Indien allgemein – Aus Kommentarantwort wird Blogbeitrag

Aus einer Antwort auf einen Kommentar von Bernd ist ein längerer Text geworden, den möchte ich jetzt gerne als Blogbeitrag in das Netz stellen:

[…] Urlaub in Goa ist bereits einfach toll und wir überlegen sehr Indien aus vielerlei Gründen zu verlängern. Die Länder aus Südostadien hatten bei uns vor Abflug Priorität 1-6, Indien 18. Jetzt würden wir das anders sehen. Alleine schon mit der Sprache (Englisch) eigentlich überall weiter zu kommen ist toll. Auch wenn ich die Hindi-SMS meiner indischen Telefongesellschaft gar nicht lesen kann (Sprache und Schrift sind uns total fremd).
Kambodscha und Vietnam stellen wir uns aktuell vor, dass man das auch „ein andermal“ noch machen könnte – dann evtl. mit jemand deutsch oder englisch-sprachigen an der Seite.
Singapur hatten wir bis jetzt gar nicht auf der Liste – das wäre aber auch eine Überlegung wert … Indonesien wäre total toll, aber da ist gerade Regenzeit …
… bei den sich täglich ändernden Vorstellungen stellen wir uns gerade ein kitschiges Weihnachten in Singapur mit Kunstschnee und Silvester in Sydney vor … aber von hier aus planen geht nur indisch, und alles was man denkt an einem Tag erledigen zu können dauert wenigstens eine Woche. Wir haben uns längst daran gewöhnt, dass mehrmals täglich der Strom ausfällt und das Internet schleicht (5b/s sind schon ganz gut wenn sie nur konstant sind – ja b! nicht kb oder MB) dennoch ärgere ich mich immer noch kräftig, wenn man nach Stunden des Schleichnetzes nur noch den entscheidenden Klick hinbekommen müsste und dann das Netz ganz ausfällt und man irgendwann die Stunden von vorne anfängt – was in Deutschland mit einem mittelmäßigen DSL-Anschluss in wenigen Minuten geklickt wäre …
Aber sonst hat Indien irgendwas, „no problem“ fängt einen ein. Strom geht nicht – „no problem“. Telefon geht nicht – „no problem“. Es wird schon wieder gehen – oder auch nicht, macht auch nichts. Sobald man irgendwo hin geht wo Service angesagt ist, z.B. in einem Restraurant, sind zahlreiche hilfreiche Geister bemüht in Windeseile alles um einen herum in tollster Weise her zu richten und die achten dann auch im Verlauf darauf, dass alles optimal ist. Es ist schwer seine Serviette auf den leeren Teller zu legen, weil dieser in dieser kurzen Zeit sicher bereits weg geräumt wurde. Man bekommt hier an fast jeder Ecke einen Service wie in Deutschland bestenfalls in allererstklassigsten Lokalitäten. Vom Geschmack der Speisen ganz zu schweigen. Nervig ist die „Dienstbarkeit, wenn man auf 20 metern Gehweg 15 mal gefragt wird, ob man nicht doch ein Taxi oder sonstwas haben will, und man lernt unhöflich ignorierend and den Anbietern vorbei zu gehen. Anders sind da natürlich Bahn-Schalter-Menschen oder andere „Beamte“ – die lassen Dich von ihrem erhöhten Sitz aus deutlich merken, dass Sie grad die Könige sind, ohne die gar nichts geht. (Wirklich wahr – was wunderte ich mich, als ich mich im Touristoffice vor dem erhöhten Sitz des „Beamten“ in Uniform in eine Art Sessel setzte und so einsank, dass aus den ca. 50 cm Höhenunterschied sicher 70 cm wurden. Da kommt man sich sehr klein vor …)
Es gibt hier einiges an Musik, das mir Ohrwurm ist, und ich versuche natürlich nicht nur für mich sondern speziell für Dich Bernd davon heraus zu finden von wem das ist, und wie es heißt – aber bis jetzt ist es mir nicht gelungen. Insgesamt wird hier viel Bollywood gehört – nur abends am Strand jetzt Goa-Trance. Als Harriet unserem Fahrer Bunty ihre Yoga-Musik vorspielte, war der total hin, der ging richtig ab. Die heißen „The Love Keys“ und die CD heißt Mango. Aber das ist eigentlich eine deutsche Gruppe und wird hier natürlich nicht gehört. So, nun ist das Ganze mehr ein Blog als eine Kommentar-Antwort geworden, und darum werde ich Teile davon gleich auch noch bloggen – also jetzt
Lieb Grüße nach Deutschland und ich hoffe natürlich auch, dass Sturmtief Xaver halbwegs friedlich über Deutschland zieht – insbesondere bei den norddeutschen Familien, die in letzter Zeit eh schon genug „Sturm“ hatten.

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