Hobbiton, Bay of Islands

Bay of Islands

Ungefähr auf halber Strecke zwischen Rotorua und Auckland befindet sich Hobbiton. Dies ist der Teil von einem Stück Farmland, der während der Dreharbeiten zu der Trilogie von Herr der Ringe für die Außenszenen im Heimatdorf der Hobbits genutzt wurde. Wir fanden viele Preise sehr überhöht, entschieden uns aber doch dorthin zu fahren. Man darf dies nicht alleine erkunden. Man muss mit einem Guide – sprich mit einer Gruppe – dort durchlaufen. Dies wird wohl normalerweise im Halbstundentakt durchgeführt. Wir waren im Viertelstundentakt. Diese vielen kleinen Häuschenfassaden in unterschiedlichen Größen sind schon schön anzuschauen. Natürlich sieht ein Hobbitdarsteller in einem 100%-Häuschen passend klein aus. Ein Zauberer vor einem 60% Häuschen sieht dann entsprechend groß aus. Die Häuser sind (fast) alle nur Fassaden – nur wenige haben die Tiefe, dass man die Tür öffnen kann, um auch solche Szenen darstellen zu können. Das Interieur der Gaststätte wurde hier für die Besucher von Hobbiton erneut gebaut. (Das Original stand in einem Studio). So kann man sich doch einmal in die Gaststätte setzen. Insgesamt hatten wir das Gefühl durch das „Dorf“ mit stets vorweg eilendem Guide hindurchgefegt zu werden und für unsere 75 $/Person einfach zu wenig Zeit zu haben. Es sah aber schon alles toll aus, und es war ein gutes Gefühl in dieser Umgebung. Im Souveniershop konnte man dann für jeden Geldbeutel etwas finden. Hierbei hatten wir wieder ein entsprechendes Gefühl für das jeweilige Preis-/Leistungsverhältnis. Gandalfs „Mantel“ (der so dünn war, dass man fast durchsehen konnte, und eben alles andere als kunstvoll genäht war) kostete z.B. 699,- $. *Schluck*

Zusammenfassend: Wir finden vieles zu teuer, aber man zahlt es am Ende dann doch. Dafür bekommt man durchaus ein Erlebnis das positiv in Erinnerung bleibt, und nirgends anders so zu bekommen ist. Der Hype um den Herrn der Ringe bestimmt hier offensichtlich den Preis.

Wir schafften an diesem Tag noch durch Auckland hindurch zu fahren, und kamen mit einer Zwischenübernachtung auf dem Weg in Paihia an. Auf dem Weg machten wir noch kurz in Kawakawa halt. Hier hat Hundertwasser wohl eine Zeit lang gelebt und einige Häuschen sind in seinem Stil gebaut. Die öffentlichen Toiletten sind sicher von ihm. Selten, dass man Scharen von Touristen sieht, die öffentliche Toiletten fotografieren. Mir bleibt etwas anderes auch noch in Erinnerung: Die Dame an der Tankstelle, die ich fragte wie wir dahin kommen, sprach einen sehr deutlich neuseeländischen Akzent, das Wort Hundertwasser mitten im tiefsten neuseeländisch-englisachen Satz sprach sie aber bis auf das „w“ absolut Hochdeutsch aus … toll und eigenartig.

In Pahia überhaupt am Wochenende eine bezahlbare Unterkunft zu bekommen – wir hatten echt Glück!! Auf der Fahrt hatte ich bereits diverse Telefonate geführt, Internetrecherche gemacht und und und. Alles ausgebucht! Dann nutzten wir das erste Mal eine Touristeninformation auf dem Weg, um nach einer Unterkunft zu suchen. Louis am Schalter gab sich Mühe, aber fand keine Unterkunft unterhalb des mittleren dreistelligen Bereiches. Wir sagten, dass wir auch eine Cabin auf einem Campingplatz nehmen würden, da nickte er im Sinne eines „man kanns ja wenigstens versuchen“ – und ja, die wohl letzte bezahlbare Unterkunft in dieser Gegend wurde für uns für zwei Nächte reserviert. JUPP (Puh)

Auch die uns wichtige Schiffsfahrt in der Bay of Islands konnten wir so schon buchen.

An diesem Abend schafften wir sogar noch die Wasserfälle in der Nähe von Pahia anzuschauen, bevor wir früh schlafen gingen.

Am frühen Morgen wurden wir für die Schiffsfahrt abgeholt. Die Tour „Cream“ führt die gesamte Bay entlang bis zum berühmten „Hole“ und man kann mit Delfinen schwimmen – wobei hier ein Netz an der Seite des Bootes die Besonderheit ist, die besonders toll ist. Davon will Harriet in einem eigenen Artikel schreiben.

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