Archiv für den Tag: 2014/03/30

Ubud- Eco Radtour

Für 420000 Rupiah pro Person wurde uns eine „echtes Bali“ versprochen. Und das „eco“ mit dem Rad (dem Berg runter 😉 ). Dass ich da wieder Erinnerungen an Julia Roberts hatte, ist auch klar. Pickup-Service am Hotel, Fahrräder+ Helme, Frühstück am Vulkan, originales Balinesisches Mittagessen, Plätze, die man sonst nicht sieht und das alles in kleiner Gruppe mit gut Englisch sprechenden Guide…wir haben dies über unsere Unterkunft gleich für den Folgetag gebucht. Wolfgang stimmte der Tour zu, weil versprochen wurde, dass unser Bus immer in unserer Nähe ist, falls jemand abbrechen muss. Pünktlich 8 Uhr wurden wir abgeholt und so ging es in dem Kleinbus los. In einem super tollen Restaurant gab es Frühstück. Danach mit dem Bus weiter zu einer Kaffeeplantage. Von der Plantage hat man eher wenig gesehen, die Probiergläschen und die Art der Darbietung kamen uns aber sehr bekannt vor. Diesmal verzichteten wir auf den Katzenkaffee.

Luwak-Kaffee

Hier könnt ihr aber noch mal ein Bild sehen.
Danach bekamen wir unsere Räder. Mittlerweile war es 11 Uhr. Danach besuchten wir ein Dorf, wo uns etwas über die Strukturen in einer Familie erklärt wurden. Auf Bali sind die Familienstrukturen und Hierarchien sehr starr. Die Frau schläft / lebt in der Küche. Küche_Bali

Nicht zu erstreben für eine westlich geprägte Frau. Vieles haben wir einfach nicht verstanden, da es zu komplex ist, wann wer mit wem heiraten darf, wer Oberhaupt ist, was passiert, wenn einer stirbt…
Auf unserer Radtour durch kleine Dörfer machten wir auch immer wieder für Reisfelder Halt, wo uns auch einiges über das Bewässerungssystem berichtet wurde. Reisfeld

Auch wurde uns ein Nützling vorgestellt, der für die Plantagen sehr wichtig ist. Gegen was es nützt, wissen wir aber nicht mehr. Wir durften alle mal „Guten Tag“ sagen und die Hand reichen 😉

Spinne

Eine große Freude!!! Etwas Schiss hatte ich trotzdem.

An einem heiligen Baum trennte sich dann die Gruppe in „Berg auf“ und in die „weiter Berg runter“. Wolfgang und ich waren die einzigen in der „weiter Berg runter“- Gruppe. Wir sind dann noch an diversen anderen Dörfern vorbei, in 2 gab es gerade eine Zeremonie, wo wir leider nicht Halt machten. Überall sah man schon die Vorbereitungen für den Neujahreswechsel, den wir ja in Ubud verbringen werden (30. März). Am Ende der Tour bekamen wir ein kaltes Handtuch zum Erfrischen und es ging zum leckeren Mittag (1. Gang zum Buffet)

Balinesisches Essen

Da wir vor den anderen da waren, fingen wir schon mal an zu essen. Unser Guide musste dann noch mal los, weil doch 2 schlapp gemacht haben und eingesammelt werden mussten. Als dann die „Berg auf“-Gruppe ankam, witzelten wir, dass es bei einigen auf der Strecke geregnet haben muss, so doll haben die geschwitzt. Wir haben uns also richtig entschieden.
Zusammengefasst: es war eine wirklich schöne Tour und Reisfelder /-terassen haben wir viele gesehen. Mit dem Rad zu fahren ist einfach praktisch, da die Straßen sehr eng sind und man so Ecken sehen kann, die man sonst mit dem Auto nicht sieht. In einen Familienclan reinzuschauen war mir etwas unangenehm, denn ich will auch nicht, dass sich die Leute wie im Zoo fühlen.
Auf der Straße wurden wir eher interessiert betrachtet.
Minuspunkte: Wolfgang und ich sind uns einig, dass ein echter Indonese nicht in solche Restaurants geht, wo wir gegessen haben. Ich glaube aber, das geht nicht anders, um für touristische Verdauungstrakte einen entsprechenden Hygienestandard einhalten zu können und so viele Leute gleichzeitig zu verpflegen. Um Wolfgang zu zitieren: „Das, was die versprochen haben, uns ein echtes Bali zu zeigen, haben sie nicht erfüllt. Es war ganz klar touristisch.“ Das Essen war gut, aber nicht so einzigartig, wie auf der Homepage beschrieben. Da sind wir aber mittlerweile verwöhnt. Zur Sicherheit ist immer unser Bus und ein Wagen mit Ersatzrädern für ins. 3 Gruppen mitgefahren. Wenn unser Bus die ganze Zeit mitfährt, ist das nun noch das beworbene „eco“??? Für Wolfgang war es auf jeden Fall gut, denn es war trotz Berg runter anstrengend für seine Augen. Immerhin geht es soweit schon gut, dass er nach langer Ruhephase wieder eine Mail schreiben konnte. Ich pflege ihn auch 3x täglich mit Augentropfen und -salbe.

Fahrt Kuta – Ubud

Da wir die Variante B gewählt haben und mit einem Reiseveranstalter im Bus gefahren sind, verlief die Fahrt eher unspektakulär. Unser Hotel war auch so nett, uns zum Bus hinzufahren, als wir nach dem Sammelpunkt fragten. Wahrscheinlich wollten sie sicher gehen, dass wir das Hotel in guter Erinnerung haben, sie einen guten Eindruck bei der Busfirma machen (besser als wenn die Gäste schwitzend rot ankommen) und uns auch vor den tausend Taxifahrern schützen wollten, die uns auf dem Weg dorthin wohl permanent genervt hätten. In Ubud hatten wir dann nicht so viel Glück und nahmen ein Taxi zum Hotel. Der Fahrer des Hotels war leider in einer Zeremonie. Aber alles in allem deutlich günstiger als wenn wir das Angebot angenommen hätten, die ganze Strecke mit dem Taxi zu fahren.
Die Hibiskus Cottages liegen zwischen Reisfeldern und Palmenplantagen. Es führt keine Straße hin, nur ein 1m breiter gepflasterter Weg, wo nur Mopets lang können. Dementsprechend ist es hier sehr schön still. Genau das Richtige nach dem quirligen Kuta. Wir bleiben hier bis zum 1.4., da am 31.3. Neujahr ist und hier sich deshalb nichts bewegt. Doch das bekommt einen extra Beitrag.