Archiv für den Monat: Februar 2014

Napier, Rotorua

Im windigen Wellington schauten wir uns am Morgen noch das Cablecar und das Cablecarmuseum an und genossen den Ausblick von oben. Wir hatten den Wagen oben geparkt und fuhren andersherum als alle Anderen, zunächst hinunter, schauten uns an dieser Stelle noch einmal die Innenstadt an, um dann wieder hinauf zu fahren.
Da meldete Lukas sich telefonisch, dass er unser Angebot gerne annehmen würde. So pickten wir ihn auf und nahmen ihn mit auf den Weg nach Napier.
Er macht wirklich tolle Sachen. Seinen aktuellen Blog bzw. sein aktuelles Projekt findet man unter goodthingseverywhere.com und einige Dinge die er sonst noch so gemacht hat findet man unter luckyarts.de.
Das war wieder eine schöne gemeinsame Fahrt mit vielen tollen Gesprächen. Leider fühlte sich Harriet immer dann nicht gut integriert, wenn wir über Computerthemen sprachen. Da wir aber leicht weit mehr gemeinsame Wellenlängen nutzen konnten, konnte Harriet mit diesen Momenten gut leben.
Wir fuhren durch diese bekannte Weinregion (Martinborough), machten einen Stopp beim ’schlafenden Riesen‘ Te Mata etwas südlich von Havelock North an in und kamen irgendwann müde in Napier an.
Gemeinsam wurde eingekauft, gekocht, gegessen und bis spät eine Flasche Wein gelehrt.
Am nächsten Morgen trennten sich aber unsere Wege. Lukas wollte nach Auckland. Wir wollten uns die Stadt ansehen und dann weiter nach Rotorua.
Im Stables Backpacker in Napier konnte ich auch versuchen mein seit Jahrzehnten eingestaubtes Französisch zu entrosten. Nun ja, zumindest so ein zwei Sätze bekam ich noch zusammen. Danke insbesondere an Marc. Jetzt sollte der französischsprachige Teil unter Translate im Menü muttersprachlich korrekt sein.

Napier hat 1931 ein schlimmes Erdbeben erlebt und wurde danach rasch wieder aufgebaut. (Außerdem war es auf einmal 40qm größer, weil sich ein Stück Land aus dem Meer erhoben hatte. So entstand der Flughafen jetzt wo vorher der Hafen war.) Dadurch, dass alle Häuser nahezu Zeitgleich gebaut wurden, ist es ein gutes Beispiel sich dem Begriff Art-Deko zu nähern. Diesem Begriff waren wir immer wieder begegnet, hatten uns belesen und doch nicht verstanden. Jetzt haben wir so eine Vorstellung von dem Begriff bekommen, die man mit ‚ist der Stil der 1930er Jahre‘ umschreiben kann.
Einen Possumladen haben wir uns noch angesehen. Meine Lieblingstiere sind für die Neuseeländer eine Plage und so werden sie hier eben auch mit allen Mitteln bekämpft. In diesem Laden gab es neben Fellen auch eine Art kleines Naturkundemuseum wie die Possums leben (der Begriff Opossum wurde synonym gebraucht).

Die Fahrt ging weiter. Nächster Stopp sollte Taupo sein. Auf der Strecke auf dem Highway machte ich Harriet darauf aufmerksam, dass am Horizont ein Fußgänger zu sehen war und sie entsprechend vorsichtig an den Fußgänger heran fahren solle. Wir kamen näher, sahen einen Rucksack … Lukas, der uns gemailt hatte, dass er einen Lift bis Hamilton hätte, lief hier am Straßenrand. Sein Lift hatte einen Motorschaden. So schnell sahen wir uns wieder.
An dem Highway-Kreisel kurz vor Taupo ließen wir ihn aber wieder raus. Wir wollten uns den Ort ansehen. Er wollte es an diesem Tag noch bis Auckland schaffen. Ich nehme mal vorweg, dass er das auch noch geschafft hat. Die Verabschiedung war von ihm aber augenzwinkernd:’Bis gleich! ‚

Taupo ist unter den vielen Anglerparadiesen hier (ein Augenzwinkern an meine Neffen schicke), eines der Anglerparadiese. Dafür hatten wir aber leider keine Zeit. Unsere Neugier richtete sich vor Allem auf den Hotwater Beach. Ich ging als erster mit den Füßen rein. Brrr. Kalt. Genau das sagte ich dann auch Harriet und ging zurück zum Auto. Dort sah ich dann wie sie mich zurück winkte. Zurück. ‚Du musst Dich mal mit den Füßen ein wenig in den Sand graben.‘ Das tat ich dann auch – puh das war fast zu heiß. Meinen Fuß wollte ich in dem kühlen Wasser wieder abkühlen. Gefehlt. Ich fand meterlang laufen nur heißes Wasser … huh … dann endlich wieder kaltes. Brr. Interessant dieser Beach.
An jeder Ecke hier sieht man, dass man sich auf einer Kante einer Erdplatte (Austalische) befindet, die herauf gedrückt wird, während die pazifische Platte sich darunter schiebt. In der Region in die wir uns bewegten ist die Schicht bis zum Magma entsprechend dünn und Wasser wird warm bis heiß.
Dies wird in Roturoa immer intensiver. Hier riecht man überall diesen faule Eier Geruch. Es dampft und blubbert an vielen Stellen. Interessante Umgebung.
Heute Abend gehen wir noch zu einem Abend wo wir der Maori Kultur hoffentlich näher kommen…
Wir sind schon gespannt.
Kat das Wirbelwindwunder von der Rezeption unseres aktuellen ‚Roturoa Downtown Backpacker‘ hat die Karten bereits reserviert und was zu lesen raus gesucht. Danke Kat.

Hier auf der Nordinsel kommt mein Name Wolfgang auf einmal total gut an. Bereits in Wellington sagte mir die liebe Frau an der Rezeption, dass dies der coolste Name auf der Welt sei. Und auch Kat steht auf diesen Namen. Anscheinend sorgt hier ein Namensfetter in einer TV Show für diesen guten Ruf… das macht es mir erklärlich. Ist natürlich angenehm.

Es ist schon wieder fast Mitternacht. Wir wollen aber gerne auch Bilder zeigen, und nutzen, dass wir hier heute mal freies Internet haben. Darum jetzt einfach mal einige Bilder …

Einige Bilder sind leider gedreht … eine weitere Aufgabe für „wenn wir mal dazu kommen“ ..

 

Tierimpresssionen:

Albatros:

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Kea:

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Pinguine:

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Strandleben:

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Dunedin:

Der Bahnhof von Dunedin

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Die Baldwinstreet kann man gar nicht so steil fotografieren wie sie wirklich ist… Uns haben unsere Schuhe auf der Straße so gerade eben noch gehalten …

Hängebrückenimpressionen:

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Wie man die Farben der Wasser hier beschreiben kann, überlegen wir die ganze Zeit. Sie sind am ehesten als von Jade bis Opal. Wenn das Licht hinein scheint kann es auch richtig strahlen. Gerade wenn Sedimente im See auch noch eine Rolle spielen.

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An den Mirror Lakes war es im Regen leider nicht so ganz windstill.

Queenstown von oben:

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Wegweiser in Queenstown:
Der Südpol ist näher als Indien oder gar London …
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„Löffelliste“ in Hokitika:

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„Grill“:

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Wellington

Wir schliefen bis 8:30 Uhr, was für uns ja schon Ausschlafen ist.  Schnell noch Parkticket gekauft und zu Fuß in die Stadt. Wellington präsentierte uns Sonnenschein und kalten Wind. Also das beste Wetter, sich einen Sonnenbrand zu holen. Aber mit Jäckchen für mich ging es. Wolfgang brauchte nichts dergleichen. Seit langer Zeit waren wir mal wieder in einem Restaurant. Der Lonely Planet empfahl ein Malaysisches Restaurant. Super lecker. Wir freuen uns schon auf die Indonesische Küche. Danach sind wir in das ‚Te Papa‘ gegangen. Dies ist ein Komplex mit gleich mehreren Museen unter einem Dach. Eintritt ist frei. So haben wir viele Stunden damit verbracht, etwas über die tektonischen Platten zu erfahren und hatten die Möglichkeit, ein Erdbeben in einem eingerichteten Zimmer zu erfahren. Andere Ausstellungen zeigten das Leben der Maori damals und heute. Eine naturkundliche Ausstellung zeigte die Tierwelt Neuseelands. Kunst, Frauenbewegung und Malerei rundeten das Angebot ab. Dazu passende Areale für Kinder machten die Themen spielerisch deutlich. Echt zu empfehlen. So viele geballte Informationen waren echt viel. Man braucht eigentlich Tage, um alles anzusehen. Immer wieder freuen wir uns über die Art des Erfahrens in Museen hier. Viele Sachen kann man anfassen, es gibt ein Paar Spiele zwischendurch und es wird nicht langweilig.

Lukas haben wir auch spontan auf der Straße getroffen. Wie klein die Welt ist.

Cablecar haben wir wegen der Zeit auf morgen verschoben. Morgen heißt es dann auch wieder Auto packen und Checkout um 10 Uhr. Aber das stört uns heute Abend erst mal noch nicht, wir lassen uns einen schönen Weißwein hier aus der Gegend schmecken.

Fähre, Lukas und Wellington

Heute Morgen sind wir in Nelson-Tahunanui gestartet. Der Backpacker war klasse!
Der erste mit einer Spülmaschine! Das freut meine Gedanken wegen der Hygiene. Üblicherweise wird von den Gästen selbst ( mit der Hand mehr oder weniger gründlich und mit mehr oder weniger kühlem Wasser ) abgewaschen… manche ‚vergessen‘ das auch schon mal…
Außerdem gab’s scharfe Messer!
Im Backpacker noch fanden wir uns mit Lukas zusammen. Lukas nahm die Chance war mit uns nach Wellington fahren zu können. Auf der Fahrt fanden er und ich schnell viele gemeinsame Wellenlängen. Die ‚Computerthemen‘ waren leider für Harriet nicht so fesselnd. In Nelson besuchten wir den aus Dänemark stammenden Juwelier Jens Hansen der für die Filmtrilogie ‚Herr der Ringe‘ den Ring gefertigt hat. Man kann sich dort also quasi Originale kaufen. Einige besondere Stücke durften wir sogar anfassen. Toll!
Lukas
Lukas reist durch viele Länder und realisiert Internetprojekte. Ich bekomme hoffentlich bald die Mail mit den Beispielen. Seine Blogadresse hab ich zwar im Kopf, da ich aber vergessen habe ihn zu fragen, ob es OK wäre die hier zu veröffentlichen, warte ich damit noch. Mir half er bei einem Problem. Es war wie sowas immer ist. Es fehlte nur ein Haken, aber jetzt kann ich bald das Menü oben mit Inhalten füllen.
Danke Lukas!
Die Fährfahrt selbst führte bei Sonnenschein durch den wunderschönen Marlborough Sound zur Nordinsel. Harriet hat Delfine direkt neben der Fähre gesehen. ‚Schön gesprungen sind se‘.
Da wir morgen früh ein Parkticket für das Auto kaufen müssen, dass 15 Minuten entfernt steht, wird leider nichts aus ‚ausschlafen’…

Abel Tasman, Nelson

Der Anfang des Morgens war leicht regnerisch, es klarte aber ziemlich schnell auf, so dass wir Sonnencreme auftragen mussten. Die Fahrt ging zuerst zum Cape Farewell, die Felsbögen zu fotografieren. Dann fuhren wir zum Abel Tasman Nationalpark. Mit einem Wassertaxi hatten wir einen tollen Blick auf schöne Strände, grün bewachsene Felsen und herrlich klares Meerwasser. Zum Abendbrot gab es dann super leckeren frischen Fisch mit Meerblick. Leider hatten wir hier nur ein paar Stunden Zeit. Hier kann man gut und gerne mehrere Wochen verbringen. Ganz nach dem Motto:“Was sehen wir heute? Das Meer. “ (Zitat aus dem Film Robinson Junior) Doch unser Backpacker in Nelson wartete. Hier hatten wir eine gute Wahl getroffen. So können wir noch die Stadt erkunden und dann nach Picton zur Fähre. Die erste Unterkunft in Wellington für 2 Nächte haben wir. Also AUSSCHLAFEN !!

Hokitika, Glenhope, Golden Bay

In Hokitika hatten wir einen netten Backpacker und am Abend gute Gespräche mit Lennard, Melissa und ihrer Schwester.
Nach dem Abschied am nächsten Morgen schauten wir uns erst mal Hokitika an.
Harriet schreibt jetzt:
Der Ort ist übersichtlich gestaltet, hat viele niedliche Geschäfte und liegt an einem feinsandigen Naturstrand. Es sind nicht zu viele Leute da, er wirkt aber auch nicht ausgestorben. Die schneebedeckten Berge sieht man aus großem Abstand, was mir das Gefühl des freien Atmens gab. Kein einengendes Gefühl durch hohe Felswände. Dazu noch die ersehnte Sonne.
Ok, ich schreibe jetzt wieder:
Ich bin froh, dass ich mit Bergen inzwischen viel besser klar komme. Der Sonnenschein strahlte aber gemütserwärmend in mein Herz.
Auf dem Weg weiter in den warmen Norden schauten wir uns zunächst die Pankake Rocks an. Diese skurrilen Steinformationen erinnern tatsächlich an Stapel von etwas unförmigen Pfannkuchen. Außerdem sahen wir in einem gewissen Abstand wieder Delfine.
Der nächste Zwischenstop wurde bei neuseelands längster Hängebrücke eingelegt.
Leider fanden wir telefonisch keine passende Unterkunft an der Nordküste. So machten wir Halt auf der Strecke in Glenhope. Hier kann man ländlich auf einer Schaffarm schlafen. Natürlich dachten wir dabei an Neil und Janet in Australien. Harriet war bei diesem Backpacker von der Sammlung von Schallplatten und dem Plattenspieler sehr angetan.
Heute hatten wir wieder Sonnenschein. Das tut so gut. Auf der Fahrt zur Golden Bay nahmen wir eine Anhalterin mit. Diese Rentnerin aus Lütjenburg verbringt seit vielen Jahren die Wintermonate auf der Südhalbkugel meist in Neuseeland.
Auf dem Weg waren die Labyrinth Rocks sehr interessant. Hier waren nicht nur die zu einem skurrilen Labyrinth ausgewaschenen Felsen interessant. Viele Menschen hatten hier kleine Plastikfiguren in die Ritzen gestellt. Sogar Gartenzwerge haben wir gefunden.
Danach haben wir uns noch die größte und klarste Quelle von der ganzen Australisch-Asiatischen Erdregion angesehen. Das Wasser war wirklich sehr klar und schmeckte gut.
Jetzt sitzen wir vor einem kleinen Häuschen auf einem Campingplatz. Das Wetter ist im Dunklen bewölkt aber gut. Morgen schauen wir uns Abel Tasnan an und suchen eine Unterkunft in der Nähe von der Fährhafenstadt Picton. Übermorgen ist dann die Überfahrt auf die Nordinsel.
Harriet hat zum folgenden Tag, der an der Golden Bay anfing, im nächsten Artikel noch etwas geschrieben.

Westküste -> Hokitika

Hokitika! Sonnenschein! Tut das gut! Die Welt sieht ganz anders aus. Harriet erklärt diesen Ort als ihren neuen Lieblingsort. Wenige Tage vorher war es Wanaka, denn hier schien schon mal für ein Stündchen die Sonne (Augenzwinkern)

Von Haas aus sind wir zunächst die Westküste Richtung Norden gefahren. Wieder Regenwald. Warum heißt Regenwald Regenwald? Weil es da regnet! Als Nordeuropäer denkt man leicht automatisch an tropischen Regenwald und glaubt, das sei warm. Hier weit gefehlt. Bis hinauf zum Gletscher findet man diesen Regenwald. Es ist ein unglaublich dichtes Grün. Fast jeder Kubikzentimeter ist von Pflanzen ausgefüllt. Leben in Fülle – und eben Regen. Weiter Richtung Norden wurde der Regen dann weniger und wo die neuseeländische Sonne durch kommt merkt man gleich was für eine Kraft sie hat und ja, alles ist viel heller. Unsere Laune besserte sich rasch.
In einem winzigen Örtchen (3 Häuser)  fanden wir ein kleines Restaurant für Wildtiere das zu dieser Zeit geschlossen hat. Auf dem Speiseplan standen auch überfahrene Wildtiere. Possums sind in Neuseeland eine Plage. Auf dem Speiseplan stand hierzu: ‚You kill it, we grill it!‘. Die Fahrt ging weiter durch besseres Wetter.
Hokitika hat aber auch ansonsten was…

Queenstown -> Westküste

Wir sind zwar inzwischen die Westküste entlang gefahren (fast durchgehend nicht mal Telefonnetz) und heute bereits in dem kleinen Örtchen Glenhope angekommen, ich veröffentliche jetzt aber doch erst mal was von dem bisherigen Weg:

Von TeAnau sind wir durch wunderschöne Landschaften nach Queenstown gefahren. Eigentlich fährt man hier ständig durch wunderschöne Landschaften. Ganz viele Postkartenmotive. Man müsste an jedem Ort ein paar Tage bleiben, bis man ihn bei Sonnenschein sehen kann. Leider haben wir fast ständig Regen. In Queenstown bekamen wir leider keinen Platz in dem Hostel das uns empfohlen wurde. Auf den Betreiber waren wir bereits neugierig. ‚Unser‘ Betreiber war dann aber auch sehr interessant. Dieser Britte war immer wieder nach Queenstown gekommen bis er pleite war. Dann fuhr er zurück nach England und arbeitete bis er wieder Geld für Queenstown hatte … Jetzt verdient er sein Geld in Queenstown durch den Betrieb seines eigenen Hostels. Queenstown ist bekannt für seine vielen  Adventureaktivitäten. Jetbootfahren, Bungeejumping, Mountainbiking usw…
Inmitten all dieser Aktion gingen wir in den Kiwi Birdlive Park und fanden einen Ort der Ruhe.  In dunklen, und mit nur für uns Menschen sichtbarem Rotlicht beleuchteten Kiwihäusern war für diese nachtaktiven flugunfähigen Vögel eben Nacht. Neuseelands vom aussterben bedrohtes Nationaltier grub und piekte mit seinem langen Schnabel im Boden nach Würmern. Nicht nur das war nett und wir schauten gerne lange zu. Auf dem weiteren Gelände konnte man viele weitere einheimische Vögel sehen und bekam via Kopfhörer etwas über sie erzählt. Als wir in die nächste Ecke gehen wollten, wo etwas über die Vogelfangmethoden der Maori erzählt werden sollte, kam uns ein Mitarbeiter abholen. Eigentlich brauchen die meisten Besucher hier 45 Minuten für alles. Wir hatten gar nicht mit bekommen wie die Zeit vergangen war. Alles war so schön und das Wetter hatte aufgeklart, da haben wir diese Vogelwelt so sehr genossen. Schließlich waren wir in über 2 Stunden gerade bei der Hälfte. Der Mitarbeiter zeigte uns den Rest des Parks noch ohne Eile und wir bekamen für den nächsten Tag noch mal Eintrittskarten, damit wir dann noch mal in Ruhe schauen konnten.
Da das Wetter am Abend gut geworden war fuhren wir noch mit der Gondel auf den hohen steilen Berg. Hier kann man dann spektakulär mit dem Mountainbike oder Downhiller bergabfahren, Bungeejumping machen oder oder oder wie wir einfach die spektakuläre Aussicht genießen. Postkartenmotive…
Am nächsten Tag fuhren wir zunächst einmal nach Glenorchy. Wieder Postkartenmotive.
Danach fuhren wir wieder in den Kiwi Birdlive Park. Die hatten tatsächlich bereits auf uns gewartet und freuten sich nun, dass wir uns den restlichen Park und die sogenannten Shows – eher unterhaltsam gestaltete Informationen über Tiere – anschauen wollten. Ich durfte den Tuatara sogar ganz aus der Nähe anschauen und berühren. Dann aber mussten wir leider weiter. Es waren erneut Stunden vergangenen. So kamen wir nicht weit durch die vielen Postkartenmotive bis nach Arrowtown.

Arrowtown ist ein altes Goldgräberstädtchen. Von diesen alten Zeiten des Goldrausches ist heute ein schnuckeliges Örtchen übrig geblieben. Es lohnt sich das frei zugängliche Gelände an zu schauen, wo zum Teil nachgebildete Hütten der chinesischen Goldsucher zu betrachten sind. Man kann hier viel über deren Geschichte lesen. Im Ort gibt es außerdem bei einem Bäcker Kuchen der weit bekannt ist. Hierunter wird hier allerdings ein Blätterteig’kuchen‘ verstanden, der eine Fleischfüllung hat. Yummie

In Arrowtown haben wir im Backpacker Anke und Dietmar kennengelernt. Die beiden sind mit ihrer Weltreise fast fertig und haben uns einiges zum Thema Südamerika erzählen können. Für die beiden geht es jetzt bald heim.

Von Arrowtown aus sind wir weiter durch spektakuläre Postkartenmotive im Regen Richtung Westküste nach Haas gefahren. Den Gebirgspass dorthin darf man nach 18:30 Uhr nicht mehr befahren. Auf diesem Weg findet man erneut Postkartenmotive, Wasserfälle, grün-blaues Wasser,  spiegelnde Seen… (gähn, schon wieder spektakuläre Landschaften im Regen)

Uns erwartete die Westküste. Diese ist bekannt für ihre spektakulär schönen Landschaften und ja, den häufigen Regen. Zusätzlich gibt es hier Schwärme von beißenden Sandflys.

Harriet und ich stellen fest, dass wir übersättigt sind mit spektakulären Eindrücken. Reisen ist Arbeit, wenn man jeden Tag hunderte von Kilometern zurücklegt. Versuchen muss auf dem Weg alles zu regeln. Das belesen zu den Gegenden durch die man fährt muss nebenbei funktionieren. Dabei jedem Tag eine neue Unterkunft suchen muss die aktuell oft voll belegt sind. In jeder neuen Unterkunft alles neu. Wieder früh aufstehen, Sachen packen und wieder in den Regen durch spektakuläre Landschaften. Neuseeland wollen wir noch so durchhalten. Der Norden der Südinsel wird hoffentlich besser und die Nordinsel auch. Samoa finden wir dann hoffentlich eine schöne Unterkunft und wenigstens warmen Regen.

Milford Sound im Dunst

Heute haben wir den ganzen Tag für den Milford Sound eingeplant. Es wurde uns als eine der absolut tollsten Landschaften von Neuseeland beschrieben. Leider gehört diese Landschaft auch zu den Regenreichsten. Hier fallen weit über 3000mm Niederschlag pro Jahr. (Zur Erinnerung: Der Ort Tully in Australien ist so verrückt, stolz darauf zu sein, mit 790mm pro Jahr der nasseste Ort Australiens zu sein.) Auf der mehrstündigen Bootsfahrt, die wir uns leisteten, gab es zwei kurze Augenblicke, wo wir erahnen konnten, dass es hier bei besserer Sicht wirklich atemberaubend sein könnte. Wir sahen aber fast nur Regen im Dunst… schade. In den kurzen Augenblicken sahen wir dicht bewaldete steile sehr hohe Hänge mit unzähligen Wasserfällen. Es war also kurz atemberaubend. Auf einem Felsen sahen wir Seehunde. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage versprach stabile Verschlechterung für diese Gegend. Wir fahren also morgen weiter nach Queenstown.

Dunedin, Catlands, TeAnau

Es ist schon wieder spät und ich habe nur das Netz vom Smartphone. Darum nur ein paar Stichworte zum Erlebten:
Wetter: Wechselhaft, meist regnerisch und recht kühl und stark windig teilweise fast stürmisch.
Dunedin: Dunedin wird gesprochen wie de’Niedn. Harriet ist die steilste Straße der Welt mehrfach hinauf und hinunter gefahren.

Den Bahnhof

angesehen, also nicht irgendeinen, sondern den Bahnhof. Cadbury Schokoladenfabrik besucht und ‚ein wenig‘ zu Fabriksverkaufspreisen eingekauft.
Peninsula die Küste entlang gefahren.
Wilde Albatrosse gesehen: Fliegen, landen, brüten, Teenagerparty.
Heute:
Scenic Road entlang der Südküste entlang gefahren. Schöne Landschaften.
Wilde Tiere gesehen: Pinguine (Gelbaugen), Delfine (), Seelöwen.
Morgen früh aufstehen und Tour ins Fjordland nach Milford Sound.