Archiv für den Monat: Mai 2014

Wir sind gut in Hongkong gelandet.

HongKongFhafen

Auch das Suchen des Buses ins Zentrum hat gut geklappt. Die Stadt ist für den ersten Eindruck riesig. Alles ist irgendwie größer, schneller, betriebsamer, hektischer, schicker, teurer… so sind wir voll bepackt durch die Menschenmassen gelaufen. Da merkten wir schnell, dass wir nicht mehr im freundlichen und rücksichtsvollen Taiwan sind, sondern in einer eher westlich geprägten Ellenbogengesellschaft. Schwitzend über Berge und Treppen schleppend hat sich sogar jmd. auf Wolfgangs Rucksack abgestützt, um schneller vorbei zu kommen. Echt gemein, wenn das Gewicht des Rucksacks alleine schon reicht und plötzlich und unerwartet zig Kilo dazu kommen.

Wir sind in Hongkong-Central gelandet, wo viele Banken und Sehenswürdigkeiten dicht beisammen sind. Im ersten Moment kommt ein Gefühl von „hier gehöre ich nicht hin“ auf, wenn ich verschwitzt und dreckig an Prada, Boss und Luxushotels vorbei laufe und der Türportier einen abschätzend von oben bis unten mustert. So viele Porsche, Mercedes und BMW fahren noch nicht mal bei uns, wie hier einen selbstverständlich begegnen. Echte Luxuskarossen haben dann Kennzeichen wie „MODEL“, „HAPPY“ oder „BRENTON“. Die Männer laufen mit Anzügen, die Frauen perfekt durchgestyled mit Markenhighheels durch die Straßen. Wir haben mal wieder einen Kulturschock.

Wider erwarten ist das Wetter deutlich besser. Bis jetzt war jeden Tag Sonnenschein. Die Temperaturen lassen einen aber eher die klimatisierten unterirdischen Gänge suchen als auf den Straßen entlang zu laufen. Unser Schuhkarton- Hotelzimmer empfing uns mit 10 °C. Als wir so völlig erwärmt das Zimmer betraten, fingen gleich die Spiegel an zu beschlagen. Und so ist das bei vielen Räumen. Da ist der Temperaturunterschied viel krasser als er sein müsste.

HongKongZimmer

Wir müssen erst mal eintauchen. Es geht uns soweit gut. Sich auf Englisch zu verständigen ist hier einfacher. Einen Abschlussbeitrag zu Taiwan und den vielen netten Menschen wollen wir noch schreiben. Es gibt wieder einige netten Menschen, denen wir herzlich danken wollen.  Die Taiwanesen haben uns mit ihrer freundlichen und hilfsbereiten Art tief beeindruckt!

 

SonneMondSee Kenting

Im Augenblick sitzen wir im Bahnhof von Fengliao und warten auf den Zug nach Hualien. Ich will die Zeit nutzen um mal wieder etwas mit dem Smartfone zu bloggen.
Von Taipei aus sind wir nach Taichung gefahren. Hier versuchten wir den Shuttlebus zum Sonne-Mond.-See zu finden. Bewährte Strategie ist: Einer bleibt beim Gepäck, der Andere geht los. Nach ca. 15 Minuten laufen durch strömenden Regen kam ich zum Büro des Busunternehmens. Die Verständigung klappte einigermaßen auf english mehr schlecht als recht. Zu Hilfe kamen aus der Schweiz Flo(rian) und seine Frau Ning. (Ich wollte mir den Namen doch noch aufschreiben, dann hatte ich ihn falsch im Kopf .. Hatte hier geschrieben: „Wenn ihr das lesen solltet, bitte melden – ich würde den Namen natürlich gerne richtig schreiben.“ Sie haben sich gemeldet und der Name steht hier jetzt richtig – noch mal Danke!)
Sie übersetzten und am Ende kamen Sie mit mir durch den strömenden Regen bis zum Bahnhof um Harriet und mir den richtigen Bus in der Nähe des Bahnhofs zu zeigen. Toll und noch einmal hier unseren herzlichen Dank dafür! Immer wieder toll was für interessante, sympathische und hilfsbereite Menschen wir auf dieser Reise leider viel zu kurz kennen lernen.

In Shuishe angekommen blieb Harriet überdacht beim Gepäck und ich schaute  nach Unterkünften bis wir dann die bezogen auf die die Entscheidung fiel, weil der Preis stimmte und von den Vermietern jemand englisch sprach. So zogen wir ins LoveHome in ein Zimmer in weiß rot rosa mit diversen HelloKitty-Kissen usw.
Am nächsten Morgen machten wir den Checkout, ließen unser Gepäck bewacht im Hotel zurück. Wir buchten ein Tagesticket für Schiffe auf dem See und fuhren los. Der strömende Regen ließ nicht nach. Wir bekamen aber eine Vorstellung davon, dass dieser See bei besserem Wetter bestimmt wunderschön und sehr romantisch ist. Einen Landgang zu einem Tempel machten wir trotz des Wetters. Der An- und Ausblick waren wunderschön. Es bewirkte aber, dass wir Beide trotz Regenschirm und Regenjacke durch und durch durchnässt waren.
Ok, Bus zurück nach Taichung mit Übernachtung. Bei dem Wetter wollten wir unsere Ursprungsplanung nicht unbedingt weiter führen. Was will man bei solch einem Wetter in einem Nationalpark? Und tauchen hat bei Regen auch wenig Sinn, weil einfach die Sicht schlechter wird.

Ok, wir beschlossen einen Tag in Taichung zu bleiben. Wir wollten Internetrecherche machen, ich hatte einen quasi Bürotag dringend nötig um einige wichtige Emails zu schreiben usw. Da wir nicht früh aufstehen mussten, konnten wir in Taichung auch auf den Nightmarket gehen und uns einmal durch die fremdartige Kost durchschlemmen. Harriets kleiner Tagesrucksack, der zunehmend Auflösungserscheinungen zeigte fand auch einen würdigen Nachfolger.

Am nächsten Morgen nach dem wir aufgewacht waren, aber noch im Bett lagen, fragte ich Harriet dann, warum sie so am Bett ruckeln würde. Sie antwortete, dass sie gedacht hätte, dass ich am Bett wackeln würde. Das Gefühl war genauso, wie im Erdbebensimulator im TePapa Museum in Wellington in Neuseeland. Und ja, wir erlebten unser erstes Erdbeben und verstehen nun, warum die Menschen in Erdbebengebieten sich so wenig daraus machen, wenn kleinere Beben zu spüren sind. Es schaukelt ein paar Minuten ein wenig, aber dann macht man normal weiter. TePapa hatte uns gut geschult.  Der Raum war gut erdbebensicher eingerichtet. Der Fernseher war angeschraubt, die Lampen gut angebracht usw. Das Bett ist kein schlechter Ort. Es war aber so wenig, wir taten das Kissen nicht auf unseren Kopf. Überhaupt, erstaunlich unspektakulär so ein kleines Beben.

Der Tag verging dann am Laptop mit notwendigen aber für den Blog wenig interessanten Dingen vorbei. Die Recherche ergab auch, dass das Wetter im Süden meist trockener als im Nordwesten ist. Also wollten wir einfach losfahren und je nach Wetter anhalten oder vom Zug aus im Trockenen die Landschaft anschauen.

Am nächsten Morgen brachen wir also auf und gingen erst mal zum Bahnhof. Aus der ruhigen Ecke wo wir zunächst unsere Rucksäcke abgelegt hatten wurden wir gebeten zu gehen. Wenig später sahen wir den Grund. Mit einem Gabelstapler wurde ein riesiger Schmuckstein in diese Ecke buchsiert. Wir standen nun mit unseren Sachen an einer Säule mitten in der Bahnhofshalle. Harriet blieb und bewachte und ich ging los organisieren (Tickets …). Harriet hatte rasch einen jungen Mann an ihrer Seite. Egal wo und wie, wenn man mit einer Landkarte irgendwo in Taiwan steht, kommt binnen kurzer Zeit jemand und bietet Hilfe an. Wir hätten wahrscheinlich auch unser Gepäck unbewacht stehen lassen können mit offensichtlichen Wertsachen und ich bin mir sicher, es wäre nichts passiert. Taiwan ist einfach toll in diesem Punkt. Man kann hier sehr vertrauen. Ich hoffe, dass es so bleibt. Vor 12 Jahren mussten wir in Sydney auch die Karte in der Tasche verstecken um vorwärts kommen zu können. Heute ist das bei Weitem nicht mehr so… Ich wünsche den Taiwanesen, dass sie es sich erhalten können.
Der junge Mann, der bei Harriet stand hieß Michael und lebt jetzt als Englischlehrer in Taiwan, kommt aber ursprünglich aus Boston. Auch er genießt die oben beschriebene Art der Taiwanesen und war selbst sofort hilfsbereit als er Harriet mit der Karte in der Hand in der Bahnhofshalle stehen sah. Es zeigte sich, dass wir den gleichen Zug nehmen wollten und er ein Stück des Weges noch gemeinsam hatten. Wir unterhielten uns noch so lange recht angeregt. Es war dann schade sich verabschieden zu müssen.
Ok, das Wetter wurde auf dem Weg in den Süden zunehmend besser und wir entschieden doch nach Kenting zu fahren und tauchen zu wollen.
Der Lonely Planet empfiehlt hier John Boo udive.com.tw und wir nahmen mit Hilfe einer Touristeninformation Kontakt mit ihm auf und bekamen in chinesischen Schriftzeichen aufgeschrieben welche Busse wir inklusive Umsteigen zu nehmen hätten. Im nächstgelegenen größeren Ort holte uns John dann ab. John verließ damals als junger Mann das erste Mal Canada, sah Taiwan und entschied sich zu bleiben. Zunächst arbeitete er als Englischlehrer, bis er irgendwann den ersten Tauchgang seines Lebens hatte und ihm rasch klar war, dass er das in seinen Lebensmittelpunkt stellen möchte. Heute betreibt er eine Tauchschule mit Übernachtungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Preisgruppen. Da war auch für uns etwas dabei. Als erstes hatten wir bei Ankunft Kontakt mit 3-4 Hunden, die uns freundlich begrüßten. 2 dieser Hunde gehören John, andere aus der Nachbarschaft sind aber auch immer gerne bei ihm. Alle sind sehr freundlich und Harriet war mal wieder hin und weg und die Hunde von ihr auch angetan.
Johns taiwanesische Frau Sophy Chen (陳淑慧 ) gesellte sich nach Feierabend hinzu. Die Beiden zeigten uns dann an diesem Abend noch ihr Lieblingsrestaurant und so nahmen wir gemeinsam ein leckeres Abendessen ein und hatten viel zu reden. Mit John sprachen wir natürlich viel über das Tauchen und die vielen interessanten Wesen die man sehen kann. Als John einen Schluckauf hatte erzählte Sophy Chen (陳淑慧 ), dass nach der traditionellen chinesischen Medizin es helfen solle, wenn man den rechten Arm nach oben strecken würde. John tat dies und der Schluckauf hörte augenblicklich auf. Wir hörten noch einiges von Sophy Chen (陳淑慧 ) über traditionelle chinesische Medizin. Von Zeit zu Zeit kehrte Johns Schluckauf wieder zurück und es wurde zum running Gag, dass wir alle den rechten Arm nach oben strecken. Johns Schluckauf hörte jedesmal wieder sofort auf.
Der Tauchgang am nächsten Tag war zwar schön, aber aufgrund von leider doch recht begrenzten Sichtweiten von 6-8 m nicht ganz optimal. Eigentlich ist dieser Flecken Erde ein bekanntes Taucherparadies, wo man sehr viele unterschiedliche Lebewesen sehen kann. Wir ließen einen zweiten Tauchgang sein und John berechnete uns für den einen Tauchgang, Unterkunft usw. einen fairen Preis.
Wir saßen noch viel mit John und den Hunden zusammen, bis Sophy Chen (陳淑慧 ) wieder Feierabend hatte und wir erneut zum Abendessen zusammen saßen und viel redeten. Alles war sehr gesellig.
Sophy Chen (陳淑慧 ) hat uns übrigens auch eine Übersetzung unseres Textes bei Translation ins chinesische geschrieben. Die können wir dann ins Netz stellen sobald wir wieder gut an den Laptop kommen der schön tief in Rucksack steckt.
Heute hieß es dann mal wieder Abschied nehmen. John hatte uns einen günstigen Transport zum nächsten Bahnhof besorgt. Dort besorgten wir uns Tickets bis Hualien.
Wir wollten uns den Canyon Taroko Gorge anschauen. Inzwischen sitzen wir schon lange nicht mehr an diesem Bahnhof sondern längst im Zug. Je mehr wir Richtung Norden kamen desto mehr sahen wir wieder Regen … nee, darauf hatten wir keine Lust. Also lösten wir bis Taipei nach und werden dort noch heute Abend ankommen. Die Küstenlandschaft bewundern wir überdacht vom Zugfenster aus …

Am zweiten Tag in Taiwan hatten wir folgende Tagesziele: Den 101 anschauen, eine Touristeninformation finden und je nach dem evtl. Fahrten buchen um das weitere Vorgehen zu planen, wie wir uns die Insel anschauen können. Ach so, … ja … Harriet und mir ging es beiden so, bevor wir angefangen haben uns mit Taiwan zu beschäftigen, hatten wir eine Vorstellung von Taiwan, dass es eher so eine Stadt ist – Nein, es ist eine recht große Insel. Und auf dieser Insel gibt es viele große Städte. Und auch unser recht günstiges aber gutes Hotel in Taipei der Nähe vom Flughafen ist nicht in Taipei sondern in Taoyuan. Und Taoyuan ist kein Stadtteil, sondern eine eigene recht große Stadt. In der Nähe vom Flughafen bedeutet 20 Minuten Taxifahrt und nach Taipei dauert die Busfahrt über die Autobahn über 30 Minuten. So ein „Mittelstrecken-Bus“ hier ist ungefähr so komfortabel wie bei uns ein Reisebus – boa , so ein Luxus sind wir gar nicht mehr gewohnt. Alleine schon „Ich konnte aufrecht sitzen“ ist ja Luxus, dann auch noch gepolsterte Sitze, der Bus selber gut gefedert obwohl die Straßen doch eh schon ordentlich sind … Nein, wenn diese für uns fremden Zeichen nicht währen, und die Menschen eben asiatisch aussehen würden, wir würden nicht glauben in Asien zu sein… Asien ist ja eh schon vielgesichtig, ein weiteres völlig anderes Gesicht kommt nun hinzu … wo sind nur die Sachen, die bisher bei allen Unterschieden immer irgendwie ähnlich waren… Reisen bildet …

Nach Taipei nahmen wir den Bus 1816 den ich oben ja bereits beschrieben habe. Ich versuchte mit meinem Smartphone und Google-Maps heraus zu finden wo wir sind, und wie es weiter geht. Unsere englischsprachigen Nachbarinnen von den Sitzen hinter uns bekamen das mit und eine von ihnen mit dem schönen Namen Ruru (Ich hoffe, ich hab den richtig verstanden), ließ es sich nicht nehmen einen kleinen Umweg zu machen und sich die Zeit zu nehmen um uns alles genau zu zeigen. Sie führte uns vom Busbahnhof zur MRT (so heißt die Untergrundbahn hier). Den Weg hätten wir bereits nicht so einfach gefunden. Dann zeigte sie uns, wie man sich am Automaten ein Ticket in Form eines Chips zieht. Auch wenn man keine chinesischen Zeichen versteht, geht das eigentlich ganz einfach, wenn man weiß wie. Sie zeigte uns wie man sich hier auf den Rolltreppen verhält und brachte uns noch bis zum Bahnsteig … dann ging sie ihres Weges weiter. Ganz herzlichen Dank RuRu!!

RuRu

Wenn man hier eine Rolltreppe betritt, muss man sich entscheiden, ob man es besonders eilig hat, oder normal Zeit hat. Wenn man normal Zeit hat, geht man auf die rechte Seite. Dadurch haben die Leute, die es wirklich eilig haben, die Möglichkeit auf der freien linken Spur vorbei zu gehen. Das Prinzip funktioniert hier besser als auf deutschen Autobahnen, wo es doch jeder irgendwie eilig hat. Toll. Sogar wenn auf der linken Spur keiner ist, die rechte aber ein wenig voll ist, stellt man sich in der kurzen Schlange vor der Treppe an. Bis man auf der Rolltreppe ist, hatten dann doch ein paar Leute die Chance vorbei zu eilen. Für einen selbst auf der rechten Spur geht kaum Zeit verloren und man fühlt sich nicht so gehetzt, und wirklich gehetzte Menschen haben auch einfach die Möglichkeit noch ihr Ziel zu erreichen…

Nach dem Ausstieg sahen wir diesen grazil aussehenden Gebäuderiesen – Der 101

p1100091
graziler Gebäuderiese „101“

Dieses bis vor kurzem höchste Gebäude der Welt und immer noch eines der höchsten der Welt und höchstes von Asien, ist das Wahrzeichen von Taipei. Er hat 101 Stockwerke. Die 101 erinnert auch an Binärzahlen und ist darum auch ein Symbol für die IT-Stadt Taipeh. Schließlich ist die Zahl 1 eine Glückszahl und mit 101 sogar noch einmal Glück mehr als 100. Außerdem ist die Primzahl 101 auch irgendwie magisch … Rekorde bricht der 101 zu viele um sie hier alle auf zu führen. Aber für Sachwissen ist Wikipedia eh besser geeignet… http://de.wikipedia.org/wiki/Taipei_101
Wieder konnten wir uns geordnet in eine Schlange begeben. Für 500 TWD kommt man auf den 101. Wenn man bereit ist 1000 TWD auszugeben, darf man an den Schlangen vorbei gehen. Wir kamen so für 500/pP elegant nach nur ca. 30 Minuten Wartezeit innerhalb von nur 37 Sekunden (Rekord schnellster Aufzug …) gut fast ganz oben an. Wir gingen dann noch eine Treppe herauf und waren auf 390 m im 91. Stockwerk.

390m

Auf der Außenplattform wurden wir das erste Mal in Taiwan von Schildern in die Irre geführt – es war nur ein Teil begehbar.

ThisWay

Die Aussicht war nicht ganz optimal, halt etwas diesig, aber trotzdem flugzeugähnlich.
Conny zeigt trotzdem mal die Aussicht.

ConnyTaiwan

Überall begegnet einem das Maskottchen des 101 – das Dämpferbaby, „Damperbaby“.
Um dies zu verstehen sollte man das riesige Gewicht kennen, das mit Dämpfern ausgerüstet den 101 vor den häufigen Taifunen und Erdbeben wirksam schützt. Dieses Gewicht ist so schön rund wie der Kopf vom Damperbaby – und unserer Welt – weshalb Conny noch einmal ein Bild wollte…

Damperbaby

Irgendwann stellten wir uns wieder an, um mit dem Fahrstuhl wieder herunter zu fahren – 25 Minuten Wartezeit, 42 Sekunden Fahrzeit. Erneut gingen wir durch eine große mehrstöckige Einkaufsmeile mit so Namen wie Gucci usw … Leider hatten wir keine Zeit hier bei Prada, Armani oder Cartier o.Ä. einzukaufen 😉 … So gingen wir zu unserer Stretch-Limousine im Untergrund und fuhren mit neuem Fahrkartenchip zurück zum Bahnhof. Hier sollte sich nach Auskunft der Touristeninformation des Kaufhauses ein günstiger Anbieter für Rundtouren durch Taiwan befinden, der auch für Budget-Touristen Rundtouren anbietet.
Gerade aus unserer MRT-Stretch-Limousine ausgestiegen (die wir mit etlichen Taiwanesen geteilt hatten) versuchten wir den Ausgang 3 Nord zu finden, wo der Anbieter sein sollte. Aber einen Ausgang 3 Nord konnten wir nicht ausmachen …

Und dann kam Tina.

Sie sah uns, nahm uns unter ihre Fittiche und zeigte uns erst den Weg, dann wich sie nicht von unserer Seite und erkundigte sich auf chinesisch bei anderen Touranbietern usw … schließlich (wir saßen noch bei „unserem“ Anbieter und warteten dran zu kommen) schilderte sie uns die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Anbieter die sie inzwischen herausgefunden hatte… Oh wie schade, selbst die Günstigsten waren nichts für unsere Kasse. Also beschlossen wir Taiwan mit öffentlichen Verkehrsmitteln kennen lernen zu wollen. Wieder zeigte Tina sich fantastisch. Was für Züge es gibt und wie wir dann weiter kommen – wir liefen mit ihr zwischen Bahnschalter und Touristeninformation hin und her und hatten am Ende einen kleinen Zettel in der Hand, wo Zugnummer, Abfahrtzeiten, Ankunft, Transfer zum folgenden Bus und Bus drauf standen – sowohl auf englisch als auch chinesisch. Außerdem versuchte sie mit einem Freund Kontakt aufzunehmen der in der Nähe von unserem Ziel wohnt. WOW … wir wollten ihr gerne danken, weshalb wir uns freuten, dass Sie uns fragte, ob wir schon gegessen hätten. Natürlich wollten wir sie einladen. Pustekuchen. Sie ließ uns typisches taiwanesisches Essen kennen lernen und wir konnten reden wie wir wollten, sie hatte längst mit den Leuten vom Lokal ausgemacht, dass wir nicht zahlen konnten, sondern sie uns einlud …

EssenTaipei

Abends, als wir schon im Bett lagen, kam dann noch eine SMS mit der Nummer von ihrem Bekannten, damit wir jemanden anrufen können, wenn wir vor Ort Hilfe brauchen …

Liebe Tina – allerherzlichsten Dank noch einmal hier vor aller Welt – Du bist umwerfend freundlich !!!

Tina

Bei unserer Ankunft am Flughafen sahen wir ganz viele Stative im Ankunftsbereich und ich sagte zu Harriet, dass bestimmt erst kürzlich ein Star gelandet wäre oder in Kürze landen würde.
Später, nach Ankunft im Hotel machten wir den Fernseher an und sahen für uns unverständliche taiwanesische Nachrichten. Taiwanesen wurden am Flughafen interviewt und berichteten ganz aufgeregt und zeigten Handy-Videos, die uns aber den Inhalt der Aufregung auch nicht klarer machten. Wie auch immer, darum also die Stative am Flughafen … Am nächsten Morgen lasen wir dann im Hotel in einer englischsprachigen Zeitung, dass ganz viele taiwanesische Firmen in Vietnam angegriffen wurden … mmhhh irgendwie ist das verhext … jedesmal, wenn wir darüber nachdenken nach Thailand/Kambodscha/Vietnam zu gehen, fangen da irgendwelche Unruhen an – in Thailand ja gerade auch wieder.

Nächste Schritte am Flughafen waren dann, zunächst einen Geldautomat und dann den Stand zu suchen, wo man sich eine SIM für unser Smartphone kaufen kann. Eigentlich hatten wir nie irgendwo echte Probleme eine SIM zu bekommen, außer in Indien. Da brauchte es eine ganze Woche jeden Tag mindestens 1 Stunde bis die SIM endlich lief – und das, obwohl uns Lata doch als Einheimische so sehr geholfen hatte, wir ihre Adresse nutzen durften (wofür wir uns erst einmal polizeilich dort melden mussten) usw.. Wenn man so eine Geschichte im Hintergrund hat, wirkt eine Empfehlung wie die im Blog von Björn natürlich intensiv. Dort empfiehlt er, sich eine SIM am Flughafen zu kaufen, weil man sonst später ohne eine Adresse in Taiwan schlecht an eine herankommt. Dumm nur, wenn man um 00:30 Uhr ankommt und die Schalter für SIM allesamt geschlossen sind (In Manila hatte ich noch mitten in der Nacht eine philippinische SIM kaufen können.) … mir schwante übles…

Nun ja, auf zum Taxistand. Als Asien erfahrene Reisende erwarteten wir Massen von Taxifahrern, die einen mit ihren lautstarken Angeboten empfangen und teils gar nicht vertrauenerweckend wirken. Aus einigen Ländern mit westlichem Lebensstil kennen wir das Gedränge an der Bordsteigkante, um möglichst eher das Taxi zu bekommen, als der Nachbar. Auch das fanden wir nicht.
Ganz zivilisiert stellt man sich in einer Schlange an. Ein Verantwortlicher fragt einen, wo man hin will und schreibt sich das auf einen Zettel und sagt das später dem Fahrer. Den Verantwortlichen fragte ich auch nach den zu erwartenden Kosten für die Fahrt. Der Reihe nach bekommt man ein offensichtlich gut gepflegtes Taxi an dem alle Lichter gehen usw. Kulturschock! Das ist nicht das Asien, dass wir kennen …
TaxiTaiwan

Nach dem Einstieg in das Taxi (ganz ohne Verhandlung über den Preis – der Taxifahrer schaltete von sich aus das Taxameter an … ungewohnt …) machte ich erst einmal ein Handyfoto von der Lizenz des Fahrers. Wir hatten in manch einem anderen asiatischen Land schon von Dingen wie z.B. Rucksäcken gehört die der Fahrer wohl „vergessen“ hat seinen Kunden wieder zu geben, als er ganz schnell abfuhr. Dann ist es gut, wenn man den Fahrer identifizieren kann – das war hier in Taiwan wohl völlig fehl am Platz. Es war gerade zu merken, dass der Fahrer höflich versuchte, mein Handeln zu übersehen… In anderen Ländern hätte der Taxifahrer uns wohl erzählt, dass er auch von Taxis gehört hat, wo man aufpassen muss, wir bei ihm aber keine Sorgen haben müssten … jaja, schon klar, nach dem Foto … Ich hatte keine SIM, also kein Internet und konnte also auch auf GoogleMaps nicht verfolgen, ob unser Taxifahrer wirklich die kürzeste Route genommen hatte, aber der Fahrpreis kam hin … gar kein Versuch, uns Geld aus den Taschen zu ziehen? Sogar Wechselgeld hatte er … WOW … sind wir wirklich in Asien?? Hier ist alles anders …

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen machten wir uns auf, die Umgebung zu erkunden und eine SIM zu besorgen. Das ging dann recht unkompliziert – die Adresse vom Hotel reichte – unsere SIM ging wenige Minuten später. Keine Probleme wie in Indien … Erleichterung.
Danach haben wir uns erst einmal unsere Gegend angeschaut und sind einfach durch die Straßen gegangen.

Im Land, wo der Bubble-Tea erfunden wurde, gehört natürlich ein Bubble-Tea dazu.

BubbleTea

Ein Markt hier ganz in der Nähe von unserem Hotel in Taoyuan bietet alles an, was man so in der Küche gebrauchen kann.

Markt_Taoyuan

Leider konnte mir die Dame an diesem Stand nicht verraten, wie hier Hähnchen geschlachtet werden – sicher anders als bei uns, denn der Kopf ist ja noch dran.

Hahnkopf

In einem Drogeriemarkt (ja, sowas gibt es hier!), wirbt eine Zahnbürste mit spitzen Borsten anstelle von abgerundeten wie bei uns … Weil das seit Monaten Harriets erste Drogerie war, verbrachten wir hier auch etwas mehr Zeit als gedacht. 😉

Spitzzahn

Viele Hauptstraßen hier haben Fußwege, die auch noch intakt sind, so dass man gar nicht durch den hier eh nicht so chaotischen Verkehr laufen muss … ungewohnt … es hupt auch keiner, wenn er an einem vorbei fährt … ungewohnt … in Singapur hatten wir zuletzt solche Erlebnisse (Australien und Neuseeland sind keine asiatischen Länder). Es ist auch alles so sauber und noch etwas ist so ungewohnt: Wenn es dämmert werden gar keine stark räuchernden Feuer überall entzündet … es fehlt einfach dieser Qualm überall… Eigenartiges asiatisches Land.

Wir bemerkten rasch, dass wir in diesem Land ganz anders an einige ganz andere Grenzen geraten, die wir vorher nicht so hatten. Egal wo wir sonst waren, irgend jemand fand sich immer, der ausreichend Englisch sprechen konnte, so dass wir fragen konnten und irgendwie weiter kamen. Das ist hier nicht sicher. Hinzu kommt, dass Ortsangaben oft auch nur in chinesischen Zeichen geschrieben sind. In vielen Dingen wirkt dieses Land auf uns zunächst einmal für ein asiatisches Land sehr europäisch (sauber, ordentlich …) und dann eben wieder gar nicht und völlig anders.

Nun ja, nachdem wir einen ganzen Tag durch die Gegend gegangen waren und einfach Atmosphäre geschnuppert hatten, ging es zurück ins Hotelzimmer – Das feuchtwarme Klima sind wir gewohnt, da war es dann schon wichtig, die Klimaanlage im Zimmer aus zu schalten. Klimaanlage hatten wir ja auch schon seit Wochen nicht (Ein einfacher Ventilator ist uns im Zweifelsfall eh viel lieber! Dann fielen wir totmüde ins Bett.

===============================

Mal so als Hinweis: Nach langer Überlegung habe ich in den Artikel Ostern in Angeles doch noch ein Bild eingebracht – für Freunde des schwarzen Humors hoffentlich ein Schmunzler – die Anderen übersehen das bitte.

Liebe Leser,
wir sind gestern gut in Taiwan angekommen. Auch hier ist Rechtsverkehr und wir haben uns noch immer nicht daran zurück gewöhnt und schütteln oft genug über uns selber den Kopf – und das, wo wir doch mit Rechtsverkehr groß geworden sind.

Die Verabschiedung aus Peters Dive Resort in der Nähe von Padre Burgos war herzlich.

Peters

Abschiede sind der Teil dieser Reise, der uns immer wieder schwer fällt. So oft lernen wir herzliche, freundliche, offene und den Menschen zugewandte Menschen kennen. Insbesondere unseren Tauchlehrer Loni, mit dem wir ja nun letztendlich Einiges erlebt haben, hätten wir gerne mitgenommen. Für dieses Resort können wir hier gerne einmal Werbung machen. So viele erfahrene Taucher die wir da kennen gelernt haben, schwärmten, dass sie hier einige der schönsten Tauchreviere kennen gelernt haben, die sie je gesehen haben. Es ist keine 5-Sterne Küche, aber von günstigem Schlafraum (für Budgetreisende wie uns) bis zum komfortablen Bungalow ist alles an Unterkünften vorhanden. Die Küche ist einfach gut und erschwinglich (die meisten Gerichte bis 200 Piso (ca. 3,33€)). Dieser gefüllte Tintenfisch hat glaub‘ ich 220 Piso (ca. 3,67€) gekostet:

Tintenfisch

Und das Team ist einfach menschlich klasse und deckt so gut es kann alle Bedürfnisse ab und organisiert. Für uns wurde die Tauchfahrt am letzten Tag nach Napantau auf einem weiteren Boot mit ebenfalls erfahrenen Leuten nur für uns organisiert, wo die Tauchresorts sich gegenseitig aushelfen – und das trotz Sonderangebotspreis. Wow … nun ja, Abschied …

Die Fahrt zum Flughafen in Tacloban machten wir statt mit dem öffentlichen Bus lieber mit dem Resort-Shuttle. Je weiter nördlich wir kamen, umso mehr sahen wir, dass Taifun Haiyan bis heute sichtbaren heftigen Schaden angerichtet hat. Viele Behausungen bestehen eigentlich nur aus blauer Plane – oder weißer Plane mit dem Logo einer internationalen Hilfsorganisation drauf. Da wird einem auch klar, warum wir für die Nacht keine bezahlbare Unterkunft in Tacloban gefunden hatten. Es gibt sie nicht. Wir hatten im Diveresort Kontakt zu mehreren Helfern verschiedener Hilfsorganisationen (bis hin zu Leuten der UN). Keiner versteht, warum ganz Leyte als Katastrophengebiet angesehen wird. Die Gegend um das Diveresort erschien uns die ganze Zeit (entsprechend den Erkundigungen die wir im Voraus eingeholt hatten) vollkommen intakt. Wenn man dann aber in den Norden – in die Gegend um Tacloban – kommt, umso mehr wird einem dies klar, warum diese Warnungen für diese Gegend berechtigt sind. Deshalb fehlen im intakten Bereich auch die Touristen, die aber für den Aufschwung und Erhalt notwendig wären.

Tacl2

Tacl3

Tacl1

Mit einem Helfer hatten wir besonders netten Kontakt. Er hat mit uns zusammen den Tauchschein gemacht. Thorsten hat uns diese Bilder zur Verfügung gestellt. Er versucht im Auftrag der UN hier die Beseitigung der Unmengen Müll und Schutt durch den Taifun halbwegs umweltverträglich und richtig der Entsorgung zuzuführen.
Ein Beispiel sind diese Schiffe hier. Die Schiffe, die man hier sieht, waren zuvor auf der anderen Seite des Wassers (auf einigen Bildern sieht man das weit entfernt) und wurden wohl von bis zu 6 Meter hohen Wellen auf die Tacloban-Seite gespült und geweht … Mit viel Menschenkraft werden die Schiffe langsam zum Wasser gedreht und dann dort wieder weg gebracht …
Thorsten bat darum, bei Veröffentlichung der Bilder mit seinem Namen Thorsten Kallnischkies und einem Verweis auf seine Domain http://desastre.eu als Verweise genannt zu werden. Was ich hiermit und mit einem Dankeschön gerne tue.

3_ships-1

4ships

ship

ship_Ligaya_V_3

In den Flugzeugen von Tacloban nach Manila und auch von Manila nach Taiwan bot sich uns beim Ein- und Aussteigen ein Bild, wie man es in unseren Breiten kaum findet.

Flugnebel

Flugnebel1

Bei der hohen Luftfeuchtigkeit bei gleichzeitig hohen Temperaturen führt die effiziente Klimaanlage zur Abkühlung und damit dazu, dass die Luft die Feuchtigkeit nicht mehr aufnehmen kann …

Auf dem Flug von Manila nach Taiwan sah Harriet dann noch ein Gewitter, von dem Sie in einem Kommentar noch selber berichten möchte.

Liebe Leser,

Danke allen, die Lösungsideen zu unserem Bilderrätsel in dem Beitrag Sogod-bay/ veröffentlicht haben oder anders mitgeraten haben. Ich hoffe es hat allen Spaß gemacht. Wir hatten viel Spaß daran immer mehr Möglichkeiten zu sehen, die wir vorher gar nicht gesehen hatten. Es ist schon ein richtiges Rätselbild. Wie gesagt, wir wären auch achtlos daran vorbei geschwommen, wenn unser Guide es uns nicht gezeigt hätte. Tolle Tarnung.

Um allen, die hier gerne noch weiter rätseln wollen nicht den Spaß zu verderben, will ich die Lösung auf einer anderen Seite veröffentlichen.
Wer noch nicht geschaut hat, schau doch erst mal den Beitrag Sogod-bay/ und suche …< Die Lösung findet ihr auf der geschützten Seite* Auflösung_PW.
*Das Password ist „Koralle

Da ich das nun das erste Mal versuche, hoffe ich, dass alles problemfrei funktioniert – sonst bitte Rückmeldung an mich.
Viel Spaß beim weiter rätseln, oder bei der Lösung.

Hier das Rätselbild noch mal:
auf diesem Bild ist etwas zu sehen, wo man genau hin schauen muss.

UW5

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, gib dein Passwort bitte unten ein:

Liebe Leser,

morgen geht’s für uns nach Taiwan.

Heute war vorerst unser letzter Tauchgang.
Schweren Herzens sagen wir den Philippinen adé.

Conny zeigt noch mal auf der kleinen Welt wo wir sind:

ConniPhil

Unser heutiges Tauchrevier von oben:

Napantau

Harriet beim Tauchen.
in Taucherzeichensprache sagt sie „OK“. (=Mir geht es gut! ‚Blubber blubber‘)

HarTauch1

Einfach ein paar Bilder:

UW4

UW3

UW2

UW1

UW6

Liebe Leser,
auf diesem Bild ist etwas zu sehen, wo man genau hin schauen muss. Lösungsvorschläge werden gerne entgegen genommen? Viel Spaß!
UW5

Klammheimlich Schein-Heilig, Philippinen

Gestern gab es endlich das ersehnte Glas Sekt auf den bestandenen Kurs. Wolfgang und ich sind nun Taucher. Ich habe den Open Water Diver, Wolfgang ist sogar noch mehrere Schritte weiter gegangen und hat den Advanced Open Water Diver mit Erweiterung für Tieftauchen und Nitrox-Tauchen gemacht. Und das alles in Englisch. Wir können uns nun jederzeit Tauchequipment ausleihen und zusammen tauchen gehen, ohne dass wir jemanden dabei benötigen, der uns begleitet. Vorerst wollen wir noch nicht ohne Guide tauchen gehen. Mit dem Schein haben wir uns die Möglichkeit erarbeitet, selbst entscheiden zu können, ob, wann, wie und wo wir ohne einen Guide tauchen gehen wollen. Wir sind zertifizierte Taucher.

Hier seht ihr die „Feierstunde“, Loni überreicht uns unsere vorläufigen Tauchausweise

TauchscheinW     TauchscheinH

Tauchschein1

Die Unterwasserwelt hier auf den Philippinen ist wirklich wunderschön. Ganz oft sehen wir Nemo und viele andere bunte Fische, die unser Instructor (Tauchlehrer) Loni uns mit Engelsgeduld zeigte. Überhaupt wurde seine Geduld gerade von mir stark gefordert, weil ich doch mehr Schwierigkeiten hatte, als zu Anfang gedacht.
Die Übung, wo man unter Wasser die Brille voll laufen lassen und leeren oder ganz absetzen und wieder aufsetzen soll, war für mich am Anfang nicht machbar. Typisch Mädchen halt: „ähh, Wasser im Gesicht.“
Für uns und mich überraschend zeigte sich sich auf einmal eine persönliche Angst mit voller Stärke. Beim ersten Mal überrumpelte mich diese Angst und ich bekam Kopfschmerzen bis hin zur Migräne, wodurch ich an diesem Tag ausfiel. Auch später noch „machte mir diese Übung Kopfschmerzen“.
Mit viel Übung im Pool und kleinen Zwischenschritten ging es Schritt für Schritt besser, es fiel mir immer leichter, die Brille im Pool abzunehmen und voll laufen zu lassen. Letztendlich bis dahin, dass ich es im Meer zusammen mit Loni auch hin bekommen habe und ich damit meinen Schein bekommen habe.

Aufnahmen mit Loni bei Wasserübungen, die einheimischen Kinder im Hintergrund haben sich ein Floß gebastelt.

FlossHar1

 

Har2tauch  Übung geschafft *freu*

Trotz Angst bin ich dran geblieben. Sie ist zwar nicht ganz weg (wäre auch sehr schnell), doch ich habe gelernt, mit ihr umzugehen ohne in Stress zu geraten und einen Tauchgang abbrechen zu müssen. Hier deshalb ein ganz großes Dankeschön an Loni und Wolfgang, die immer an mich geglaubt haben.
Jetzt freue ich mich bald wieder all die schönen bunten Fische und Korallen und Seesterne und und und sehen zu können. Ein Tauchgang zusammen mit Loni und Wolfgang einfach nur zum Spaß ist schon geplant. Und wenn ich Wolfgang beim Tauchen zusehe, hui ist das schön. Man sieht wie viel Spaß er daran hat. Ich denk dann, dass er ganz in seinem Element ist. Und Loni ist auch ganz begeistert von ihm und spricht in Nebensätzen davon, was Wolfgang bedenken soll, wenn er dann professioneller Taucher ist.

Wir sind zertifizierte Taucher und haben einen Schein. Manchen Scheint es so, als würden wir jetzt Taucher sein, doch vom anSchein des erfahrenen Tauchers im philippinischen SonnenSchein hat es doch mehr den AnSchein. Wie beim FührerSchein braucht es nach bestandenen Schein Übung, so lang ist es Schein-Heilig sein, bis zum HeiligenSchein.

Dafür hat sich die ganze Anstrengung gelohnt…

Koralle1

Fische2

Fische1

Seeschlange

eine harmlose Baby- Seeschlange am Meeresgrund

Chippy hat mit Wasserübungen ja, wie im letzten Beitrag beschrieben, keine Probleme.

pooldog
Man beachte die 3. Regel von unten! (Weil die Schrift schon sehr verwaschen ist, hier noch mal in Klarschrift: Dogs and other animals are not allowed in the pool area. deutsch: Hunde und andere Tiere sind im Poolbereich nicht erlaubt. )

Aber Chippy unser Seadog hat eben immer und überall Sonderrechte (wenn das Management nicht guckt *grins* ) – wer ihn kennt, der kann ihm auch kein Wasser abschlagen. Das wäre so, als würde man einer Ente den See verbieten.