Archiv für den Monat: Januar 2014

Hunter Valley, Blue Mountains, Wee Jasper, Canberra, Wollongong

Wir finden hoffentlich noch die Zeit ausführlicher zu berichten. Erstmal nur schnell unsere aktuellen Orte (s.o.) … und Dank an Neil und Janet die uns auf dem Flug von Singapur nach Sydney eingeladen und uns bis heute Morgen bei sich in Wee Jasper willkommen geheißen haben. Später mehr, wir müssen dringend Internet nutzen um zu planen. Liebe Grüße insbesondere an ein besonderes Geburtstagskind und an das Patenkind das vor fast genau einem Jahr getauft wurde (Hey ich denke insbesondere bei den Angelmöglichkeiten oft an meine beiden Patenkinder … mit Euch würde ich sicher nicht so viele km/Tag schaffen, aber Australien um etliche Kilo Fisch erleichtern *Augenzwinker*) Bis heute sind wir in Australien 5059 km selbst gefahren – dazu noch etliche mit den Touren … die Straßen waren diesmal aber deutlich besser als beim letzten Mal … so, nun aber planen … Unterkunft Sydney … evtl. Flug und Abflug New Zealand usw …

Kurt Wolfgang

Im englischsprachigen Bereich heiße ich eher Kurt als Wolfgang.

If you are searching Kurt -> you are on the right page.

Das ist alles etwas umständlich, aber wohl der beste Weg.

Erklärung:
Ich habe die zwei Vornamen Kurt Wolfgang. In Deutschland legen die Eltern nach der Geburt den Rufnamen fest, der ein beliebiger der mehreren Vornamen sein kann. Im insbesondere englischsprachigen Ausland (USA…) hat man damit dann seine Probleme. Hier gilt der erste Name als Rufname, basta. Außerdem scheint die Aussprache von
W o l f g a n g
ähnlich schwer zu sein wie die von
E i c h h ö r n c h e n …
ich erkenne mich dann jedenfalls selten wieder. Das ist sehr schade, denn ich mag meinen Namen Wolfgang eigentlich sehr, aber er ist eben im englischsprachigen Bereich umständlich… da bin ich im Ausland eben
Kurt.
Auch wenn ich ansonsten immer Wolfgang bleiben möchte. Zu dem Namen habe ich einen Bezug. Zu dem Namen Kurt habe ich eigentlich keine Verbindung und versuche nur mich im Ausland eben damit angesprochen zu fühlen, was nicht immer gut gelingt.
Insbesondere für alle in Deutschland lebenden: Wer möchte, dass ich mich angesprochen fühle: Bitte Wolfgang. Ok,
aber für die auf der Reise kennen gelernten die hier über google translate mitlesen wollen:
Ja, die Seite von
Harriet und Wolfgang
ist die Seite von
Harriet und Kurt.
Ihr seid hier richtig.

… Bundaberg … Fraser Island … Brisbane … Byron Bay

Gestern Nacht empfing uns Brisbane mit einem kräftigen Gewitter.

Es gäbe so viel zu berichten von dem Weg bis hier her … Fraser Island … Nette Menschen die wir trafen… (wink z.B. zu Casie ) Eigentlich brauchen wir mal eine Woche mit Internet am Laptop nur zum Bloggen des bis jetzt in Australien erlebten.

Auch vom Uluru, der Tour, der Gruppe, Allice Springs, Seb und Claudia in Allice’s Secret müssten wir noch berichten. (Hey Seb, wenn Du das liest: Ich sehe immer öfter betrunkene Oktopusse Schmunzel).

Aber, die Zeit drängt. In rund einer Woche müssen wir in Sydney den Wagen abgeben. Und die weitere Reise sollte dann auch fertig geplant sein. Jaja … eine Reise ist eben kein Urlaub. Dies nur mal als kurze Meldung von uns. Sonst geht’s uns gut!

In Brisbane sind über 30 Grad und es regnet in Strömen. Harriet sagt: “ Mir ist zu warm.“ Wer sie kennt weiß was das bedeutet. Es IST zu warm! Mich stört das am Meisten wenn ich vor Hitze in dem kleinen Campervan nicht schlafen kann. Dabei habe ich mir bereits für 40$ einen batteriebetrieben Ventilator gekauft… Der Regen änderte sich – es wurde ein „Schütten“. Nach einer kurzen Besichtigung der Stadt vom Boot aus (Stadtfähren) kämpften wir uns rund 180 km durch Wassermassen südlich nach Byron Bay wo keine Unterkünfte mehr frei sind und wir mal wieder in einer Seitenstraße stehen.

Tully, Townsville, Magnetic Islands, Bowen

Heute Abend sind wir gerade in Bowen angekommen und haben einen Parkplatz bezogen.
Vorgestern erreichten wir nach einer Nacht in Tully die Stadt Townsville.

Tully ist ein kleines Städtchen in dem Bananen, Zuckerrohr und Zucker groß geschrieben werden. Außerdem ist dieser verrückte kleine Ort stolz darauf der nasseste und verregnetste Ort von ganz Australien zu sein. Man kann einen 7,90m hohen goldenen Gummistiefel begehen und dort von oben über die kleine Stadt schauen. 790mm ist die Niederschlagsmenge die in dem entscheidenden Jahr an diesem Ort niederfiel.

In Townsville findet man für australische Verhältnisse alte Häuser, ein Great-Barrier-Reef-Aquarium/Museum und am interessantesten fanden wir die vorgelagerte Magnetic Island wo Harriet ihre ersten wilden Koalas gesehen hat. Außerdem gabs wilde Wallebys zu sehen.

Ich habe am Vortag den Rücken eines Dugongs gesehen, den ich allerdings aus Unkenntnis zunächst für den Rücken eines Salzwasserkrokodils gehalten habe. Wilde Dugongs sind hier aber wohl deutlich seltener zu sehen… Ein wildes Salzwasserkrokodil haben wir leider (oder zum Glück!) noch nicht gesehen. Wir wissen nur, dass das Salzwasserkrokodil das in dem Ort lebt wo ich das/den Dugong gesehen habe, „Bismarck“ genannt wird, und Hunde mag, und lieber ein paar Hundert Meter weiter im Fluss ist, als an dem Steg wo wir auf den Pazifik schauten.

Es gibt an jedem Ort am Strand abgesteckte und auch im Wasser entsprechend geschützte Bereiche wo man sicher vor Krokos und Würfelquallen baden kann, oder gleich Freibäder mit freiem Eintritt neben dem Strand. In Townsville heißt die Straße am Strand übrigens „The Strand“.

Ein bisschen etwas Allgemeines:

Mit Bildern müssen wir aktuell leider sehr sparsam sein. Mein Handy darf nur 400MB/Monat und rund 200MB sind bereits für die Bilder vom Tauchen an Great-Barrier-Reef drauf gegangen.

Wir brauchen das Internet aber nicht nur fürs bloggen und Mailen sondern auch für Recherche und Navigation. Daher müssen wir leider wieder sehr sparsam sein.

Von der Tour am Ayers Rock/Uluru, Alice Springs (+Secret), müssen wir auch noch schreiben und Bilder bloggen. Da warten auch Einige…Sorry, irgendwann gehen wir mal in einen Backpacker mit freiem Internet und lassen die Leitung qualmen so gut es geht.

Die Bilder vom Feuerwerk in Sydney waren versprochen, haben für uns aber sinkende Priorität, da sie das „Echte“ eh nicht wieder geben können und tolle Erlebnisse wie die oben genannten oder z. B. mit Seb und Claudia im Allice Secret und mit vielen Anderen an Wichtigkeit nicht hintenan stehen.

Keine Ahnung wie wir all das noch bloggen sollen, wo doch das „jeden Tag Neues Erleben“ wichtiger ist als „konservieren“…

Aktuell bleibt für uns das Taucherlebnis am Riff ohnedies das imposanteste!!

Übrigens: Das Wasser ist hier wirklich so klar. Die Bilder sind wirklich am Riff entstanden und keineswegs in einem Pool, auch wenn das für noch so erfahrene Taucher aus heimischen Gewässern unglaubwürdig erscheint. Hier ist das Wasser tatsächlich so klar und die Anbieter solcher Tauchgänge sind erfahren und ausgerüstet genug um auch solch Unerfahrene wie Harriet und mich mit runter zu nehmen. Die Bilder sind echt und live entstanden und für uns eine Dokumentation eines unglaublich tollen Erlebnisses.

Übrigens: Wir freuen uns sehr über Kommentare im Blog. Wir warten immer drauf. Dann wissen wir, dass wirklich gelesen wird und können einmal schreiben/antworten statt im Laufe von Tagen dann mal dem Einen dann dem Anderen eh das Gleiche zu Mailen.
Obwohl wir uns natürlich über jede Art von Reaktion freuen!!! Wie gesagt: Immer wenn wir was gebloggt haben, warten wir wirklich wann denn eine Reaktion darauf kommt. Dieses Tool das uns sagt, dass wir sehr viele tägliche Leser haben, ist eben furchtbar anonym…

Danke an unsere eifrigen Kommentatoren!!!

The reef

Wir müssen zwar nach wie vor mit Internet sparsam umgehen, aber manchmal sagen Bilder einfach mehr als 1000 Worte.
Darum heute Bilder.
Wir waren heute am Riff.
Es war phantastisch!
Schönen Gruß von Nemo.

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Ach so, gestern wollte ich ja schon ein Bild von unserem neuen „Heim“ (Abe gesprochen Äbbie ) zeigen:

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4 Tage Uluru Safari Tour

4 Tage Uluru Safari Tour

Tag 1

Am Flughafen von Ayers Rock, wie er offiziell heißt, wurden wir von einem Guide angesprochen, der ganz so aussah, als wäre er direkt dem Busch entsprungen. Lange Haare, Hut, Sonnenbrille, Tabak kauend, und zerrissene Hose zeigten ein Bild eines echt coolen und entspannten Menschen, der mit sich im Reinen ist und der sich nicht um die Meinung anderer schert. Das war UNSER Guide. Das Auto ebenso abenteuerlich. Die Bilder zeigen es von außen. Innen ist während der Fahrt regelmäßig etwas abgefallen und Klappergeräusche waren eigentlich immer. Auch dieses Gefährt hatte mehrere Steinschläge in der Frontscheibe. Sprünge in Scheiben begleitet uns ja auf der Reise. Wir sollten dringend eine Versicherung für ALLE Scheiben im Camper abschließen.

Aber zurück zur Tour. Wolfgang und ich saßen vorne beim Guide, was sehr gut war. Mir ist an keinem Tag schlecht geworden, obwohl wir manch abenteuerliche Strecke gefahren sind. Am ersten Tag sind wir direkt in den Nationalpark gefahren, um den Uluru zu sehen. Er ist schon echt imposant und unser Guide erklärte viel über den Stein, die Kultur der Ureinwohner und das Leben in diesem lebensfeindlichen Gebiet. Ein Besteigen war aufgrund des Timings nicht möglich (nur bis 8 Uhr morgens möglich) und wird von den Ureinwohnern auch nicht gewollt, da der Uluru für sie heilig ist. So mussten wir uns der Zerrissenheit nicht stellen, ihn aus Neugierde besteigen zu wollen oder aus Respekt der Kultur es zu unterlassen. Danach fuhren wir in das erste Camp, wo wir den Sonnenuntergang mit einem Becher Sekt und dem Blick auf den Uluru beendeten. Unser Guide kochte an dem Abend Nudeln mit Kangoroo Bolognese und gebratenes Gemüse.
Danach kam der abenteuerliche Teil: Jeder bekam einen „Swag“. Ein sehr grober wasserdichter Stoffschlafsack beinhaltete Matratze und Kissen. Selbst schläft man dann entweder mit Bettzeug oder so wie wir in einen normalen Schlafsack, den man mit hinein legt. Alles zusammengerollt und mit Riemen befestigt, wird es zu einer kompakten Rolle. Die Unterseite ist wasserabweisend. Ein echt praktisches Teil, was ich vorher noch nicht kannte. Es ersetzt ein komplettes Zelt für 1 Person.

Er empfahl uns, im Freien zu schlafen, was wir auch taten (so ersparten wir uns das Ausfegen des campeigenen Zeltes am Morgen). Unter Sternen einzuschlafen ist echt toll und abenteuerlich.

Tag 2

Der neue Tag begann mit australischen Buschklängen, die unser Guide per Lautsprecher spielte. Von ganz sanften Tönen ging es immer weiter über, kraftvoller zu werden und holte so einen behutsam aus dem Schlaf. Es war 4 Uhr !!!

Schnell Zähne putzen, 2 Scheiben süßes Toast und Kaffee frühstücken, Swag beschriften und dann alles wieder in den Bus einladen. Der Sonnenaufgang am Uluru entschädigte das frühe aufstehen und im Bus konnten wir ja auch etwas Schlaf nachholen.

Wir besuchten Kata Tjuta „Die Olgas“, eine Steinsammlung ähnlich dem Uluru, nur mehrere zusammen und etwas „kleiner“. Der Pool eines Camps, wo wir Rast machten, war gut zum erfrischen (nass an der Luft trocknen lassen, da das Wasser ca. 28 °C hatte).

Am Abend schliefen wir wirklich mitten im Busch. Der Bus fuhr über Sandwege, damit wir fernab jeglicher Zivilisation schlafen konnten. Mit selbst gesammeltem Brennholz machten wir ein Lagerfeuer und unser Guide kochte wieder lecker Reis, Hähnchen und Gemüse im Feuer. Seine Ankündigung „morgen wecke ich euch früher“, ließen alle gegen 21 Uhr in ihre Swags verschwinden. Ohne Licht drumherum sieht man den Sternenhimmel und die Milchstraße so klar, dass man eigentliche Sternenbilder nicht mehr erkennt vor lauter Sternen. Mittlerweile lernt man die anderen der Reisegruppe etwas kennen und tauscht sich aus.

Tag 3:

Wecken war 4 Uhr, was alle überraschte. Da schon etwas Routine drin war, war die Gruppe nach Aussage unseres Guides 15 Minuten schneller. Da Toilette und Dusche nicht verschlossen war, wurde duschen weggelassen und die Toilette am ersten Rastplatz genommen.
Wir fuhren zum Kings Canyon, den wir bewanderten. Sehr schön anzusehen ist er schon, doch nach 3 Tagen in der Hitze wandern, ließ langsam die Lust nach. Wir fühlten uns wie Berggiraffen (nicht zu verwechseln mit Bergziegen, die das gerne machen). I.d.R. wählten Wolfgang und ich die mittlere Strecke, denn wir brauchten durch das Fotografieren deutlich mehr Zeit als die anderen. Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht so der „Wandern-in-den-Bergen-Freund“ bin.

In der heißesten Zeit von 12-15 Uhr fuhren wir im Auto, um dann im West MacDonnell Ranges Buschtomate und Wüstenrose gezeigt zu bekommen. Beides nicht zum Verzehr geeignet, da giftig. In Glen Helen gingen wir (auch ich) in einem Wasserloch baden und begleitet von Zierkadengesängen saß die Gruppe noch auf ein Bier zusammen. Wir durften am nächsten Morgen ausschlafen 🙂

Tag 4:

Nach einem entspannten Frühstück mit Schinken und Ei ging es los zum Baden in einem Wasserloch, welches von Felsen umsäumt ist. Echt toll und dieses Mal sehr erfrischend. Nach einer Weile Fahrt kamen wir wieder an eine Sehenswürdigkeit an, wo alle nach dem Mittag die Wahl hatten zwischen a) 1,5h wandern oder b) in einem 5 Minuten entfernten Wasserloch zu baden. ALLE der Gruppe entschieden sich für’s Baden. hihi

Auf dem Weg nach Alice Springs besuchten wir noch ein Gebiet mit Ockersteinen, wo man das Farbspiel des gelblichen Ockers mit dem roten Eisen zusammen bewundern konnte.

Am frühen Abend wurden wir in unserer Backpackerunterkunft abgesetzt und konnten erst mal wieder richtig duschen, Haare waschen und in einem Bett schlafen. Zur Unterkunft in Alice Springs schreiben wir gesondert. Zusammengefasst waren das 4 wirklich ereignisreiche Tage.

 

Positiv:

– es gab keine Mücken

– Kennenlernen des Outbacks von Australien

– Schwimmen in „Waterholes“

– Schlafen unter dem Sternenhimmel

– ein echt tollen Guide

Nicht ganz für mich geeignet:

– Hitze + trockene Luft = viel Durst und wenig Motivation sich zu bewegen

– Bei den langen Wanderungen über Steine und Sand hätten wir gern mehr Zeit gehabt, um z.B. mehr zu fotografieren, die schöne Landschaft auf uns wirken zu lassen oder auch mal kurz zu pausieren

– Stress beim Essen (ich aß mehr und  deutlich langsamer als die Anderen)

– Wasser von den ausgeschriebenen Trinkwasserstationen schmeckte nach Swimmingpoolwasser, da es mit Chlor versetzt wurde und hinterließ einen unangenehmen Nachgeschmack.

 

Aufbruch Sydney

Es ist 5 Uhr am Morgen. Wir müssen uns eilen die Sachen zu packen. Gestern waren wir den ganzen Tag im Zoo. Da haben wir tatsächlich ein kleines Leben gerettet (Possum). Anschließend haben wir organisiert. Um Mitternacht war dann alles fertig. Heute geht’s nach Ayers Rock. Wir machen eine 4Tagestour durch das Outback.Ihr werdet also nichts von uns hören können. Fotos und Berichte müssen also noch ein wenig warten.
Im Anschluss haben wir Unterkunft in Alice Springs in einem Hostel wo der Besitzer am Telefon mit uns deutsch sprach und seehr nett wirkte. Am 8. Flug nach Cairns. Eine Übernachtung im Hostel, danach haben wir bis 30. einen kleinen Campervan.

Feuerwerk

Hallo und frohes neues Jahr noch einmal allen und besonders denen die auch uns mit so vielen lieben Grüßen bedacht haben. Es wird Zeit vom Silvesterabend ausführlicher zu berichten.
Gegen 11 Uhr am Morgen kamen wir aus dem Haus. Wir hatten uns vorsorglich gut mit bz eingeschiert, weil wir ja erwarteten über die strahlende australische Mittagssonne hinweg einen guten Platz reservieren zu müssen.
In Waverton angekommen sahen wir bereits alle Plätze in der ersten Reihe belegt. Nur ein kleiner Platz in der allerprallsten Sonne war noch nicht belegt, sonst war auch die Fläche fast ganz belegt.
Wir nahmen den Platz in der prallen Sonne zunächst einmal in Anspruch. Rasch wurde uns die Sonne zu viel. In meinen Rucksack hatte ich vorsorglich eine Rettungsdecke getan. Mit der silbernen Seite zur Sonne improvisierten wir ein Tarp. Wahrscheinlich waren wir mit dem knisterndem Ding der Lacher auf dem Platz, aber wir hatten einen guten Sonnenschutz und verbrannten uns nicht die Haut.

[Bild unter der Rettungsdecke]

Nach einiger Zeit machte ich mich auf den Weg um einfach mal die Gegend zu erkunden. An einer Stelle mit sehr gutem Ausblick hatten sich zwei Gruppen jeweils so etwas wie einen Claim abgesteckt. In zwei Felshöhlen standen Zelte fast versteckt ging hier eine Treppe die Felswand hinunter und hier war ein Felssims wie eine steinerne Bank mit toller Aussicht … uuund: Es saß niemand drauf. Glucksvolltreffer. Ich rief Harriet an und der Umzug war beschlossen.

[Bild zweite Stelle]

Die Aussicht hier hatten wir ja gezeigt. Der Standort ist genau über die Brücke hinweg auf der anderen Seite, zu der die Malte auf dem Bild im Blog darstellt. *wink*:

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Feuerwerke:
Feuerwerke gab es um 21:00 22:30 und 24:00 Uhr. Außerdem gab es eine Parade von Schiffen die mit Lichtschlangen dekoriert unterschiedlichste Sachen darstellten.
Was Feuerwerke angeht sind Harriet und ich ja etwas verwöhnt. Gerne schauen wir uns das Abschlussfeuerwerk der Kieler Woche an, gehen schon mal zu einer Feuerwerksmeiszerdchaft usw. Aber das war dann doch eine andere Dimension. Auf je zwei Plattformen links und rechts der Harbourbridge sowie auf der Harbourbridge selber fand ein Feuerwerk statt. Die Feuerwerke suf den Plattformen waren weitgehend synchron. Außerdem konnten wir von unserem Platz aus auch das zeitgleich stattfindende Feuerwerk in Darling Harbour sehen.
Bereits die Feuerwerke um 21:00 und 22:30 Uhr waren einfach irre. Wie sollte da erst das um 24:00 Uhr werden. Ich hatte gehört, dass das Feuerwerk in Sydney über eine halbe Stunde dauern würde… Dann kam es. Die Sekunden wurden an der Harbourbridge rückwärts gezählt und man hörte Stimmen von fast überall mitzählen. Harriet und ich hielten uns an der Hand und es starte ein Spektakel wie ich es kaum beschreiben kann. Überall war gleichzeitig etwas zu sehen. Als hätte jemand Beethoven, Mozart, Pink Floyd und einige Moderne perfekt harmonisch aufeinander abgestimmt und ließe das nun von mehreren Orchestern um einen herum spielen. Ich bekam den Mund gar nicht wieder zu. Es steigerte sich immer weiter und ich freute mich unermesslich auf die halbe Stunde, als es unvermittelt mit heftigem Leuchtkrachen aufhörte. Es waren gerade mal 12 Minuten. Die halbe Stunde wurden die Abendfeuerwerke mitgerechnet. Nun stand ich da mit meinen widersprüchlichen Gefühlen. Total begeistert-phasziniert und sehr enttäuscht. Wie ein kleiner Junge, dem man vom leckersten Eis der Welt nur 200g statt der erhofften 500g erhalten hatte. Wow-oh-Wow und oh zugleich…

Der Heimweg verlief dann unkomplizierter als gedacht. Es waren furchtbar viele Menschen unterwegs und eine lange Schlange vor der Bahnstation sld wir diese endlich erreicht hatten… Ich wollte schon laufen, aber Harriet verfolgte mit ihrem Blick eine junge Frau in rot-weißem Minirock-Weihnachtsfraukostüm, die in der Schlange überraschend schnell weiter rücken konnte. Es ging also schneller als gedacht. Auch der Kauf einet Karte erledigte sich rasch. Ein Automat war nicht vorhanden, im „Häuschen“ saß keiner, und der angesprochene Bankangestellte sagte nur:“Oh, dont worry about that“. Die Zugfahrt ging gut. Umsteigen Bus. Nach der Schlange wollten wir bezahlen, aber der Busfahrer winkte uns nur durch. Ihm war es offensichtlich wichtiger die Leute zügig nach Haus zu bekommen, als für ein paar Fahrkarten eine Stauvergrößerung zu riskieren. Sowas verschafft Sympathie. Zu Hause angekommen fiel Harriet dann totmude ins Bett und schaffte gerade noch bei ein paar Mails und Kommentaren zu zu hören.
Am ersten Januar schliefen wir dann aus und verschliefen dabei das Silvester in Deutschland…