Lagerprobleme

Weltreise ist kein Urlaub – die Vorbereitung sicher nicht. Es gibt so viele Hürden zu meistern. Oft ist das, was man dachte, dass es schwierig sein würde, am Ende einfach, und Dinge von denen man dachte, dass Sie ganz logisch und klar sein würden, entpuppen sich als langwierig, arbeitsintensiv, schwierig und kompliziert.

Unsere Telefonanbieter wehren sich mit Händen und Füßen unsere Telefonanschlüsse still zu legen und unsere baldige Kündigungen anzuerkennen … ( Lange Geschichte … Viele Einschreiben – Aktuell stellen die sich als Wächter des Meldegesetzes auf, und wollen einem Sonderkündigungsrecht ausschließlich dann zustimmen, wenn wir eine „Abmeldebescheinigung Deutschland“ vorlegen können.
Aus Deutschland abmelden wollten wir uns aber aus vielerlei Gründen gar nicht …
Laut § 46 Telekommunikationsgesetz steht dem Verbraucher ein Sonderkündigungsrecht zu, wenn der Anbieter am neuen Wohnort seine Leistung nicht in gewohnter Qualität und Umfang anbieten kann.  Nach meinem Rechtsverständnis besteht bei mir ein solches Sonderkündigungsrecht, denn ein solcher Anschluß kann an den wechselnden Orten einer Weltreise natürlich nicht gelegt werden. Ausschließlich eine „Abmeldebescheinigung Deutschland“ als Beleg kann auch nicht rechtens sein. (Es gibt ausreichend Urteile, dass das Meldeverhalten nicht grundlegend sein darf – allerdings was Krankenkassen angeht.) In den AGB finde ich auch nichts davon, dass nur dies als Beweis anerkannt wird. Morgen habe ich einen  Telefontermin mit der Bundesnetzagentur und gehe dann evtl. auch noch zum Anwalt. )

Vom Hin und Her in der Vorbereitung von Dingen, die bereits klar erschienen, will ich heute  von unserem „Lager“ weiter berichten, dass hier schon mal unter der Überschrift Garage Thema war.

In der Vorgeschichte hatte ich ja bereits im letzten Jahr eine Garage mit separatem Mietvertrag als Lager beim gleichen Vermieter meiner Wohnung gemietet. Die hatte er extra passend ausgebaut und mir gesagt, dass ich dann aber mindestens ein Jahr da drin bleiben müsste – das kam mir ja entgegen. Als ich nun meine Wohnung kündigte, wurde aber klargestellt, dass dann auch die Garage von Vermieterseite gekündigt werden würde, weil er die mit der Wohnung zusammen wieder vermieten möchte.
Ich habe mich bemüht rasch die Kündigung von der Wohnung  zurück zu ziehen, was er zum Glück auch an nahm – denn: Wo hätt‘ ich denn dann sonst mit all den Sachen bleiben sollen? Ich stand mit dem Rücken an der Wand.
Daraufhin haben wir uns nach Ersatz umgesehen. Es ist schwerer als man denkt, etwas passendes zu finden.  Harriet hat dann eine Garage in einer überwachten Anlage in der Müritzgegend gefunden. Neu gebaut. Dach neu. Wand an Wand in der Mitte von vielen Garagen – also auch rel. ausgeglichene Temperaturen. Alles schien gut. Wir fragten den Vermieter dort, ob es auch trocken sei, weil wir das ja zum Einlagern unserer Sachen nutzen wollten, und der versicherte uns das.
Als wir uns die Garage vor kurzem anschauten, sah auch alles wunderbar trocken aus ( da war ja aber auch noch seit längerem trockenes sommerliches Wetter).
Also: Alles sah gut aus und ich kündigte erneut Wohnung und Garage1.
Jetzt bei erstem Herbstwetter brachte ich eine große Anhängerladung aus dem einen Lager in das Andere. (Danke Karsten für die fleißige Hilfe beim Hänger einräumen und Harriet beim Ausräumen).  Und siehe da, die vordere Hälfte des Garagenbodens ist regelrecht nass. Bei der daraus entstehenden Luftfeuchtigkeit, können wir erwarten, dass wenn wir zurück kommen, die Umzugskartons weich geworden sind, und viele eingelagerte Sachen bestimmt Schimmel angesetzt haben …
Wir wollen die Abreise nicht noch einmal verschieben und werden also wohl damit leben müssen. Für Detaillösungen haben wir bereits erste Ideen. Zum Beispiel wo die Akten mit den wichtigsten Dokumenten hin kommen. Meinen guten full-duplex All-in-one-Farblaserdrucker werde ich auch noch irgendwo unterstellen können. Bei anderen Dingen müssen wir es eben darauf ankommen lassen. Und im Zweifelsfall Matratze, Bettzeug usw. ersetzen.
Den neuen Garagenvermieter haben wir natürlich zur raschen Nachbesserung aufgefordert …

Es ist nun mal so, der Weg zu einem solchen Unterfangen kann natürlich nicht problemfrei laufen. Hürden meistern gehört dazu. Zwei hab ich exemplarisch einmal dargestellt.

Andererseits will ich aber auch unbedingt sagen wie oft es auch immer wieder schön ist!
Wir bekommen so viel positive Rückmeldung. Wie oft wir hören „Ihr macht das Richtig“, ist toll und motivierend. Viele Menschen geraten ins Träumen, beneiden uns sehr nett, und helfen uns auch – auch in Ihrem Amt. (Das erzähl ich jetzt natürlich nicht ausführlich – ist doch klar.)  So manches erleichtert uns dadurch Dinge, wo wir Hürden befürchteten. Hier noch einmal unseren Dank !

Ein Gedanke zu „Lagerprobleme

  1. Benita

    Hallo Herr Schulze,
    wie versprochen meld ich mich bei Ihnen, denn das Interesse ist schon groß wohin es Sie beide in der großen weiten Welt verschlägt. Ich hoffe das nach so einer aufregender Vorbereitungsphase alles andere ohne Probleme abgeht.
    Grüsse aus Saalfeld
    Benita

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