Archiv für den Monat: Oktober 2013

Deutliche Fortschitte zum Ziel

Es ist spät, und ab den Schultern abwärts meldet sich der Muskelkater vom Kisten schleppen. *aua* Ich hoffe, Magnesium hilft. Nur noch hier und da steht etwas rum. Dank Pizzaservice fällt es auch nicht auf, dass sämtliches Geschirr bereits eingepackt ist. Meine Wohnung sieht sehr leer aus nach der ersten Großaktion. Danke hierfür auch an die Helfer, die heute mit uns zusammen Kisten geschleppt und Sachen verstaut haben. Endlich schallt es in der Wohnung. Irres Klangefühl. Die letzten Tage hier sind gezählt. Wolfgang schläft schon, der hat heute auch echt viel gerackert. Wolfgang und ich haben Energydrinks mittlerweile zu schätzen gelernt (hihi). In so einer Phase sind die echt Gold wert. Ernährungsphysiologisch sage ich dazu jetzt mal nix.

Direkt vor der Tür steht der Anhänger im gekauften Parkverbot. Eine prima Sache so etwas. Vorallem, wenn man sieht, dass die ganze Straße voll mit Autos steht, aber der Raum zwischen zwei einfach hingestellten Schildern frei bleibt. Es hat schon etwas Syreales. Wolfgang hat das alles organisiert. Auch hat er sich heute um die Garage gekümmert, die nun hoffentlich trocken ist. Der Vermieter ist so fürsorglich und guckt regelmäßig nach dem Rechten. Da haben wir echt Glück, solche engagierten Menschen gefunden zu haben. Ob jetzt alles gut geht???

Nur noch ein paar Handgriffe, und die erste Wohnung ist leer. Natürlich mit Kartonbeschriftung „Letzte 1“ bis „letzte 12“ 😉

Auch wenn alles sehr anstrengend ist, überwiegt doch das Gefühl, dass es  langsam vorwärts geht und es nicht mehr lange dauert, bis unser großes Abenteuer beginnt. Ein Ende ist absehbar und ausreichend Fernweh ist vorhanden….

Lagerprobleme

Weltreise ist kein Urlaub – die Vorbereitung sicher nicht. Es gibt so viele Hürden zu meistern. Oft ist das, was man dachte, dass es schwierig sein würde, am Ende einfach, und Dinge von denen man dachte, dass Sie ganz logisch und klar sein würden, entpuppen sich als langwierig, arbeitsintensiv, schwierig und kompliziert.

Unsere Telefonanbieter wehren sich mit Händen und Füßen unsere Telefonanschlüsse still zu legen und unsere baldige Kündigungen anzuerkennen … ( Lange Geschichte … Viele Einschreiben – Aktuell stellen die sich als Wächter des Meldegesetzes auf, und wollen einem Sonderkündigungsrecht ausschließlich dann zustimmen, wenn wir eine „Abmeldebescheinigung Deutschland“ vorlegen können.
Aus Deutschland abmelden wollten wir uns aber aus vielerlei Gründen gar nicht …
Laut § 46 Telekommunikationsgesetz steht dem Verbraucher ein Sonderkündigungsrecht zu, wenn der Anbieter am neuen Wohnort seine Leistung nicht in gewohnter Qualität und Umfang anbieten kann.  Nach meinem Rechtsverständnis besteht bei mir ein solches Sonderkündigungsrecht, denn ein solcher Anschluß kann an den wechselnden Orten einer Weltreise natürlich nicht gelegt werden. Ausschließlich eine „Abmeldebescheinigung Deutschland“ als Beleg kann auch nicht rechtens sein. (Es gibt ausreichend Urteile, dass das Meldeverhalten nicht grundlegend sein darf – allerdings was Krankenkassen angeht.) In den AGB finde ich auch nichts davon, dass nur dies als Beweis anerkannt wird. Morgen habe ich einen  Telefontermin mit der Bundesnetzagentur und gehe dann evtl. auch noch zum Anwalt. )

Vom Hin und Her in der Vorbereitung von Dingen, die bereits klar erschienen, will ich heute  von unserem „Lager“ weiter berichten, dass hier schon mal unter der Überschrift Garage Thema war.

In der Vorgeschichte hatte ich ja bereits im letzten Jahr eine Garage mit separatem Mietvertrag als Lager beim gleichen Vermieter meiner Wohnung gemietet. Die hatte er extra passend ausgebaut und mir gesagt, dass ich dann aber mindestens ein Jahr da drin bleiben müsste – das kam mir ja entgegen. Als ich nun meine Wohnung kündigte, wurde aber klargestellt, dass dann auch die Garage von Vermieterseite gekündigt werden würde, weil er die mit der Wohnung zusammen wieder vermieten möchte.
Ich habe mich bemüht rasch die Kündigung von der Wohnung  zurück zu ziehen, was er zum Glück auch an nahm – denn: Wo hätt‘ ich denn dann sonst mit all den Sachen bleiben sollen? Ich stand mit dem Rücken an der Wand.
Daraufhin haben wir uns nach Ersatz umgesehen. Es ist schwerer als man denkt, etwas passendes zu finden.  Harriet hat dann eine Garage in einer überwachten Anlage in der Müritzgegend gefunden. Neu gebaut. Dach neu. Wand an Wand in der Mitte von vielen Garagen – also auch rel. ausgeglichene Temperaturen. Alles schien gut. Wir fragten den Vermieter dort, ob es auch trocken sei, weil wir das ja zum Einlagern unserer Sachen nutzen wollten, und der versicherte uns das.
Als wir uns die Garage vor kurzem anschauten, sah auch alles wunderbar trocken aus ( da war ja aber auch noch seit längerem trockenes sommerliches Wetter).
Also: Alles sah gut aus und ich kündigte erneut Wohnung und Garage1.
Jetzt bei erstem Herbstwetter brachte ich eine große Anhängerladung aus dem einen Lager in das Andere. (Danke Karsten für die fleißige Hilfe beim Hänger einräumen und Harriet beim Ausräumen).  Und siehe da, die vordere Hälfte des Garagenbodens ist regelrecht nass. Bei der daraus entstehenden Luftfeuchtigkeit, können wir erwarten, dass wenn wir zurück kommen, die Umzugskartons weich geworden sind, und viele eingelagerte Sachen bestimmt Schimmel angesetzt haben …
Wir wollen die Abreise nicht noch einmal verschieben und werden also wohl damit leben müssen. Für Detaillösungen haben wir bereits erste Ideen. Zum Beispiel wo die Akten mit den wichtigsten Dokumenten hin kommen. Meinen guten full-duplex All-in-one-Farblaserdrucker werde ich auch noch irgendwo unterstellen können. Bei anderen Dingen müssen wir es eben darauf ankommen lassen. Und im Zweifelsfall Matratze, Bettzeug usw. ersetzen.
Den neuen Garagenvermieter haben wir natürlich zur raschen Nachbesserung aufgefordert …

Es ist nun mal so, der Weg zu einem solchen Unterfangen kann natürlich nicht problemfrei laufen. Hürden meistern gehört dazu. Zwei hab ich exemplarisch einmal dargestellt.

Andererseits will ich aber auch unbedingt sagen wie oft es auch immer wieder schön ist!
Wir bekommen so viel positive Rückmeldung. Wie oft wir hören „Ihr macht das Richtig“, ist toll und motivierend. Viele Menschen geraten ins Träumen, beneiden uns sehr nett, und helfen uns auch – auch in Ihrem Amt. (Das erzähl ich jetzt natürlich nicht ausführlich – ist doch klar.)  So manches erleichtert uns dadurch Dinge, wo wir Hürden befürchteten. Hier noch einmal unseren Dank !