Bay of Islands, Delfine

Bay of Islands, Delfine

Um 9:30 Uhr pünktlich bei bewölktem Himmel und etwas Wind legten wir ab. Auf dem Oberdeck war es schon sehr kühl. Und dann noch ins Wasser??? Brrrr…. Deshalb sprachen wir uns ab, dass zuerst ich, dann Wolfgang ins Wasser geht. Nach gar nicht langer Fahrt sahen wir die ersten Delfine und viele andere Boote drumherum. Gruppe 1 wurde aufgerufen und es ging los. Man sollte mit Schwimmflossen und Schnorchel auf das Netz springen, was neben dem Boot im Wasser hing. Das Boot fuhr langsam weiter. Also allen Mut zusammen nehmen und rein ins Wasser. Der erste Schreck des Wassers hat man schnell überwunden, denn es hieß festhalten am Netz. Auf den ersten Blick sehr abenteuerlich. Den Sinn habe ich erst viel später gerafft, und dann machte es Spaß. Durch die Fahrt im Netz hat man eine gewisse Grundgeschwindigkeit. Das ist für Delfine interessanter zum Spielen. Auf Komando sind dann alle aus dem Netz geschwommen und los ging es. Es war echt wuselig und ich hatte mit Schnorcheln zu tun gehabt, dass ich gar nicht so schnell der Gruppe hinterher schwimmen konnte. Immerhin war es mein 2. Mal Schnorcheln überhaupt. Wir wurden dann zurück gerufen, da hatte ich nur über der Wasseroberfläche Delfine gesehen. Unter Wasser noch keinen. Wir wurden dann noch ein Stück durchs Wasser gezogen, um dann wieder los zu schwimmen. Und da passierte es. Direkt unter mir ist ein Delfin vorbei geschwommen und ein 2. direkt vor meiner Nase vorbei. Echt faszinierend und überraschend groß. Ein tolles Erlebnis. Wieder zurück auf dem Boot schnell Klamotten suchen, Handtuch schnappen, umziehen. Weil Wolfgang mich verpasst hat, wie ich zum Oberdeck bin, um meine Klamotten zu holen, hat er seinen Startschuss verzögert. Er wollte sicher gehen, dass ich auch auf dem Boot bin und machte sich schon Sorgen, weil er mich nicht gleich fand. So hatte er leider etwas Pech mit seinem Schnorchelgang, der deshalb viel zu kurz war, um sich mit Wasser, Delfine und Co. vertraut zu machen. Total lieb von ihm und er tat mir total Leid.

Nach einer 1-stündigen Mittagspause auf einer einsamen Insel ging es danach durch das „Hole“. Es hat schon eine tolle Akustik, wenn unter dem Felsbogen das Schiffshorn geht.

Bezüglich Delfine wurden wir deutlich entschädigt, als wir nach einiger Weiterfahrt wieder auf Delfine stießen, die ein Wettschwimmen mit unserem Boot machten. Wolfgang und ich standen direkt an der Bugspitze und sahen, wie sie lange mit uns schwammen. So konnte man sie noch viel besser sehen als beim Schnorcheln. Ein wirklich faszinierendes Erlebnis mit diesen wirklich wunderschönen Lebewesen. Sie schwammen knapp vor dem Boot und sprangen voller Freude aus dem Wasser. Jauchzende Rufe aller Passagiere (uns inbegriffen), schien sie noch anzufeuern. Kaum zu glauben, wie lange sie rasende Geschwindigkeiten bewältigen.

Alles in allem ein echt gelungener Tag mit viel Faszination. Delfine sind echt tolle Tiere. Kraftvoll. Dynamisch.

2 Gedanken zu „Bay of Islands, Delfine

  1. Wolfgang

    Ich muss doch dringend noch was ergänzen … Harriet sind die essbaren Fische ja nicht ganz so wichtig. Aber über die heutigen Fischerlebnisse muss ich doch noch ein paar Worte verlieren. An dem Pier, wo wir anlegten, um auf die Insel zu kommen, tummelte sich ein ganzer Schwarm von Red Snappern … fangen darf man die an dieser Stelle zwar leider nicht, aber man hatte schon das Gefühl, dass man auch ohne Angel nur 10 mal hätte zugreifen müssen und hätte sicher so einen Burschen von locker mehreren kg mit Händen herausholen können … *träum* wenn man da an der richtigen Stelle mit der Angel wäre … Das Abendbrot wäre locker gesichert.
    Kurz vor dem „Hole“ sahen wir ein Anglerboot. Um dieses Bot herum schien das Wasser zu kochen – das war diesmal aber nicht geothermisch, sondern massenhaft an der Oberfläche schwimmende Fische. Die Angler holten dann auch mehrere dieser ebenfalls recht großen Fische heraus. Wenn ich den Namen richtig verstanden habe, hießen die Kahawai und sollen superlecker sein. Wenn man mit dem Boot über den Schwarm hinweg fährt schimmern die bläulich … schade, dass wäre was fürs Angeln gewesen – und so ganz nebenbei, ohne auf Reise verzichten zu müssen – wenn das Angelzeug nebst Erlaubnis nur inklusive gewesen wären …
    Nun ja, so gab’s zum Abendessen Mango-Curry-Soße (Dose die wir langsam verbrauchen müssen), ein Hähnchen und Reis – das war auch gut, mjam.

    Antworten
    1. Wolfgang

      Ein‘ hab‘ ich noch …
      Während dieses Ausflugs haben wir auch auf dem Wasser schwimmende kleine Pinguine gesehen. Auch toll, diese kleinen Wesen im Wasser in Aktion zu sehen…

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.