Restaurant gegenüber, wo das Glas Bier 3000 Dong kostet und wenn man 3 trinkt, nur 2 bezahlen muss. Also ungerechnet für 600 ml Bier 0,20 €. Geschmeckt hat es zudem auch noch sehr gut.
Thema Busticket: Wir erlebten, dass es noch kundenunfreundlicher zugehen kann. Es war nicht möglich telefonisch Bescheid zu geben, wann man welchen Bus nehmen möchte, sondern man musste persönlich vorbei kommen. Alles andere würde nicht akzeptiert werden. Also sind wir mit den Leihrädern des Hotels dort hin geradelt, um unser Weiterkommen zu buchen. Natürlich würden wir auch dieses Mal entgegen den sogar schriftlichen Zusagen nicht vom Hotel abgeholt werden.
Nach dem Unschönen fuhren wir dann über den quirligen Markt und in die Auto freie Altstadt.
HoiAnBruecke HoiAnBruecke2

Sich mit dem Fahrrad fort zu bewegen ist eine sehr angenehme Art. Man wird weniger angesprochen, sieht mehr als zu Fuß und ist am Ende nicht so kaputt von der Sonne. Die Straßen sind in der Regel in einem guten Zustand und da alles sehr nah am Meer ist, sind auch keine Berge da, die man hoch fahren muss.
HoiAnStrasse

Aktuell ist Litschi-Saison, wo wir gern für ca. 1 € ein ganzes Kilo davon kaufen und auf einer Parkbank essen. In solchen Situationen kommen auch immer gern Einheimische zu uns (i.d.R. um uns etwas zu verkaufen). Wenn sie aber merken, dass wir wirklich nichts kaufen, ihnen aber einen Platz neben uns und eine Litschi anbieten, kann man mit ihnen sogar ganz normal ins Gespräch kommen. Schön, auch die andere Seite sehen zu können. Hier und da sieht man Mitreisende aus dem Bus wieder, da ja alle die selbe Route haben und sich die gleichen Dinge anschauen. Hoi An ist auch nicht so riesig, dass man sich darin verlaufen könnte.

Am Folgetag hatten wir eine Kochschule gebucht, um vietnamesisch zu kochen. Bevor es zum Kochen ging, wurden wir per Rad von unserem Guide Thanh durch Reisfelder, Kräuterbeete, Gärten und Geflügelfarmen geführt, wo wir sehen konnten, wie und wo unsere Zutaten wachsen und in Natura aussehen.

Entenfarm Angeln VietGarten

Sehr interessant alles. Nach einer kleinen Pause gingen wir mit ihm über den Markt, wo er uns diverse Früchte und Lebensmittel zeigte, die wir zuvor noch nie gesehen haben. Also kauften wir neben den Zutaten fürs Kochen auch noch ein paar Früchte und eine Leckerei für uns ein.

Vietn_Obststand Obststand

Die Leckerei war ein süßer weicher Teig mit Kokosnote und einer Zucker-Erdnuss-Mischung im Inneren; die Lieblingssüßigkeit unseres Guides. Und ja, es war jummy.

Viet_Erdnuss_Suessigkeit

Fruechte_Namen
Die erste Frucht (links), die von Außen eher einer Kartoffel ähnelt, ist zuckersüß und super mega lecker (aber Vorsicht, ein kleiner Tropfen auf der Kleidung ist kaum wieder heraus zu bekommen). Bei der Frucht in der Mitte isst man nur das Weiße ohne Kern. Der Geschmack … mhhh … wenn man die wirklich bittere Schale nicht mitisst, dann erinnert er am ehesten an eine geschälte Weintraube. Das stimmt aber auch nicht ganz. Wir lassen es mal so stehen. Das Essen geht leichter, wenn man nicht ganz durchschneidet wie auf dem Bild (was wir erst mal lernen mussten), sondern nur ringsherum etwas tiefer einschneidet und die Frucht dann auseinander bricht) um die weißen Teile im Ganzen (und eben ohne Schale) zu bekommen und die Kerne auszuspucken. Laut Wikipedia kann man aber alle Anteile verwenden und die heilen dann sogar ganz viele Krankheiten.
Die Frucht ganz rechts im Bild schmeckt süß-säuerlich und erinnert mich ein wenig an Pomelo.

Der Koch Haí bereitete mit uns selbst gefüllte Frühlingsrollen an Shrimp-Mango-Salat als Vorspeise zu, danach gab es scharfes Hähnchen mit Lemongras. Alles sehr lecker, nur für mich etwas zu scharf.

Kochschule1 Kochschule2
Wir mit Koch Haí.

kochschule3
und unser Guide Thanh mit uns

Natürlich fuhren wir mit den Leihrädern auch zum 4km entfernten Strand, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen.
HoiAnStrand

Täglich nutzten wir den Pool, um uns abzukühlen. Das Hotel war ein wirklich klasse Preis-Leistungs-Verhältnis.

Gestern Abend ging es dann weiter mit dem Nachtbus nach Nha Trang. Auch hier erlebten wir wieder eine unangenehme Überraschung. Mit dem Taxi sind wir zum zentralen Sammelpunkt gefahren. Dann führte uns eine Officedame auf einen staubigen Parkplatz, wo wir mit anderen Reisenden warteten. Mittlerweile waren mehrere bekannte Gesichter dabei. Dann kam der Bus. Die vietnamesischen Reisenden durften wieder als erste einsteigen und sich die besten Plätze sichern. Für Touristen galt vorerst „wir müssen draußen bleiben“.  Dann luden wir gut vorbereitet alles rein und gingen nur noch mit einem kleinen separaten Beutel in den Bus. Als wir unser Ticket zeigten, sagte uns der Busfahrer, dass wir heute nicht fahren können, weil wir einen Tag früher erwartet wurden und der Bus heute voll wäre. Wir verwiesen bestimmt 10 x darauf das wir für das richtige Datum persönlich im Office bestätigt hätten, und genau das auch auf dem Ticket aufgeschrieben stand und blieben im Bus stehen. Er telefonierte und die selbe Officedame, die uns schon auf den Platz geführt hat, kam. Nachdem die 2 auf vietnamesisch miteinander gesprochen hatten, ging es noch einige Mal hin und her und wir verwiesen immer wieder darauf, dass wir keinen Fehler gemacht haben, sondern für den richtigen Tag bescheid gesagt hatten, und das der Fehler beim Unternehmen liegt, wenn sie am falschen Tag auf uns warten, dann hieß es irgendwann. „OK, I will let you go“. Den Ton mit übersetzt „Na, gut, ich will mal nicht so sein und lasse Euch heute mitreisen.“  Wir durften wir uns einen Platz suchen. „Danke, dass wir mitfahren dürfen“, war wohl eine erwartete Reaktion. Wir lagen dieses Mal oben hintereinander. Wolfgang räumte erst mal eine leere Pringles-Röhre und Bonbonpapier aus seinem Fußraum. Der Bus hielt noch an ein paar anderen Stellen und als ich bei einer Pause nach unten schaute, war ich ganz überrascht, denn beide Gänge waren voll von vietnamesischen Reisenden, die auf Decken auf dem Boden lagen. Nicht nur 2 Personen. Wie die sich wohl fühlen mögen, wenn sie in der Vorstellung, einen bequemen Nachtbus gebucht zu haben dann in einem überfüllten Bus auf dem Boden liegen müssen?

Die Ankunft in Nha Trang war dafür mal ordentlich. Wir waren pünktlich 6 Uhr angekommen und jemand vom Office kam herein, begrüßte erst auf Vietnamesisch, dann kam der ‚Ruf‘ „Goooooood mooooorning Vietnam“ und er erklärte auf Englisch, dass man erst mal im Office fragen soll, wo das Hotel ist und dass auf einer Karte erklärt würde, wie man da hin kommt. Der Ort sei nicht so groß, man könne fast überall auch zu Fuß hingehen. Er warnte vor den nicht offiziellen Fahrern, die zu viel Geld nehmen. Echt fair. Das erste Mal, dass wir etwas wirklich Positives berichten können.

 

Hué

Im Hotel entschieden wir, dass wir nur 1 Nacht bleiben, weil alle Sehenswürdigkeiten an einem Tag abgeklappert werden konnten. So haben wir es auch gemacht. Berühmt ist Hué durch seinen Palast, der früher eine eigene Stadt in der Stadt war. Das Ticket für Nicht-Einheimische war 30.000 Dong teurer und kostete 150.000 Dong pro Person (ca. 5 €). Man bekam aber auch etwas für sein Geld. Krieg und der Zahn der Zeit zerstörten große Teile des Palastkomplexes. Durch die Eintrittsgelder wurden schon viele Gebäude rekonstruiert. Filme mit computeranimierten Grafiken vervollständigen das Bild. Eine Rundfahrt mit dem Elektroauto, was noch mal so viel gekostet hätte wie der Eintritt selbst, nahmen wir nicht und liefen alles ab. Hué war nach dem hektischen Hanoi angenehm und nicht so voll. Mehr gab es für uns aber nicht zu sehen, weshalb wir den Mittagsbus nach Hoi An nahmen.

Hue_Thronsaal
Thronsaal – fotografieren verboten…wenn man drinnen steht und nicht so wie wir von draußen rein fotografiert 😉

Hue_Palast3
Palastgelände

Hue_Palast2
Tor

Hue_Palast
Goldener Drache
Neu restauriert neben alt:
HueAltNeu
Hue_alt_vs_neu

Man sieht, dass schon viel getan wurde und noch viel mehr gemacht werden muss. Zur Dämmerung sind wir dann wieder raus gegangen, man hätte aber auch noch mehr Zeit auf dem großen Gelände in den schönen Gärten verbringen können.

Auf dem Heimweg sahen wir, was man mit einer Rikscha außer Touristen noch alles transportieren kann.

Rikscha_Mopet1 Rikscha_Mopet2

Wo wir denken, dass die Sitzfläche der Rikscha abbricht, raucht der Fahrer erst mal gemütlich eine Zigarette. Ist halt nur ein Rollertransport, nichts besonderes für ihn …

Mit dem Open Tour Bus nach Hué

Von unserem Hotel in Hanoi buchten wir ein so genanntes „Open Tour Ticket“ für 40 US $ pro Person von Hanoi nach Saigon, wo uns versprochen wurde, dass man in komfortablen Liegebussen über Nacht fährt. Zudem holen sie einen sogar vom Hotel ab und bringen einen am Ziel zum Hotel. Ein- und Aussteigen ist bei festen Orten möglich, wenn man weiter fahren möchte, bräuchte man einfach nur anrufen und man kommt spätestens in 48h weiter. Die Hotelchefin hat unser Vertrauen durch andere Empfehlungen durchaus bekommen und so buchten wir es. Alles klang vielversprechend. Die Abholung klappte auch reibungslos mit einem Minibus, der uns zur zentralen Sammelstelle brachte. Dort bekamen wir unseren Sitzplatz und unser Ticket. Zu der Zeit fing es an, kräftig zu gewittern und es schüttete wie aus Eimern. In dem Office war aber nur Platz für ein Teil der Reisenden. Wer keinen Platz im engen Büro ergattern konnte oder wie wir einen Regenschirm hatte, wurde komplett durchgeweicht. Als wir dann in den Bus einstiegen, mussten wir weitere unschöne Erfahrungen machen. Der Gang zwischen den Liegeplätzen ist so schmal (4,5 Handbreit von Wolfgang), dass wir mit unserem Tagesrucksack plus Kamera nicht durch passten. Doch statt Hilfe zu bekommen wurde man vom Busfahrer nur noch mehr in den Gang gedrückt, in dem man eh schon fest steckte. Kein vor noch zurück war möglich. Auf den gebuchten Plätzen lagen schon andere Leute, wo wir die ganze Strecke durch den Bus mit Handgepäck zurück mussten, um uns auf andere zu legen. Platz für Gepäck gab es nicht, was der Busfahrer mit hektischen Bewegungen auf unsere kleinen Rucksäcke mehr als deutlich zu verstehen gab. Wir hatten gerade noch die Chance, eine Wasserflasche und ein paar Kekse aus den Rucksäcken zu holen, bevor sie uns halb aus den Händen gerissen wurden, um sie unten im Bus zu verstauen. Und dauernd wird man an der Schulter angestupst, um schneller zu werden. Völlig erledigt lagen wir dann auf irgendwelchen Plätzen für eine 12h Fahrt. Augenmaske, Ohropacks und andere wichtige Dinge waren im Stauraum nicht mehr zugänglich. Danach stand der Bus noch 30 Minuten ohne ersichtlichen Grund rum. Warum so ein Stress gemacht wurde, können wir uns nicht erklären. Von einem Stapel Kissen durfte man sich auch keines nehmen, was wieder mit heftigen Armbewegungen mehr als deutlich einem gezeigt wurde.

Bei einer Pause war es und dann doch gestattet, doch Sachen aus dem Rucksack heraus zu holen, um überhaupt irgendwie schlafen zu können. Die Liegeplätze waren für mich so, dass ich mit den Füßen im Fußteil anstieß. Wolfgang, der ja doch ein wenig größer ist, konnte nur mit leicht angezogenen Beinen liegen. Für vietnamesische Verhältnisse ist der Bus vermutlich komfortabel, doch für Europäer sehr eng. Ein anderer Europäer legte sich in den Gang (ca. 1,85m), um die Beine auszustrecken. Eine Toilette war an Bord, sodass diese Sorge nicht nötig war. In der Pause unterhielten wir uns kurz mit einem Pärchen, wo sie europäisch aussah, ihr Mann indisch und das Kind durch den ganzen Stress die ganze Zeit weinte. „Big mistake“, war ihre Aussage zu dieser Art des Reisens. Der Bildschirm mit der Karaokemusik (natürlich ausschließlich vietnamesisch) wurde gegen 22:30 Uhr dann doch ausgeschaltet. Zwischendurch kam bei uns der Gedanke auf, dass hier nicht die Devise herrscht „Der Kunde ist König“, sondern eher ein „Du willst, dass ich dich von A nach B fahre, also hast du auch das zu tun, was ich dir sage.“

Ca. 4,5h später als gedacht kamen wir dann in Hué an. Warme Jacke für mich, Ohropacks und Augenmaske für uns ließen uns doch etwas schlafen, weshalb wir nicht ganz so gerädert waren. Eine philippinische Busfahrt über Nacht war da schlimmer.
Vietnam_Bus
Wie auch auf der Fahrt in der Halong Bucht hieß es auf einmal „Überraschung! Wir sind da, alle aussteigen“, während die ersten Taschen bereits aus dem Bus geschoben und auf dem Gehweg unsanft gestapelt wurde. Taxi- und Motorradfahrer lauerten schon übermäßig geschäftig auf ihre „Kunden“. Der versprochene Service zum Hotel blieb aus, wir hatten keine andere Wahl als 2 Motorräder zu nehmen, die uns samt Gepäck in unsere Unterkunft brachten. Dort erfuhren wir dann auch, dass es kein Abholservice gibt, wie es auf dem Ticket versprochen wurde. Das Hotel versprach uns aber, ein Taxi für uns zu organisieren. Bis jetzt hält das Ticket nicht, was es verspricht, ist aber eine billige Variante, durch ganz Vietnam zu kommen. Und wenn man nicht ganz so viel Gepäck hat und über den „Unservice“ mehr hinweg sieht, wie wir es tun, ist es eine vergleichsweise günstige Art zu reisen. Wir empfehlen diese Art der Reise aber nicht ohne Weiteres weiter, sondern setzen ein großes Achtung-Zeichen davor, dass man es sich gut überlegen soll, ob man sich so etwas antun möchte, oder doch lieber auf den Zug wählt, der zwar teurer aber doch komfortabler zu sein scheint. Für stark übergewichtigen Menschen, Menschen über 1,85 m (geschätzt) und kleine Kinder ist diese Art der Reise nicht zu empfehlen. Mal sehen, was wir noch so erleben…

Kieler Woche

Seit gestern ist Kieler Woche. Seit mehreren Jahrzehnten wird das nun die zweite Kieler Woche sein, die ich verpasse. Ob die Woche wohl merkt, dass ich fehle *Augenzwinker* ?
Ich wünsche allen Teilnehmern eine schöne Kieler Woche mit ausreichend Wind und wenig Regen bei angenehmen Temperaturen.
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Nachtrag: Informationen zum stündlichen KWI (siehe Kommentare zu diesem Artikel), sind natürlich herzlich willkommen!

Wer die ‚Diskussion‘ auf unseren letzten Artikel mitbekommen hat, wird verstehen: Heute wollten wir es genau wissen.

Pho Bo
Wir sind zwar nicht mehr in Hanoi, sondern bereits auf der Fahrt von Hue nach Hoi An, aber eine gute Pho Bo soll es ja inzwischen in ganz Vietnam zum Frühstück geben.
Wir fragten also unsere Hotelfrau in Hue, wo wir eine wirklich gute und originale Pho Bo bekommen und gingen dort hin. Es war kein Stand am Straßenrand, sondern für hiesige Verhältnisse ein richtiges Restaurant.

Was wir bekamen, war tatsächlich noch ein wenig anders als das, was wir bisher am Straßenrand gegessen haben. Im Vergleich zum Straßenrand war die Suppe dünn und lasch. Für deutsche Verhältnisse war es eine kräftige Rinderbrühe mit Kräutern, die wieder über vorgegarte lange Reisnudeln gegossen wurde. Darin ein Klops, den ich mal als kräuterig gewürzten festen Eierstich beschreiben möchte und ein Stück Rindfleisch mit Haut, Fett, Knorpel und sehr kleinen Knochen. Für Harriet ist so was ja immer nichts, und so hatte ich zwei dieser Stücke. Auf der Suppe lagen noch drei dünne Scheibchen Rindfleisch von etwas besserer Qualität (auf dem Bild sind sie schon unter gerührt). Um uns herum wurden diverse Sachen aufgebaut, die wir zusätzlich hätten in die Suppe tun können. Wir wollten erst mal das originale Ursprüngliche essen und haben darum nichts von diesen Teilen hinein getan. Allerdings haben wir dann, wie die Einheimischen um uns herum auch, wenigstens mit Limette und Chili nachgewürzt. Es wäre uns sonst doch etwas zu lasch gewesen. Andere Zugaben nahmen wir nicht.

So sah die Suppe nun aus:

PhoBo1

Dann haben wir uns noch solche Teile gegönnt, wie sie auch an einem Stand vor unserem Hotel angeboten wurden. Sie sehen aus wie zu groß geratene Dimsums und der Teil der dem Teig entspricht schmeckt auch sehr ähnlich. Für den, der es nicht kennt, der Teig ist im Deutschen am ehesten mit dem von Hefeklößen zu vergleichen (also leicht süßlich).

PhoBo2

Gefüllt sind sie aber eher … ja wie soll ich’s beschreiben? Kräuter, etwas Fleischiges, ein hart gekochtes Wachtelei … etwas salzig … ich wollte vorhin beinahe herzhaft sagen, aber ich meine damit nicht das, was man in Deutschland darunter versteht.
Wie auch immer, es hinterlässt bei mir endlich mal ein gewisses Sättigungsgefühl.

PhoBo3

Ich wüsste gerne, wie die vietnamesische Küche wohl ursprünglich gewesen ist. Man liest so viel Widersprüchliches. Einerseits liest man, dass Sie früher Rind und vieles Anderes nicht gegessen haben sollen, und das passt auch gut mit dem zusammen, was Einheimische erzählen. ( Weißt Du, es gab zwei schlimme Kriege und viel Hunger. Da haben die Vietnamesen angefangen, alles zu essen, was essbar war. So essen wir seit dem bis heute Frosch, Hund und Katze.)
Andererseits gab es Zeiten, wo Vietnam eine Provinz des chinesischen Kaiserreiches war, und allein die räumliche Nähe lässt einen ja auch vermuten, dass die kantonesische Küche Einfluss gehabt haben dürfte. Und ich glaube fast jeder hat schon mal diesen Spruch gehört:‘ Die Kantonesen essen alles was vier Beine hat , außer Tisch und Stuhl.‘
Okay, wie auch immer. Frosch, Hund und Katze haben wir bislang noch nicht wissentlich gegessen. Hund wurde uns aber als ausgesprochen lecker sehr empfohlen. Ich weiß nicht, ob wir diese Überwindung der Neugierde zu liebe hin bekommen. Eine gegarte dicke Made, die uns an einem Supermarktstand kostenlos zum probieren angeboten wurde, haben wir aber schon gegessen. Kräftig nussiges Aroma. Eigentlich sehr lecker, dennoch haben wir davon kein Tütchen mitgenommen…

Okay, zurück zum Thema…
Was kommt nach einem Frühstück?
Jupp:  Der Kaffee

Wir gingen aus dem Restaurant in ein richtiges Café. Der Kaffee, den wir bekamen, entsprach dem, den wir aus dem Sternehotel bereits beschrieben.
Klein, sehr stark, überhaupt nicht bitter mit einer etwas schokoladigen Note. Sehr lecker.

PhoBo4

Dazu gab es, wie auch beim Essen, diesen dünnen Tee. Meist ist er nicht ganz mundwarm. Hier war er sogar eisgekühlt und Harriet traute dem Eis.

Betreiber des Cafés ist Herr Mui. Er erkannte uns rasch als Deutsche und kam mit einem Schnellhefter auf Harriet zu, während ich gerade etwas auf der Straße fotografierte. Herr Mui spricht hervorragend Englisch und will jetzt mit seinen 58 Jahren noch Deutsch lernen. Er bat uns, mit ihm die Aussprache von Lernsätzen in seinem Hefter zu üben. ‚Guten Tag, sind Sie Herr Weiß? Wie geht es Ihnen? ‚  ‚Nein, ich heiße Herr Schwarz. Mir geht es gut. ‚
Da er Schwierigkeiten hat, an geeignete Materialien heran zu kommen, haben wir ihm die Adresse und Tel. vom Goethe Institut in Saigon aus dem Netz gesucht. Dann haben wir noch einiges weiter geredet bis wir los mussten.
Hier noch ein Bild von Herrn Mui:

PhoBo5

Übrigens hören und lesen wir hier häufiger den Ortsnamen Saigon als ‚Ho Chi Minh City‘. Mal sehen ob das auf dem Weg in den Süden so bleibt.

Herr Mui hat uns erzählt, warum er uns als Deutsche erkannt hat. ‚Die Deutschen sind immer die, mit den vielen Kameras.‘ Wir haben doch gleich als der Kaffee kam, unsere Kamera gezückt um das Bild von dem Kaffee zu machen.  Da hat er sich gedacht, dass sind bestimmt Deutsche.

Wie viele ‚Regeln‘ hat auch diese sicher viele Ausnahmen. Aber insbesondere wenn eine Asiatin ihre Kamera zückt, dann wird Sie bestimmt nur ein Motiv wirklich interessant finden: Sich selbst! (Halt vor einem anderen Hintergrund als die anderen Male). Vorurteil? Verallgemeinerung?  Sicher! Und alle Fehler, die man mit Vorurteilen und Verallgemeinerungen macht, auch. Etwas Wahres ist aber auch irgendwie dran.

Das lässt mich überleiten zu einem anderen Thema. Wir haben bereits vor einigen Tagen einen weiteren Begriff für uns Weiße und Langnasen gelernt : Dancer=Tänzer. Warum?  Wir bewegen uns so lustig, wenn wir versuchen, über eine Straße zu gehen und z.B. ein Roller auf uns zu hält…
Seit dem ich das weiß, gehe ich noch entschlossener über eine Straße als zuvor!

Halong Bay

1. Tag
Wir entschieden uns, eine 3-Tages-Tour durch die Halong Bucht zu machen. Die Besitzerin des Hotels half uns sehr ehrlich und offen, uns für die dann doch teurere Tour zu entscheiden. So hatten wir Rundumservice mit Vollpension, dessen Essen man auch vertrauen konnte. Pünktlich um 8 Uhr wurden wir abgeholt. Mit einem Kleinbus ging es dann los ca 3,5h Richtung Osten. Einen guten Teil der Fahrt verschliefen wir.
Am Hafen angekommen sah man schon die typischen Felsen im Wasser. Es war drückend heiß und die Sonne prallte auf uns. Zu unserem kompletten Gepäck haben wir uns auch noch mit einem 5l Wasserkanister und diversen anderen Getränken plus ein paar Keksen eingedeckt. Es war schon ein ganz schönes Geschleppe, was aber noch im Rahmen war. Nur 2x mussten wir unser Gepäck umlagern (vom Bus ins Zubringerboot und vom Zubringerboot auf die Fähre). Verschwitzt bezogen wir unsere Luxuskabine. Wir hatten ausreichend Platz für alles, ein großes Bett stand drin, Wasserblick, eigenes Bad mit WC, Dusche. Wow. Dann legte die Fähre ab und es gab erst mal Mittag. So konnte man auch schon mal ein paar der anderen Gäste kennen lernen. Langsam zogen die typisch geformten Felsen am Fenster vorbei, als wir viele verschiedene Köstlichkeiten der vietnamesischen Küche verspeisten.

HaLongBoot1 Fähre mit Beiboot

Guides_Thangund  unsere Guides

Auf dem Boot waren insgesamt 3 Deutsche (wir mitgezählt), ein Pärchen aus Österreich, 2 Vietnamesinnen, 2 Isländerinnen und 2 Frauen, deren Herkunft wir nicht kennen, die aber Englisch sprachen. Das war alles. Es war fast wie eine Privatyacht. Wir schmunzelten in dem Glauben dass es nicht weit davon entfernt sei, dass es mehr Angestellte als Gäste gäbe.

HaLongSzene6      HaLongSzene5 Erste Eindrücke

Auf dem Programm stand dann der Besuch eine Grotte, wo sich die Einheimischen während des französischen Krieges versteckt hielten. Sehr groß und imposant. Unser Guide führte uns durch und erklärte ganz viel. In vielen Steinformationen konnte man Figuren erkennen. In der Höhle war es zwar angenehm kühl, aber die Luftfeuchtigkeit war so hoch, dass man trotzdem extrem schwitzte.

Halong_Cave

Nach dem Besuch der Grotte fuhren wir mit dem Beiboot zum Baden an den Strand. Herrlich, endlich ins Wasser springen zu können, wenn man den ganzen Tag triefend schwitzt. Dieser Strand wurde allerdings von ALLEN Booten angefahren, wo eine idyllische Strandatmosphäre unmöglich ist. Egal, die Abkühlung hatten wir echt nötig und unseren Spaß auch.

HaLongStrand2

HaLongStrand1
Im Hintergrund fahren die Fähren kreuz und quer

Nach der Abkühlung sind wir auf’s Kajak, um die Bewohner der Monkey Island zu sehen. Die Affen haben uns jetzt weniger beeindruckt, das Paddeln war aber echt schön. Auf dem Weg zurück haben wir eine Qualle im Wasser gesehen, wo unser Guide sagte, dass das eine Giftige wäre, die unangenehme Verbrennungen verursacht, wenn die Tentakel Kontakt mit der Haut kommt. Gut, so eine schon mal gesehen zu haben, da wissen wir jetzt, wie die aussehen und können sie von Harmlosen unterscheiden.

HaLongKajak    HaLongMonkeyIsland

Den Sonnenuntergang verfolgten wir vom Sonnendeck des Bootes aus.

HaLongSunset1    HaLongSunset2

Nach einem wieder super leckerem Abendessen gab es dann das „Freizeitprogramm“, wo zur Auswahl Nachtangeln und/ oder Karaoke an stand. Wolfgang hat sich im Oktopusangeln leider erfolglos versucht, ich versuchte mich im Karaoke singen. 2 einheimische Frauen fingen an und wir Europäer stellten fest, dass es kein Problem ist, wenn man falsch singt. Man muss nicht singen können, um bei Karaoke mitzumachen. Das beruhigte dann alle. Danach suchte ich mir ein englisches Lied aus und nahm das Mikro in die Hand. Tanja aus Österreich und ich sangen zusammen. Danach war das Eis gebrochen und alle Europäer gesellten sich an einen Tisch, um gemeinsam zu singen, das Mikro ging ‚rum. Wir hatten einen super Spaß. Ja, Karaoke macht Spaß, es braucht aber auch ein paar Leute, die auch Lust dazu haben. So lernten wir uns in der Gruppe noch besser kennen. Mit Tanja und Klaus aus Österreich stimmte der Draht gleich auf Anhieb, wir haben einen ähnlichen Humor. Toll. Mit den beiden verbrachten wir dann auch die meiste Zeit. Die 2 sind uns echt sympathisch. Es folgen Bilder von den Beiden und Gerald mit dem wir uns auch gut unterhalten haben, der sich als Deutscher eine Arbeit in Vietnam gesucht hat, weil er das Leben in Vietnam (er)leben möchte.

HaLongKlausTanja     HaLongGerald

Dann schliefen wir zum ersten Mal in unserem Leben in der Halong Bucht. Wie man an den Bildern sehen kann, nicht alleine sondern mit vielen anderen Booten zusammen. Es war aber trotzdem sehr still und man hatte ein Gefühl vom „alleine“, weil alle einen ausreichenden Abstand voneinander hielten.

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Blick am Morgen aus dem Fenster

2. Tag
Nach dem Frühstück fuhren wir ein bisschen durch die morgendliche Bucht, um bei einer Perlenzuchtfarm anzuhalten. Schon interessant, zu sehen, wie sie es schaffen, bei so einer Auster eine Perle raus zu bekommen. Fast wie eine Operation. Da uns dann die Perlenkette doch zu teuer war, gingen wir nur mit Bildern und ein paar guten Tips um „echte“ Zuchtperlen von Falschen zu unterscheiden, wieder an Bord.

HaLongSzene2    HaLongSzene3

Danach mussten wir das Boot wechseln (incl. komplettem Gepäck *stöhn*) . Das servierte uns wieder ein leckeres Mittag und brachte uns an einen wirklich einsamen Strand zum Baden. Das war paradiesisch. Klaus ist schon mal vom Boot gesprungen und hin geschwommen.
HaLongStrand3

Halt machten wir auf der Cat Ba Insel, wo wir 5km mit dem Rad in ein Dorf fuhren, was früher der Schutzraum der Menschen aus den Schwimmenden Dörfern war, sie aber das Leben dort zu schätzen gelernt haben und nach dem Krieg dort geblieben sind. Auf dem Weg zum Dorf sahen wir ganz viele große und kleine Schmetterlinge. Die Tour war in der prallen Sonne zwar anstrengend, wir haben sie aber auch sehr genossen und sind froh, keine 10 US$ für ein Elektroauto ausgegeben zu haben, was uns einfach hin und her gefahren hätte. Hier verabschiedeten wir uns von Tanja und Klaus, die dort in einem Bungalow schliefen.
HaLongRad

Wir sind mit den Rädern zurück zum Boot und fuhren noch mal 1h mit dem Boot bis zu unserem Ziel Cat Ba Town, wo wir in einem 3-Sterne-Hotel fürstlich mit Blick auf’s Wasser schliefen. Zwar war die Abholung schon 7:30 Uhr am nächsten Morgen, aber dafür hatten wir 2h mehr Fahrt durch die Bucht. Wir merkten aber auch, dass wir Stille benötigen, die Stadt war uns schon wieder ganz schön laut, mit seinen unzähligen Karaokebars und überfüllten Stränden.
HalongStrand4
überfüllter Strand in Cat Ba Town

HaLongSzeneHotel 
HaLongHotel3

Hotelausblick am Abend und am Morgen

3. Tag
Da ja jeder irgendwie andere Paketzusammenstellungen gebucht hat, werden die Leute immer wieder neu sortiert und man muss sich plötzlich von Menschen verabschieden, die man gerade kennen gelernt hat und evtl. gerade im Gespräch vertieft ist. Ein Austausch von Mailadressen oder anderen Kontaktmöglichkeiten ist dann zeitlich nicht mehr möglich, weil der Bootswechel sehr spontan angekündigt wird. Das ist auch der einzige wirkliche Kritikpunkt an der ganzen Sache. Und wir mit unserem vielen Gepäck waren den Crewmitgliedern immer zu langsam. Wir waren nun mal nicht darauf ausgelegt, einfach einen kleinen Rucksack oder das Rollköfferchen zu schnappen. Was machen nur Familien mit Kinderwagen? So trennten sich z.B. unsere Wege von einer Familie aus Australien und einem britischen Pärchen, was auch gerade eine Weltreise macht, plötzlich und unwiederbringlich. Schade.

Wir sammelten Tanja und Klaus wieder ein, was uns sehr freute und wir konnten auch bis Hanoi mit ihnen zusammen fahren. Ein gemeinsames Bild von uns allen haben wir auch gemacht und hoffen, dass Tanja es uns bald schickt, damit wir es in den Blog stellen können. Wir hatten an dem Tag keine Aktivität, wir sind einfach gemächlich durch die Bucht wieder nach Halong City gefahren, um mit dem Bus wieder nach Hanoi zu kommen. Auf dem Weg sieht man viele Schwimmende Dörfer vorbei ziehen, Menschen die ihrer Arbeit (i.d.R. Fischen) nachgehen in einer malerischen Landschaft.
HaLongSzene8 HaLongSzene9

HaLongSzene4 HaLongSzene1 ConnyHaLong
Einen Einblick in ein Leben auf dem Wasser erhält man aber nicht. Das wussten wir bereits, als wir die Tour buchten. Eine Unterkunft in so einem schwimmenden Dorf haben wir bei unserer Internetrecherche nicht gefunden. Ausgefallen war am 1. Tag die Kochschule, wo man gezeigt bekommen soll, wie man vietnamesische Speisen zubereitet. So etwas kann man aber auch in der Stadt in einem Hotel buchen, wo man vorher über den Markt geht. Vielleicht machen wir so etwas noch, vielleicht auch nicht. Das machen wir vom Preis und der Zeit abhängig.

Etwas erschöpft aber voller toller Natureindrücke sind wir dann gestern zurück nach Hanoi gekommen, wo wir nur 1 Nacht verbringen wollen, um mit dem Nachtbus heute nach Hué zu fahren.
Halong Bucht ein absolutes Muss, wenn man Urlaub in Vietnam macht. Und weil sogar der Loneley Planet, der sonst gerne Spartipps gibt, hier dazu rät lieber nicht zu sparen, haben wir uns eben auch für die Variante entschieden, die wir gemacht haben. Keine Teure, aber auch keine Billige. Wir im Speziellen konnten dem Rat unserer Frau im Hotel gut vertrauen – obwohl einige Reiseführer davon im Allgemeinen auch abraten.

Wir kommen im Augenblick mit dem Bloggen nicht hinterher. Wir erleben so viel. Und erleben geht nun mal vor bloggen … Hieraus soll hoffentlich noch ein ausführlich beschreibender Blogbeitrag werden … mal sehen … gerade der Tempel of Literatur, da hat Thuan so viel erklärt, und ich merke wie ich vor lauter vielen neuen Eindrücken immer mehr vergesse … Nun aber erst mal überhaupt etwas über Hanoi-Eindrücke:

Hanoi ist eine interessante Stadt. Wir erkennen einiges als „typisch asiatisch“ wieder und vieles ist auch ganz anders. Z.B.: Natürlich werden wir Langnasen (so nennen Asiaten uns Europäer) ständig angesprochen ob wir nicht dies oder das kaufen oder essen wollen, ein Taxi oder eine Rikscha brauchen usw… meist aber wird ein einmaliges „No, thank you!“ akzeptiert. Dadurch ist man nicht so höllisch genervt und schafft freundlich zu bleiben. Für beide Seiten positiv!

Was wir in Hanoi alles gesehen haben, schaffe ich jetzt im Nachhinein gar nicht mehr aufzuzählen.

Vieles ist auch nicht zum Aufzählen, sondern sind einfach Erlebnisse auf der Straße. Z.B. wie es einige Leute schaffen, in dieser lauten quirligen recht modernen Stadt mit zigtausenden von Motorrollern am Straßenrand zu schlafen … Hier einfach einige Impressionen, die doch die Stadt nicht wieder geben können … (sie ist laut und geschäftig):

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HanoiHahn3 Ausschnitt: HanoiHahn3a

Herausragende Sehenswürdigkeiten sind aber (in chronologischer Reihenfolge, wie wir sie besucht haben), der Huan Kiem Lake mit dem Ngoc Son Temple, das historische Museum, die Pagode und der West Lake, das Gefängnis(museum) und der Temple of Literature.
Bei den Museen werden die Informationen aus Sicht einer bestimmten Partei dargestellt.
Der denkende Mensch hat die Möglichkeit zu denken.

Einige Menschen die wir kennen lernten wollen wir besonders erwähnen:

Mercedes und Aaron aus Mexico (Von denen ich kein Bild finde – ich hoffe ihr mailt uns noch eines) mit denen wir, bei einem Essen in einem Restaurant am Straßenrand, einfach hervorragend geredet haben und die uns nach Mexico eingeladen haben. Eine schöne Begegnung 🙂 Evtl. ja nicht die Letzte 😉 Mexico ist ja eigentlich nicht auf unserer Liste, aber bisher haben wir ja fast jeden Plan doch noch mal wieder so geändert wie es uns dann schöner oder besser erschien. Das ist ja der Vorteil, dass wir kein „Arround the world“-Ticket gebucht haben, sondern spontan entscheiden können! Im Augenblick denken wir aber erst mal weiter an Asien…

[ Platzhalter für ein Bild von Mercedes und Aaron ]

Thuan und Linh zwei Studentinen im Temple of Literatur, die uns ihre „Uni“ ganz toll erklärt haben, und insbesondere mir mit Engelsgeduld 1000 Fragen beantworteten. Thuan hat auf der Hauptseite einen netten Kommentar hinterlassen 🙂 , den ich auch bereits beantwortet habe. Wir würden uns auch freuen Dich wieder zu sehen – vielleicht können wir Dir dann ja irgendwann einmal etwas in unserer Nähe zeigen – aber wahrscheinlich nicht mit so fundiertem Wissen, wie Du es uns von „Deinem“ Ort gezeigt hast.

HanoiLinhHarThuan
Auf dem Bild von rechts nach links: (Statue *augenzwinker*, ) Thuan, Harriet, Linh.

Harriet hat einen Artikel über die Halong Bay in Vorbereitung. Das größte Problem sind immer die Bilder. Meine Bilder in diesem Blog geben den Eindruck der lauten und vollen Stadt nur in kleinen Fassetten und damit verzerrt wieder und insbesondere die Halong Bay mit dem tollen 360°Blick, mal voll mit Touristenbooten und mal still, kann man in Bildern nicht wirklich wieder geben.
Von der Bay sind wir heute Abend zurück gekommen und morgen geht’s bereits weiter …

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Nachtrag 18.6.2014:

Hier kommt noch ein Bildernachschlag, mit etwas typischeren Straßenbildern aus Hanoi.
Z.B. dieser normal gut genutzte „Fußweg“.

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Die kleine Straße vor unserem Hotel sieht morgens, mittags und abends so unterschiedlich aus, dass man jeweils denken könnte, es sei eine ganz andere Straße. Morgens ist hier so eine Art Markt. Mittags sind hier Speisetische der Anwohner und manche Ecke erweist sich als Garküche mit vorgelagerten Speisetischen. Abends sind eher andernorts Aktivitäten, so dass es dann relativ leer ist.

Hongkong<->Macau

Die „großen“ internationalen Drachenbootrennen direkt an der Avenue of Stars (nach den bereits beschriebenen Rennen in anderen Teilen Hongkongs) ließen wir uns nicht entgehen. Interessante Atmosphäre.

Drachenboot

Drachenbootein

Für Gutscheinbesitzer gab es Freibier so viel man Gutscheine hatte. Das nutzt uns inzwischen aber nichts, denn wir sind Bier so wenig gewöhnt, es reicht ein einziges kleines Bier um so viel Wirkung zu haben, dass wir lieber nicht mehr trinken und Gutscheine verschenken…
Überall gab es Kleinigkeiten die die Atmosphäre ausmachten, was aber kaum zu berichten geht.
Diese Pappen lagen z.B. an einer Ecke, und die konnte man sich nehmen um Fotos zu machen:

DrBootPappe1

DrBootPappe2

Insgesamt gibt es aber, wie gesagt, wenig, was man hier berichten könnte. Wir wissen letztlich nicht mal, wer eigentlich gewonnen hat. Das Abschlussrennen und die Siegerehrung fanden eh erst am Sonntag statt, wo wir bereits auf dem Weg nach Macau sein wollten.

Wie auch immer – Drachenbootrennmeisterschaft in Hongkong ist ein besonderes Ereignis – und wir waren dabei *lächel*. Mal wieder völlig ungeplant zufällig hineingestolpert *schmunzel*.

Für die Fähre von Kowloon nach Macau holten wir uns die Tickets bereits am Abend des Tags vor Überfahrt. Von mehreren Seiten wurde uns das dringend empfohlen. Abends hatte nur noch ein Verkaufsstand offen, also kauften wir da die Tickets und gingen wieder „heim“.

Zum Gehen durch Hongkong muss man jedem nicht Eingeweihten einen wichtigen Grundsatz sagen: Schau auf dem Gehweg nach unten, nach den feuchten Bereichen, und meide diese.
Fast überall hat man ca. 16 Stockwerke mit Klimaanlagen über sich. Deren Kondenswasser kommt entsprechend in einem relativ schmalen Bereich entlang der Gehwege gemeinsam herunter – das ist zwar nicht gefährlich, kann aber unangenehm nass tropfend sein.

Speziell in der Nähe des einen Hochhauses, wo auch unser „Hotel“ zwei Wohnungen im 16. Stock in Form mehrerer Zimmer beherbergte, gab es etwas Anderes. Etwas Unangenehmes. Es waren zig Schlepper fast noch penetranter als wir es in Indien kennen gelernt haben. Aber wir wollten auch nach dem 1000.mal angesprochen werden weder einen Tailor (Schneider) noch eine Replika-watch (nachgemachte Markenuhr). Unangenehm penetrant diese Leute.

Große luxuriöse Läden, die echte Rolex oder andere echte Luxusartikel verkaufen, sieht man hier spätestens alle drei bis vier Blöcke. So viele Canon EOS 5D Mark III wie man hier innerhalb einer Stunde im Einsatz von Passanten sieht, sieht man in Deutschland evtl. wenn man durch entsprechende Läden eilt, in deren Auslagen. In Hongkong findet man erstaunlich viel Reichtum oder Scheinreichtum, wer weiß das schon, und andererseits sind die meisten Hongkonger nicht reich. Es ist eine irgendwie absurde Welt. Selbst wenn man viel Geld verdient, kann man sich damit evtl. eine bessere Mietwohnung leisten, als jemand anders. Jeder Bauer in der Provinz hat mehr Lebensqualität, als ein Mittelreicher hier, der seinen Reichtum in Uhren und Autos umsetzen muss um dies zeigen zu können. Insgesamt haben wir in keinem Land bisher so wenig glücklich oder zufrieden aussehende Menschen auf den Straßen gesehen wie in Hongkong.

Wir waren sehr gespannt auf Macau – würde es genauso sein? Anders? Wenn anders, wie anders?

Unsere Rucksäcke packten wir um. Leichtes Gepäck für eine Übernachtung. Die großen Rucksäcke blieben in der Pension.

Wir gingen früh zum Fährterminal und aßen noch etwas in einer Filiale von Café Coral. Da kann man zu akzeptablen Preisen die gut essbaren Produkte einer am ehesten kantonesischen Kochkunst verspeisen.

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Kleiner Ausflug „Essen“:

VenetianIngwerhahn

Was Essen angeht, sind wir zunehmend hin und her gerissen. Gerade die ganz kleinen günstigen Garküchen am Straßenrand haben oft das leckerste Essen zu den besten Preisen. Ich persönlich habe ein Problem mit der asiatischen Küche. Ich mag das total gerne und es schmeckt vieles sehr gut – aber es sättigt mich nicht. Ich könnte davon riesige Mengen verdrücken – und habe das auch schon getan, einfach weil ich’s wissen wollte. Ein Gefühl von „Ich bin satt“ habe ich aber nicht. Andererseits – hungrig bin ich dann auch nicht mehr, aber irgendwie bleib ich „eigenartig unbefriedigt“. Letzte Woche bekam ich dann meinen Rappel und habe erst mal einen Döner gegessen. Das tat gut. Der war total fettig, und eigentlich nicht wirklich gut, aber der tat gut. Die Pizzerias – gerade in Soho – ließen mich mit ihrem Duft kaum noch los, aber die Preise hielten mich von sowas dann doch zurück. Und schließlich: Im eigentlichen Sinne leckerer ist das Essen, dass man hier an jeder Ecke bekommt sehr. Der geröstete Ingwer der von meinem Ingwer-Hähnchen herunterfiel – ich wüsste gerne wie man aus Ingwer eine solche Köstlichkeit herstellt. Eine einfache Suppe mit diversen Zutaten, wo man nie erfahren wird, womit diese kleinen Nudeln denn gefüllt waren, und blanchiertem Eisbergsalat und wer weiß noch, hat eine Geschmacksvielfalt … die muss man einfach gegessen haben. Wer in Hongkong die Küche des Straßenrandes und von Nachtmärkten nicht versucht, dem entgeht echt was. Gerade Enten und Hähnchen sind so saftig … mjam … eigentlich wollten wir noch das „muss“ Gans probieren aber dazu kamen wir nicht mehr. Auch meine Überlegung – wenn Du jemals Frosch (ganzen Frosch!, nicht nur Schenkel) probieren willst, dann im hygienischen Hongkong, lief am Ende leer aus, weil es überall wo es Frosch gab, noch leckere Sachen gab, die mich verführten.

Okay, Ende des Ausflugs in das Essen …
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Fähre Macau:

FaehreKowloonMacau

Wir stellten uns mit unserem Ticket eine halbe Stunde vor Abfahrt an und bekamen darum auch sehr gute Plätze am Fenster auf der Hongkong-Island-Seite zugewiesen. Tolle Aussicht ansich. Schade, es war sehr diesig.
Auf der Überfahrt hatte man wirklich das Gefühl auf einer „Wasserstraße“ zu sein. Es war ausreichend Verkehr dafür.

Sehr spannend fand ich eine Wasserpflanzenart die wir immer wieder sahen. Zunächst dachte ich, da hätte jemand eine Ladung Blumentöpfe verloren. Aber bald schon war klar, dass das Wasserpflanzen waren, die hier wuchsen. Es schauen einige Blätter regelrecht aus dem Wasser heraus wie bei einer Blumentopfpflanze und das sind quasi kleine schwimmende Inseln so groß wie eben ein Blumentopf. Da diese scheinbar nicht wegtreiben, gehe ich davon aus, dass die Pflanzen auf dem Grund wurzeln und dementsprechend die Wassertiefe wohl gering ist. Dutzende Schiffe fahren immer wieder über sie hinweg, das scheint aber wenig auszumachen. Leider konnte man mit der Fähre schlecht neben so einer Pflanze anhalten um sie genauer zu untersuchen. Das hätte ich sonst so gerne getan. So bleibe ich neugierig-unwissend.

Pflanze_Meer

Die Atmosphäre an Bord war sehr indisch. Viele indische Großfamilien machten offensichtlich gemeinsam einen Ausflug nach Macau. Da waren Säuglinge dabei, die versorgt werden mussten, den Kindern wurden Süßigkeiten gereicht usw. eine schöne Atmosphäre, nur eben so gar nicht chinesisch.

Ankunft Macau.

Als erstes suchten wir die Touristeninformation auf und versuchten heraus zu finden, wie wir zu unserem Hotel kommen. Auf der Karte im Internet hatte es so ausgesehen, als müsse man nur wenige Meter durch einen Park laufen, und schon sei man da. Die Dame am Schalter wollte uns weiß machen, dass man da nicht laufen könne, und wir ein Taxi nehmen sollten. Taxi->Teuer->Nö! Dann sollten wir nur eine Teilstrecke (in eine andere Richtung) laufen und dann mit dem Bus fahren, der dann direkt vor dem Hotel hält. Wir bedankten uns artig und nahmen die Stadtkarte mit und gingen los.

Bereits zu Fuß vom Fährterminal weg zu kommen ist echt schwierig, wenn man nicht weiß wie. Nachdem wir uns über eine mehrspurige Straße gekämpft hatten, sahen wir dann auch die Fußgängerbrücke, für die wir zunächst in die Gegenrichtung hätten gehen müssen… Weiter ging es über Straßen mit nur teilweise Fußwegen bei schwülem Sonnenschein. Waren wir froh unsere Schirme immer parat zu haben – die geben einem den dringend notwendigen Schatten. Die Wege, die wir nach Stadtplan versuchten in Richtung auf unser Hotel zuzugehen, waren aber alles stark befahrene mehrspurige Straßen mit schmalem Rand, für Fußgänger nicht wirklich gedacht, nur eben begehbar. Was auf der Karte wie ein Park ausgesehen hatte, war ein steiler Berg, den man nicht hinaufgehen konnte. Und die Straße, die scheinbar durch den Park führte, war in Wirklichkeit ein Autotunnel durch den Berg. So ein Mist. Da hatten wir uns aber verspekuliert .. aber nun gab es kein vernünftiges Zurück. Macau machte auf uns einen entschieden fußgängerunfreundlichen Eindruck. Letztlich entschieden wir uns doch irgendwann den Bus zu nehmen. Alles in Allem verbrachten wir rund zwei Stunden damit unser Hotel letztlich etwas erschöpft zu erreichen. Die durchgeschwitzte Kleidung wurde gewaschen und für den nächsten Tag zum Trocknen aufgehängt und wir machten uns auf den Weg in die Altstadt von Macau.

Hoch über der Stadt thront eine alte portugiesische Garnison „Fortaleza do Monte“. Bereits auf dem steilen Weg durch kleine Gassen aßen wir von kleinen chinesischen Ständen am Straßenrand süß schmeckende sehr portugiesisch wirkende Backwaren, bis wir oben angekommen waren. Von dort oben hatten wir dann einen tollen Ausblick über die Stadt.

MacauPanFort

Fort1

Fort2

Fort3

Viele kleine Szenen werden uns wohl in Erinnerung bleiben. Z.B. ein Chinese, der von den Massen unbeirrt seine Bewegungsübungen machte, die wie langsames Schreiten in einem Quadrat aussahen. Als wir uns vom Ausblick satt gesehen hatten, gingen wir weiter. Ein Stück weit unterhalb dieser Sehenswürdigkeit befindet sich noch die Fassade der Kathedrale von Sao Paulo, die 1835 abbrannte.

RuineK

Diese Fassade ist heute Wahrzeichen von Macau. Wir hatten Glück und eine Choreographie der aktuellen öffentlichen Feststpiele konnten wir kostenlos ansehen. Ein Tänzer und mehrere Tänzerinnen, die meisten auf hohen Stelzen, alles in Schwarz, weiß und rot gehalten, zeigten ein Stück, das ich so interpretieren würde, dass am Ende die Liebe jeden tief und positiv berührt, selbst wenn am Anfang Suchen und Eifersüchteleien hinderlich sein können. Wie auch immer, es war schön anzusehen.

MacauAltstadt1
In der Altstadt fanden wir reges Treiben.
An diversen Ständen konnten wir unterschiedliche Köstlichkeiten der kantonesischen Küche probieren. Dieses Fleisch, dass man in Platten kaufen kann, die – ich weiß nicht, nacheinander getrocknet?, eingelegt?, gepresst? worden sind, probierten wir in diversen Varianten. Rind mit Chili, Sternanis und Ingwer usw…

Fleisch1

Fleisch2

Die Altstadt hat ein fußgängerfreundliches Multikultiflair, das wir tief einatmeten und schwupp – auf einmal war es Nacht. Wir reduzierten das restliche „Tagesprogramm“ auf das Venetian.

MacauAltstadt2

Das Venetian

Es dauerte eine Zeit und viel Laufen durch leuchtende Spielcasinos, bis wir den richtigen Bus fanden.
MacauCasinos
Der brachte uns auch auf die andere Seite des Wassers wo noch mehr Casinos sind und ein freundlicher Mitfahrer uns irgendwann sagte, dass bei dieser Haltestelle jetzt das Venetian sei. Wir stiegen aus und stellten fest, dass es stimmte, was er sagte. Nur waren wir leider auf einer ganz falschen Seite – der Bus wäre noch auf die Richtige gefahren. Wir liefen also wieder entlang stark befahrener mehrspuriger Straßen, allerdings auf richtigen Fußwegen, bis wir durch die Zäune einen Weg hin zum Gebäude fanden. Damit hatten wir aber auch das tollste Stück Fassade erwischt und ein Hochzeitspaar nach dem Anderen wurde hier von professionellen Fotographen fotografiert.
VenetianBridge

Venetian

Das Venetian selbst, ist dem in Las Vegas ähnlich und doch anders … meine Hoffnung, dass ich Harriet ein Stück Las Vegas in Macau zeigen könne, war nur sehr begrenzt umsetzbar.

VenetianFace

Es ist aber auch hier vieles sehr imposant und da wir einen Tipp als ‚Bitte darum‘ interpretierten, haben wir als Beispiel auch von den Toiletten dort ein Foto gemacht.

VenetianKlo

Die Fressmeile haben wir auch ausprobiert und ich entschied mich für das leckere Ingwerhähnchen. Harriet nahm ein Sonderangebot und aß eine Nudel-Pizza-Kombi von der sie mir auch was abgab.

VenetianPizzaPasta

Durch die Art wie es gestaltet ist, hat man im Venetian – insbesondere in der Fressmeile – stets das Gefühl es sei früher Abend … es fehlt also ein rewalistisches Zeitgefühl.

VenetianFressmeile

Heimfahrt

Irgendwann hatten wir genug gesehen, und gegessen auch noch, und entschieden uns für die Heimfahrt. Es gibt einen kostenlosen Shuttle-Bus vom Venetian zur Fähre, wo es doch Busse bis zu unserem Hotel geben sollte. Toll. Dann waren wir am Fähr-Bus-Terminal, und die Leute von dem Infostand sagten uns, dass all diese Busse, die uns in ungefähre Richtung Hotel bringen könnten, nicht mehr fahren würden, weil es nach Mitternacht sei. Die zwei Stunden Fußweg noch in Erinnerung haderten wir mit der Entscheidung ein teures Taxi zu nehmen, als eine an der Haltestelle stehende junge Frau, die hervorragend Englisch sprach, uns sagte, wir sollen mir ihr mit dem Bus mitfahren, es gäbe noch einen Weg. Toll. Auf der Busfahrt unterhielt sie sich mit einem Anderen, der uns sagte, wir sollen mit ihm Aussteigen, und ihm einfach hinterher gehen, dann wäre alles einfach. Toll. David, so sein Name, ging mit uns ein kleines Stück des Weges und sagte uns dann unvermittelt, dass hier sein Zuhause sei, er wolle nur kurz was holen und dann wieder kommen. Er würde uns dann abholen mit seinem Auto. Wow … äh was ? Nee, das ist zu viel der Freundlichkeit – das mögen wir nicht annehmen, sag uns doch einfach wo wir hin müssen … .. all das konnten wir gar nicht mehr aussprechen, weil David schon weg war … Wenige Augenblicke später hielt sein Auto neben uns und er brachte uns damit bis vor die Tür von unserem Hotel und schien sehr froh zu sein uns so schön helfen zu können. Unglaublich!! Toll!! Diese Freundlichkeit !!!
Macau wird uns schon alleine dadurch in besonders positiver Erinnerung bleiben! Und wir wollen David unbedingt hier im Blog noch einmal ganz herzlich danken!!!

David

Am nächsten Morgen standen wir etwas später auf, packten unsere Sachen und ließen unsere Rucksäcke bewacht im Hotel zurück. Oberhalb von unserem Hotel Guia ist das Guia Fort und Lighthouse (=Leuchtturm).

MacauLeuchtturm

Dies ist ein weiteres Überbleibsel der mittelalterlichen Portugiesen und es gibt viel zu sehen. Wo wir schnaufend auf dem hohen Berg ankamen, liefen sportliche Menschen einen TrimmDichPfad entlang … . Nun ja, der Trimm Dich Pfad war ja nicht unser Ziel.

MacauPanGuia

Wieder eine tolle Aussicht … leider konnten wir die unterirdischen militärischen Tunnel nicht entlang gehen.

Im Park sahen wir etwas, dass wir gerne wieder als Rätsel in den Raum stellen wollen. Wer wirklich drauf kommt, was das ist, wahr wohl schon da. Alle Anderen: Die lustigste mögliche Antwort als Kommentar gewinnt (unsere besondere Aufmerksamkeit *ggg*).

Die Auflösung wird dann unter dem Artikelnamen „Guia“ veröffentlicht und das Password „Macau“ haben.

Die Frage: „Was ist das?“

Raetsel_halbnah

Okay, zurück vom Hotel, ging es dann mit dem kostenlosen Shuttle des Hotels zur Fähre. Das hätten wir auch schon auf dem Hinweg annehmen können, hätten wir’s gewusst … …

Hongkong:

Zurück in Kowloon haben wir dann noch den Kowloon Park besucht. Für Hongkong-Verhältnisse ist es da relativ still. Ein interessantes Erlebnis mitten zwischen den vielen Hochhäusern.

KowloonPark1

KowloonPark2

Die letzte Nacht in unserer Unterkunft, Rucksäcke umgepackt zogen wir also aus, aus diesem Haus.
Mit der Buslinie A21 kamen wir dann direkt von vor unserer Haustür bis zum Terminal 1 des Flughafens. Leider reichte das Guthaben auf unseren Oktopuskarten nicht mehr und wir mussten etwas aufgerundet bar bezahlen. Am Flughafen gaben wir dann unsere Oktopuskarten zurück. Nach Abzug einer Bearbeitungsgebühr von 9$, bekamen wir unsere 50$Pfand zurück.
Warum erwähne ich jetzt diese Oktopuskarten? Weil sie bis jetzt nicht erwähnt wurden, aber ein wichtiger Teil von Hongkong sind.
Es sind Karten, die man vor entsprechende Lesegeräte hält und schon bezahlt man damit. Nicht nur MTR (=U-Bahn) und Bus, wofür sie entwickelt wurden akzeptieren sie, auch in Supermärkten und in vielen anderen Geschäften sind diese Karten nutzbar. In Hongkong gehören sie irgendwie überall dazu. Wer mehr als zwei Tage da bleibt, sollte sie sich holen und am Ende eben wieder abgeben.

Interessant ist an Hongkong aus unserer Sicht vor Allem das Zusammenleben auf so engem Raum einmal zu erleben. Der Stadtteil Tsim Sha Tsui, wo wir die letzte Zeit waren, war lange Zeit der dichtbesiedelste Teil der Erde und wie das gehen soll, ist praktisch schon interessant.
Die Aufzüge in „unserem“ Haus fuhren z.B. nicht alle Stockwerke an. Gut wenn man schnell von Parterre zu seinem Stockwerk will, die Fahrzeiten sind nie übertrieben lang (Die Wartezeiten zum Teil schon). Hausbewohner die von einem Stockwerk zu einem andern fahren wollen, wissen dann, mit welchem Fahrstuhl sie zu welchem Stockwerk fahren um dann umzusteigen … evtl. ist es eben Parterre…

Fahrstuhl2

Fahrstuhl1

Mir fiel immer wieder auf, dass die Menschen in Hongkong sich fast gar nicht in die Augen schauen. Wenn, dann höchstens Millisekunden Länge. Wie Menschen in einem engen Fahrstuhl?

Die Menschenströme werden durch Regulierungen und Zeichen gelenkt, wie wir es aus dem Straßenverkehr kennen. Es gibt sogar Spuren in Fußgängertunneln mit rotem Kreuz/grünem Pfeil je nach dem, wie es benutzt werden soll.

Für mich bleibt auch das History Museum in Erinnerung. Neben der Tatsache, dass wir unsere gelernten Mandarin-Worte kaum noch nutzen konnten, weil in Hongkong eher kantonesisch gesprochen wird, wurden mir dort auch in einigen anderen Punkten die Augen geöffnet, dass Chinesen nicht Chinesen sind, sondern viele Völker mit vielen eigenen Dingen, die ich allerdings noch immer nicht wirklich ausreichend verstehe um Formulierungen wie „habe mich angenähert“ zu nutzen. Da gäbe es noch so viele Dinge so viel besser zu verstehen.

Und damit endet für uns Hongkong die Großstadt. Wir sind nun mal nicht so die Großstadtmenschen, aber imposant ist diese Stadt schon. Dennoch sind wir froh dort nicht zu leben. Für uns wären andere Ecken der Welt lebenswerter. Lieber mehr Natur!

Starterlaubnis erteilt und Start der Maschine nach Hanoi … über den Wolken …

HongKongFhafen

In Hanoi gut angekommen

Nur kurz:
In Hanoi sind wir gut angekommen und haben unser Hotel in der Altstadt bezogen.
Erster Eindruck von der Stadt: Positiv.

Wir schreiben noch über:

Macau war sehr interessant. Insbesondere eine Einzelperson hat bei uns Eindruck hinterlassen. Darüber schreiben wir noch ( *wink* David )

Auch von Hongkong Tsim Sha Tsi haben wir noch eine schöne Ecke entdeckt.

Planung + Allgemein + HK-History + Tipps

Eine Sache mit Fristsetzung, die mir schlaflose Nächte bereitet hat, ist vom Tisch. Die Bescheinigung kam noch rechtzeitig vor Fristende an.
Und damit möchte ich mich mit diesem Unsinn, den Verwaltungsmenschen im Gedanken treuer Pflichterfüllung begehen können, nicht weiter beschäftigen müssen. Die Reise kann weiter gehen, diese Info soll im Blog schon herüberkommen, das war’s.

Damit können wir auch wie geplant am Sonntag nach Macau fahren, dort eine Nacht bleiben und am Montag wieder kommen.

Die einzige Frage die jetzt noch im Raum stand war: „Wohin nun?“ Ost oder West?

Vom den ursprünglichen Zeitplanung her, wäre ja eigentlich bald die USA dran. Das würde Ost bedeuten.

Okay, wir haben uns ja von vorne herein gegen feste Pläne entschieden, weil wir spontan handeln können wollten.

Ein Teil der Welt hatte für uns von vorne herein besonders hohe Priorität:
Südostasien.

Eigentlich sollte unsere Route von Indien aus über Thailand, Kambodscha und Vietnam nach Australien führen.

Weil in Thailand politische Unruhen starteten, planten wir damals um. Letztlich, in Thailand waren wir ja auch schon mal. Jetzt war die Überlegung wieder im Raum. Was passiert? Unruhen, Militär übernimmt die Macht.

Wir haben jetzt die letzte Zeit die Entwicklung verfolgt. Außerdem haben wir mit verschiedenen Menschen im Land Kontakt gehabt. Es sieht alles eher nach weiterer Stabilisierung aus.
OK, es kann aber nicht schaden, die Entwicklung weiter zu verfolgen.

Darum reisen wir jetzt Richtung Westen

A) zunächst nach Vietnam (3-4 Wochen),

B) dann Kambodscha (3-4 Wochen), und

(C) je nach weiterer Entwicklung weiter nach Thailand (3-4 Wochen), oder eben nicht.

D) USA ( noch müssen wir schauen, ob wir Möglichkeiten für unser Budget finden, die teuren Orte San Francisco, Las Vegas und New York zu besuchen), sicher aber nach Orlando um meine Cousine zu besuchen. Die Idee, die USA-Ostküste herunter zu fahren, ist vom Tisch. Zu teurer, und wir müssen ja irgendwo auch wieder Zeit einsparen.
In Thailand waren wir schon. Wir würden da gerne einen Tauchurlaub machen, denn Urlaub haben wir beide dringend mal wieder nötig. Das klingt wahrscheinlich merkwürdig für viele Daheimgebliebenen, aber Reisen ist definitiv kein Urlaub. Diesen Satz habe ich so oft bei Anderen gelesen, deren Schilderungen ihrer Reisen ich zur Vorbereitung las. So richtig verstanden habe ich ihn aber erst mit dem selber Reisen. Ich wüsste gerne, wie ich das besser erklären kann, als Andere. Man ist ständig in neuen Situationen, muss im Unbekannten organisieren und regeln und neue Eindrücke verarbeiten und die eigenen Verhaltensweisen anpassen. Es fällt mir in jedem Land ein wenig schwerer einige wichtige Vokabeln der jeweiligen Sprache zu lernen. Harriet sagt mir zwar immer noch, dass sie erstaunlich findet, wie schnell ich so was annehme, aber ich merke den Unterschied zu vorher. Die Zeitumstellungen waren in letzter Zeit zum Glück nicht so arg. Aber einen richtigen Rhythmus hat man nicht … man ist so voll mit Eindrücken und versucht sich doch seine Neugier zu bewahren. Das fremde Essen, auf das wir anfangs so neugierig waren, ist jetzt in jedem Land wieder anders – so langsam kommt von Zeit zu Zeit der Appetit auf etwas jetzt exotisches auf. Denn europäisches Essen ist hier ja exotisch – z.B. so typisch deutsche Sachen wie Pizza oder Döner *augenzwinker*. Es ist irgendwie nicht wirklich möglich dass Alles verständlich zu erklären. Aber eines ist klar: Wir brauchen Urlaub.

Einige Dinge, die anfangs aufregend waren, werden zunehmend zur Routine. Z.B. Visum beantragen. Die ersten Male war das aufregend. Jetzt geht man eher schon von gewohnten Sachen aus und erlebt dann dafür auf einmal Überraschungen. Die Verständigung auf der Botschaft von Vietnam war nicht 100%ig einfach. Aus dem englischen gibt es da diese schöne Bezeichnung „Lost in translation“ (Also: „Verloren in der Übersetzung“) . Ein Touristenvisum bekommt man als Deutscher in vielen Ländern bei Einreise, sofern man ein Weiterflugticket vorweisen kann. Dies Visum ist dann oft auf 30 Tage begrenzt, aber das stört uns ja nicht. Wo ein Visum vor Einreise beantragt werden muss, geht das oft inzwischen online. Die Formulare entsprechen denen, die man bei den anderen Ländern im Flugzeug vor der Landung ausgehändigt bekommt. Nur gibt man da halt nicht das tatsächliche Einreisedatum ein, sondern das Voraussichtliche. Dann bekommt man i.d.R. ein Visum mit einer Gültigkeit von 90 Tagen mit dem Recht für 30 Tage ab Einreisedatum einzureisen. Man gibt also als Einreisedatum ein Wahrscheinliches ein, dass aber lieber in paar Tage zu früh als zu spät liegt.
Als wir in der vietnamesischen Botschaft waren, war dort ein sehr freundlicher Mann, der uns beim Ausfüllen der ausliegenden Formulare half. Als wahrscheinliches Einreisedatum trugen wir entsprechend den oben stehenden Überlegungen den 7.6. ein. Weiter verstanden wir, dass wir als Deutsche kein Problem haben würden, statt eines 30 Tage Visums ein anderes für 90 Tage zu bekommen, dass auch zur mehrfachen Ein- und Ausreise berechtigt. Toll, das kreuzten wir an. Dann bekamen wir den Preis: 2300 NTD – ich rechnete entsprechend mit 2 Personen 4600 NTD rund 450 Euro und fiel innerlich um. Die Frage ob das 30 Tage Visum viel billiger wäre, wurde bejaht. Zum Glück durften wir tauschen und berechnet wurden 1000 NTD, dann kam Harriets Antrag gleich dazu. Es war also der Preis für 2 Visa – der andere Preis wären auch 2300 für beide gewesen… das hätte man eher noch überlegen können als 4600. Bearbeitungszeit sollte drei Tage bis Dienstag (Tuesday) sein. Das passte mir, denn an dem Tag brauchte ich den Reisepass zurück um im Zweifelsfall nach Deutschland fliegen zu können. Am Dienstag waren wir dann wieder auf der Botschaft und bekamen gesagt, „no, Thursday“ (Donnerstag). Gestern bekamen wir also unsere Pässe mit Visa für exakt 30 Tage ab 7.6. … Tja, Vietnam wird nun keine ganzen 30 Tage lang besucht werden. Wir haben nun einen Flug für den 10.6. gebucht und müssen uns sputen hier und in Macau noch alles hin zu bekommen, was wir gerne sehen wollen.

Heute waren wir im Hong Kong History Museum. Da sind wir ordentlich versackt und haben viel gelernt. Mit den Opiumkriegen hatte ich mich schon mal beschäftigt, die wurden nur anschaulicher. Ein Teil der Kultur der Chinesen im Gebiet Hongkong wurde mir das erste Mal klar. Wie oft hat man gelesen, dass es unterschiedliche chinesische Völker mit unterschiedlicher Kultur sind, hat über die unterschiedlichen Kulturen etwas gelesen und es doch nicht richtig verstanden. Für mich war das immer, wie Bayern und Ostfriesen nun mal unterschiedlich sind. Hier ist es so, man stelle sich vor, Ostfriesen und Bayern wohnen dicht beieinander statt weit voneinander entfernt, und jede Volksgruppe übernimmt unterschiedliche Aufgaben. Die Ostfriesen werden Fischer, die Thüringer werden Fleischer und Salzgewinner, die Bayern werden Weizenbauern und die Rheinländer werden Milchbauern. Alle leben räumlich dicht beisammen und separieren sich gerade deshalb durchaus sehr voneinander. Die Ostfriesen z.B. leben nur noch auf ihren Booten und kommen selten an Land. Selbstverständlich haben alle unterschiedliche Kulturen und Traditionen zum Teil aus ihrer Geschichte heraus.
Diese Tanzprozession um eine lange Drachenpuppe herum der Volksgruppe Hoklo ahmt an Land die Bewegungen bei einem Drachenbootrennen nach. Das macht auf einmal einen anderen Sinn.

Liebe Dorte, Danke für die guten Tipps für Hongkong!

Liebe Leser, war von Euch schon jemand in den von uns jetzt geplanten Ländern.
Gibt es Tipps?
Vietnam ist klar, dass wir die Halongbucht bereisen werden und die unterirdischen Städte.
Kambodscha ist Angkor Wat ein Muss!
Reiseführer „Lonely Planet“ und „Wikitravel.de“ sagen ja schon immer eine Menge. Aber da ist das Problem, die empfehlen immer so viel – was ist davon wirklich gut? Tipps wie „Linie 66“ sind halt einfach toll.
Liebe Leser wart ihr schon dort? Gibt es Tipps für uns?